Nick Bosa ist Teil der All-Pro-Liste von TOUCHDOWN24.
IMAGO / USA TODAY Network

Es ist wieder Award-Zeit! Nachdem wir vor zwei Wochen bereits unsere besten Fantasy-Spieler gekürt haben, werfen wir den Fokus heute auf den „realen“ Football. Die NFL beziehungsweise die Associated Press (AP) hat unter der Woche schon ihre All-Pro-Liste veröffentlicht, da wollen wir nachziehen. Die große Frage: Wer waren die besten Spieler der Saison? TOUCHDOWN24 gibt euch die Antwort.

Offense

QB: Patrick Mahomes, Kansas City Chiefs

Second Team: Joe Burrow, Cincinnati Bengals

Mahomes war der beste Spieler dieser Saison und wird in wenigen Wochen auch den MVP-Award einheimsen. In vier seiner fünf Spielzeiten hat Mahomes ein PFF-Grade von über 90 (Elite). Burrow ist spät im Jahr noch einmal herangekommen, doch wie bei Josh Allen oder Jalen Hurts reichte es nicht ganz für Mahomes.

RB: Josh Jacobs, Las Vegas Raiders

Second Team: Nick Chubb, Cleveland Browns

Jacobs spielte die Saison seines Lebens. Der ehemalige Erstrundenpick führte die Liga in Rushing-Yards (1.653) an, von denen er unglaubliche 1.100 Yards (!) nach dem ersten Gegnerkontakt holte. Er brach zudem 90 Tackles seiner Gegenspieler - die zweitmeisten, seit Pro Football Focus (PFF) diese Statistik für NFL-Teams führt.

WR: Justin Jefferson, Minnesota Vikings

Second Team: Davante Adams, Las Vegas Raiders

Jefferson hat sich in den letzten beiden Jahren als bester Wideout der Liga etabliert und stellte das 2022 erneut unter Beweis. Er fing die meisten Yards aller Receiver (1.809) und beendete das Jahr als Zweiter in der Advanced-Statistik Yards per route run. Obwohl Teams ihn regelmäßig doppelt oder dreifach deckten, war „Jjettas“ an manchen Tagen schlicht nicht aufzuhalten.

WR: Tyreek Hill, Miami Dolphins

Second Team: Stefon Diggs, Buffalo Bills

Hill bleibt die gefährlichste Matchup-Waffe der NFL, egal, welches Jersey er trägt. Obwohl Tua Tagovailoa einige Partien verpasste, verzeichnete Hill die meisten explosiven Plays (48) und holte 3,2 Yards pro gelaufener Passroute. Kein anderer Wideout knackte sonst die 3,0-Marke. Sein Einfluss auf die Miami-Offense war unübersehbar.

Tight End: Travis Kelce, Kansas City Chiefs

Second Team: George Kittle, San Francisco 49ers

Kelce spielt in einer anderen Liga als alle NFL-Tight-Ends. Der 33-Jährige hat über 400 Receiving-Yards mehr als der nächstbeste Tight End (T.J. Hockenson) und holte 29 First Downs mehr als die „Konkurrenz“. Kelce ist das Maß aller Dinge in Sachen Tight End und wird das wohl auch auf absehbare Zeit bleiben.

Flex-O: A.J. Brown, Philadelphia Eagles

Second Team: CeeDee Lamb, Dallas Cowboys

Nach Tyreek Hill hatte A.J. Brown wohl den größten Einfluss aller Trades in dieser Offseason. Brown gab Jalen Hurts eine dringend benötigte Nummer-1-Präsenz, wovon auch Devonta Smith unglaublich profitierte. Mit Brown sind die Eagles ein Super-Bowl-Contender, ohne ihn gehören sie nicht mehr zu absoluten Ligaspitze – das zeigt bereits seinen Wert für das Team.

