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NFL - National Football League

NFL Rookie des Jahres 2023

Cornerback Sauce Gardner gewann 2022 den Defensive Rookie of the Year Award. Credit: Imago Images / USA Today / Vincent Carchietta

Wer wird Rookie des Jahres 2023? Für Draft Nerds, wie mich, ist das in jedem Jahr eine spannende Frage, um zu beurteilen, wer mit dem größten Talent den besten Landing Spot in der NFL erwischt hat und damit für den schnellsten Einfluss auf das Spiel seines Teams und der gesamten Liga sorgen kann. Zuletzt gewannen zwei Wide Receiver nacheinander den Offensive Rookie of the Year. Bei den Defensive Playern sicherte sich im Vorjahr Sauce Gardner als Cornerback die begehrte Auszeichnung. 

Doch in diesem Jahr erwarte ich, dass in der Defense wieder Sacks und Pressures eine große Rolle spielen werden. Im Angriff gibt es viele Quarterbacks, die am Thron der Receiver rütteln. Ganz vorn findet sich allerdings ein Runningback. Und dann gibt es noch jeweils einen überraschenden Geheimtipp. 

Offensive Rookie of the Year

Bijan Robinson / Runningback, Atlanta Falcons

Runningbacks hatten in den letzten Jahren überhaupt keine Probleme damit, bereits früh in ihrer Karriere sehr produktiv zu sein. Wir können über den Wert eines Runningbacks streiten, aber nicht darüber, dass Bijan Robinson in nahezu perfekten Umständen aktuell die besten Argumente zum Rookie of the Year hat. 

Head Coach Arthur Smith wird seinen starken Runningback mit Carries und Pässen füttern. Robinson wird es in vielen Yards und Touchdowns zurückzahlen. Einzig der fehlende mannschaftliche Erfolg, sofern die Atlanta Falcons keine überzeugende Saison spielen, könnte seine Ansprüche gefährden. 

Bryce Young / Quarterback, Carolina Panthers

Ähnliches gilt allerdings auch für alle Quarterbacks, die sich unter die Kandidaten zum Offensive Rookie of the Year mischen. Bryce Young galt lange Zeit als klarer First Overall Draftpick. Doch wenn seine besten Anspielstationen Hayden Hurst und Adam Thielen heißen, wird es für ihn gar nicht so leicht, bereits im ersten Jahr den hohen Erwartungen zu entsprechen. Schafft er es trotz dieser widrigen Umstände, muss Young aber als heißester Anwärter genannt werden. 

Anthony Richardson / Quarterback, Indianapolis Colts

Vor wenigen Tagen verkündeten die Indianapolis Colts, dass ihr Quarterback Anthony Richardson als Starter in die Saison gehen wird. Sein Potential ist unbeschreiblich hoch. Bei seiner Athletik könnte Richardson als Rookie die NFL in einer Form erobern, wie es zuletzt 2012 Robert Griffin “RG3” gelang. Doch auch Richardson benötigt dazu eigentlich ein besseres Team, damit er das schaffen kann. 

C.J. Stroud / Quarterback, Houston Texans

Was es aus der bisherigen Vorbereitung über C.J. Stroud alles zu berichten gibt, klingt nicht allzu rosig. Doch die Vorbereitung ist dazu da, um das Team kennenzulernen und für die Offense einen Rhythmus zu finden. Ein weniger athletischer Quarterback, der von solchen Dingen abhängiger ist, benötigt da eine längere Eingewöhnungszeit. Abschreiben sollte man Stroud deshalb noch lange nicht. 

Geheimtipp: Dalton Kincaid / Tight End, Buffalo Bills

Doch bei allen Kandidaten gibt es leichte Fragezeichen. Weshalb die Frage zulässig ist, ob am Ende nicht ein Angreifer den Rookie of the Year Award erhalten sollte, der auch in den Playoffs steht. Damit kommen wir dann auch zu meinem Geheimtipp. 

Noch nie verlieh die Associated Press einem Tight End den Rookie of the Year Award. Dalton Kincaid kann dies ändern. Sein Team sucht seit langem ein athletisches und großes Ziel für Quarterback Josh Allen und bei allem, was es aus dem Trainings Camp der Buffalo Bills zu berichten gibt, scheinen sie es in ihrem Firstrounder gefunden zu haben. Kincaid hat noch nie mit einem so starken Quarterback zusammen gespielt und könnte am Ende tatsächlich an seinen Konkurrenten vorbeiziehen. Dazu muss er aber erstmal seine eigenen Teamkollegen im Kampf um Targets und Spielzeit ausstechen. 

