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NCAA - College Football

College Woche 2: Texas reist zum Spitzenspiel

Alabama Head Coach Nick Saban trifft im Spiel gegen Texas wieder einmal auf einen seiner ehemaligen Coordinator. Credit: Imago Images / USA Today / Scott Wachter

Auswärts geht es für die Texas A&M Aggies nach Miami in Florida, wo sie als leichter Favorit in das nächste Kräftemessen zwischen SEC und ACC gehen. Die Partie wird auf ran.de und DAZN übertragen. Später in der Nacht treffen die Texas Longhorns und die Alabama Crimson Tide aufeinander. Das Spitzenspiel in College Football Woche 2 wird ebenfalls auf DAZN gezeigt, wenn die aktuellen Nummern 3 und 11 im Top 25 AP Poll gegeneinander spielen. Den Anfang machen jedoch die Nebraska Cornhuskers und die Colorado Buffaloes in dieser Vorschau. 

Die Buffaloes haben in der Vorwoche viele überrascht und sind nun sogar unter den besten 25 College Teams des Landes gelistet, nachdem sie den letztjährigen Finalisten um die National Championship von der TCU bezwungen haben. Dementsprechend wird nun erwartet, dass der lautstarke Head Coach Deion Sanders seinen großen Worten weitere Taten folgen lässt und das erste Heimspiel der Saison gegen Nebraska für sich entscheidet. Ein Ausrufezeichen möchte auch Coach Jimbo Fisher mit seinen Aggies setzen. Doch dazu kommen wir später. 

 

Nebraska Cornhuskers @ Colorado Buffaloes #22

Samstag, 9. September 2023

Kickoff: 18 Uhr

Folsom Field in Boulder, Colorado

 

Am Samstag um 18 Uhr unserer Zeit empfangen die Colorado Buffaloes die Nebraska Cornhuskers. Deion Sanders hat im ersten Spiel seit seiner Ankunft in den Rocky Mountains direkt einen der größten Erfolge gefeiert und hat nun die Aufgabe, seine jungen Männer vor dem Rivalry Game gegen Head Coach Matt Rhule und seinen Huskers wieder einzufangen. 

Seit 1898 spielen die zwei Teams aus den tiefen Weiten des Mittleren Westens gegeneinander und erlebten in ihrer aufregenden Geschichte manches Top Ten Matchup. Seit der letzten Umstrukturierung im College Football treffen die beiden Kontrahenten aber nicht mehr so häufig aufeinander. Die letzte Begegnung ist bereits vier Jahre her. Damals gewann Colorado erst in der Overtime. 

Jetzt treten die Buffaloes mit Quarterback Shedeur Sanders an. Als Deion Sanders seinen eigenen Sohn zum Starter erklärte, wurde dies in den Medien müde belächelt. Doch von der Jackson State bis in die Pac-12 hat sich der Sohnemann prächtig entwickelt und macht nun auch in Sachen NFL Draft 2024 auf sich aufmerksam. 

Sanders führt eine sichere Offense über das Feld und kann sich gut innerhalb, wie außerhalb der Pocket bewegen. Er hat ein gutes Verständnis dafür, wo seine Receiver zu finden sind und wie er sie in Szene setzen muss. Hier möchte er gegen Nebraska weiter beeindrucken. 

Auf der anderen Seite möchte es ihm Jeff Sims gleichtun. Nach seinem Wechsel von der Georgia Tech will der Transfer-Quarterback sich in seiner Genauigkeit und seinem Ball Placement besser entwickeln. Außerhalb der Struktur ist der sehr gut gebaute Playmaker mit seinen flinken Beinen ohnehin bereits gefährlich. Nun will er als Passer reifen. 

Die Cornhuskers verloren am letzten Wochenende denkbar unglücklich, nachdem Minnesota Golden Gophers Receiver Daniel Jackson kurz vor Schluss mit einem genialen Catch die Partie ausgleichen konnte. 

Das hat vielleicht Spuren hinterlassen, während Colorado sich im Siegestaumel befindet. Die Buffaloes sollten dementsprechend einen großen Auftritt hinlegen und Wide Receiver/Cornerback Travis Hunter weiter an seiner Heisman Kampagne basteln. 

 

Texas A&M Aggies #23 @ Miami Hurricanes

Samstag, 9. September 2023

Kickoff: 21:30 Uhr

Hard Rock Stadium in Miami Gardens, Florida

 

Texas A&M reist nach Miami und will dort den zweiten Sieg in Folge einfahren. Nach einem deutlichen Sieg über New Mexico erwartet sie nun auswärts aber eine schwierigere Aufgabe. Für Miami gab es letzte Woche eine ähnlich leichte Aufgabe. Beide können nun zeigen, wohin für sie in diesem Jahr die Reise geht. 

Die Aggies sind leichter Favorit in einer Begegnung, in der wir weniger auf die beiden Quarterbacks Connor Weigman (A&M) und Tyler van Dyke (Miami) blicken wollen, sondern auf ein Matchup an der Line of Scrimmage zwischen Aggies Nose Tackle McKinnley Jackson und Miamis Left Guard Javion Cohen. 

Jackson brachte es im Vorjahr trotz seiner Rolle im inneren der Defensive Line auf zwei Sacks, sieben Tackles for Loss und insgesamt 23 Stops. Für einen Spieler mit seinen enormen Körpermaßen kommt er relativ zügig nach dem Snap nach vorne und penetriert die Gaps des Gegners. 

