Darrell Henderson (l.) ist das Top-Target auf dem Fantasy Football Waiver Wire für Week 2.
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Woche 2 ist auf Waiver-Wire-Sicht die wichtigste Football-Woche im ganzen Jahr. Das liegt schlicht und einfach daran, dass es die erste Woche nach dem Saisonstart ist und wir eine Menge über die verschiedenen Teams und Spieler gelernt haben. Es ist wichtig, nicht zu lange an den Grundsätzen der letzten Saison hängenzubleiben, sondern aggressiv potenzielle Breakout-Stars anzuvisieren. Um welche Spieler es dabei nach Woche 1 geht, erfahrt ihr in der ersten Ausgabe unseres Fantasy Football Waiver Wires für 2022.

 

Meine Overall-Pickup-Liste:

1. Darrell Henderson
2. Josh Palmer
3. Tyler Higbee

Quarterback Waiver Wire Week 2

 

Carson Wentz, Washington Commanders, 3,2 % rostered

Wentz brachte 27 seiner 41 Passversuche an den Mann, warf für vier Touchdowns und beendete das Wochenende als einer der besten Fantasy-Quarterbacks ligaweit. Natürlich ist eine Woche eine kleine Sample-Size und Wentz hatte auch einige grauenhafte Würfe, doch wenn ihr mit der Performance eures Backup-QBs nicht zufrieden seid, ist Wentz zumindest einen Versuch wert. Er hat die Waffen um sich herum, um gute Matchups wie das gegen die Lions in Woche 2 auszunutzen.

Jameis Winston, New Orleans Saints, 30,8 % rostered

Die beste Nachricht für Winstons Fantasy-Outlook ist: Michael Thomas scheint wieder vollkommen fit zu sein. Gegen die Falcons hatte Winston ein durchwachsenes Spiel (23/34, 269 Yards, 2 TDs), doch er wird immer wieder Spike-Wochen haben, solange Thomas er selbst ist und sich Rookie Chris Olave im Jahresverlauf steigert. Das macht Winston zu einem erstklassigen Backup-Quarterback mit Streamer-Appeal.

Tiefe Ligen oder Stash: Cooper Rush, Dallas Cowboys, 0,1 % rostered

Lange hat es nicht gedauert, bis sich die ersten Stars in der neuen Saison verletzt haben. Das große Aushängeschild an der Verletzungsfront ist natürlich Dak Prescott, der an seinem Daumen wohl eine OP benötigt und mehrere Wochen ausfallen wird. Das bringt Rush auf den Superflex-Radar, wo jeder Quarterback gerostered werden sollte. In normalen 12-Team-Ligen könnt ihr den 28-Jährigen auf dem Waiver lassen, nur in tieferen Ligen ist er einen Versuch wert.

https://twitter.com/AdamSchefter/status/1569290476527980545

Runningback Waiver Wire Week 2

 

Darrell Henderson, Los Angeles Rams, 30,9 % rostered

McVay und seine Runningbacks: Es ist eine Neverending-Story, die Fantasy-Manager schon oft zur Weißglut getrieben hat. Wenn ihr auf meinen Tipp gehört und Cam Akers am Wochenende auf die Bank verbannt habt, dann Glückwunsch. Doch nicht einmal die besten Fantasy-Experten haben vorhergesehen, dass Henderson das Rams-Backfield derart dominieren würde. Stand heute müssen wir Henderson als klaren Starter betrachten und der hat in dieser Offense natürlich massiven Fantasy-Appeal – zumindest so lange, bis uns McVay das nächste Fragezeichen ins Gesicht zaubert.

Jaylen Warren, Pittsburgh Steelers, 0,4 % rostered

Najee Harris hat sich ersten Berichten zufolge nur leicht am Knöchel verletzt, sollte aber mindestens zwei bis drei Wochen ausfallen – mit der Chance darauf, dass sich die Verletzung über die ganze Saison immer wieder meldet. Wie für Mike Tomlins Runningbacks üblich übernahm Warren Harris' Rolle fast eins zu eins. Die Offensive Line der Steelers hat nach wie vor massive Probleme im Run-Blocking, doch Warren sollte über die nächsten Wochen Flex-Value liefern und ist auch sonst ein guter Handcuff-Stash.

https://twitter.com/JennaHarner11/status/1569146166591295489

Tiefe Ligen oder Stash: Rex Burkhead, Houston Texans, 2,1 % rostered

Der Hype rund um Rookie-Runningback Dameon Pierce dürfte den ein oder anderen Fantasy-Manager in dieser Woche eingeholt haben, war es doch Burkhead, der die Snaps gegen Indianapolis dominierte – sowohl bei den Early-Downs als auch in klaren Passsituationen. Pierces Rolle sollte bei First und Second Down im Saisonverlauf zunehmen, doch Burkhead ist eindeutig der bevorzugte Mann bei Passing-Downs. Das wird den Routinier in PPR-Ligen wohl das ganze Jahr über zu einem Flex-Play mit solidem Floor machen. Auch wenn das Upside ehrlich gesagt nicht wirklich vorhanden ist.

