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NCAA - College Football

College Football Rivalry Week: Time to play the Game

Rivalry Game am Thanksgiving-Wochenende: Ohio State vs. Michigan. Credit: Imago Images / ZUMA Wire / Scott Stuart

Wer zieht in die Conference Championship Games im College Football ein? Die Ohio State Buckeyes und die Michigan Wolverines fechten das letzte Ticket in der Big Ten im direkten Duell aus. Florida State ist bereits durch, darf aber in der Rivalry gegen Florida nicht stolpern. Oklahoma State will sich dafür gegen BYU in der Big12 durchsetzen. It’s time to play the game! 

Über den Ausgang des Heisman Races wird wahrscheinlich erst in einer Woche endgültig entschieden. Vor den Conference Championship hat der College Football die Rivalry Games am Thanksgiving-Wochenende gesetzt. Vor allem in Michigan wird es in der größten Rivalität des Sports heiß hergehen.  

Ohio State Buckeyes #2 @ Michigan Wolverines #3

Samstag, 26. November 2023

Kickoff: 18 Uhr

Michigan Stadium in Ann Arbor, Michigan 

Der beste Spieltag im College Football steht an. Nachdem viel diskutiert wurde, wer denn nun das beste Team in der Big Ten East sein würde, kommt es am Samstag endlich wieder zum Duell der erbitterten Rivalen aus Michigan und der Ohio State. Das Spiel hat erwartungsgemäß großen Einfluss auf die College Playoffs und das Heimteam geht als leichter Favorit ins Spiel. Zum ersten Mal seit sechs Jahren nehmen die Buckeyes die Rolle des “Underdogs” ein. 

Wo fangen wir bei so vielen großartigen Spielern und Matchups an? Zuallererst erwähnen wir vielleicht Hero Kanu. Der junge Defensive Tackle aus Fürstenfeldbruck gibt sein Rivalry-Game-Debüt im größten aller Spiele für die Ohio State Buckeyes und fieberte diesem großen Moment bereits vor einem Jahr entgegen, als er TOUCHDOWN24 im Interview verriet, wie er über das “Team up North” denkt. 

Kanu wird seine Spielanteile erhalten, muss sich aber bei den elitären Draft Prospects an der Front noch für ein paar Wochen hinten anstellen. Ab nächster Saison sehen wir sicherlich mehr von der Nummer 93. Nun ist Tyleik Williams noch der Mann fürs grobe Geschäft. 

Der athletische Freak verfügt über einen bemerkenswerten ersten Schritt und kann überaus hoch beschleunigen. Obwohl er technisch noch längst nicht ausgereift ist, wird Michigans Offensive Line alle Hände voll mit ihm zu tun bekommen. Right Guard Zak Zinter wird es häufig mit ihm aufnehmen. Er ist ebenfalls schnell auf den Beinen und verfügt über weniger Kraft als andere Guards seines Jahrgangs. 

Deshalb wird er im Run Blocking häufig von Drake Nugent unterstützt. Der Center ist wesentlich kräftiger gebaut und zeigt bereits ein hohes Spielverständnis für Double-Teams und Blocks im zweiten Level. Er benötigt wiederum in Pass Protection die Hilfe von Zinter. Quarterback J.J. McCarthy kann sich sicher darauf verlassen. 

McCarthy ist ein vielversprechendes Talent auf der wichtigsten Position im American Football. Er ist athletisch und kann so manches Big Play auch mit seinen Beinen erzielen, wenn ihm die Deckung des Gegners zu eng ist oder der Druck zu groß wird. 

Wichtigstes Anspielziel ist Roman Wilson. Der Vier-Sterne-Rekrut erzielte in diesem Jahr bereits zehn Touchdowns. Vor allem mit spritzigen Bewegungen löst er sich vor dem Catch vom Gegenspieler oder zieht mit hohem Speed nach der Ballannahme ins offene Feld davon. Sein direkter Gegenspieler Denzel Burke wird ihm ein hochwertiges Matchup liefern. 

