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Fantasy Football Waiver Wire Week 5 – Der Verletzungsteufel schlägt zu

Romeo Doubs entwickelt eine gute Chemie mit Aaron Rodgers. Credits: IMAGO / ZUMA Wire
Romeo Doubs entwickelt eine gute Chemie mit Aaron Rodgers. Credits: IMAGO / ZUMA Wire

Es war eine verflixte Woche für viele Fantasy-Manager, die am Wochenende ihre Superstars mit Verletzungen vom Feld humpeln sahen – wenn sie dazu überhaupt noch in der Lage waren. Unter den prominentesten Opfern sind Javonte Williams (Kreuzbandriss), Cordarelle Patterson (Knieverletzung) und Jonathan Taylor (Knöchelstauchung). Wie ihr mit diesen Verlusten aus Roster-Sicht umgeht und welche Spieler als Ersatz bereit stehen, zeigt euch TOUCHDOWN24 im NFL Waiver Wire für Week 5.

 

Meine Overall-Pickup-Liste:

1. Melvin Gordon / Romeo Doubs (Priority-Adds!)
3. Tyler Allgeier

 

Quarterback Waiver Wire Week 5

 

Jared Goff, Detroit Lions, 33,6 % rostered

Es ist an der Zeit, dass wir Goff mit ein wenig mehr Respekt behandeln. Goff musste am Wochenende in D'Andre Swift, Amon-Ra St. Brown und D.J. Chark auf seine drei besten Waffen verzichten und zeigte womöglich seine beste Saisonleistung. Klar, das war gegen eine miserable Seahawks-Defense, dennoch ist es beeindruckend. Ich glaube zwar nicht, dass Goff konstant zu den 12 besten Fantasy-Quarterbacks zählen wird, aber er ist in guten Matchups ein mehr als solider Streamer.

Geno Smith, Seattle Seahawks, 7,8 % rostered

Bleiben wir gleich beim Seahawks-Lions-Match, denn auch Goffs Gegenüber zeigte eine blitzsaubere Leistung. Smith zählt zu den größten Überraschungen der Saison, steht er doch bei Pro Football Focus (PFF) unter den zehn besten Quarterbacks gemessen am Grading-System der Webseite. Das zeigt sich auch bei den Zahlen, immerhin konnte Smith die letzten beiden Wochen ein Top-7-Finish einfahren. Für den 31-Jährigen gilt dasselbe wie für Goff: Kein klarer Starter, aber ab sofort definitiv auf dem Streaming-Radar.

Tiefe Ligen oder Stash: Kenny Pickett, Pittsburgh Steelers, 2,1 % rostered

Irgendwann hat es selbst Mike Tomlin gereicht. Am Sonntag musste Mitchell Trubisky endlich auf die Bank und wir konnten einen ersten Blick auf Pickett werfen. Der Rookie brachte sofort neuen Schwung ins Spiel und zeigte sein Fantasy-Upside mit zwei Scores am Boden. Klar, Pickett leistete sich auch drei Picks (einer davon bei einer Hail Mary am Schluss), doch das Ceiling könnte durchaus vorhanden sein. Er ist einen spekulativen Add wert, bis wir mehr wissen – zum Beispiel, ob er überhaupt der Starter der Steelers bleibt.

 

Runningback Waiver Wire Week 5

 

Melvin Gordon, Denver Broncos, 80,8 % rostered

Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie ich vor wenigen Wochen an dieser Stelle geschrieben habe, der 50/50-Split zwischen Gordon und Javonte Williams würde langsam in Richtung des Sophomores shiften? Nun, vergesst das alles. Williams riss sich gegen die Raiders am Sonntag das Kreuzband und wird den Rest der Saison verpassen. Damit ist Gordon ab sofort ein klarer Fantasy-Starter, Fumble-Probleme hin oder her. Wir haben bereits gesehen, dass Denver Gordon eine Workhorse-Rolle zutraut. Da Gordon in den meisten Ligen bereits einen Owner hat, ist auch Mike Boone einen spekulativen Add wert. Vielleicht setzen sich die Probleme bei der Ballsicherheit bei Gordon fort, dann hätte Boone durchaus Value.

Damien Williams, Tyler Allgeier und Caleb Huntley, Atlanta Falcons, 0,1 / 0,9 / 0,0 % rostered

Cordarelle Patterson (Knie) wurde am Montag auf die Injured-Reserve-Liste gesetzt und wird mindestens die nächsten vier Spiele verpassen. Überraschenderweise war es nach Pattersons Verletzung Huntley, nicht Rookie Allgeier, der die Early-Down- und Redzone-Snaps bekam. Ob das auch nächste Woche der Fall sein wird, ist schwer zu sagen. Ich persönlich denke, Allgeier wird ebenfalls viele Snaps bekommen. Und vergesst nicht Routinier Williams, der nächste Woche von der IR-Liste zurückkommen könnte. Alle Falcons-Back sind einen Pickup wert. Bis wir mehr Informationen haben, sind sie aber auch alle riskante Starts.

