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Nach Kupp und Donald – wer bekommt den nächsten Big Deal?

Nicht nur sportlich top, auch vom Gehalt ganz oben angekommen: Cooper Kupp und Aaron Donald von den Rams Nicht nur sportlich top, auch vom Gehalt ganz oben angekommen: Cooper Kupp und Aaron Donald von den Rams IMAGO / Icon SMI
Bis zum Start der neuen NFL-Saison sind es noch 13 Sonntage. Bis dahin setzt sich TOUCHDOWN24 im “Thema der Woche” mit den brennenden Themen in der NFL auseinander. Heute: Nach Kupp und Donald – wer bekommt den nächsten Big Deal?



Die Los Angeles Rams haben – mal wieder – großes Geld in große Namen investiert. Diesmal ging es für General Manager Les Snead aber darum, vorhandenes Personal an die Franchise zu binden. Und das ist gelungen: Mit Wide Receiver Cooper Kupp und Defensive Tackle Tackle Aaron Donald haben die beiden wichtigsten Spieler für Offense und Defense beim amtierenden Champion verlängert.



Kupp erhielt eine Vertragsverlängerung um drei Jahre, die ihm 80 zusätzliche Millionen US-Dollar einbringt. Damit ist er nun fünf Jahre an die Rams gebunden, erhält in dieser Zeit insgesamt 110 Millionen Dollar, 75 Millionen davon sind garantiert. Donald hatte bereits einige Tage zuvor verlängert. Der NFL-Superstar bleibt ebenfalls weitere drei Jahre und ist mit einem Gehaltsvolumen von bis zu 95 Millionen (65 Millionen als Garantie) der bestbezahlte Nicht-Quarterback der NFL-Geschichte. Beide Spieler hatten am vorangegangenen Titelgewinn der Rams im Saisonverlauf wie auch im Super Bowl enormen Anteil.



Auf Beteiligungen an großen Erfolgen ihrer Teams können weitere Spieler noch nicht zurückblicken, doch für welche Spieler steht in den kommenden Wochen und Monaten ebenfalls ein Big Deal an? TOUCHDOWN24 mit den Top-Five:


Platz 5: Terry McLaurin (Wide Receiver, Washington Commanders)


Der 26-Jährige ist der Nummer-eins-Receiver der Commanders und hat auch im Locker Room enormen Einfluss. Aus Washington ist zu vernehmen, dass die Franchise McLaurin als einen ihrer wichtigsten Akteure des eigenen Teams der nächsten Jahre sieht. Der Drittrundenpick aus dem Jahr 2019 hat im Schnitt Pässe für 1030 Yards bislang gefangen – und das in einer zumeist wackeligen Quarterback-Situation. McLaurin darf auf einen Vertrag jenseits der 25 Millionen US-Dollar jährlich schielen.


Platz 4: Deebo Samuel (Wide Receiver, San Francisco 49ers)


McLaurin ist nicht der einzige Receiver, dessen Vertrag nach der kommenden Saison endet. Auch der vielseitig einsetzbare Deebo Samuel spekuliert auf einen neuen Kontrakt. Wobei “spekulieren“ schon gut ausgedrückt ist, denn Samuel sieht seine Zukunft wohl nicht in San Francisco, das seinerseits sehr gerne mit dem 26-Jährigen verlängern würde. Womöglich sind die Abwanderungsgedanken aber auch nur Geplänkel für einen möglichst hoch dotierten Vertrag. Tendenz: Auch Samuel landet – wo auch immer – bei einem Salär von über 25 Millionen per anno.


Platz 3: Derwin James (Safety, Los Angeles Chargers)


Derwin James gehört mittlerweile zu den besten Safetys der Liga. Das Problem des 25-Jährigen war bislang seine Verletzungsanfälligkeit. 2021 hatte James diese allerdings überwunden und stand in 16 Spielen für die Chargers auf dem Platz. Der Erstrundenpick von 2018 sollte sich an die Lohnspitze der NFL-Safetys setzen, die aktuell noch von Seattles Jamal Adams besetzt wird, der im Schnitt 17,6 Millionen US-Dollar im Jahr einstreicht. Allerdings hofft auch Minkah Fitzpatrick von den Pittsburgh Steelers darauf bestbezahlter NFL-Safety zu werden. Wer als zweites unterschreibt, wird mit dieser Auszeichnung wohl in die nächste Saison gehen.


Platz 2: D. K. Metcalf (Wide Receiver, Seattle Seahawks)


Die Urgewalt auf Wideout hat sich einen Namen gemacht. Technisch ist D.K. Metcalf noch immer kein Elite-Receiver – doch das, was er kann, betreibt er auf Spitzenniveau. Zudem spricht für den 24 Jahre alten Erstrundenpick aus dem 2019er Draft, dass die Seahawks mit Russell Wilson das offensive Gesicht ihrer Franchise verloren haben. Metcalf scheint prädestiniert dafür, um diese Rolle einzunehmen. Die Trade-Gerüchte haben sich zudem bisher nicht verwirklicht. Es sieht so aus, als sollte Metcalf der Receiver sein, der als nächstes einen Rekordvertrag unterschreibt.


Platz 1: Lamar Jackson (Quarterback, Baltimore Ravens)


Klar, kein Gehaltsranking ohne einen Quarterback an der Spitze. Und diese belegt ohne Zweifel Lamar Jackson von den Baltimore Ravens. Jener Quarterback, dessen Spielweise die NFL revolutionieren sollte. Was ihm in seinen ersten beiden NFL-Jahren noch gelungen ist, ist 2020 und 2021 ins Stocken geraten, auch, weil sich die Gegner immer besser auf Jacksons Spielweise einstellten. Doch Jackson ist der Quarterback, der als nächstes seinen dicken Vertrag bekommen wird. Ob es allerdings reichen wird, um Green Bays Aaron Rodgers (50,2 Millionen/Jahr) von ganz oben zu vertreiben? Wahrscheinlich sortiert sich Jackson irgendwo bei 45 Millionen US-Dollar jährlich ein, was ihn hinter Rodgers, Clevelands Deshaun Watson und Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs in die Top-fünf spülen würde.
Markus Schulz

Markus Schulz arbeitet seit 2009 beim Sport-Informations-Dienst in Köln. Seine Leidenschaft für den American Football entdeckte der Familienvater bereits mit elf Jahren während Super Bowl XXIII. 2017 schloss sich Schulz TOUCHDOWN24 zudem als Chefredakteur an. Außerdem hat der gebürtige Mönchengladbacher mehrere Bücher über den US-Sport publiziert und engagiert sich ehrenamtlich als Pressesprecher bei seinem örtlichen Football-Verein Remscheid Amboss.
Twitter: @ELFinsider
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