Seine Aufgabe wird sein, jede Bewegung des agilen Wilson mitzugehen und so viele Completions wie möglich zu unterbinden. Denn Burke ist ein Cornerback, der seine Gegenspieler gern eng verteidigt. Wenn sie erstmal den Ball haben, ist es mit seinem Tackling leider nicht so weit her. Da könnte Wilson ihm entwischen. 

Doch Wilson ist nicht das einzige Problem für die Defense der Buckeyes. Da wären die beiden Runningbacks Blake Corum und Donovan Edwards. Der schwere und kleine Corum nutzt seine kugelförmigen Körpermaße gern und tankt sich durch die kleinsten Lücken in der Defensive Line hindurch. Er lässt selten ein negatives Play zu, weil er über eine sehr gute Übersicht verfügt. Edwards ist mehr der vielseitige Mann im Backfield, der mit gutem Speed bei End Arounds und Sweeps oder Outside Runs produktiv ist. 

Die Run Defense von Ohio State muss sich deshalb auf unterschiedliche Spielweisen einstellen. Da ist Köpfchen gefragt und genau das bringt Tommy Eichenberg mit. Der Linebacker verfügt über eine große Reichweite als Run Defender und wird vor allem mit dem Stoppen des Laufspiels zukünftig seine Brötchen in der NFL verdienen können. Ihm zur Seite wird der erfahrene Safety Josh Proctor stehen, der ebenfalls sehr physisch agieren kann. 

Doch Ohio State muss nicht nur die Wolverines defensiv bekämpfen, sondern auch selbst für Punkte sorgen. Neben Star-Receiver Marvin Harrison Jr. wird es auf weitere Playmaker ankommen. Runningback TreVeyon Henderson wartet geduldig, bis sich die Blocks vor ihm aufgebaut haben und kann dann abrupt mit einem schnellen Cut durch die Lücke davonschießen. Tight End Cade Stover wird ihm nicht nur den Weg freiblocken, sondern vor allem bei Contested Catches im Zentrum für wichtige Plays sorgen. 

Sie nehmen es mit Linebacker Junior Colson und Safety Rod Moore auf. Colson wird versuchen, sich zügig von herannahenden Blockern zu lösen, damit er Henderson stellen kann, bevor dieser auf seine Geschwindigkeit kommt. Sollte ihm das nicht gelingen, sind die Wolverines dahinter nämlich zu leicht aufgestellt, um den Lauf zu stoppen. 

Rod Moore kann weite Bereiche gegen den Pass abdecken und hat ein Gespür dafür, die Routen der gegnerischen Receiver zu lesen, was ihm auch gegen Stover helfen wird. Doch im Run Stop würde ich ihm nicht über den Weg trauen. 

Ohio State wird es mit Henderson probieren. Dafür muss Colson geschlagen werden und die Duelle an der Line of Scrimmage dominiert werden. Donovan Jackson wird auf Left Guard sicher mit dem ein oder anderen Lead Block betraut werden, sofern ihn der saubere Techniker Kris Jenkins lässt. Denn der Allrounder wird auf Defensive Tackle exzellent den Lauf stoppen und mächtig Druck auf den Quarterback ausüben, wenn die Offensive Line das zulässt. 

Die Buckeyes werden ihrerseits Probleme mit dem Laufangriff der Wolverines bekommen und im Duell der Special Teams werden sie ebenfalls das Nachsehen haben. In so einem engen Spiel voller zukünftiger NFL-Spieler reicht das bereits aus, um zum Schluss als Verlierer das Feld zu verlassen. Zumal man es ganz nebenbei noch mit der Homecrowd und kalten Temperaturen aufnehmen muss. Jim Harbaugh wird seiner Mannschaft fehlen. Richtig eingesetzt wird das Michigan aber mehr motivieren als ein Problem für sie sein.  

