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Fantasy Football Waiver Wire Week 6 – Ist Walker ein Must-Start?

Kenneth Walker ist ein Priority-Add auf dem Fantasy Football Waiver Wire für NFL Week 6. / IMAGO / USA TODAY Network

Der Verletzungsteufel treibt weiterhin sein Unwesen in der NFL. Nachdem es in der Vorwoche bereits Javonte Williams erwischt hat, gesellt sich nun Seahawks-Starter Rashaad Penny ins Lazarett zum Broncos-Star. Das macht den Weg frei für einen der am meisten gehypten Rookies der Offseason – Kenneth Walker III. Was an diesem Wochenende aus Fantasy-Sicht sonst noch relevantes passiert ist, erfahrt ihr im NFL Fantasy Football Waiver Wire für Week 6.

 

Meine Overall-Pickup-Liste:

1. Romeo Doubs
2. Kenneth Walker III
3. Rondale Moore

 

Quarterback Waiver Wire Week 6

 

Geno Smith, Seattle Seahawks, 26,3 % rostered

Vor der Saison wurden die Seahawks vielerorts noch für ihr Vertrauen in Smith ausgelacht, doch wie heißt es so schön: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Smith spielt, egal welche Metrik wir heranziehen wollen, seit Wochen auf einem Top-10-Level und setzt sein starkes Receiving-Corps um D.K. Metcalf und Tyler Lockett perfekt in Szene. Im Hinblick auf die anstehenden Bye-Weeks gibt es mit Sicherheit schlechtere Ersatzleute als Smith, der wegen der löchrigen Seahawks-Defense stetig in Shootouts involviert ist.

Carson Wentz, Washington Commanders, 46,8 % rostered

Wentz ist nur einer von drei Quarterbacks mit mindestens 1.375 Passing-Yards und zehn Touchdowns in dieser Saison. Die anderen beiden? Josh Allen und Justin Herbert. Das Kryptonit von Wentz ist Pressure: Wenn der 29-Jährige unter konstantem Druck steht, bekommt er nichts mehr auf die Reihe. Hat er allerdings eine saubere Pocket, kann er seine zahlreichen Waffen im Passspiel gut einbinden. Das macht ihn zu einem erstklassigen Streaming-Quarterback in den richtigen Matchups.

Tiefe Ligen oder Stash: Kenny Pickett, Pittsburgh Steelers, 9,7 % rostered

Wie von vielen befürchtet, sah Pickett gegen die starke Defense der Bills am Wochenende kein Land. Er warf zwar für mehr als 300 Yards, brachte aber keinen Touchdown an den Mann – woran seine Receiver mit insgesamt vier Drops durchaus Anteil haben. Pickett wird in den nächsten Wochen bessere Spiele haben und hat sein Upside in der Vorwoche bereits gezeigt. Das macht ihn zu einem wertvollen Pickup in tieferen Ligen.

 

Runningback Waiver Wire Week 6

 

Kenneth Walker III, Seattle Seahawks, 37,5 % rostered

Rashaad Penny brach sich im Duell mit den Saints das Schienbein und wird sich wohl einer Operation unterziehen müssen. In Pennys Abwesenheit übernahm Walker beinahe 100 Prozent der Early-Down-Snaps, während DeeJay Dallas in Passsituationen auf dem Feld stand. Das macht den Rookie zu einem Fantasy-Starter, solange die Seahawks weiterhin kompetitiv bleiben können. Was angesichts eines harten Schedules in den kommenden Wochen keine Garantie ist. Dennoch ist Walker ein Priority-Add in dieser Woche.

Brian Robinson Jr., Washington Commanders, 47,4 % rostered

Nur sechs Wochen, nachdem Robinson bei einem Raubüberfall angeschossen wurde, stand der Rookie gegen die Titans wieder auf dem Rasen. Er beanspruchte sofort einen Teil der Early-Down-Snaps für sich und war der bevorzugte Back in Short-Yardage-Situationen. Für alle, die sich nicht erinnern: Robinson gewann vor seiner Verletzung das interne Camp-Duell gegen Antonio Gibson und ist ein Liebling von Ron Rivera. Er ist nächste Woche noch kein Fantasy-Starter, doch könnte im Verlauf der Saison noch zu einem League-Winner werden. Holt ihn euch also lieber jetzt, bevor es irgendwann zu spät ist.

Tiefe Ligen oder Stash: Rachaad White, Tampa Bay Buccaneers, 3,3 % rostered

Leonard Fournette erzielte am Sonntag zwei Touchdowns, aber verliert Woche für Woche mehr Snaps an White. Über die ersten drei Viertel standen der Rookie und Fournette bei nahezu gleich vielen Snaps auf dem Feld, bis Tampa Bay im letzten Viertel fast ausschließlich auf „Playoff-Lenny“ setzte. Solange Fournette fit ist, ist White in schmäleren Ligen nicht spielbar. Er ist aber der wertvollste Handcuff in der NFL und sollte deswegen nicht auf dem Waiver Wire herumschwirren.

