Kyler Murray wird den Arizona Cardinals und Fantasy-Managern in den kommenden Wochen wieder zur Verfügung stehen. - Fotocredit: IMAGO / USA TODAY Network

Die gute Nachricht ist: Am Sonntag gab es aus NFL-Sicht vergleichsweise wenige schwere Verletzungen, die nicht nur Teams, sondern NFL-Manager in ein Tal aus Tränen stürzen. Die schlechte Nachricht, die daraus folgt: Das Waiver Wire ist dementsprechend dünn besetzt, es gibt kaum hochklassige Optionen. Dennoch haben wir euch einige Spieler herausgesucht, die in den kommenden Wochen das Potenzial haben, euch den Fantasy-Playoffs näher zu bringen. Hier ist unser Fantasy Football Waiver Wire für Week 8.


Meine Overall-Pickup-Liste:

1. Kyler Murray
2. Chuba Hubbard
3. Josh Downs

Quarterback Waiver Wire Week 8


Kyler Murray, Arizona Cardinals, 27,4 % rostered


Die Cardinals haben Murrays 21-tägiges Trainingsfenster am letzten Mittwoch geöffnet, doch wie Ian Rapoport von NFL Media berichtet, wird sich das Team bei seinem Franchise-Quarterback Zeit lassen. Die Cards wollen sehen, ob Murray das Zeug zum langfristigen Starter in der Wüste hat, daher wird er in den kommenden Wochen wieder auf dem Feld stehen, wenn auch vermutlich nicht in Week 8. Holt euch den 26-Jährigen heute schon, denn er hat als einzige QB-Option auf dem Waiver Wire Top-5-Potenzial.

Gardner Minshew, Indianapolis Colts, 1,1 % rostered


Es war ein klassisches Minshew-Game am Wochenende gegen die Browns, mit einigen spektakulären Highlights und gleichzeitig vielen, vielen Fehlern. Seine Fantasy-Zahlen waren aber deutlich besser als seine Real-Life-Performance und darauf kommt es in dieser Kolumne letztlich an. Solange die Colts Minshew vertrauen, mehr als 35 Mal im Spiel zu werfen, wird er in den passenden Matchups auf dem Streaming-Radar sein. Das Spiel gegen die starke Pass-Defense der Saints in Week 8 in allerdings keines davon.

Sam Howell, Washington Commanders, 41,9 % rostered


Howell zeigte gegen die Giants nicht seine beste Saisonleistung, doch er ist der einzige Quarterback in der Liga mit mehr als 300 Dropbacks in dieser Saison. Diese hohe Volumen gibt ihm einen sehr sicheren Fantasy-Floor. Mit 1.749 Passing-Yards liegt Howell ligaweit auf Rang 7. In Week 8 geht es für den 23-Jährigen gegen die Eagles, die knapp 18 Fantasy-Punkte pro Spiel an QBs abgeben. Das macht Howell zur besten Streaming-Option für diese Woche.

Runningback Waiver Wire Week 8


Chuba Hubbard, Carolina Panthers, 43,7 % rostered


Vor der Bye-Week der Panthers in Woche 7 konnte Hubbard in Week 6 in Abwesenheit von Starter Miles Sanders glänzen. Doch bereits in den Wochen zuvor nahm Hubbard eine immer größere Rolle im Backfield Carolinas ein. Er beendete Woche 6 mit 19 Carries für 88 Yards und einen Touchdown – die beste Rushing-Performance eines Panthers-Backs in der ganzen Saison.

Hubbard ist ein Priority-Add, da er nicht nur der klare Starter ist, solange Sanders ausfällt – nein, er könnte sogar Starter bleiben, weil er schlicht besser performt als Sanders. Noch wissen wir nicht genau, wie Carolina sein Backfield nach der Bye-Week aufstellt, doch das Matchup gegen die Texans in Week 8 ist exzellent. Das macht Hubbard sowohl zu einer guten Option in dieser Woche als auch langfristig gesehen.