Nyheim Hines, Indianapolis Colts, 20,9 % rostered

Jonathan Taylor musste das Spiel gegen die Titans kurz vor Schluss verletzt verlassen, er hat wohl Probleme am Knöchel. In seiner Abwesenheit spielte Hines jeden einzelnen Snap, wobei alle Snaps auch klare Passsituationen waren. Die Colts spielen bereits am Donnerstagabend wieder gegen die Broncos und noch ist nicht ausgeschlossen, dass Taylor aufläuft. Sollte der First-Overall-Pick vieler Drafts aber ausfallen, ist Hines ein Plug-and-Play-Starter für Week 5. Er ist zudem ein extrem wertvoller Handcuff, der so oder so einen Bench-Spot verdient hat.

 

Wide Receiver Waiver Wire Week 5

 

Romeo Doubs, Green Bay Packers, 33,9 % rostered

Es ist erstaunlich, dass Doubs nach wie vor in fast zwei Drittel aller Ligen zu haben ist. Leute, holt euch diesen Rookie! Doubs und Allen Lazard sind die beiden klarer Starter in Green Bay und der jüngere der beiden Wideouts baut langsam, aber sicher eine gute Chemie mit Aaron Rodgers auf. Seine 24 Targets sind bereits die 30.-meisten in der Liga, obwohl er die ersten Wochen nur eine Teilzeitrolle einnahm. Doubs könnte in den nächsten explodieren und ist ein absoluter Priority-Add.

George Pickens, Pittsburgh Steelers, 33,6 % rostered

Der Rookie-Receiver sollte von der möglichen Umstellung der Steelers-Offense auf Kenny Pickett am meisten profitieren. Er sah in der zweiten Hälfte der Partie gegen die Jets (mit Pickett auf dem Feld), ein Target bei 33,3 Prozent seiner Passrouten – in den ersten drei Wochen waren es mit Trubisky nur 12,9 Prozent. Natürlich reden wir hier von einer kleinen Sample-Size, aber mit seinem Talent und seinem Draft- sowie Preseason-Resümee sollte Pickens nicht mehr auf dem Waiver Wire herumschwirren.

Tiefe Ligen oder Stash: Rondale Moore, Arizona Cardinals, 2,7 % rostered

Moore verpasste die ersten drei Wochen der Saison, kam gegen die Panthers aber zurück und war definitiv nicht auf einem Pitch Count, wie befürchtet. Er spielte in Abwesenheit von A.J. Green vor allem außen, sollte aber auch mehr Snaps im Slot sehen. Hier müssen wir sehen, wie sich Moore die Snaps mit Greg Dortch aufteilt, der bis dato eine starke Saison spielt. Moore hat aber in jedem Fall genügend Upside, um vom Waiver geholt zu werden.

 

Tight End Waiver Wire Week 5

 

David Njoku, Cleveland Browns, 52,5 % rostered

Njoku war bereits letzte Woche mein Waiver-Pickup Nummer 1 bei den Tight Ends und konnte das mit einer soliden Performance (5 Catches, 73 Yards) bestätigen. Der 26-Jährige steht quasi bei jedem Snap auf dem Spielfeld und holt nach wie vor 1,78 Yards pro gelaufener Passroute, ein überdurchschnittlicher Wert. Wer Probleme auf der TE-Position hat (also jeder ohne Andrews und Kelce), sollte Njoku in sein Team holen.

Hayden Hurst, Cincinnati Bengals, 5,3 % rostered

Hurst hatte die letzten Wochen mit Verletzungen zu kämpfen und war gegen die Dolphins nach wie vor bei vielen Runplays außen vor. Die gute Nachricht ist: Passen die Bengals, steht Hurst in der Regel auf dem Feld. Das macht ihm bereits zu einem soliden Streamer – mit Upside für mehr, wenn er fit genug ist, um bald weitere Snaps zu erhalten.

Tiefe Ligen oder Stash: Greg Dulcich, Denver Broncos, 0,1 % rostered

Dulcich ist der Inbegriff eines Gambles, denn der Rookie hat bis dato verletzungsbedingt noch keinen einzigen NFL-Snap gespielt. Die gute Nachricht ist: Dulcich wird fitter und die Broncos suchen händeringend nach einem Tight End, der im Passspiel punkten kann. Dulcich ist natürlich nicht viel mehr als ein Stash in tiefen Ligen, doch Manager in diesen Ligen mit einem offenen Roster-Spot sollten zuschlagen. Denn das Ceiling von Dulcich ist enorm, wenn alle Bausteine zusammenpassen.

 

Defense Watch – Week 5:

 

Minnesota Vikings vs. Chicago Bears, 22,9 % rostered

Jedes Jahr gibt es diese eine Offense, gegen die ihr eigentlich jede Defense aufstellen könnt. Dieses Jahr sind das Justin Fields und die Bears. Die Vikings sind bei weitem keine elitäre Defense, doch sie sollten keine Probleme haben, diese Woche genügend Fantasy-Punkte zu holen.

Jacksonville Jaguars vs. Houston Texans, 13,5 % rostered

Die Jaguars haben dieses Jahr eine starke Defense, auch wenn die Eagles die Schwachstellen der Unit aufzeigen konnten. Das traue ich den Texans und David Mills nicht zu. Die Jaguars sind ein erstklassiges Play in Week 5.

Hinweis: Alle Ownership-Zahlen beziehen sich auf offizielle Fantasy-Ligen bei fantasy.nfl.com!

 

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