Neuzugang Cohen wurde genau für solche Matchups nach Miami gelockt. Der Transfer von Alabama ist ebenfalls sehr spritzig auf den Beinen und dürfte öfter im zweiten Level zu finden sein, sofern es ihm gelingt, McKinnley Jackson aus dem Weg zu räumen. Dazu wird es nötig sein, die vollen P.S. auf die Straße zu bringen. Aktionen müssen von den Füßen über die Hüfte bis in die Fingerspitzen koordiniert ablaufen, um ein solches Matchup bespielen zu können. Das wollen Scouts von beiden Athleten in diesem Spiel sehen. 

Am Ende sollte es aber die angriffslustige Offense des neuen Offensive Coordinators Bobby Petrino bei den Aggies sein, die den Ausschlag gibt. Petrino arbeitete bereits mit Lamar Jackson in Louisville. Er soll die unterschiedlichen Playmaker nun besser in Szene setzen, als dies im Vorjahr geschehen ist. 

Die Feuerkraft von Texas A&M sollte zu viel für Miami sein. Ihre Ambitionen werden jäh erstickt. Obwohl die Aggies sicher Wege finden werden, durch individuelle Fehler die Begegnung spannender zu halten, als es notwendig wäre. Noch hat Jimbo Fisher weiter keinen Titelanwärter aufgebaut. Es wird allmählich Zeit dafür. 

 

Texas Longhorns #11 @ Alabama Crimson Tide

Sonntag, 10. September 2023

Kickoff: 1 Uhr

Bryant-Denny Stadium in Tuscaloosa, Alabama

 

Der College Gameday von ESPN wird mit seiner Tailgating Party in Tuscaloosa vor Ort sein und DAZN überträgt das Spiel fürs deutsche Fernsehen, wenn zwei Ikonen des College Footballs aufeinandertreffen. Nick Saban hält gegen seine ehemaligen Assistenztrainer einen Record von 28 zu 2. Steve Sarkisian will mit seiner aggressiven und hungrigen Spielweise seinem alten Chef einen Sieg abringen. Das Interesse an dieser Paarung ist riesig. 

Texas hätte das Spiel in der Vorsaison zu Hause gewinnen können und probiert nun einen weiteren Anlauf. Im letzten Jahr erlebte Longhorns-Quarterback Quinn Ewers gegen Alabama seine Feuertaufe. Bis zu seinem verletzungsbedingten Ausfall spielte er die Defense der Crimson Tide nahezu schwindelig. Seine vielfältigen Möglichkeiten, das Feld auf allen Ebenen und auf unterschiedliche Art und Weise zu attackieren, waren für Alabama nicht zu verteidigen. 

Zur Unterstützung standen Ewers bereits damals bei der knappen 20 zu 19 Niederlage die Receiver Xavier Worthy und Jordan Whittington. Worthy ist mit seinem enormen Speed nur schwer zu verteidigen und sorgt seit seinem Freshman-Jahr bereits für Furore. Neben Whittington sollte aber noch ein weiterer Mitspieler im Passanfgriff nicht unerwähnt bleiben: Tight End Ja’Tavion Sanders. 

Sanders hat seine Stärken darin, sich regelmäßig freizukaufen und immer dort aufzutauchen, wo Quarterback Ewers ihn gerade haben möchte. Als Tight End kann er sich gewiss im Blocking noch ein ganzes Stück verbessern. Aber sofern er weiter Touchdowns und wichtige Catches macht, können die Longhorns das vernachlässigen. 

Allen Passempfängern stehen allerdings sowohl physisch als auch von der Spielgeschwindigkeit her bemerkenswerte Matchups bevor. Zuallererst ist da Cornerback Kool-Aid McKinstry, gegen den Worthy zunächst beweisen muss, ob er ihm mit hoher Beweglichkeit auf den ersten Yards ausweichen kann, bevor dieser ihn in die Mangel nehmen kann. McKinstry sollte dabei aber nicht zu aktiv mit seinen Händen werden. Scouts werden sich dieses Duell genau ansehen. 

Doch sollte McKinstry überraschend Probleme bekommen, wartet mit Terrion Arnold ein hochdekorierter High School Rekrut auf seine Chance, sich gegen die texanischen Wide Receiver zu beweisen. Arnold ist leichter, damit aber auch wesentlich spritziger in seinen Bewegungen und wird das Receiving Corps vor eine ebenfalls schwer zu lösende, aber veränderte Aufgabe stellen. 

Als wäre das nicht genug, wartet in der Mitte Malachi Moore auf Ja’Tavion Sanders. Der hybride Box Safety wird überall dort auf dem Feld eingesetzt, wo seine Athletik es am meisten erfordert. Moore wird auch physisch den Ton der Defense vorgeben und kann ein Schlüsselspieler dieses Spitzenspiels sein. 

Texas wird mit einem besseren Quarterback am Anfang des Spiels führen. Doch Alabama sollte deshalb nicht abgeschrieben werden. Nick Saban hat schon oft gezeigt, wozu sein Team in der Lage ist, wenn es mit dem Rücken zur Wand steht oder gar unterschätzt wird. Wir werden sehr viel Laufspiel, sowohl von Quarterback Jalen Milroe als auch von den Runningbacks der Crimson Tide sehen. Das physische Spiel müssen die Longhorns annehmen. Doch auswärts in Tuscaloosa ist das leichter gesagt als getan. Alabama wird das Spiel möglicherweise am Ende knapp für sich entscheiden. 


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