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Fantasy Football Waiver Wire Week 4 - Die Achane-Show in Miami

Runningback De'Von Achane (#28) und die Dolphins-Offense sind derzeit nicht aufzuhalten. Fotocredit: IMAGO / Icon Sportswire

In manchen Wochen ist es echt schwer, den Top-Pickout auf dem Waiver Wire festzulegen. Und dann gibt es Wochen, in denen ein bereits als Breakout-Kandidat angekündigter Receiver diesen Status bestätigt und ein Rookie-Runningback einfach mal vier Touchdowns erzielt. Die Story des Spieltags ist eindeutig De'Von Achanes Aufstieg in der Dolphins-Offense, doch auch andernorts gab es interessante Entwicklungen. Hier unser Fantasy Football Waiver Wire für Week 4.


Meine Overall-Pickup-Liste:

1. Tank Dell
2. Sam LaPorta
3. De'Von Achane

Quarterback Waiver Wire Week 4


Jordan Love, Green Bay Packers, 61,6 % rostered


Love hatte in Week 3 nur mittelmäßige Zahlen im Box Score stehen (22/44, 259 yds., TD, INT), aber zeigte, dass er durchaus in der Lage ist, als Runner eine Rolle zu spielen. Der 24-Jährige lief neunmal für 39 Yards und einen weiteren Score am Boden. All das schaffte Love ohne seinen besten Runningback (Aaron Jones), Receiver (Christian Watson) und Left Tackle (David Bakhtiari).

Love hat in dieser Saison bereits sieben Touchdowns geworfen, die siebtmeisten in der NFL. Klar, viele der erweiterten Metriken bezüglich Love sind besorgniserregend schwach, aber andererseits sollte er auch deutlich besser spielen, sobald die Packers ihre besten Spieler offensiv zurückbekommen. Das könnte bereits am Donnerstagabend gegen die Lions so weit sein, wo Love auf dem Streaming-Radar ist.

Kenny Pickett, Pittsburgh Steelers, 9,2 % rostered


Pickett zeigte im Sunday Night Game gegen die Las Vegas Raiders eine solide Leistung und warf das erste Mal als Starter der Steelers in einem Regular Season Game zwei Touchdowns. Gegen die Raiders war er wieder mehr der Quarterback, der letzte Saison über die letzten Wochen einer der besten Quarterbacks der Liga war und ein Breakout-Kandidat vor dieser Spielzeit sein sollte.

Das Problem: Pickett ist bis dato extrem inkonstant. Starke Würfe wechseln sich quasi im Minutentakt mit haarsträubenden Fehlern ab. Kann der 25-Jährige ein wenig Konstanz in seine Leistungen bringen, hat er das Talent um sich herum, um in den richtigen Matchups ein Starter zu sein. Das gilt insbesondere, sobald der derzeit verletzte Diontae Johnson von der IR-Liste aktiviert wird.

C.J. Stroud, Houston Texans, 8,1 % rostered


Stroud bekommt bereits als Rookie mit die meisten Passversuche in der gesamten Liga. Obwohl die Texans gegen die Jaguars am Sonntag fast das ganze Spiel über in Führung lagen, warf Stroud dennoch 30 Mal und brachte dabei 20 Pässe für 280 Yards und zwei Scores an den Mann. Im Jahr 2023 steht Stroud damit bei 140 Dropbacks, die zweitmeisten aller Quarterbacks.

Er liegt bei den Passing-Yards in der Spitzengruppe, hat aber erst vier Touchdowns geworfen. Klar, der Großteil von Strouds Fantasy-Erfolg ist Volume, doch dieses sollte konstant bleiben. Außerdem ist der 21-Jährige laut PFF bis dato der beste Rookie-Quarterback der Draftklasse. Kann Stroud sein derzeitiges Niveau halten, könnte er es in wenigen Wochen sogar in die Starter-Debatte schaffen.

Runningback Waiver Wire Week 4


De'Von Achane, Miami Dolphins, 17,0 % rostered


Achane und die restlichen Playmaker der Dolphins zeigten bei der 70:20-Demontage der Broncos herausragende Leistungen. Der Rookie-Runningback ist ein Priority-Add diese Woche, lief er den Ball doch 18 Mal für 203 Yards und zwei Touchdowns und war auch im Passspiel eine Waffe (vier Catches für 30 Yards und zwei weitere Scores). Seine 51 Fantasy-Punkte waren der Top-Wert in dieser (kurzen) Spielzeit.