Darrell Henderson Jr., Los Angeles Rams, 3,9 % rostered


Sean McVay hat es wieder getan. Nachdem die ganze Fantasy-Welt eine Woche lang davon ausging, dass Rookie Zach Evans (für den die Rams übrigens im Draft hochgetradet haben!) die Lead-Rolle in Abwesenheit von Kyren Williams und Ronnie Rivers übernehmen wird, war es stattdessen Routinier Henderson, der die Backfield-Snaps dominierte. Die Rams holten Henderson quasi von der Couch auf den Rasen und gaben ihm 18 Carries. Evans hat nicht einmal einen einzigen Touch im Spiel.

Neben Henderson hatte auch Royce Freeman mit 16 Carries eine bedeutende Rolle, doch ich habe das Gefühl, mit ein wenig mehr Trainingszeit wird Henderson in Week 8 mehr Snaps bekommen. Das macht den 26-Jährigen zu einem klaren Waiver-Wire-Target, da Williams (derzeit auf der IR-Liste) noch mindestens drei Spiele verpassen wird. Das Matchup mit den Cowboys ist nicht optimal, doch Henderson ist mindestens ein High-End-RB3.

Emari Demercado, Arizona Cardinals, 7,6 % rostered


Mit einer Woche Verspätung hat Demercado das Backfield in Arizona übernommen, nachdem er sich die Snaps in Week 7 noch mit Keaontay Ingram und Damien Williams teilen musste. Gegen die Seahawks nahm Demercado jedoch Ingrams Rolle als Lead-Back bei Early Downs ein und dominierte weiterhin seine gewohnten Passing-Down-Snaps. Ingram spielte nur in den Special Teams.

Demercade bekam insgesamt 17 Touches: Er lief 13 Mal für 58 Yards und fing vier Pässe für 17 Yards. Keine herausragenden Zahlen, aber erstklassiges Volume. Bis James Conner in frühestens zwei Wochen zurückkehrt, wird Demercado wohl 15 Touches pro Spiel sehen, was ihn in meinen Rankings zu einem Low-End-RB2 macht.

Wide Receiver Waiver Wire Week 8


Josh Downs, Indianapolis Colts, 23,0 % rostered


Mit Gardner Minshew als Quarterback hat Downs seinen Höhenflug fortgesetzt. Der Rookie holte gegen die Browns das dritte Spiel in Folge mindestens 13 PPR-Punkte und hat auf die Saison gesehen nur zwei Spiele mit drei oder weniger Receptions – die beiden Spiele, in denen Anthony Richardson 95 Prozent der Zeit auf dem Feld stand. Downs spielt nahezu jeden Snap in 11-Personell und die Colts laufen mit 75 Prozent mit die meisten 11-Personell-Packages in der Liga.

Kurzum: Downs hat eine sehr konstante Usage und damit Woche für Woche einen sicheren PPR-Floor. Wenn dann noch Touchdowns dazukommen, könnte er sich sogar unter die Top 24 vorarbeiten. Derzeit ist er eine sehr solide WR3-Option. Downs sollte nicht nur in allen Ligen gerostered sein, sondern ist angesichts der anstehenden Bye-Weeks auch eine legitime Starting-Option, allerdings nur in PPR-Formaten.

Rashee Rice, Kansas City Chiefs, 29,6 % rostered


Ein weiterer Rookie-Receiver, dessen Formkurve steil nach oben zeigt, ist Rice. Gegen die Chargers zeigte der 23-Jährige seine bis dato beste Saisonleistung und fing fünf Bälle für 60 Yards und einen Touchdown. Im Saisonverlauf hat Rice immer mehr Snaps gespielt und offensichtlich bereits eine starke Chemie mit Patrick Mahomes aufgebaut, gerade in der Redzone.

Rice hat zudem das mit Abstand höchste PFF-Grade aller Chiefs-Receiver und führt alle Kansas-City-Wideouts in Targets (33), Yards (305), Touchdowns (3) und Yards pro gelaufener Passroute (2,56) an. Es dauert nicht mehr lange, bis Rice sich als klare Nummer Zwei im Passspiel hinter Travis Kelce etabliert. Holt ihn euch also heute schon, bevor ihr es in wenigen Wochen bereut.

