Drake London kratzt am Must-Start-Status für die restliche Spielzeit.
IMAGO / USA TODAY Network

Die ersten zwei Wochen der Fantasy-Saison liegen im Rückspiegel und noch ist es zu früh, um klare Schlüsse für die Saison zu ziehen. Das gilt sowohl für die Spieler, als auch für euer Roster. Egal, ob ihr brandheiß oder eiskalt in die Saison gestartet seid, ihr müsst am Ball bleiben. Es gibt so wenige Wochen in der NFL-Saison, dass jeder Spieltag enorm wichtig ist. TOUCHDOWN24 hilft euch dabei mit den Fantasy Starts und Sits für NFL Week 3.

 

Quarterback

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Must-Starts: Josh Allen, Jalen Hurts, Justin Herbert (falls active), Patrick Mahomes, Lamar Jackson, Kyler Murray, Joe Burrow

 

Start: Kirk Cousins, Minnesota Vikings (vs. Detroit Lions)

Einmal mehr konnte Cousins in einem Primetime-Spiel nicht überzeugen und ließ viele Fantasy-Manager am Montagabend mit einem sauren Geschmack im Mund zurück. Das Heim-Matchup gegen die anfällige Passdefense der Lions ist aber der ideale „Get-right“-Spot für den 34-Jährigen. Er sollte am Ende der Woche unter den besten zehn Fantasy-Quarterbacks stehen.

Start: Carson Wentz, Washington Commanders (vs. Philadelphia Eagles)

Wentz' Leistungen haben sich im Vergleich zur Vorsaison in Indianapolis nicht wesentlich verbessert, dennoch ist er bis dato der viertbeste Fantasy-Quarterback. Das zeigt uns einmal mehr, dass Fantasy und Real-Life-Football zwei verschiedene Dinge sind. Der 29-Jährige hat ein starkes Waffenarsenal rund um den wiedererstarkten Curtis Samuel und Rookie Jahan Dotson und sollte in einem High-Scoring-Game gegen Philly erneut liefern. Ich werde aber den Gedanken nicht los, dass Wentz der „neue Jameis Winston“ ist – man hofft fast schon, dass er sein Team mit zwei Picks früh in Rückstand bringt. Dann muss das Team viel passen, was Wentz' Fantasy-Zahlen massiv hilft.

Sit: Russell Wilson, Denver Broncos (vs. San Francisco 49ers)

Die Broncos-Offense ist bis dato einfach ein Desaster. Es wurde teilweise so schlimm, dass die Zuschauer in Denver laut die Playclock für ihr eigenes Team mitzählten, damit das Team nicht erneut einen Fehler mit der Uhr macht. Wilson und der neue Head Coach Nathaniel Hackett scheinen noch keinen gemeinsamen Nenner gefunden zu haben, gerade in der Redzone. Gegen die starke defensive Front der Niners würde ich Wilson daher eher auf die Bank setzen, wenn sich eine Alternative wie Wentz oder Cousins auf dem Waiver findet.

Sit: Tom Brady, Tampa Bay Buccaneers (vs. Green Bay Packers)

Der GOAT auf die Bank - wie könnte das jemals schiefgehen, richtig? Nun, Brady hatte bereits gegen die Saints massiv mit dem Verlust fast aller offensiven Waffen (Chris Godwin, Julio Jones und Co.) zu kämpfen und trifft nun auf eine auf dem Papier noch bessere Defense der Packers. Zudem wird Mike Evans das Spiel nach seinem Faustkampf mit Marshon Lattimore gesperrt verpassen. Solche Umstände kann selbst der beste Quarterback aller Zeiten nicht immer überkommen.

