Michael Carter ist der Top-Pickup auf dem NFL Waiver Wire für Week 8.
IMAGO / USA TODAY Network

Sieben Wochen der Saison liegen jetzt hinter uns und langsam aber sicher werden gute Runningbacks zur Mangelware. Mit Breece Hall hat sich ein weiterer Superstar am Wochenende schwer verletzt, was so manchen Fantasy-Manager in große Schwierigkeiten bringt – gerade angesichts der Bye-Weeks, wo diese Woche mit den Chiefs und Chargers zwei weitere starke Offenses eine Pause einlegen. Aber keine Angst, wir helfen euch mit unserem Waiver Wire für NFL Week 8, großteils unbeschadet durch die härteste Phase im Fantasy-Jahr zu kommen.

 

Meine Overall-Pickup-Liste:

1. Michael Carter
2. George Pickens
3. Gus Edwards

 

Quarterback Waiver Wire Week 8

 

Daniel Jones, New York Giants, 23,0 % rostered

Jones ist aufgrund seiner Fähigkeiten am Boden schon seit langem ein besserer Fantasy- als Real-Life-Quarterback, hat in dieser Kategorie 2022 aber nochmal einen Schritt nach vorne gemacht. Am Sonntag lief der Giants-QB das erste Mal in seiner Karriere für mehr als 100 Yards. Hinzu kommt die Tatsache, dass Jones mit Wan'Dale Robinson womöglich endlich einen Receiver gefunden hat, mit dem er ein wenig Chemie aufbauen kann. Damit ist Jones ab sofort auf dem Streaming-Radar.

Kirk Cousins, Minnesota Vikings, 78,4 % rostered

Cousins hat im Großteil aller Ligen bereits einen Owner, doch da die Vikings in der Vorwoche eine Bye-Week hatten, haben ihn auch viele Manager gedroppt. Falls dem so ist, solltet ihr auf jeden Fall einen Claim für Cousins absetzen. Er war über das erste Saisondrittel ein Top-12-Quarterback und hat einen der leichtesten Schedules für die restliche Saison, gerade in den Fantasy-Playoffs.

Tiefe Ligen oder Stash: Andy Dalton, New Orleans Saints, 1,6 % rostered

Dalton ist nur einer von sechs Quarterbacks mit mindestens 950 Passing-Yards und sieben Touchdowns in den letzten vier Wochen. Gegen die Cardinals am letzten Donnerstag leistete er sich zwar zwei Pick-Sixes, warf aber auch für 361 Yards und vier Scores. Solange der drittbeste Passer der letzten vier Wochen laut Pro Football Focus (PFF) der Starter in New Orleans bleibt, ist er ein solider Bye-Week-Ersatz – beispielsweise für die Owner von Justin Herbert.

 

Runningback Waiver Wire Week 8

 

Michael Carter, New York Jets, 71,3 % rostered

Breece Hall verletzte sich im zweiten Viertel des Spiels gegen die Broncos schwer am Knie und Head Coach Robert Saleh befürchtet sogar, der Rookie habe sich das Kreuzband gerissen. Welche Verletzung es letztlich auch ist, Hall wird die nächsten Wochen sehr wahrscheinlich nicht auf dem Rasen stehen. In Halls Abwesenheit übernahm Carter die Lead-Rolle. Der 23-Jährige ist ab sofort ein solider RB2 und der wichtigste Pickup der Woche.

UPDATE: Hall hat tatsächlich einen Kreuzbandriss, die Jets haben aber umgehend reagiert und James Robinson für einen Sechstrundenpick aus Jacksonville geholt. Carter ist nach wie vor einen Pickup wert, sein langfristiger Value nimmt durch diesen Move aber ab.

Gus Edwards, Baltimore Ravens, 10,3 % rostered

Nach fast anderthalb Jahren ohne Football kehrte Gus „The Bus“ gegen die Browns ins Lineup der Ravens zurück und überzeugte sofort mit zwei Touchdowns. Die schlechte Nachricht ist: Baltimore nutzte eine Rotation aus Edwards, Kenyan Drake und Justice Hill, die alle beinahe gleich oft auf dem Feld standen. Edwards kann selbst in dieser Rolle Fantasy-Value liefern, wenn die Ravens so sehr auf den Lauf setzen wie gegen Cleveland. Er wird aber immer ein wenig von Touchdowns abhängig sein.

Tiefe Ligen oder Stash: Chubba Hubbard und D'Onta Foreman, Carolina Panthers, 17,4 / 31,8 % rostered

Ich habe an dieser Stelle bereits in der Vorwoche darüber spekuliert, dass Carolina Christian McCaffrey womöglich noch abgibt und tatsächlich schlägt „Run CMC“ seine Zelte jetzt in Santa Clara auf. Das schaffte Platz für Hubbard und Foreman, wobei Hubbard die Snaps bis zu seiner Verletzung im dritten Viertel dominierte (22 zu 14). Er erhielt zudem die für PPR-Ligen so wichtige Spielzeit bei Third Downs. Foreman machte am Boden aber den besseren Eindruck und könnte sich hier mehr Spielzeit erkämpfen. Beide Backs sind spekulative Adds, die ich nächste Woche erst einmal lieber noch nicht spielen würde, bis wir mehr Klarheit haben.