Marvin Mims Jr., Denver Broncos, 3,8 % rostered


Aller guten Dinge sind drei: Mims Jr. ist der dritte Rookie-Receiver, den ich euch heute vorschlage. Im Gegensatz zu Downs und Rice hat Mims aber derzeit nur Langzeit-Value und sollte nicht sofort in Lineups geworfen werden. Als Stash würde ich den 21-Jährigen aber empfehlen, da sich schon länger Trade-Gerüchte rund um Courtland Sutton und vor allem Jerry Jeudy ranken. Die Trade-Deadline ist nächste Woche.

Mims' Rolle ist das ganze Jahre über konstant auf wenige Snaps pro Spiel beschränkt, doch der Rookie ist eine wahre Big-Play-Threat, die aus nur wenigen Touches viel machen kann. Sollten die Broncos einen ihrer Starter traden, würde Mims wohl mehr Volume sehen, was seinen Floor signifikant erhöht und ihm potenziell zu einem League-Winner in den Fantasy-Playoffs macht.

Tight End Waiver Wire Week 8


Dalton Kincaid, Buffalo Bills, 40,1 % rostered


Der Erstrundenpick der Bills führte sein Team gegen die Patriots bei den Receptions und Receiving-Yards an. Kincaid spielte wie gewohnt in 2-TE-Sets und die Hälfte aller Snaps in 11-Personell. Die andere Hälfte ging an Dawson Knox. Der große Unterschied war die deutlich höhere Target-Share für Kincaid und: Die Bills passen mehr, wenn der Rookie auf dem Feld steht im Gegensatz zu Knox' Snaps. Sollten die Bills Kincaid irgendwann mehr Snaps geben, könnte er zu einem League-Winner werden. Bis dahin ist er nur ein Borderline-Starter.



Jake Ferguson, Dallas Cowboys, 22,7 % rostered


Ferguson fing nur einen Ball für 15 Yards in Week 6 und hatte seine Bye-Week in Week 7, weswegen er wieder in über drei Viertel aller Ligen verfügbar ist. Dagegen sprechen die unterliegenden Metriken eine andere Sprache als der Boxscore: Tatsächlich hat Fergusons Spielzeit sogar noch zugenommen, doch das Matchup gegen die 49ers war aus Fantasy-Sicht eben hart. Sollte Fergusons Snap-Rate aber so hoch bleiben, ist er ab sofort ein Must-Start und ein Priority-Add für alle mit Lücken auf der TE-Position.

Michael Mayer, Las Vegas Raiders, 4,3 % rostered


Mayer fing in der Vorwoche fünf Bälle für 75 Yards in einer erweiterten Rolle und spielte gegen die Bears sogar noch mehr Snaps – ganze 81 Prozent, um genau zu sein. Das führte leider nur zwei vier Targets, zwei Catches und 13 Yards, doch das lag eher daran, dass sich Ersatzmann Brian Hoyer früh auf Davante Adams einschoss. Sobald Jimmy Garoppolo zurückkehrt, wird die Qualität von Mayers Targets deutlich steigen. Bis dahin ist er ein Bench-Stash, doch sein Upside macht ihn zu einem potenziellen League-Winner in den Fantasy-Playoffs.

Defense Watch – Week 8:


Los Angeles Chargers vs. Chicago Bears, 11,0 % rostered


Die Chargers sind nach ihrer Partie in Kansas City auf fast jedem Waiver Wire zu finden und bekommen ein Matchup mit Tyson Bagent und den Chicago Bears. Los Angeles' starker Pass-Rush mit einem Khalil Mack in Hochform ist doch eine andere Herausforderung als die Raiders-Defense daheim, was der Rookie-Quarterback am Sonntag merken wird.

Miami Dolphins vs. New England Patriots, 59,3 % rostered


Nach ihrem Auftritt gegen die starke Eagles-Offense sollten die Dolphins in vielen Ligen verfügbar sein. Die opportunistische Fins-Defense sollte aus dem Matchup mit Mac Jones Kapital schlagen können, wie sie es bereits in Woche 2 (Vier Sacks, zwei Takeaways, 17 offensive Punkte erlaubt) getan haben.

Hinweis: Alle Ownership-Zahlen beziehen sich auf offizielle Fantasy-Ligen bei fantasy.nfl.com!


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