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NFL DRAFT 2024: First Round, First Impressions

Wurde wie erwartet von den Chicago Bears gedraftet, Quarterback Caleb Williams- Credit: IMAGO / Icon Sportswire

 Die so lange ersehnte erste Runde ist vorbei und nach monatelangem mockdraften, spekulieren und interpretieren, herrscht nun endlich Klarheit, was mit vielen der Top Talenten passiert. Spannenderweise blieben die wirklich großen Überraschungen in weiten Teilen aus und so verlief der erste Abend in Detroit schon fast vorhersehbar und ohne wirkliche Blockbuster Trades. Wir blicken einmal kurz zurück und resümieren die vergangene Nacht.

Große Trades bleiben aus

Man erwartete insbesondere einen großen Trade, sollten drei Quarterbacks mit den ersten drei Picks vom Board gehen und nur noch einer der vier projecteten großen Namen noch da sein. Doch es war erstaunlich ruhig nachdem die Bears mit Caleb Williams, Washington mit Jayden Daniels und New England mit Drake Maye drei ziemlich erwartbare Consensus Picks betrieben hatten. So tat sich auch in der Folge nichts und man hatte den Eindruck, dass alle Teams ziemlich Set mit den jeweiligen Spielern waren, welche gewählt wurden. Am wenigsten überraschte dies bei den Cardinals, bei denen auch Insider Mike Jurecki schon seit Monaten immer wieder Marvin Harrison Jr. predicted hat. Die Gerüchte kochten zwar immer wieder hoch, dass GM Monty Ossenfort einen Trade nach hinten ins Auge fasst, jedoch wurde hier bereits immer wieder der Preis diskutiert. Da auch im Anschluss die Chargers, Giants und Titans an ihren jeweiligen Positionen blieben, lag es nahe, dass beispielsweise die Vikings, Broncos oder Raiders entweder nicht bereit waren, die entsprechenden Preise zu bezahlen, oder auch der Buzz, welchen der noch verfügbare J.J. McCarthy bekommen hatte, in den Medien doch etwas größer war als bei den Teams selbst. Jedoch machten auch wie bereits erwähnt die jeweiligen Picks den Eindruck, als waren die Franchises genau auf die Spieler festgelegt, welche sie am Ende gezogen haben. Alt zu den Chargers, Nabers zu den Giants und Latham zu den Titans machen hier auch jeweils zu viel Sinn was Need und die Kommunikation betrifft, welche Pre-Draft getätigt wurde.

Falcons sorgen für Verwunderung

So war es im Anschluss Atlanta vorbehalten für die erste und einzige dicke Überraschung zu sorgen. Man wählte Quarterback Michael Penix Jr. von den Washington Huskies, welcher in den meisten Fällen eher ein Second Round Grade bekommen hatte, und bestenfalls bei den Broncos und Raiders gesehen wurde, falls hier eine gewisse Panik ausgebrochen wäre. Generell kann man zwar sagen, dass es Sinn macht „seinen“ Quarterback dann auch entsprechend früher zu ziehen, wenn man schlicht vom Spieler überzeugt ist. Jedoch hatte man in der Offseason eben erst Kirk Cousins mit einem dicken Vertrag geholt und zumindest erst einmal mittelfristig keinen dringenden Need auf der Position gehabt. Eine ähnliche Situation wie beispielsweise bei Patrick Mahomes und Alex Smith oder Jordan Love und Aaron Rodgers kommt hier erstmal in den Sinn. Doch Penix bringt neben seiner Verletzungshistorie auch ein Alter von bereits 24 Jahren zum Start der Saison mit. Selbst wenn man Penix nur zwei Jahre hinter Cousins sitzen lässt, wäre dieser in seiner ersten Saison als Starter bereits 26 Jahre alt. Die Historie zeigt, dass Quarterbacks und generell Spieler welche erst spät in die Liga kommen oder starten, nicht die herausragendsten Karrieren hatten. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation in den nächsten Jahren darstellt. Anschließend fiel das Board größtenteils erneut wie erwartet. Die Bears gaben Caleb Williams mit Rome Odunze eine zusätzliche Waffe und die Vikings tradeten mit den Jets um McCarthy dann schlussendlich an 10 zu sichern. Die Picks der Broncos und Raiders waren danach noch die größeren, kleineren Wow-Effekte. Denver pickte Bo Nix auch aufgrund der fehlenden, späteren Optionen im Draft und im eigenen Roster ziemlich früh an 12 und die Raiders holten sich mit Brock Bowers zwar einen der besten Spieler der Klasse, jedoch auf einer Position welche generell keinen großen Value genießt und bei den eigenen Needs etwas fraglich war. Erst im letzten Jahr hatte man bereits früh in Runde zwei Tight End Michael Mayer gepicked. Bowers fällt hier somit definitiv in die Kategorie „Best Player Available“. 

