Isiah Pacheco ist der Top-Add auf dem NFL Fantasy Football Waiver Wire für Week 12.
IMAGO / Icon Sportswire

Es war für viele Fantasy-Manager ein frustrierendes Wochenende, waren einige der besten Scorer in Week 11 doch in nicht einmal der Hälfte aller Ligen gerostered. Es zeigt einmal mehr, wie anfällig unsere Vorhersagen Woche für Woche sein können – aber das macht ja genau den Spaß an diesem Spiel aus. In der heutigen Ausgabe werfen wir einen Blick auf zwei potenzielle Breakout-Receiver im Saison-Schlussspurt. Um wen es geht, erfahrt ihr in unserem NFL Fantasy Football Waiver Wire für Week 12.

 

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Meine Overall-Pickup-Liste:

1. Isiah Pacheco
2. Christian Watson
3. Deshaun Watson

 

Quarterback Waiver Wire Week 12

 

Derek Carr, Las Vegas Raiders, 62,3 % rostered

Nach einem enttäuschenden Start in die Saison wurde Carr in vielen Fantasy-Ligen gedroppt, doch der 31-Jährige warf gegen die starke Broncos-Defense für 307 Yards und zwei Scores. Nun spielen die Raiders gegen eine durchaus schlagbare Seahawks-Defense – drei der letzten vier Quarterbacks haben gegen Seattle mindestens zwei Touchdowns erzielt. Das macht Carr zu einem der besten Streaming-QBs der Woche.

Deshaun Watson, Cleveland Browns, 52,2 % rostered

Watson darf nach seiner langen Sperre in Woche 13 zurück aufs Spielfeld und ist bereits seit einer Woche im Training der Browns. Cleveland wird Watson so schnell wie möglich ins Lineup hieven, haben sie doch in der Offseason eine ganze Wagenladung an Picks für den 27-Jährigen nach Houston geschickt. Watson war in jeder seiner ersten drei Saisons ein Top-5-Quarterback aus Fantasy-Sicht. Es gibt keine Garantie, dass er nach wie vor so gut ist, doch alle Teams ohne Elite-QB sollten Watson in jedem Fall bereits diese Woche stashen.

Tiefe Ligen oder Stash: Kenny Pickett, Pittsburgh Steelers, 4,0 % rostered

Seit Woche 4 liegt Pickett in Sachen Laufversuche (29) und Rushing-Yards (165) in den Top 10 der Liga. Das gibt ihm einen soliden Floor. Wie ich bereits letzte Woche geschrieben habe, haben die Steelers einen der leichtesten Rest-Schedules aus Quarterback-Sicht. Damit ist Pickett in sehr tiefen Ligen, vor allem aber in Superflex-Ligen, in den kommenden Wochen auf dem Streaming-Radar.

 

Runningback Waiver Wire Week 12

 

Isiah Pacheco, Kansas City Chiefs, 40,0 % rostered

Pacheco hat das Backfield der Chiefs bereits in den letzten Wochen mehr und mehr von Clyde Edwards-Helaire übernommen, jetzt hat sich CEH im Spiel gegen die Chargers auch noch am Knöchel verletzt. Sollte Edwards-Helaire ausfallen, teilt sich Pacheco nur noch die Snaps mit Jerick McKinnon, falls Kansas City nicht Ronald Jones in den aktiven Roster nimmt. Die Chiefs haben einen der leichtesten Rest-Schedules für Runningbacks aus Fantasy-Sicht, daher ist Pacheco ein potenzieller League-Winner. Holt euch den Rookie überall, wo er noch keinen Owner hat.

Samaje Perine, Cincinnati Bengals, 0,8 % rostered

Starter Joe Mixon zog sich im zweiten Viertel der Partie gegen Pittsburgh eine Gehirnerschütterung zu und kehrte nicht mehr auf das Feld zurück. In seiner Abwesenheit übernahm Perine die Rolle des Workhorse-Backs und zeigte mit zwei Receiving-Touchdowns sein Upside als Three-Down-Spieler. Wie wir bei JuJu Smith-Schuster erst diese Woche gesehen haben, ist es keine Garantie, dass Spieler das Concussion-Protokoll der NFL in nur einer Woche durchlaufen. Fehlt Mixon gegen die Titans, ist Perine für Week 12 ein Usage-based RB2.

Latavius Murray, Denver Broncos, 11,8 % rostered

Die Broncos haben die letzten Wochen stets mit drei aktiven Backs gespielt (Murray, Melvin Gordon und Chase Edmonds), doch jetzt hat sich Edmonds am Knöchel verletzt und wird wohl einige Zeit ausfallen. Gordons Fumble-Probleme zeigten sich zudem einmal mehr an der Goalline, woraufhin Murray die Early-Down-Snaps dominierte (17 Carries). Fällt Edmonds länger aus, ist Murray einen Waiver-Claim wert, da er wohl die wertvollen Goalline-Touches dominieren wird. Mehr als ein RB3 sind aber in der womöglich schwächsten Offense der Liga weder Murray noch Gordon.

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Update: Die Denver Broncos haben Gordon in der Nacht von Montag auf Dienstag entlassen. Edmonds fällt vermutlich für mehrere Wochen aus, daher ist Murray in Week 12 ein Usage-based RB2.