Klar, Achane wird diese Performance nicht jeder Woche reproduzieren. Mostert ist nach wie vor der klare Starter und Jeff Wilson Jr. wird in wenigen Wochen von der IR-Liste zurückkehren. Doch wir alle wissen, wie verletzungsanfällig Mostert ist und haben jetzt gesehen, welch enormes Upside Achane in der besten Offense der Liga hat. Der Speedster hat viel zu viel Potenzial, als dass er noch länger auf dem Waiver Wire herumlungern sollte.

Roschon Johnson, Chicago Bears, 13,1 % rostered


Johnsons Spielzeit im Backfield der Bears hat in den letzten drei Wochen nach und nach zugenommen und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis er Starter Khalil Herbert in den Hintergrund drängt. Letzterer hat sich mit seinem kostspieligen Fumble bei der Blowout-Niederlage gegen die Chiefs auch keinen Gefallen getan. Gegen die Chiefs wurden beide Backs noch ansatzweise gleich viel genutzt.

Doch wenn ein Back in diesem Backfield Fantasy-relevant wird, dann ist das meiner Meinung nach Johnson. Der Rookie ist derzeit noch kein Starter und wird es wohl auch in den nächsten Wochen nicht sein, wenn die Bears-Offense nicht besser spielt. Doch es besteht ein realistischer Pfad, wonach sich die Bears fangen und Johnson in der zweiten Saisonhälfte übernimmt. Das ist einen Pickup wert.

Zach Charbonnet, Seattle Seahawks, 49,5 % rostered


Charbonnet bekam gegen die Panthers einmal mehr signifikante Snaps bei Third Downs und während dem Two-Minute-Drill. Bei seinen wenigen Möglichkeiten konnte der Rookie überzeugen, lief er doch für bei nur neun Carries für 46 Yards. Starter Kenneth Walker III spielt gut genug, dass er diese Rolle wohl auch die nächsten Wochen haben wird, aber Charbonnet wird sich wohl die Rolle als Pass-Down-Back komplett von DeeJay Dallas holen.

Falls Charbonnet also auf eurem Waiver Wire ist, ist er für sein Potenzial ist einer potenziell starken Offense einen Pickup wert. Er könnte bereits Standalone-Value als Third-Down-Back haben, der hin und wieder Carries bei den Early Downs bekommt. Sollte Walker zudem etwas zustoßen, ist der Rookie sofort eine Top-15-Option. Das ist genau die Art von Spieler, die auf eurer Bank sitzen sollte.

Wide Receiver Waiver Wire Week 4


Tank Dell, Houston Texans, 9,6 % rostered


Dell hat am Sonntag das zweite Wochenende in Folge die meisten Targets aller Texans-Spieler bekommen und stand erneut bei fast allen relevanten Passing-Down-Snaps auf dem Feld. Das münzte der talentierte Rookie in fünf Catches für 145 Yards und einen Touchdown um. Letzte Woche gegen die Colts waren es bereits sieben Catches für 72 Yards und einen Score und ich bezeichnete Dell als Priority-Add.

Daher noch einmal eine dicke Erinnerung an alle: Holt euch Dell diese Woche vom Waiver! Derartiges Potenzial sollte nicht in 90 Prozent aller Ligen auf dem Waiver Wire sein. Es besteht die Gefahr, dass die Texans in den kommenden Wochen Noah Brown oder John Metchie III mehr in die Offense einbauen, aber das wird kaum auf Kosten Dells passieren, so wie der Rookie spielt. Er gehört ab sofort in die meisten Lineups und hat „League-Winner-Upside“ in der passfreudigen Texans-Offense.

Joshua Palmer, Los Angeles Chargers, 0,5 % rostered


Mike Williams wurde beim knappen Sieg der Chargers gegen die Vikings vom Feld getragen und nach dem Spiel mit einer Beinstütze in den Katakomben gesehen. Noch gibt es keine offizielle Bestätigung, aber Williams wird wohl einige Spiele verpassen. Nach Williams' Verletzung war Palmer ein Every-Down-Spieler – dieselbe Rolle, die er hatte, als in der Vorsaison Williams und Keenan Allen Spiele verpassten.

Es besteht eine gute Chance, dass Palmer im Laufe der Saison ein paar Snaps an Rookie Quentin Johnston verliert, aber Stand jetzt ist er der bevorzugte Outside-Receiver für Justin Herbert in einer passfreudigen Offense. Das macht ihn zu einem wertvollen Pickup für alle Manager, die sofortige Receiver-Hilfe benötigen. Gegen die Raiders am nächsten Sonntag ist Palmer ohne Williams bereits ein WR3-Kandidat.

