HEFT #53

Ausgabe JANUAR 2022

Jetzt kaufen
- Werbung -

Packers senden gegen Vikings Neujahrsgrüße an die NFL

Aaron Rodgers und die Green Bay Packers sind bereit für die NFL Playoffs. Aaron Rodgers und die Green Bay Packers sind bereit für die NFL Playoffs. Imago Images / Icon SMI / Larry Radloff
Die NFL sagte nicht nur "Happy New Year", sie stimmte ihre Fans am vorletzten Spieltag der regulären Saison auch auf wahrscheinlich besonders dramatische Wochen zum Jahresbeginn ein. Wie unsere Spieltagzusammenfassung "Cover Them All" der Week 17 verrät fanden in etlichen Stadien spannende Partien statt mit zeitweise historischen Meilensteinen und einem ganz klaren Statement im Sunday Night Football Duell der Green Bay Packers mit den Minnesota Vikings!

Green Bay Packers untermauern bei Sunday Night Football ihre NFL-Favoritenrolle

Es wäre mit Kirk Cousins eine monumentale Aufgabe für die Minnesota Vikings gewesen, bei Sunday Night Football ihren Erzrivalen aus Green Bay ein Bein zu stellen. Ohne ihren Top-Quarterback, der sich wohl nach seinem positiven Covid-Test so manche Frage zu seiner Impfsituation anhören muss, war das Unterfangen letztendlich ganze drei Nummern zu groß. Dies liegt aber nicht nur an den Vikings, sondern auch an ihren Kontrahenten aus Wisconsin, die mit ihrem 13. Saisonsieg das Heimrecht sowie den Top Contender für die NFL Playoffs dingfest machten.



Aaron Rodgers und Davante Adams (elf Catches, 136 Yards sowie ein Touchdown) führten dabei einmal mehr ihre fast unaussprechlich perfekte Abstimmung vor, auf die sie auch einen gehörigen Teil ihrer Postseason-Hoffnungen aufbauen. Doch Green Bay hat noch viel mehr – etliche talentierte Receiver, ein vielseitiges Laufspiel, physische Pass Rusher sowie eine opportunistische, toughe Secondary. Kurzum, eigentlich haben die Packers alles, was man für einen Super Bowl Sieg braucht. Sie, Head Coach Matt LaFleur und eben auch Aaron Rodgers müssen nun nur noch beweisen, dass sie ihr gesamtes Potenzial auch im entscheidenden Moment in der Postseason abrufen können.

Robert Quinn gelingt Meilenstein für die Chicago Bears

Richard Dent ist einer der großen Verteidiger der Chicago Bears auf der langen Liste eben jener, die in der Windy City die Cleats schnürten. Seit gestern hat er allerdings nicht mehr den All-Time Sacks Rekord der traditionsreichen Franchise inne, dieser gehört nun mit 18 Quarterback Takedowns Robert Quinn. Ein weiteres fantastisches Kapitel für einen Mann, bei dem mit 17 Jahren ein Gehirntumor festgestellt wurde. Für die Coaches der beiden Teams könnte die Partie allerdings das vorletzte in ihrem derzeitigen Engagement gewesen sein.

Vorsicht vor diesen CIncinnati Bengals, NFL

Die Cincinnati Bengals sind nach ihrem Comeback-Sieg gegen die Chiefs erstmals seit 2015 wieder in den NFL Playoffs und mit Jungs wie Joe Burrow oder Ja’Marr Chase darf man von ihnen dort so manches Feuerwerk erwarten. Burrow ließ auf seine Monsterperformance der letzten Woche 466 Passing Yards inklusive vier Touchdowns folgen und Chase verteilte mit 266 Receiving Yards sowie drei Scores einen zerstörerischen Blindside Hit gegen eine ganze Reihe von Rookie Rekorden. Wobei, eigentlich hätten sie es kommen sehen müssen.


Buffalo Bills sichern sich Playoff Spot trotz Allens Albtraumtag

Josh Allen warf in drei aufeinanderfolgenden Drives eine Interception, also dachten sich die Coaches der Buffalo Bills, dass man es auf verschneitem Geläuf mal mit dem Running Game probieren könnte. Am Ende standen für Devin Singletary eine Career High von 110 Rushing Yards zu Buche und damit ein weiterer Eintrag im Notizbüchlein der Bills, dass offensive Balance keine ansteckende Krankheit ist. Die Falcons müssen sich von der NFL Postseason verabschieden, lassen den Playoffs aber zumindest mal eine Visitenkarte da, falls man sich schon bald wiedertreffen könnte.