 

Wide Receiver Waiver Wire Week 12

 

Christian Watson, Green Bay Packers, 52,9 % rostered

Watson hat seine Drop-Probleme vom Saisonstart überwunden und entwickelt sich langsam, aber sicher zum wichtigsten Target für Aaron Rodgers. Der Rookie fing in den letzten zwei Spielen fünf Touchdowns und spielte gegen Tennessee die zweite Woche in Folge mindestens 80 Prozent der Snaps. Seine Target-Share von über 25 Prozent ist elitär. Natürlich wird Watson nicht jede Woche mehrere Touchdowns fangen, doch er ist kurz davor, sich als dauerhafter Spieler in der Packers-Offense zu etablieren. Wenn ihr Watson noch auf dem Waiver seht, dann zögert nicht, sondern setzt alles daran, den 23-Jährigen zu holen – denn nur wenige Wideouts haben ein derart hohes Ceiling.

Treylon Burks, Tennessee Titans, 20,6 % rostered

Ein weiterer Rookie-Receiver, der bald seinen Breakout feiern könnte, ist Burks. Der 22-Jährige zeigte gegen die Packers seine beste Saisonleistung (7 Catches, 111 Yards). Ryan Tannehill suchte Burks früh und oft – das macht auch Sinn, suchen die Titans doch verzweifelt nach einem verlässlichen Nummer-1-Target im Passspiel. Burks hat das Potenzial, ähnlich wie A.J. Brown vor ein paar Jahren in der zweiten Saisonhälfte so richtig aufzudrehen. Holt ihn euch diese Woche, bevor es nächsten Dienstag bereits zu spät sein könnte.

Tiefe Ligen oder Stash: Demarcus Robinson, Baltimore Ravens, 0,2 % rostered

Ohne den langzeitverletzten Rashod Bateman zeigte Robinson gegen die Panthers seine beste Receiving-Leistung seit 2019. Er war das klar bevorzugte Target von Lamar Jackson, sah der Routinier doch neun Targets und alle anderen Wideouts zusammen nur zwei. Angesichts von Robinsons Leistungen in den letzten Jahren ist es angemessen, diesen Breakout mit ein wenig Skepsis zu betrachten, doch die Ravens haben einen der besten WR-Schedules in den Fantasy-Playoffs (Falcons und Steelers). Jacksons Lieblings-Receiver, wer auch immer das in Woche 16 und 17 dann ist, hätte League-winning Upside.

 

Tight End Waiver Wire Week 12

 

Juwan Johnson, New Orleans Saints, 14,1 % rostered

Johnson hat in den letzten fünf Wochen fünf Touchdowns erzielt und hat bei 30,8 Prozent seiner Passrouten innerhalb der 10-Yard-Linie ein Target bekommen. Der 26-Jährige hat in diesem Jahr zwar bislang erst einmal mehr als 50 Receiving-Yards geholt, doch gerade im Fantasy-Brachland namens Tight End ist es schwer, einen Spieler zu ignorieren, der eine derart große Rolle in der Redzone hat. Wer keine Elite-Option wie Mark Andrews, Travis Kelce oder T.J. Hockenson hat, sollte Johnson vom Waiver holen.

Logan Thomas, Washington Commanders, 10,0 % rostered

Thomas zeigte gegen die Texans am Sonntag seine beste Leistung in dieser Saison (fünf Catches für 65 Yards – beides Topwerte im Team). Er steht konstant bei knapp 75 Prozent der Snaps auf dem Rasen und hat mit den Falcons und den Giants (2x) in den kommenden Wochen exzellente Matchups. Der Veteran ist einer der besten Streamer in diesem Zeitraum.

Dawson Knox, Buffalo Bills, 63,4 % rostered

Es scheint so, als habe sich Knox endlich eine größere Rolle in der Bills-Offense erarbeiten können, was auch daran liegt, dass Buffalo sein Personell-Package in den letzten Wochen geändert hat. Gegen die Browns legte Knox Saisonbestwerte in Sachen Targets (7), Catches (7) und Receiving-Yards (70) auf. Das Matchup gegen die Lions an Thanksgiving (Donnerstag, 18.30 Uhr) ist exzellent, also holt euch den 26-Jährigen ins Lineup.

 

Defense Watch – Week 12:

 

Indianapolis Colts @ Pittsburgh Steelers, 52,5 % rostered

Die Colts haben in vier aufeinanderfolgenden Spielen weniger als 20 Punkte erlaubt und mindestens zwei Sacks geholt. Steelers-QB Pickett steht bereits bei acht Interceptions und wurde in den letzten zwei Spielen insgesamt zwölfmal gesacked. Die Colts sind die beste Streaming-Defense der Woche.

Kansas City Chiefs @ Los Angeles Rams, 32,0 % rostered

Die Rams geben die meisten Punkte in dieser Saison an gegnerische Quarterbacks ab. Das liegt vor allem an der katastrophalen Offensive Line, die Matthew Stafford nicht beschützen kann. Nun droht Stafford auch noch mit einer Gehirnerschütterung auszufallen. Die Chiefs-Defense hat in Week 12 enormes Upside.

Hinweis: Alle Ownership-Zahlen beziehen sich auf offizielle Fantasy-Ligen bei fantasy.nfl.com!