 

Runningback

 

Must-Starts: Jonathan Taylor, Saquon Barkley, Christian McCaffrey, Nick Chubb, Dalvin Cook, Joe Mixon, Derrick Henry, Austin Ekeler, D'Andre Swift, Najee Harris, Leonard Fournette, Aaron Jones, Antonio Gibson, Alvin Kamara (falls active), Javonte Williams

 

Start: Jeff Wilson Jr., San Francisco 49ers (@ Denver Broncos)

Nachdem es in der Vorwoche bereits Elijah Mitchell erwischt hat, gesellen sich mit Quarterback Trey Lance und Rookie-Back Tyrion Davis-Price nun zwei weitere lauffreudige Spieler ins 49ers-Lazarett. Damit hat Wilson das Backfield quasi für sich, auch wenn die Niners unter der Woche Marlon Mack in den Practice Squad aufnahmen. Mit Jimmy G wird San Francisco wieder mehr zum Spielstil des Vorjahres wechseln, was Wilson ebenfalls hilft. Ja, Deebo Samuel wird einige Carries bekommen, doch Wilson ist bis auf Weiteres ein solider RB2.

Start: Kareem Hunt, Cleveland Browns (vs. Pittsburgh Steelers)

Die vergangene Woche war ein Nick-Chubb-Fest, doch die tieferen Metriken zeigen uns, dass sich an der Usage der beiden Browns-Backs im Vergleich zu Week 1 nicht viel geändert hat. Chubb bekommt den Großteil der Carries, doch Hunt dominiert den Two-Minute-Drill und steht in klaren Passsituationen auf dem Feld. Die beiden Backs sollten in Fantasy-Rankings deutlich näher beieinanderstehen, als sie es derzeit bei vielen Experten tun. Denkt nicht lange darüber nach, sondern startet als Hunt als Low-End-RB2 gegen die Steelers am Donnerstagabend.

Sit: Chase Edmonds und Raheem Mostert, Miami Dolphins (vs. Buffalo Bills)

In Woche 1 sah es so aus, als habe Edmonds das Backfield der Dolphins im Griff, doch dann kam Head Coach Mike McDaniels wohl auf andere Gedanken und verschaffte Mostert gegen die Ravens eine Feature-Rolle. Das Hin und Her ist ein wenig frustrierend, da der Starting-Back in der plötzlich explosiven Fins-Offense durchaus Fantasy-Value hätte. Doch wer weiß schon, wer es nächstes Mal sein wird? Sowohl Edmonds als auch Mostert sind im harten Matchup mit der vielleicht besten Defense der Liga nur RB3s.

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Sit: Melvin Gordon, Denver Broncos (vs. San Francisco 49ers)

Langsam entwickelt sich das Broncos-Backfield zu dem 70-30-Split, den sich Owner von Javonte Williams vor der Saison erhofft haben. Wir sind noch nicht ganz an diesem Punkt angelangt (65 Prozent Snaps für Williams in Week 2), doch Gordon hat in jeder relevanten Metrik (gelaufene Passrouten, Targets und Carries) auf Williams eingebüßt. Williams ist zudem der deutlich explosivere und schlichtweg der bessere der beiden Backs. Das macht es schwer, Gordon gegen die Niners-Front höher als einen Low-End-RB3 einzustufen.

 

Wide Receiver

 

Must-Starts: Cooper Kupp, Justin Jefferson, Stefon Diggs, Davante Adams, Ja'Marr Chase, Tyreek Hill, Deebo Samuel, A.J. Brown, Amon-Ra St. Brown, Jaylen Waddle, Michael Pittman (falls active), Mike Williams, Courtland Sutton, Michael Thomas, Tee Higgins, Christian Kirk, Gabriel Davis (falls active)

 

Start: Drake London, Atlanta Falcons (@ Seattle Seahawks)

Das einzige, was London derzeit noch aus dem Must-Start-Bereich heraushält, ist der lauflastige Stil der Falcons-Offense. Alle anderen Metriken sind in Bezug auf den Rookie erste Sahne: Er führt alle Falcons-Spieler nach zwei Wochen in Target-Share (32 Prozent) und Air-Yards (38 Prozent) an, und profitiert von der Aufmerksamkeit, die gegnerische Defenses Kyle Pitts gewähren müssen. Zeigt London gegen die Seahawks erneut seine Klasse, ist er für mich ein klarer WR2. Derzeit müssen wir ihn noch vorsichtig als WR3 mit Upside behandeln.