Las Vegas Raiders mit ganz wichtigem Nailbiter gegen die Colts

Es war nicht immer schön, es war nicht wirklich überzeugend, aber in der Spätphase der NFL Saison kräht danach eigentlich auch kein Hahn mehr. Schon gar nicht für ein Team, dass wie die Las Vegas Raiders mit den Fingerspitzen nach den Playoffs greift, da heißt es eigentlich nur: Just win, Baby! Das taten die Raiders dank einer starken Defense, 120 Receiving Yards von Zay Jones sowie einem 33-Yard-Field-Goal von Daniel Carlson in letzter Sekunde.

New England Patriots sichern sich Playoff Ticket mit Kantersieg

Zwei Niederlagen in Folge ließen so manchen in New England von einer Mini Krise sprechen, aber der Arzt namens Spielplan hatte genau das richtige Gegenmittel: Einen Besuch der Jacksonville Jaguars, die weiter an ihrem 17 Spiele andauernden Losing Streak bei Auswärtsspielen basteln konnten. Kleber und Schere gab es dabei von Mac Jones (drei Touchdowns), dem Patriots Run Game (181 Yards) sowie New Englands Secondary (drei Interceptions). Damit kehrt Bill Belichick nach einem Jahr Pause zurück in die NFL Playoffs.


Antonio Brown stößt seine NFL-Karriere wohl final über die Klippe

Es sah schon bizarr aus, als Antonio Brown gegen die Jets sein Shirt in die Menge schmiss und sich mitten im Spiel aufgeregt sowie oberkörperfrei von der Partie in den Kabinengang verabschiedete. Aber eigentlich wundert es zum heutigen Zeitpunkt niemand mehr wirklich, ist es doch nur ein jüngster Fehltritt in einer langen Reihe von Aussetzern, viele davon wesentlich schwerwiegender als der gestrige. Am Ende gewinnen die Bucs mit ein wenig Brady Magic (410 Yards) trotzdem gegen kampfeslustige Jets, bei denen Zach Wilson so langsam aber sicher seine sportlichen Stützräder abbaut (keine Interception in den letzten vier Partien).

Tennessee Titans verpassen den Miami Dolphins schmerzhaften Reality Check

Die furiose Aufholjagd der Miami Dolphins in Richtung NFL Playoffs war eine der interessantesten Stories der zweiten NFL-Saisonhälfte, nun aber ist sie vorbei. Es stellte sich heraus, dass die Tennessee Titans eben nicht zur Riege Jets, Giants oder Texans gehören, gegen welche Miami einen Großteil seiner Sieben-Siege-Serie verdiente. Tennessees Defense (vier Sacks plus zwei Takeaways) und Back D’Onta Foreman (132 Rush Yards) schießen sich damit schon mal warm für die Postseason, in der die Titans aber wohl mehr als 120 Passing Yards von Ryan Tannehill brauchen werden.

Jalen Hurts und die Philadelphia Eagles träumen weiter von den NFL Playoffs

So richtig rund läuft Jalen Hurts mit einer Knöchelverletzung in diesen Tagen nicht, aber mit viel Herz reicht es trotzdem, um seine Eagles im NFC Playoffrennen zu halten. Selbst ein nachgebendes Gitter und ihm vor die Füße stürzende Fans konnten den jungen Quarterback nicht verunsichern. Zu diesem Zeitpunkt wusste er natürlich auch schon um den beruhigenden Effekt von Rodney McLeods spielentscheidender Interception 30 Sekunden vor Ende der Partie.


Matthew Stafford initiiert starkes Rams-Comeback gegen Ravens

So mancher Journalist musste wohl einige Absätze im Laufe der gestrigen Partie zwischen L.A. und Baltimore löschen und überarbeiten, zerstörte Matthew Stafford doch das vermeintliche Narrativ nach seinem persönlichen Albtraumstart. Mit einem fulminanten Comeback gegen verzweifelt kämpfende aber letztendlich ersatzgeschwächte Ravens sorgt Stafford zumindest für eine Woche dafür, dass ihm wieder ein paar mehr Menschen einen langen Playoff-Run mit den Rams zutrauen. Den Game Winner knapp eine Minute vor Schluss fing Odell Beckham Junior.