Wide Receiver Waiver Wire Week 2

 

Josh Palmer, Los Angeles Chargers, 2,8 % rostered

Superstar Keenan Allen musste das Divisionsduell gegen die Raiders mit einer Oberschenkelverletzung verlassen. Derzeit ist noch unklar, wie lange Allen ausfallen wird, von einer Woche bis drei Monate ist alles möglich. Fakt ist, in Allens Abwesenheiten stand Palmer bei fast allen 2WR-Sets auf dem Feld. Das potenzielle Upside eines Spielers mit einer Vollzeitrolle in einer Offense von Justin Herbert macht Palmer zum besten Receiver-Pickup dieser Woche. Und selbst wenn Allen in Week 2 schon wieder spielen würde, ist Palmer aufgrund seiner klaren Rolle als Nr. 3 hinter Allen und Mike Williams einen Roster-Spot wert.

https://twitter.com/PFF_Mario/status/1569076463986683904

Jahan Dotson und Curtis Samuel, Washington Commanders, 6,5 / 4,0 % rostered

Sowohl Dotson als auch Samuel hatten erstklassige Saisonstarts und könnten in der Commanders-Offense noch für einige Furore sorgen. Das einzige Problem ist, dass Washington auch noch Terry McLaurin und den wieder fitten Tight End Logan Thomas als Optionen hat – und Carson Wentz wird nicht jede Woche vier Touchdowns werfen. Als Fantasy-Manager müssen wir darauf hoffen, dass sich zwei oder drei klare Optionen herauskristallisieren. Dann solltet ihr aber eine dieser Optionen bereits im Kader haben.

Tiefe Ligen oder Stash: Christian Watson, Green Bay Packers, 6,7 % rostered

Watsons NFL-Debüt hätte für ihn zu einem Traumstart werden können, doch der Rookie ließ einen perfekt geworfenen Deep-Ball von Aaron Rodgers durch die Finger gleiten. Dennoch: Watsons Usage gegen die Vikings war erstaunlich. Die meisten Experten gingen davon aus, dass Sammy Watkins und Randall Cobb die Snaps dominieren würden, doch Watson hatte die zweitmeisten Snaps am Wochenende. Er und sein Rookie-Kollege Romeo Doubs könnten noch große Rollen in dieser Saison spielen.

Tight End Waiver Wire Week 2

 

Tyler Higbee, Los Angeles Rams, 74,3 % rostered

Kein Tight End hat in Woche 1 mehr Targets gesehen als Higbee (9). Der 29-Jährige ließ am Donnerstagabend zwar zwei Bälle fallen, doch hatte in der Vergangenheit immer recht sichere Hände – das sollte also kein dauerhaftes Problem werden. Higbee hielt sich in den vergangenen Jahren stets irgendwo im Dunstkreis der TE1/TE2-Grenze auf und sollte auch 2022 wieder ein solider Starter mit Spike-Wochen und Down-Wochen sein. Gut genug für alle, die keine Premium-Lösung wie Travis Kelce oder Mark Andrews bekommen haben.

Gerald Everett, Los Angeles Chargers, 59,4 % rostered

Everett ist der Starting-Tight-End in einer der besten Offenses der Liga. Alleine das reicht aus, um ihn zu einem Fantasy-Starter zu machen. Er lief am Wochenende bei 23 von 34 möglichen Spielzügen eine Passroute und ist, wie wir gesehen haben, ein Target für Justin Herbert in der Endzone. Nun fällt auch noch Keenan Allen aus, was Everett in den kommenden Spielen noch mehr Value geben sollte.

Tiefe Ligen oder Stash: Juwan Johnson, New Orleans Saints, 0,1 % rostered

Johnson war die klare Nummer Eins der Saints am Wochenende und lief bei 80 Prozent aller Passspielzüge eine Passroute. Zwar bekam Johnson nur drei Targets, doch er sollte in den kommenden Wochen eine größere Rolle einnehmen, gerade in der Red Zone. Sein potenzieller Konkurrent Adam Trautman wurde fast ausschließlich als Blocker genutzt und ist daher nicht Fantasy-relevant.

Defense Watch – Week 2:

 

Cleveland Browns vs. New York Jets, 15,4 % rostered

Habt ihr mitbekommen, dass Joe Flacco für die Jets startet? Eben. „Elite Joe“ wurde bereits am Sonntag dreimal gesacked und leistete sich eine Interception. Gegen die Browns mit Superstar Myles Garrett wird das nicht besser werden.

Cincinnati Bengals @ Dallas Cowboys, 11,0 % rostered

Jede Defense, die gegen einen Backup-Quarterback und eine schwächelnde Offense spielt, ist ein klarer Fantasy-Starter. Die Bengals werden Cooper Rush stetig unter Druck setzen und sollten das eine oder andere Mal den Ball erobern.

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