LT: Trent Williams, San Francisco 49ers

Second Team: Andrew Thomas, New York Giants

Manche Dinge ändern sich nie und eines davon ist die Dominanz von Williams auf dem Rasen. Obwohl auch Thomas von den Giants eine herausragende Saison spielte, bleibt Williams die Nummer Eins in unserem Ranking. Der 34-Jährige ist ein großer Grund, warum die Niners-Offense so einen sicheren Floor bietet – egal, welcher Quarterback „under center“ steht.

LG: Joel Bitonio, Cleveland Browns

Second Team: Joe Thuney, Kansas City Chiefs

Bitonio erlaubte in 17 absolvierten Spielen und 1.172 Snaps nur einen Sack und 20 Pressures. Er ist einer von nur zwei Guards in der Liga mit einem PFF-Grade über 80 sowohl im Run- als auch im Pass-Blocking. Kurzum: An Bitonio gab es in diesem Jahr kein Vorbeikommen.

C: Creed Humphrey, Kansas City Chiefs

Second Team: Jason Kelce, Philadelphia Eagles

Die Wahl zwischen Humphrey und Kelce war für mich alles andere als einfach - auch, weil sich beide Spieler so ähnlich sind. Letztlich habe ich mich wegen seines exzellenten Run-Blocking-Grades (91,1 bei PFF) für Humphrey entschieden, der in seinem dritten Jahr in der Liga keinen einzigen Sack erlaubte.

RG: Chris Lindstrom, Atlanta Falcons

Second Team: Zach Martin, Dallas Cowboys

Atlantas O-Line war eine der größten Überraschungen in dieser Saison, woran Lindstrom einen gewaltigen Anteil hatte. Er hatte das beste Run-Blocking-Grade aller O-Liner – ein wichtiger Aspekt in einer der lauflastigsten Offenses der Liga. Zudem erlaubte er nur neun QB-Pressures in 17 Spielen im Passspiel.

RT: Lane Johnson, Philadelphia Eagles

Second Team: Tristan Wirfs, Tampa Bay Buccaneers

Obwohl Johnson die letzten beiden Spiele der Regular Season verletzt verpasste, hat er sich einen Spot in dieser Liste verdient. Zuvor ließ Johnson in 15 Spielen nur neun QB-Pressures zu und erlaubte keinen einzigen Sack oder auch nur QB-Hit (!). Wirfs war ebenfalls exzellent, profitierte aber auch stark von Tom Bradys Tendenz, den Ball so schnell wie möglich loszuwerden.

Defense

DI: Chris Jones, Kansas City Chiefs

Second Team: Quinnen Williams, New York Jets

Jones hat die jahrelange Dominanz von Aaron Donald durchbrochen und führte alle Interior-Defender mit 77 QB-Pressures an. Er kam zudem auf insgesamt 31 defensive Stopps und 15 Sacks. Die Chiefs stellten Jones teilweise sogar als Edge-Rusher auf, wo er ebenfalls überzeugen konnte.

DI: Dexter Lawrence, New York Giants

Second Team: Jeffery Simmons, Tennessee Titans

Die reinen Sackzahlen von Lawrence mögen nicht mit anderen Spielern in der Liga mithalten, doch der 25-Jährige hat heimlich, still und leise eine exzellente Saison. Er verbuchte 63 QB-Pressures und starke 38 defensive Stopps – beides sind Karrierebestwerte.

Edge: Micah Parsons, Dallas Cowboys

Second Team: Myles Garrett, Cleveland Browns

Die Cowboys haben Parsons in diesem Jahr in einer Vollzeitrolle als Pass-Rusher aufgeboten und dieser Plan ist voll aufgegangen. Parsons beendete die Saison mit den meisten QB-Pressures (90) aller Spieler, obwohl er 64 Snaps in Coverage verbrachte – 60 mehr als beispielsweise Bosa oder Garrett.

Edge: Nick Bosa, San Francisco 49ers

Second Team: Maxx Crosby, Las Vegas Raiders

Bosa wird vermutlich die Trophäe als bester Defensivspieler des Jahres einstreichen. Seine 18,5 Sacks führen die NFL an, auch wenn er in Sachen Pass-Rush-Win-Rate knapp hinter Garrett liegt. Dennoch: Der beste Defender der besten Defense der Liga hat sich einen Platz in unserem All-Pro-Team verdient.