Los Angeles Chargers haben die NFL Playoffs in Sichtweite

Wie konnten wir letzte Woche nur gegen die Houston Texans verlieren? Das fragten sich neben den L.A. Chargers nach ihrer dominanten Performance auch etliche andere Menschen im NFL Zirkus, die Antwort könnte aber vielleicht schon bald komplett unbedeutend werden. Nach einem überzeugenden Kantersieg gegen schwache Broncos haben Justin Herbert und Co. ihr Postseason-Schicksal wieder selbst in der Hand und können mit einem Sieg beim Saisonfinale gegen Las Vegas die Playoffs perfekt machen. Und gleichzeitig gewisse Spiele ein für alle Mal vergessen.

49ers holen mit Trey Lance wichtigen Sieg im Playoffrennen

Ohne den am Daumen verletzten Jimmy Garoppolo setzten die San Francisco 49ers auf ihren Rookie Quarterback Trey Lance und mussten zunächst mit anschauen, wie er sich den Rost aus dem Arm schüttelte. Danach allerdings lief alles wie geschmiert, führte der Rookie die Niners doch zu fünf Scores aus ihren letzten sieben Drives. 119 Rush Yards von Elijah Mitchell sowie eine starke Partie von Marcell Harris (zehn Tackles plus Interception) taten ihr Übriges und halten San Francisco mit guten Chancen im Kampf um die NFL Playoffs.


Cardinals und Cowboys liefern eventuelles Preview für die NFL Playoffs

Ja, so in etwa darf NFL Postseason Football aussehen: Ein motivierter Texaner Kyler Murray trumpft in seinem "Lieblingsstadion" auf, die Cowboys krönen ihr dramatisches Comeback fast mit einem Turnover, der dann aber doch keiner ist, dazu Fake Punts, harte Hits, ein unscheinbarer Held in Antoine Wesley (zwei Touchdowns) und eben alles, was man an NFL Football im Januar so gerne mag. In zwei Wochen könnte es das Duell zwischen den alten Rivalen direkt wieder geben und somit stünde beiden Teams ein ganz besonders interessantes Videostudium ins Haus.

Defense der New Orleans Saints hält Playoff-Hoffnungen am Leben

Wenn man wie die New Orleans Saints nicht wirklich in der Kategorie "explosive Offense" geführt wird, dann bleibt eigentlich nur eins: Sich auf seine Defense verlassen. Genau das taten die Mannen von Sean Payton und folgten gerne Cameron Jordan (dreieinhalb Sacks von insgesamt sieben Saints-Sacks) sowie seinen Verteidigungskollegen in Richtung wichtigem Division-Sieg. Ein solider Taysom Hill (7,9 Yards pro Pass), ein starker Marquez Callaway (97 Receiving Yards), vier Brett Maher Field Goals sowie ein später Touchdown von Alvin Kamara (der erste für New Orleans in elf Quartern Spielzeit) besorgen den Rest.

Seattle Seahawks ballern sich gegen Detroit ein wenig Frust von der Seele

Trotz ihres unterhaltsamen Kantersieges gegen die Lions, die ihrerseits mit Amon-Ra St. Brown (111 Receiving Yards plus Score) 29 Punkte zum Spektakel beitrugen, verabschiedeten sich die Seattle Seahawks mit allerlei Fragezeichen von ihren Fans im letzten Heimspiel der NFL Saison. Was passiert mit Russell Wilson nach der enttäuschenden Spielzeit? Was muss sich ändern im Nordwesten, wenn man wieder an erfolgreiche Tage anknüpfen will? Der Starter auf der Runningback-Position zumindest erstmal nicht, denn Rashaad Penny untermauerte mit überragenden 170 Yards auf dem Boden abermals seine Ambitionen als zukünftiger Lead Back der Hawks.
Moritz Wollert

Moritz Wollert studierte Sportmanagement im Fernstudium an der Fachhochschule für angewandtes Management Erding. Er hat aber nach mehreren Jahren in der Praxis seine Leidenschaft für das geschriebene Wort zum Beruf gemacht und arbeitet mittlerweile als freier Autor und Redakteur. Hauptsächlich ist er dabei im Sportbereich unterwegs, seit 2020 auch fest für TOUCHDOWN24.

Nach Oben