 

Wide Receiver Waiver Wire Week 8

 

George Pickens, Pittsburgh Steelers, 48,4 % rostered

Pickens ist zwar in Sachen Snaps nach wie vor nur die Nummer 3 in Pittsburgh hinter Chase Claypool und Diontae Johnson, doch steht bei fast allen Passspielzügen auf dem Feld. Er hat die beste Chemie aller Steelers-Wideouts mit Kenny Pickett und zeigt Woche für Woche spektakuläre Catches. Es besteht nach wie vor die Chance, dass sich die Steelers vor der Trade-Deadline noch von Claypool trennen, was noch mehr Spielzeit für Pickens bedeuten würde, der sich so langsam in WR2/3-Gebiet vorarbeitet.

Parris Campbell, Indianapolis Colts, 0,6 % rostered

Ich muss sagen, als langjähriger Colts-Fan habe ich nicht mehr wirklich an einen Breakout von Campbell geglaubt, der die letzten Jahre so oft verletzt war. In den beiden vergangenen Partien (17 Catches, 127 Yards, zwei Touchdowns) zeigte der 25-Jährige aber, dass er durchaus eine verlässliche Anspielstation im Intermediate-Bereich sein kann. Sollten die Colts weiterhin versuchen, Matt Ryan mit vielen, kurzen Pässen vom Druck der gegnerischen Defense zu befreien, könnte sich Campbell schnell als PPR-Flex etablieren.

UPDATE: Die Colts haben Ryan gebenched und setzen für den Rest der Saison auf den ehemaligen Sechstrundenpick Sam Ehlinger. Campbell bleibt ein solider Pickup, doch es bleibt abzuwarten, ob er mit Ehlinger dieselbe Chemie wie mit Ryan aufbauen kann.

Tiefe Ligen oder Stash: Marquise Goodwin, Seattle Seahawks, 0,2 % rostered

Noch weniger als an einen Campbell-Breakout habe ich aber an eine Wiederauferstehung von Goodwin geglaubt, der vor ein paar Jahren einer „meiner Guys“ in San Francisco war, sich aber nie richtig durchsetzen konnte. Goodwin profitierte von der Verletzung von Superstar D.K. Metcalf und fing in dessen Abwesenheit vier Bälle für 67 Yards und zwei Touchdowns. Der 31-Jährige ist der größte Gamble auf der heutigen Liste, hat aber bereits Chemie mit dem bärenstarken Geno Smith gezeigt und könnte sich als richtiger Steal entpuppen, wenn Metcalf einige Wochen verletzt ausfällt.

 

Tight End Waiver Wire Week 8

 

Hayden Hurst, Cincinnati Bengals, 57,7 % rostered

Hurst sollte für den Rest der Saison als Top-12-Option betrachtet werden. Er fing am Wochenende erneut sechs Bälle von Joe Burrow (für 48 Yards) und ist ligaweit die drittmeisten Passrouten aller Tight Ends in dieser Saison gelaufen. Auch bei den Targets und Receptions liegt Hurst in den Top 10. Hurst wird angesichts der Konkurrenz bei den Bengals seine Ups und Downs haben, liefert aber auch großes Upside.

Greg Dulcich, Denver Broncos, 1,6 % rostered

Dulcich fing am Sonntag sechs seiner neun Targets für 51 Yards, spielte 32 von 43 möglichen Snaps in 11-Personell und hatte eine Target-Share von 19,7 Prozent. All das sind Zahlen, die so manch ein Tight End nicht hat, der seit Saisonbeginn in Starting-Lineups steht. Der Rookie arbeitet sich langsam in Richtung TE1-Konversation vor, ist derzeit aber noch ein TE2 mit Upside. Auf dem Waiver hat Dulcich nichts mehr verloren.

Tiefe Ligen oder Stash: Cade Otton, Tampa Bay Buccaneers, 0,4 % rostered

Otton zeigte am Sonntag in Abwesenheit des verletzten Cameron Brate seine beste Saisonleistung und fing vier seiner fünf Targets für 64 Yards. Angesichts der zahlreichen Receiving-Waffen in Tampa und dem derzeitigen Zustand der Bucs-Offense ist Otton außerhalb von tiefen Ligen selbst ohne Brate im Lineup kein Starter, aber er ist auf jeden Fall einen Add wert – alleine schon, um zu sehen, ob er einer der Rookies sein kann, die in der zweiten Saisonhälfte den Durchbruch schaffen.

 

Defense Watch – Week 8:

 

Indianapolis Colts vs. Washington Commanders, 57,4 % rostered

An der Defense der Colts liegt es nicht, dass das Team derzeit schwächelt, hat die Unit doch in den letzten Wochen überzeugt und könnte nun Leader Shaquille Leonard zurückbekommen. In einem guten Matchup gegen Taylor Heinicke ist Indy auf dem Streaming-Radar.

Las Vegas Raiders @ New Orleans Saints, 6,1 % rostered

Die Saints haben sich bis dato schwergetan, ihre Quarterbacks zu beschützen und treffen jetzt auf einen Pass-Rush um Maxx Crosby und Chandler Jones. Das gibt Las Vegas einen sicheren Floor – mit Upside für mehr, wenn sich Dalton oder Winston erneut Turnover leisten.

Hinweis: Alle Ownership-Zahlen beziehen sich auf offizielle Fantasy-Ligen bei fantasy.nfl.com!


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