HEFT #53

Ausgabe JANUAR 2022

Jetzt kaufen
- Werbung -

Rams zu Gast in Green Bay: Donald, Floyd und Miller jagen Rodgers

Kann Rodgers die Packers wieder zum Sieg führen? Kann Rodgers die Packers wieder zum Sieg führen? IMAGO / ZUMA Wire
Es ist das Topspiel von Woche 12 der laufenden NFL-Saison. Die Los Angeles Rams reisen zu den Green Bay Packers. ProSieben Maxx ist ab 22.25 Uhr live dabei. Zuvor überträgt der Sender im Free-TV das Topspiel der AFC und ein womögliches Duell um den First Seed: Die New England Patriots empfangen um 19 Uhr die Tennessee Titans.




LOS ANGELES RAMS @ GREEN BAY PACKERS


Sonntag, 28. November, 22.25 Uhr
Lambeau Field
Green Bay, Wisconsin

Es ist das Topspiel zweier NFC-Kontrahenten in Woche 12. Die Los Angeles Rams befinden sich zwar in härterer Konkurrenz in der NFC West als die Green Bay Packers in der NFC North, doch beide Teams greifen noch nach dem First Seed der Conference. Eins scheint dabei klar: Der Verlierer schafft es allenfalls noch in die Wildcards.

Was so erfolgreich klingt, bedeutet aber auch, dass die Rams zwar aus einer Bye Week kommen, zuvor aber zwei bittere Pleiten gegen die Tennessee Titans und San Francisco 49ers erlitten. Und auch die Packers verloren ihr letztes Duell ausgerechnet gegen den Divisions-Rivalen der Minnesota Vikings. Mindestens ein Team wird also auf ein weiteres Erfolgserlebnis verzichten müssen.


Hält die Offensive Line der Packers stand?


Sportlich dürfte sich viel daran entscheiden, ob die Offensive Line der Packers der Bedrohung durch den Rams-Pass-Rush standhalten kann. Aaron Donald ist nach wie vor der stärkste Defensive Tackle der Liga, an seiner Seite sammelte Leonard Floyd bereits 7,5 Sacks, zudem sollte Von Miller, Star-Zugang der Denver Broncos, in der Bye Week besser integriert worden sein. Dem gegenüber steht eine zerrupfte Offensive Line. Aaron Rodgers fehlen in David Bakhtiari und Elgton Jenkins zwei der besten Offensive Linemen der NFL. Yosh Nijman steht als Backup vor seinem erst vierten NFL-Start seiner Karriere.

Immerhin zeigte Marques Valdez-Scantling als zweiter Wide Receiver neben Star-Wideout Davante Adams zuletzt aufsteigende Form. Qualität bei den Passempfängern benötigt Rodgers auch, denn der Einsatz von Runningback Aaron Jones ist nach einer Knieverletzung noch fraglich. Zuletzt wurde der Top-Ballträger von A.J. Dillon adäquat ersetzt. Eine ähnliche Situation auf den Skill-Positionen herrscht auch bei den Rams vor. Nach dem Kreuzbandriss von Robert Woods sucht Quarterback Matthew Stafford nach zuletzt schwächeren Spielen eine zweite Anspielstation neben Cooper Kupp. Diese soll eigentlich Odell Beckham Jr. bilden – vielleicht haben auch dem früheren Star-Receiver die freien Tage der Bye Week geholfen, um besser ins Playbook zu finden. Und wie bei Jones auf der Gegenseite ist der Einsatz von Starting Runningback Darrell Henderson noch nicht sicher.


TENNESSEE TITANS @ NEW ENGLAND PATRIOTS


Sonntag, 28. November, 19 Uhr
Gillette Stadium
Foxborough, Massachusetts

Wer hätte gedacht, dass nach zwei Dritteln der Regular Season die Tennessee Titans und New England Patriots wie die stärksten Teams der AFC aussehen? Schienen doch die meisten Experten vor Saisonstart sicher, dass die Kansas City Chiefs und Buffalo Bills die heißesten Anwärter auf das Conference Final sind.

Doch sicher können sich beide Teams noch nicht sein, dass sie ihre Division gewinnen. Die Titans verloren zuletzt nach sieben Siegen in Folge ausgerechnet gegen die bis dato erschreckend schwachen Houston Texans. Die New England Patriots haben zwar zuletzt fünfmal hintereinander gewonnen und sind somit das formstärkste Team ligaweit, doch bereits am Thanksgiving-Donnerstag gewannen die Buffalo Bills eindrucksvoll bei den New Orleans Saints und zogen zumindest vorübergehend wieder an den Patriots vorbei.


Geht der Siegeszug der Patriots weiter?


Was auf dem Papier ein Topspiel ist, könnte doch ein einseitiges Duell werden. Denn personell pfeifen die Titans aus dem letzten Loch. Star-Runningback Derrick Henry wird frühestens zu den Playoffs fit und neben Top-Receiver A.J.Brown fehlt Julio Jones verletzungsbedingt. Es ist zu vermuten, dass sich J.C. Jackson, der aktuell vermutlich beste Cornerback der NFL, um Brown kümmern wird. Und dann muss Tennessee kreativ werden, um den Ball zu bewegen. Der rasch verpflichtete Altstar Adrian Peterson, der Henry ersetzen sollte, wurde bereits schon wieder entlassen – er war nicht die Lösung.

Ganz anders die Offense der Patriots, die ihre Identität gefunden zu haben scheint. Das Kollektiv fängt hier auf, dass die großen Stars nie im Kader standen. Rookie-Quarterback Mac Jones hat sich im Saisonverlauf zu einem der stärksten Spielmacher der Liga entwickelt und findet mal Tight End Hunter Henry oder einen der Receiver: Jacobi Meyers, Nelson Agholor oder Kendrick Bourne - keine großen Namen, aber jeder weiß, was er zu tun hat. Zudem verfügt New England über ein sehr starkes Laufspiel und hat den Ausfall von James White längst aufgefangen. Damian Harris und Rookie Rhamondre Stevenson sind im System von Offensive Coordinator Josh McDaniels jederzeit eine Gefahr.
Markus Schulz

Markus Schulz arbeitet seit 2009 beim Sport-Informations-Dienst in Köln. Seine Leidenschaft für den American Football entdeckte der Familienvater bereits mit elf Jahren während Super Bowl XXIII. 2017 schloss sich Schulz TOUCHDOWN24 zudem als Chefredakteur an. Außerdem hat der gebürtige Mönchengladbacher mehrere Bücher über den US-Sport publiziert und engagiert sich ehrenamtlich als Pressesprecher bei seinem örtlichen Football-Verein Remscheid Amboss.
Twitter: @ELFinsider
Nach Oben