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Wacklig oder sattelfest? Diese Divisonsieger sind 2022 am verwundbarsten

Die Dallas Cowboys müssen sich 2022 strecken, um ihren Divisiontitel zu verteidigen. Die Dallas Cowboys müssen sich 2022 strecken, um ihren Divisiontitel zu verteidigen. IMAGO / Icon SMI
Jahr für Jahr sehen die Playoffs in der NFL unterschiedlich aus. Dennoch gibt es zu Beginn jeder neuen Saison eine Erwartungshaltung unter uns Journalisten und den Fans, dass es die in der letzten Saison etablierten Teams auch dieses Jahr schon wieder schaffen werden. Die Realität ist eine andere: Ob Divisionsieger, Wildcard-Kandidaten oder Titelfavoriten – niemand kann heute vorhersagen, wie sich diese Dinge entwickeln. Dennoch besteht der Spaß einer jeder Offseason vor allem darin, über diese Themen zu diskutieren und Prognosen aufzustellen. Daher wirft TOUCHDOWN24 heute einen Blick auf die Divisionsieger der Vorsaison und sagt voraus, welche Teams 2022 am verwundbarsten sind.

 



5. Green Bay Packers, NFC North


Die Buffalo Bills und die Tampa Bay Buccanneers sind für mich in ihren jeweiligen Divisions klare Favoriten, doch zwischen den Packers und den Rams habe ich lange hin- und herüberlegt. Letztlich denke ich, dass die Packers den Verlust von Star-Receiver Davante Adams deutlich spüren werden. Zudem habe ich hohe Erwartungen an die Vikings unter ihrem neuen Coaching-Staff. Die offensiven Waffen sind vorhanden und auch die Defense sollte sich wieder steigern.


Die Bears und die Lions sind aber für mich beide mindestens noch ein Jahr davon entfernt, Aaron Rodgers und Co. tatsächlich gefährlich zu werden. Die Rams haben das bessere Team als Green Bay, spielen aber auch in einer deutlich stärkeren Division. Am Ende des Tages ist es wohl ein klassischer Coin-Flip, doch die Star-Power in Los Angeles dürfte für die Konkurrenz aus Arizona und San Francisco nur schwer zu schlagen sein. Daher die Packers auf 5.

4. Kansas City Chiefs, AFC West


Sechs Jahre in Folge haben die Chiefs die AFC West jetzt dominiert, doch 2022 könnte für die Mannen von Andy Reid ein ernsthafter Prüfstein werden. Kansas City hat einen extrem harten Schedule und muss seine Offense ohne X-Faktor Tyreek Hill (jetzt in Miami) ein wenig umbauen. Hinzu kommt die starke Konkurrenz im Powerhouse AFC West: Die Chargers haben defensiv aufgerüstet und sind mit Justin Herbert ein Super-Bowl-Contender, die Broncos haben mal eben Russell Wilson verpflichtet.

Und dann wären da noch die Las Vegas Raiders, die sich mit Davante Adams den für viele besten Wideout der Liga geholt haben. Trotzdem habe ich das Gefühl, gegen Reid und Patrick Mahomes zu wetten ist ein wenig wie vor einigen Jahren gegen Tom Brady und Bill Belichick zu setzen – irgendwie schaffen sie es doch jedes Jahr aufs Neue, dem Ansturm der Gegner zu trotzen. Daher bekommen die Chiefs den „benefit of the doubt“ und landen „nur“ auf Platz 4.

3. Tennessee Titans, AFC South


Die AFC South ist in diesem Jahr eine extrem interessante Division. Kein Team hat es in der Offseason geschafft, sich so richtig von der Konkurrenz zu distanzieren, daher bleiben die Titans auch Favorit im Süden. Das Team von Head Coach Mike Vrabel spielt jedes Jahr tough und ist mit Derrick Henry und einem starken Laufspiel dafür gemacht, spät in der Saison noch einmal für Furore zu sorgen. Der Abgang von A.J. Brown schmerzt allerdings, ob Rookie Treylon Burks diese Lücke sofort schließen kann, bleibt abzuwarten.