Romeo Doubs, Green Bay Packers, 12,5 % rostered


Endlich hat Doubs von den Packers die Spielzeit bekommen, die wir vor der Saison erwartet beziehungsweise erhofft haben. Die letzten zwei Wochen absolvierte der 23-Jährige noch auf einem Snap Count, während er sich von einer Oberschenkelverletzung erholte. Doubs stand bei deutlich über 80 Prozent der Snaps auf dem Feld und fing fünf seiner 12 Targets für 73 Yards und einen Touchdown.

Laut PFF ist Doubs der klar beste Packers-Receiver in dieser Saison. Doubs wird nicht mehr ganz so viele Targets bekommen, wenn Christian Watson in naher Zukunft wieder auf dem Rasen steht, aber andererseits wird der Fokus der gegnerischen Defenses auch mehr auf Watson liegen. Das gibt Doubs die Möglichkeit, gegen schwächere Coverage ein solider Fantasy-Starter zu sein.

Tight End Waiver Wire Week 4


Sam LaPorta, Detroit Lions, 45,8 % rostered


Zu LaPorta gibt es eigentlich nicht mehr viel zu schreiben. Er ist eines der Top-Targets für Jared Goff in der passfreudigen Lions-Offense und damit Woche für Woche ein klarer TE1 mit massivem Upside, wie wir am Wochenende gesehen haben. Warum ist der 22-Jährige dann noch in über der Hälfte aller Ligen verfügbar? Fragt mich nicht, aber LaPorta ist ein Must-Add, wenn er bei euch ebenfalls noch auf dem Wire steht.



Luke Musgrave, Green Bay Packers, 5,3 % rostered


Musgrave ist heimlich, still und leise ein Top-10-Tight-End in dieser Saison. Er ist bereits 89 Passrouten gelaufen, die neuntmeisten auf der Position. Er wird von Jordan Love bei 16,9 Prozent seiner Routen getargeted – eine durchschnittliche Rate, die er selbst dann halten sollte, wenn Aaron Jones und Christian Watson in den kommenden Wochen ins Lineup der Packers zurückkehren.

Musgraves PFF-Receving-Grade von 62,1 ist nicht herausragend, er hat also sogar noch Potenzial für mehr. Kurzum: Stand heute ist der 23-Jährige ein hoch gedrafteter Rookie, der viele Passrouten läuft. Das ist die Art von Spieler, die ihr auf dem Waiver Wire suchen solltet – gerade auf der Tight-End-Position, wo es derzeit nur sehr wenige High-End-Optionen gibt.

Jake Ferguson, Dallas Cowboys, 6,9 % rostered


Ferguson hat derzeit zusammen mit CeeDee Lamb die meisten Targets aller Cowboys-Receiver – ob das aber auch zu langfristigem Fantasy-Erfolg führt, steht auf einem anderen Blatt. Das Problem ist: Der Rookie läuft bei nur 61,7 Prozent der Passspielzüge von Dallas eine Passroute. Das liegt daran, dass ihm Peyton Hendershot nach wie vor Snaps „stiehlt“, gerade in 11-Personell.

Die positive Nachricht ist: Ferguson hat eine Target-Rate von 27,4 Prozent, eine der höchsten in der NFL. Darüber hinaus ist er eine echte Waffe für Dak Prescott in der Redzone. Dennoch wird es schwer sein, Ferguson Woche für Woche zu vertrauen, solange er nicht bei mehr Third-Down-Snaps (typischerweise in 11-Personell) auf dem Feld steht. Einen Pickup ist Ferguson dennoch längst wert.

Defense Watch – Week 4:


Tampa Bay Buccaneers @ New Orleans Saints, 28,8 % rostered


Habe ich da James Winston gehört? Ja, der berüchtigste Gunslinger der Liga ist zurück und wird bei den Saints für den an der Schulter verletzten Derek Carr übernehmen. Das schreit doch gerade zu nach Turnovern, weswegen ich die Bucs als nächsten Gegner der Saints nur wärmstens empfehlen kann.

Denver Broncos vs. Chicago Bears, 9,0 % rostered


Ok, hört mir wenigstens kurz zu, bevor ihr mich auslacht. Ja, die Broncos sind in die Kreissäge gelaufen, die sich in diesem Jahr Dolphins-Offense nennt, und haben 70 Punkte erlaubt. Jetzt wartet aber ein Matchup mit der Bears-Offense, also eine Unit am gaaaanz anderen Ende des Spektrums. Es mag nicht attraktiv sein, doch die D/ST der Broncos werden Punkte machen und sind quasi überall verfügbar.

Hinweis: Alle Ownership-Zahlen beziehen sich auf offizielle Fantasy-Ligen bei fantasy.nfl.com!


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