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Was machen die Jacksonville Jaguars mit dem 1st Overall Pick?

Bekommt er Hilfe über den Draft? Jaguars-Quarterback Trevor Lawrence (l.) Bekommt er Hilfe über den Draft? Jaguars-Quarterback Trevor Lawrence (l.) IMAGO / ZUMA Wire
Noch 20 Sonntage bis zum Saisonstart der 103. NFL-Saison. Im "Thema der Woche" setzt sich TOUCHDOWN24 mit aktuellen Geschehnissen aus der National Football League auseinander. Heute: Was machen die Jacksonville Jaguars mit dem 1st Overall Pick?



Nur noch wenige Tage bis zum NFL Draft 2022. Die Spannung steigt, die Spekulationen rund um den “Super Bowl der Offseason“ steigen in die Höhe. Mittendrin die Frage: Was machen die Jacksonville Jaguars mit ihrem 1st Overall Pickrecht? Normalerweise ist diese Frage einfach zu beantworten. Das Team mit dem ersten Pickrecht wählt einen Quarterback oder tradet den Spot, damit ein anderes Team einen Quarterback nehmen kann. Natürlich gibt es auch die Ausnahmen. So wurden seit 2009 auch Offensive Tackle Eric Fisher (2013, Kansas City Chiefs), Jadeveon Clowney (2014, Houston Texans) und Myles Garrett (2017, Cleveland Browns) an Position eins ausgewählt.

Die Jaguars und allen voran General Manager Trent Baalke stehen allerdings vor einer schwierigen Aufgabe. Es gibt der allgemeinen Stimmung nach nicht nur keinen Top-Quarterback in diesem Draft, auch auf vielen anderen Positionen fehlt die absolute Spitze. Das macht nicht nur die eigene Auswahl schwerer, sondern senkt auch das Interesse anderer Teams viel zu investieren, um unbedingt auf den ersten Spot zu kommen. Gleichwohl besteht mit Trevor Lawrence im Roster natürlich kein Eigeninteresse an einem Quarterback. Also: Was ist zu tun?



Glaubt man der Gerüchteküche in Nord-Florida, dann suchen die Jaguars nach einem Trade-Partner. Dass gleichsam noch kein Vollzug gemeldet wurde, zeigt auch, dass das Interesse anderer Teams sich zumindest im Rahmen hält. Natürlich kann am Draft-Tag noch eine Menge passieren, doch wollte ein Team unbedingt auf eins rücken, dann würde es nicht das Risiko eingehen, dass ein anderes Team dazwischenfunkt. Die Tendenz geht also mutmaßlich dahin, dass die Jaguars ihr erstes Recht auf einen Pick selbst vollziehen werden. Doch wen holt man dann?

Ein gutes Vorbild sind hier natürlich die Cincinnati Bengals, die ihre Draft-Ressourcen konsequent so investiert haben, dass der noch junge Quarterback Joe Burrow beste Voraussetzungen hat, um in seiner Offense zu glänzen. Ein Trevor Lawrence wird da neidisch nach Ohio blicken. Doch welcher Wide Receiver drängt sich so auf, dass er einen 1st Overall Pick rechtfertigen würde? Drake London von den USC Trojans oder Alabamas Jameson Williams? Eher nein.


Hutchinson, Stingley oder ein Offensive Tackle


Glaubt man den meisten Big Boards und Mock Drafts dann wird Aiden Hutchinson als erster vom Board gehen. Der Pass Rusher der Michigan Wolverines spielt aber logischerweise in der Defense und ist im Vergleich zu beispielsweise Myles Garrett von 2017 ebenfalls noch kein absolutes Must-Have. Geht man nach Positional Value wäre Hutchinson dennoch zu rechtfertigen, geht nach Elite-Prospects auf ihren Positionen, dann müsste der Blick in Richtung Kyle Hamilton (Safety, Notre Dame) oder Derek Stingley Jr. (Cornerback, LSU) gehen. Da der Draftwert von Safetys in den vergangenen Jahren merklich zurückgegangen ist, wäre Stingley vielleicht die beste Wahl. Allein schon die NFL-Historie spricht sich gegen Stingley Jr. aus – noch nie seit dem ersten Draft 1936 fiel die Wahl auf einen Cornerback an Position eins.

Berücksichtigt man jedoch alle Aspekte, das Vorbild der Bengals mit einem jungen Top-Quarterback in die Offense zu investieren, Positional Value und die zur Verfügung stehenden Prospects, die schnell Elite-Level erreichen können, dann muss die Wahl der Jaguars eigentlich auf Offensive Tackles Charles Cross (Mississippi State) oder Ikem Ekwonu (NC State), je nach Geschmack des Front Office fallen. Wetten, dass es anders kommt?


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Markus Schulz

Markus Schulz arbeitet seit 2009 beim Sport-Informations-Dienst in Köln. Seine Leidenschaft für den American Football entdeckte der Familienvater bereits mit elf Jahren während Super Bowl XXIII. 2017 schloss sich Schulz TOUCHDOWN24 zudem als Chefredakteur an. Außerdem hat der gebürtige Mönchengladbacher mehrere Bücher über den US-Sport publiziert und engagiert sich ehrenamtlich als Pressesprecher bei seinem örtlichen Football-Verein Remscheid Amboss.
Twitter: @ELFinsider
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