Start: Brandon Aiyuk, San Francisco 49ers (@ Denver Broncos)

Mit dem Wechsel von Trey Lance auf Jimmy Garoppolo wurde auch Aiyuk neues Leben eingehaucht. Seine Target-Share stieg mit dem alten neuen Quarterback der Niners auf 33 Prozent (von 8 Prozent in Woche 1) und er führt die Niners über die Saison hinweg in Sachen Air Yards an (mit 47 Prozent!). Falls George Kittle gegen Denver erneut fehlt, ist Aiyuk ein klarer WR2. Selbst mit Kittle gibt es diese Woche wenige Flex-Plays mit mehr Upside.

Sit: Marquise Brown, Arizona Cardinals (vs. Los Angeles Rams)

Die Cardinals-Offense hat ihren Rhythmus noch nicht gefunden und jetzt erwartet Brown ein Matchup mit Jalen Ramsey. Ramsey wurde in Week 1 zwar von Stefon Diggs entzaubert, doch der mehrmalige Pro-Bowler ist nach wie vor einer der besten Shadow-Corner der Liga (auch wenn er nicht immer komplett einem Receiver über das Feld folgt). Hollywood ist nicht zwingend ein Sit in allen Ligen, doch wenn ihr bessere Optionen hat, würde ich Brown diese Woche auf der Bank lassen. Er ist für mich nur ein WR3.

Sit: D.K. Metcalf, Seattle Seahawks (vs. Atlanta Falcons)

Metcalfs Saison verläuft bislang alles andere als optimal, auch wenn er die Seahawks in Air Yards anführt. Nun droht zudem das Matchup mit Atlantas Top-Corner A.J. Terrell, der im Vorjahr einer der besten Shadow-Cornerbacks der Liga war. Für Metcalf gilt Ähnliches wie für Hollywood Brown: Viele Manager werden keine passende Alternative haben, doch die Erwartungen sollten zumindest zurückgeschraubt werden. Auch Metcalf ist für mich nur in der WR3-Range.

 

Tight End

 

Must-Starts: Travis Kelce, Mark Andrews, Darren Waller, Kyle Pitts, Dallas Goedert, George Kittle (falls active), Tyler Higbee, Zach Ertz

 

Start: Logan Thomas, Washington Commanders (vs. Philadelphia Eagles)

Die Commanders-Offense ist über die ersten beiden Wochen eine der passfreudigsten der Liga, wovon auch Thomas profitiert hat. Wie einst mit Zach Ertz hat Carson Wentz auch mit Thomas schnell eine gute Chemie aufgebaut, was ihn zu einem Streamer in guten Matchups macht. Die potenzielle High-Scoring-Partie gegen die Eagles ist so ein Matchup.

Start: Tyler Conklin, New York Jets (vs. Cincinnati Bengals)

Conklin ist die Utilization-Überraschung der ersten beiden Wochen. Kein Tight End lief mehr Passrouten als der 27-Jährige (91) und Conklin hat jetzt zwei Top-12-Finishes in Folge geliefert. Damit ist Conklin im Brachland, das wir Fantasy-Spieler Tight End nennen, zumindest einmal auf dem Streamer-Radar – wenn nicht sogar mehr.

Sit: Mike Gesicki, Miami Dolphins (vs. Buffalo Bills)

Schauen wir mal, wie viele Fantasy-Manager auf die Spike-Week von Gesicki überreagieren. Gesicki läuft nach wie vor nur 60 Prozent aller Passrouten (gute Tight Ends sind bei 80+ Prozent), was auf Dauer zu wenig ist, um in einer Offense mit Tyreek Hill und Jaylen Waddle einen Impact zu machen. Und ob ihr es mir glaubt oder nicht: Tua wird nicht jede Woche für fast 500 Yards und sechs Touchdowns werfen. Lasst Gesicki auf dem Waiver Wire.

Sit: Cole Kmet, Chicago Bears (vs. Houston Texans)

Anders als bei Gesicki ist die Situation von Kmet, der in Woche 2 bei 88 Prozent aller Passspielzüge eine Route lief, in Week 1 waren es immerhin 71 Prozent. Das resultierte bislang in mickrigen zwei Targets von Justin Fields. Diese Passoffense ist derzeit so miserabel, dass ihr schlichtweg keinen Bears-Receiver aufstellen könnt – das gilt auch für Kmet. Vielleicht bessert sich die Situation in Zukunft, darauf wetten würde ich aber nicht.