LB: Fred Warner, San Francisco 49ers

Second Team: Roquan Smith, Baltimore Ravens

Zusammen mit dem ebenfalls bärenstarken Dre Greenlaw, der bei der offiziellen Auszeichnung der NFL leer ausging, bildete Warner das beste LB-Tandem der Liga. Die Niners-Defense profitiert massiv von der Flexibilität Warners, der schon lange einer der besten Offball-Linebacker der NFL ist.

LB: T.J. Edwards, Philadelphia Eagles

Second Team: Matt Milano, Buffalo Bills

Edwards ist eine der besten Geschichten dieser Saison. Als undrafted Free Agent aus Wisconson 2019 in die Liga gestartet, hat er seitdem stets alle Erwartungen übertroffen. Seine 51 (!) defensiven Stopps und sieben Pass-Breakups sprechen für das Skill-Level des Offball-Linebackers.

LB: Bobby Wagner, Los Angeles Rams

Second Team: Lavonte David, Tampa Bay Buccaneers

Wagner ist und bleibt eine Macht für sich. Es ist absolut beeindruckend, wie der 32-Jährige in einem verfluchten Jahr für die Rams sein Weltklasse-Niveau gehalten hat. Wagner hat kaum Schwächen in seinem Spiel und könnte nach wie vor der beste Linebacker der Liga sein, auch wenn ihm der Teamerfolg nicht recht gibt.

CB: Patrick Surtain II, Denver Broncos

Second Team: James Bradberry, Philadelphia Eagles

Surtain war einer der Stars einer Broncos-Defense, die mehr Unterstützung von der eigenen Offense gebraucht hätte. Einmal abgesehen von seiner klaren Niederlage im Duell mit Davante Adams (kann passieren), war Surtain ein waschechter Shutdown-Corner und erlaubte lediglich ein Passer-Rating von 82,9 in seine Coverage.

CB: Sauce Gardner, New York Jets

Second Team: Jaire Alexander, Green Bay Packers

Cornerback ist eine der Positionen in der NFL, auf der sich Rookies oft am schwersten tun. Umso höher sind die Leistungen von Gardner zu bewerten, der nur einen Touchdown in dieser Spielzeit zugelassen hat – und das war ein Kommunikationsfehler innerhalb der Jets-Defense. Dem gegenüber stehen 14 Pass-Breakups und eine Completion-Percentage von nur 45,2 Prozent (!) in seine Coverage.

S: Minkah Fitzpatrick, Pittsburgh Steelers

Second Team: Talanoa Hufanga, San Francisco 49ers

Fitzpatrick ist einer dieser Spieler, die gefühlt jederzeit zu einem Game-changing Play in der Lage sind. Er mag nicht so konstant auf einer Snap-zu-Snap-Basis sein wie andere Safeties, doch ein Upside ist gewaltig. Alleine in diesem Jahr stehen sechs Interceptions und vier Pass-Breakups im Boxscore des 26-Jährigen.

S: Ryan Neal, Seattle Seahawks

Second Team: Derwin James, Los Angeles Chargers

Neal war Teil einer gerade zu Saisonbeginn überraschend starken Seahawks-Defense. Sein PFF-Grade von 86,5 im Jahr 2022 ist fast 25 Punkte höher als in allen Saisons zuvor. Er kam auf sechs Pass-Breakups und 25 defensive Stopps, konnte also sowohl im Pass- als auch im Laufspiel überzeugen.

Special Teams

K: Daniel Carlson, Las Vegas Raiders

Second Team: Justin Tucker, Baltimore Ravens

P: Tommy Townsend, Kansas City Chiefs

Second Team: Ryan Stonehouse, Tennessee Titans

Kick Ret.: Keisean Nixon, Green Bay Packers

Second Team: A.J. Cole III, Las Vegas Raiders

Punt Ret.: Kalif Raymond, Detroit Lions

Second Team: Marcus Jones, New England Patriots


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