Defensive Rookie of the Year

Will Anderson / Defensive End, Houston Texans

Die Houston Texans schicken sowohl einen Angreifer als auch einen Verteidiger in beide Rennen um den Rookie of the Year Award. Kaum verwunderlich, schließlich drafteten sie an zweiter und dritter Stelle. 

Will Anderson ist ein sofortiger und vollwertiger Starter, der gegen den Lauf und den Pass einen erheblichen Anteil auf den Spielverlauf ausüben kann. Er ist im letzten Jahr noch einmal ein ganzes Stück gereift und es gibt keinen Zweifel daran, dass er in der AFC South auf Quarterback-Jagd gehen kann. Erzielt er zweistellige Sackzahlen, was ihm durchaus zuzutrauen ist, wird Anderson Defensive Rookie des Jahres 2023. 

Jalen Carter / Defensive Tackle, Philadelphia Eagles

Es gab vor dem Draft Anschuldigungen bezüglich einer Fahrerflucht während seiner College-Zeit und Jalen Carter konnte diese noch nicht vollständig ausräumen. Glücklicherweise ist er im Draft in einem Umfeld gelandet, dass ihn vor äußeren Einflüssen weitestgehend abschotten kann. Bei den Philadelphia Eagles kann sich der Defensive Tackle voll und ganz auf seine Rolle auf dem Feld konzentrieren. 

Gelingt ihm das, hat er am ehesten das Talent, Will Anderson Paroli zu bieten. Die Eagles haben eine herausragende Defense und neben alten Teamkollegen wird sich Carter schnellstmöglich zurechtfinden. Carter birgt weiterhin ein gewisses Risiko. Aber im Grunde ist alles bereitet, um als Rookie sofort richtig durchzustarten. 

Tyree Wilson / Defensive End, Las Vegas Raiders

Kurz vor dem Draft waren sich viele nicht mehr sicher, ob Tyree Wilson nicht sogar als bester Defender seiner Draftklasse gelten sollte. Sein Entwicklungspotential sei noch einmal größer als das von Will Anderson. 

Es beschreibt jedoch, an welchem Punkt seiner Entwicklung Wilson aktuell steht. Er muss noch einiges lernen, um mehr Spielanteile zu erhalten. Dafür hat er jedoch einen der besten NFL-Pass-Rusher in Maxx Crosby als Mentor an seiner Seite und der wird ihm anfangs auch viele Double Teams abnehmen. Mehr Freiheiten damit für Wilson, die er in Sachen Produktivität vielleicht nutzen kann. 

Devon Witherspoon / Cornerback, Seattle Seahawks

Viele Cornerbacks benötigen eine gewisse Eingewöhnungszeit und das sei ihnen auch, trotz des letztjährigen Aufstiegs von Sauce Gardner, gegönnt. Wenn jedoch erneut ein Cornerback zum Rookie of the Year ernannt werden kann, dann Devon Witherspoon. Kein effektiver Manndecker kommt so ausgereift vom College in die NFL. An der University of Illinois stellte er außerdem seine Fähigkeiten als Playmaker bereits unter Beweis. Es wäre aber überraschend. Denn gleichzeitig würden die Seahawks mit Witherspoon zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Defensive Rookie stellen. 

Geheimtipp: Will McDonald / Defensive End, New York Jets

Ein Novum wäre es ebenfalls, wenn ein NFL Team in zwei aufeinanderfolgenden Jahren den Rookie of the Year stellen würde. Die New York Jets haben die Chance auf diese Premiere. 

Will McDonald war in der Preseason des Öfteren in der Nähe des Quarterbacks zu sehen. Eigentlich hatte dem etwas kleineren Pass Rusher kaum jemand einen so frühen Einfluss auf das Spiel zugetraut. Wenn er an seine Leistungen aus der Vorbereitung anknüpfen kann, spielt er in einer hervorragenden Defense und wird die nötige Produktivität auf den Platz bringen, die ein Anwärter auf den Rookie-Award benötigt. 

 

 

Über den/die Autor/in
Philipp Forstner
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