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Wenig Überraschungen zum Ende der Runde

Hinten heraus wurde es im Nachgang wieder ruhiger und so ist eigentlich kein wirklicher Head Scratcher mehr zu finden. Die Vikings sorgten für einen weiteren Trade und zogen mit Dallas Turner an Nummer 17 einen Nachfolger für den abgewanderten Edge Rusher Danielle Hunter, nachdem mit Laiatu Latu zu den Colts an 15 der erste Defender überhaupt gepicked wurde. Die Buffalo Bills tradeten zweimal nachhinten und letztendlich komplett aus der ersten Runde, bekamen hierbei jedoch den Pick Nummer 33 der Carolina Panthers, welche sich hierbei doch einen First Round Pick sicherten, wenngleich es lediglich an 32 war. Zuvor sprang Super Bowl Champ Kansas City Chiefs nach vorne und holte sich an Nummer 28 mit Xavier Worthy einen Spieler, welcher auf dem Papier wieder perfekt zu Andy Reids Offense passt. Der Texas Wide Receiver lief bei der diesjährigen Combine den schnellsten 40-Yard-Dash in der Geschichte und gibt nach dem Vorfall um Rashee Rice eine zusätzliche Option für Pat Mahomes ab. Auch die Panthers nutzten den Uptrade um Bryce Young eine weitere Anspielstation in Xavier Legette von South Carolina zu geben. Auch Legette bringt, wie Worthy, einige Fragezeichen in seinem Profil mit, doch hat genauso mehr als interessante Traits um einen Impact in der Liga zu haben. Da noch jede Menge namhafter Spieler verfügbar sind bringen auch die verbleibenden Runden noch viele interessante Entscheidungen mit sich.

 

Alle Picks der ersten Runde in der Übersicht: 

  1. Chicago Bears Caleb Williams (QB, USC)
  2. Washington Commanders Jayden Daniels (QB, LSU)
  3. New England Patriots Drake Maye (QB, North Carolina)
  4. Arizona Cardinals Marvin Harrison Jr. (WR, Ohio State)
  5. Los Angeles Chargers Joe Alt (OT, Notre Dame)
  6. New York Giants Malik Nabers (WR, LSU)
  7. Tennessee Titans JC Latham (OT, Alabama)
  8. Atlanta Falcons Michael Penix Jr. (QB, Washington)
  9. Chicago Bears Rome Odunze (WR, Washington)
  10. Minnesota Vikings J. J. McCarthy (QB, Michigan)
  11. New York Jets Olu Fashanu (OT, Penn State)
  12. Denver Broncos Bo Nix (QB, Oregon)
  13. Las Vegas Raiders Brock Bowers (TE, Georgia)
  14. New Orleans Saints Taliese Fuaga (OT, Oregon State)
  15. Indianapolis Colts Laiatu Latu (DE, UCLA)
  16. Seattle Seahawks Byron Murphy II (DT, Texas)
  17. Minnesota Vikings Dallas Turner (LB, Alabama)
  18. Cincinnati Bengals Amarius Mims (OT, Georgia)
  19. Los Angeles Rams Jared Verse (DE, Florida State)
  20. Pittsburgh Steelers Troy Fautanu (OT, Washington)
  21. Miami Dolphins Chop Robinson (DE, Penn State)
  22. Philadelphia Eagles Quinyon Mitchell (CB, Toledo)
  23. Jacksonville Jaguars Brian Thomas Jr. (WR, LSU)
  24. Detroit Lions Terrion Arnold (CB, Alabama)
  25. Green Bay Packers Jordan Morgan (OT, Arizona)
  26. Tampa Bay Buccaneers Graham Barton (C, Duke)
  27. Arizona Cardinals Darius Robinson (DE, Missouri)
  28. Kansas City Chiefs Xavier Worthy (WR, Texas)
  29. Dallas Cowboys Tyler Guyton (OT, Oklahoma)
  30. Baltimore Ravens Nate Wiggins (CB, Clemson)
  31. San Francisco 49ers Ricky Pearsall (WR, Florida)
  32. Carolina Panthers Xavier Legette (WR, South Carolina)
Über den/die Autor/in
Daniel Stark
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Daniel Stark
Online-Redaktion
Daniel Stark schreibt auf TOUCHDOWN24 über die NFL, den College-Football und hin und wieder auch über die ELF. Darüberhinaus organisiert er die Online-Redaktion

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