Die Colts haben sich mit Matt Ryan auf der Quarterback-Position verbessert und sind Konkurrent Nummer Eins für die Titans. Dahinter lauern die Jaguars, die mit neuem Coach und einem stark verbesserten Roster für Furore sorgen könnten. Die Texans werden mit dem Divisiontitel nichts zu tun haben. Der X-Faktor für die Titans könnte am Ende des Tages Rookie-Quarterback Malik Willis werden – es gibt aber auch legitime Bedenken, dass Tennessee sein Ceiling bereits die letzten Jahre erreicht hat.

Wer gewinnt die AFC South 2022?


2. Cincinnati Bengals, AFC North


Versteht mich richtig, ich bin ein Fan davon, was die Bengals in der Offseason gemacht haben. Die O-Line zu verstärken war der richtige Weg und Joe Burrow ist „the real deal“. Nehmen wir dann noch die Playmaker und eine unterschätzte Defense hinzu, haben wir alle Zutaten für einen erneuten Playoff-Run zusammen. Das Problem: Die Bengals haben einen extrem harten Schedule und spielen ihre letzten acht Partien allesamt gegen potenzielle Playoff-Teams. Hinzu kommt eine umkämpfte Division, in der das Schlusslicht im Vorjahr (Baltimore) nur zwei Siege weniger hatte als Cincinnati.

Bleiben die Ravens dieses Jahr vom Verletzungsteufel verschont, haben auch sie einen Kader, der einen tiefen Postseason-Run hinlegen kann. Bei den Browns hängt vieles von Deshaun Watson ab, doch auch hier gibt es definitiv Potenzial. Und die Steelers schaffen es unter Mike Tomlin Jahr für Jahr aufs Neue, uns alle zu überraschen. Ich sehe die Bengals trotz aller Verbesserungen angesichts dieser Konkurrenz nicht als klaren Favoriten. Es wird eine Schlammschlacht werden, mit einem absolut offenen Ausgang.

1. Dallas Cowboys, NFC East


Wann haben die Cowboys das letzte Mal den Offseason-Hype um sie herum gerechtfertigt? Es muss wohl irgendwann in den 1990er-Jahren gewesen sein, als „America's Team“ das letzte Mal zwei Saisons in Folge eine positive Bilanz holte. Die NFC East hat dagegen seit dem Jahr 2004 kein Team mehr zweimal in Folge gewonnen. Ich sehe nicht viele Gründe, warum sich das 2022 ändern sollte. Ja, die Cowboys sind nach wie vor das beste Team auf dem Papier, aber alles andere als unantastbar.

Das gilt gerade für die Eagles, die mit den Verpflichtungen von A.J. Brown und Cornerback James Bradberry eine Klasse besser geworden sind. Unser Redakteur Philipp Forstner hat sich im „Thema der Woche“ bereits ausführlich mit den Adlern beschäftigt. Doch auch die Commanders aus Washington werden unter Carson Wentz zumindest Außenseiter-Chancen auf die Division haben. Die Giants sind dagegen voll im Umbruch. Letztlich hat jedes Teams aus der NFC East große Fragezeichen, deswegen steht sie auch vollkommen zurecht an der Spitze dieser Liste.


Und jetzt seid ihr dran: Welcher Divisionchamp sitzt für euch 2022 fest im Sattel? Und wer muss sich auf eine wacklige Saison einstellen? Schreibt uns gerne eure Meinungen auf unseren sozialen Kanälen.

Daniel Wolf

Daniel Wolf hat Sportjournalismus an der Hochschule Ansbach studiert und dort seine Leidenschaft für das „richtige“ Football entdeckt. Ist seit Andrew Lucks Mega-Playoff-Comeback gegen die Kansas City Chiefs lautstarker Supporter der Indianapolis Colts. Schreibt seit 2018 für TOUCHDOWN24, hauptsächlich im Bereich NFL. Stolzer Vize-Meister der TOUCHDOWN24-Fantasy-Liga.
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