 

Wide Receiver Waiver Wire Week 6

 

Romeo Doubs, Green Bay Packers, 51,7 % rostered

Leute, warum ist Doubs nach wie vor in der Hälfte aller Ligen verfügbar? Der Rookie ist ein Starter für die Packers und es gibt klare Anzeichen, dass sich Doubs in den kommenden Wochen zu einem absoluten Star entwickeln könnte. Er ist der beste Receiver in einem Team mit dem Back-to-back-MVP und führt Green Bay selbst nach einem schwachen Spiel in London nach wie vor in Sachen Targets, Routes und Receptions an. Springt jetzt auf den Zug auf, bevor es zu spät ist!

Rondale Moore, Arizona Cardinals, 2,3 % rostered

Nachdem Moore in der Vorwoche noch unüblich viel außen gespielt hatte, kehrte er mit der Rückkehr von A.J. Green wieder in den Slot zurück und verdrängte dort Greg Dortch. Er stand bei fast 90 Prozent aller Snaps auf dem Rasen und fing sieben Bälle für 68 Yards. Außerdem lief Moore noch zweimal den Ball aus dem Backfield. Mit dieser Usage ist Moore nach einem Monat voller Verletzungen zurück auf dem Flex-Radar, auch wenn wir die Situation neu bewerten müssen, wenn DeAndre Hopkins nach seiner Sechs-Spiele-Sperre endlich zurückkehrt.

Tiefe Ligen oder Stash: Alec Pierce, Indianapolis Colts, 1,3 % rostered

Das erste Mal in dieser Saison stand Pierce bei deutlich mehr als 50 Prozent aller Plays der Colts auf dem Rasen. Dabei konnte der Rookie einmal mehr überzeugen. Über die letzten drei Wochen erhält Pierce bei 27,4 Prozent aller Passrouten ein Target (exzellent) und holte immer mindestens 60 Receiving-Yards. Die Colts-Offense ist zu inkonstant, um Pierce direkt zum Fantasy-Starter zu ernennen, vor allem, weil es ja auch noch Michael Pittman als Nummer 1 gibt. Doch Pierce erkämpft sich mehr und mehr Spielzeit und könnte demnächst auf dem Flex-Radar sein.

 

Tight End Waiver Wire Week 6

 

Hayden Hurst, Cincinnati Bengals, 8,8 % rostered

Nach ein paar verletzungsreichen Wochen stand Hurst im Sunday Night Game gegen die Ravens wieder bei knapp 75 Prozent aller Plays auf dem Rasen und erzielte direkt einen Touchdown. Er ist neben Mark Andrews, Travis Kelce und Zach Ertz der einzige Tight End mit mindestens 20 Catches, 150 Yards und zwei Scores. Die Bengals-Offense hat nach wie vor Probleme damit, sich zu finden, doch das wird die nächsten Wochen besser werden, was wiederum mehr Möglichkeiten für Hurst bedeutet – vor allem in der Redzone.

Taysom Hill, New Orleans Saints, 15,0 % rostered

Ich habe mich lange dagegen gewehrt, Hill als legitime Fantasy-Option zu betrachten – selbst angesichts des Zustands der Tight-End-Position, die von Woche zu Woche schlimmer wird. Es ist allerdings schwer, eine Vier-Touchdown-Performance zu ignorieren, wie auch immer sie zustande gekommen ist. Hill ist der Inbegriff eines Boom-or-Bust-Players, da er euch in manchen Wochen 0 Punkte geben wird. Seine Spike-Wochen haben aber das Upside, ein Matchup alleine zu gewinnen. Das könnte sich langfristig als bessere Strategie herausstellen, als jede Woche vier bis 8 acht Punkte von Spielern wie Tyler Conklin mitzunehmen.

Tiefe Ligen oder Stash: Greg Dulcich, Denver Broncos, 0,1 % rostered

Dulcich ist der Inbegriff eines Gambles, denn der Rookie hat bis dato verletzungsbedingt noch keinen einzigen NFL-Snap gespielt. Die gute Nachricht ist: Dulcich wird fitter und die Broncos suchen händeringend nach einem Tight End, der im Passspiel punkten kann. Dulcich ist natürlich nicht viel mehr als ein Stash in tiefen Ligen, doch Manager in diesen Ligen mit einem offenen Roster-Spot sollten zuschlagen. Denn das Ceiling von Dulcich ist enorm, wenn alle Bausteine zusammenpassen.

 

Defense Watch – Week 6:

 

Chicago Bears vs. Washington Commanders, 6,4 % rostered

Die Bears-Defense hat heimlich, still und leise drei Spiele mit zwei oder mehr Takeaways in diesem Jahr und trifft nun im Thursday Night Game auf Turnover-Maschine Carson Wentz und eine Commanders-Line, die bis dato die meisten Sacks in der Liga zulässt. Klingt nach dem Rezept für einen erfolgreichen Fantasy-Abend.

Washington Commanders @ Chicago Bears, 1,3 % rostered

Die Commanders haben bis dato nur einen Turnover kreiert und bereits 105 Punkte zugelassen. Dennoch sind sie für mich zumindest in 12- oder 14-Team-Ligen gegen die Bears auf dem Streaming-Radar, die in den letzten drei Spielen sechsmal den Ball abgegeben haben.

Hinweis: Alle Ownership-Zahlen beziehen sich auf offizielle Fantasy-Ligen bei fantasy.nfl.com!

 

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