BYU Cougars @ Oklahoma State Cowboys #20

Samstag, 26. November 2023

Kickoff: 21:30 Uhr

Boone Pickens Stadium in Stillwater, Oklahoma 

Erst zum dritten Mal in ihrer Geschichte treffen die BYU Cougars und die Oklahoma State Cowboys aufeinander. Mit dem Beitritt zur Big12 dürfen sich beide Schulen nun aneinander gewöhnen. Die Cougars sind raus aus dem Rennen um die Conference Championship. Sie haben während des Ausfalls von Quarterback Kedon Slovis drei Niederlagen in Serie kassiert. 

https://x.com/BYUfootball/status/1700641594805026957?s=20

Doch Slovis könnte sich zum letzten Saisonspiel gesund zurückmelden. Das sind keine guten Nachrichten für die Cowboys, die mit einem Sieg sehr wahrscheinlich ins Endspiel einziehen werden. Die diesjährigen Szenarien, wer ins Conference-Finale einzieht, sind sehr komplex in der Big12. Bereits am Freitag können erste Entscheidungen fallen. 

Vor allem im Quick Passing Game würde Slovis seinen Cougars ein anderes Gesicht verleihen. Er wirft mit Genauigkeit und gutem Ballgefühl relativ zügig in kleine Passfenster auf kurzen und mittleren Distanzen und wird damit das Playbook für BYU öffnen, während die Cowboys Antworten finden müssen. 

Antworten, die Safety Kendal Daniels vielleicht bereit hält. Denn der schnelle Defender wird im Zentrum einige Matchups bestreiten und es Slovis schwer machen, sein Spiel aufzuziehen. Gepaart mit dem Pass Rush von Oklahoma State, wird die Defense der Cowboys den Angriff von BYU limitieren können. 

Noch ist nicht einmal klar, ob Oklahoma State bei einem Sieg überhaupt sicher im Big12-Championship-Game stehen würde. Und sicher ist ein Sieg über BYU auch nicht. Defensive End Tyler Battie hat an der Front letzte Woche Oklahoma mächtig Ärger bereitet. Wenn sie genug Druck auf Quarterback Alan Bowman erzeugen können und Kedon Slovis wieder dabei sein sollte, sind sie zumindest ebenbürtig. BYU kann mit einem Erfolg ein Statement in der Big12 setzen. Das sollte Motivation genug sein.  

Florida State Seminoles #5 @ Florida Gators

Sonntag, 27. November 2023

Kickoff: 1 Uhr

Ben Hill Griffin Stadium in Gainesville, Florida 

Tate Rodemaker wird für die Florida State Seminoles auf Quarterback starten, nachdem Jordan Travis sich im letzten Spiel schwer verletzte und seine College-Karriere vorzeitig beenden musste. Mit Travis wäre es eine klare Angelegenheit. Ohne ihn kommt nicht nur Bewegung in das Rivalry Game, sondern auch ins College Playoff Ranking. 

Für Florida gibt es nun die Gelegenheit, Schadensbegrenzung zu betreiben. Ambitioniert in die Saison gestartet, benötigt man einen letzten Sieg, um sich überhaupt für die Bowl Season zu qualifizieren. Nach vier Niederlagen in Folge wäre ein Sieg zum Saisonabschluss immens wichtig. 

Keon Coleman und Johnny Wilson sind immer noch da und zwei enorm starke Wide Receiver, die auch Rodemaker an seiner Seite weiß. Eine ganze Woche Vorbereitung hatte der Quarterback nun mit den Startern und Florida kann nicht alle Waffen bei jedem Play aus dem Spiel nehmen. 

Jason Marshall Jr. wird als Cornerback vor allem Johnny Wilson auf der Außenbahn in die Mangel nehmen. Weiter im Zentrum haben sie dann gegen Coleman aber noch keine Lösung gefunden. Während Wilson vor allem das physische Spiel an der Seitenlinie bevorzugt, ist Coleman der athletische Slot Receiver, der vor allem nach dem Catch für regelmäßige Big Plays sorgt. 

Der Schock nach der Verletzung von Jordan sitzt den Noles sichtlich in den Knochen. Doch sie berappelten sich bereits im letzten Spiel und schlugen North Alabama am Ende überaus deutlich. Das Momentum und die Motivation für den verletzten Quarterback, die Saison zu retten, sollten auch den letzten Zweifler überzeugen. Florida hat zu viel mit sich selbst zu tun, als dass sie die angeschlagenen Rivalen besiegen können. FSU gewinnt auswärts, marschiert mit breiter Brust ins ACC Championship Game und bewirbt sich weiterhin für ein Playoff-Ticket am Ende des Jahres. 


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