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NFL - National Football League

Junge Quarterbacks erobern die AFC South

Quarterback C.J. Stroud geht in der NFL für die Houston Texans auf Punktejagd. Credit: Imago Images / USA Today / Thomas Shea

Für die Zukunft scheint die AFC South ziemlich gut auf der Position des Quarterbacks aufgestellt zu sein. Trevor Lawrence hatte ein starkes zweites Jahr bei den Jacksonville Jaguars. Die Houston Texans, Indianapolis Colts und Tennessee Titans hoffen alle, ihren Quarterback für die nächsten Jahre im letzten NFL Draft gefunden zu haben. Die jungen Spielmacher erobern die AFC South. 

Drei der vier ersten Quarterbacks, die im Draft 2023 ausgewählt wurden, spielen in diesem Jahr in der AFC South. Nach C.J. Stroud an zweiter Stelle, sicherten sich die Colts Anthony Richardson an Nummer Vier. Zu Beginn der zweiten Runde holten die Titans dann Will Levis. Damit bildet der Süden nicht nur, wie schon so oft, eine nur schwer vorhersehbare Division in der AFC, sondern auch eine der aufregendsten in Sachen Quarterback-Entwicklung. 

 

AFC South

Die Saison 2023 wird von allen Fans mit Spannung erwartet. Doch in der AFC South werden die Erwartungen, dank vier junger Hoffnungsträger, umso mehr geschürt. Mögen die Kansas City Chiefs, Cincinnati Bengals und Buffalo Bills ihren Patrick Mahomes, Joe Burrow oder Josh Allen bereits gefunden haben, bedeutet dies noch einmal mehr, wie wichtig es für die Konkurrenz ist, einen erstklassigen Quarterback in den eigenen Reihen zu wissen. Die Hoffnung in Stroud, Richardson, Levis und nicht zuletzt Lawrence ist dementsprechend groß. 

 

Houston Texans

Die Houston Texans haben das Projekt Davis Mills nach zwei Jahren für beendet erklärt und direkt noch einen neuen Head Coach installiert. DeMeco Ryans wünscht sich natürliche Führungsspieler auf dem Feld und fand für die Offense im letzten Draft C.J. Stroud. Der junge Quarterback von der Ohio State führte im vergangenen Jahr sein Team bis in die College Playoffs, wo er im Halbfinale dem späteren Champion aus Georgia unterlag. 

Aus einer sauberen Pocket heraus, profitierte er von seinem hohen Spielverständnis. Bereits vor dem Snap machte Stroud häufig seine besten Anspielstationen aus, was allerdings auch nötig war. Denn nach dem Snap frierte er des Öfteren zur Statue ein und zeigte nur wenig Improvisationstalent. Zum Ende der Saison zeigte er sich darin wiederum verbessert. 

In Houston spielt er hinter einer soliden Offensive Line. Die Unterstützung im Receiving Corps ist ebenfalls ordentlich. Generell hat das Team aber Verbesserungspotential im Angriff. Stroud wird demnach nicht sofort von Sieg zu Sieg fahren, kann jedoch ohne großen Erwartungsdruck das Team allmählich für sich einnehmen. Gelingt ihm dies und verbessert er seine Entscheidungsfindung nach dem Snap, können Fans tatsächlich hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Er sollte der Rookie-Quarterback sein, der als erster in der NFL Fuß fasst. 

 

Indianapolis Colts

Wesentlich ungewisser dürfte die Saison von Anthony Richardson bei den Indianapolis Colts aussehen. Auch im fünften Jahr nach Andrew Luck werden Fans nur wenig Stabilität auf der Quarterback-Position erleben. Obwohl es sie gewiss nach den Auftritten von Carson Wentz und zuletzt Matt Ryan danach dürstet. 

Doch gerade der neue Ansatz von Indy, einmal auf einen mobilen und athletischen und vor allem sehr jungen Quarterback zu setzen, ist erfrischend. Der 20-jährige Playmaker Richardson soll zwar bereits weitere Entwicklungsschritte während der Offseason vollzogen haben, doch er wird noch eine ganze Weile brauchen, ehe er Passabläufe mit seinem wahrlich starken Arm und seinen schnellen Beinen kombinieren kann. 

Mit nur 13 College-Starts fehlt Anthony Richardson außerdem die Spielerfahrung, die Stroud bereits für die Texans mitbringt. Die Colts tun daher gut daran, sich länger in Geduld zu üben und das Team um einen jungen Quarterback weiter aufzubauen. Wahrscheinlich gibt es in 2023 mehr Einsätze für Gardner Minshew. Doch jeder Snap von Richardson wird das Potential besitzen, ein Saisonhöhepunkt zu sein. 

 

Jacksonville Jaguars

Trevor Lawrence gewann im letzten Jahr mit den Jacksonville Jaguars die AFC South und anschließend sogar sein erstes Playoff-Spiel. In seinem dritten Jahr will sich Lawrence nicht nur die aufkommende Konkurrenz aus der eigenen Division vom Leib halten, sondern zu Mahomes, Burrow und Allen, den besten Quarterbacks der AFC, aufsteigen. 

Nach einer durchwachsenen Rookie-Saison steigerte sich der Spielmacher im zweiten Jahr mit über 4.000 Passing Yards und 25 Touchdowns zu einem zukünftigen Franchise Player der Jaguars. Obwohl er in den Playoffs während der ersten Hälfte vier Interceptions warf, zeigte der 23-jährige Quarterback außergewöhnlichen Charakter, als er das Spiel gegen die Los Angeles Chargers nach einem 27-0 Rückstand noch drehte. 

Lawrence ist aktuell der größte Hoffnungsträger unter allen NFL Quarterbacks unter 25 Jahren. Um seinem neuen Ruf gerecht zu werden, sollte er weder an einen der Rookies die Krone der AFC South verlieren, noch Rückschritte in der Entwicklung machen. Viele Mitspieler seines Angriffs kehren zurück und mit Calvin Ridley wurde zusätzlich ein junger Receiver verpflichtet, der nach einer längeren Pause nun endlich wieder auf Punktejagd gehen will. Die Jaguars blicken nach vorn und nicht zurück. 

 

Tennessee Titans

Vor dem NFL Draft 2023 prognostizierten viele, Will Levis würde innerhalb der Top Fünf gedraftet werden. Am Ende musste er bis zur zweiten Runde warten, ehe er seinen Namen auf der Bühne vor der Union Station in Kansas City hörte und endlich den Green Room hinter den Kulissen verlassen durfte. 

Auch für die kommende Saison muss sich Levis zunächst hinten anstellen. Ryan Tannehill wird auf Quarterback starten. Doch es liegt am ehemaligen Spielmacher der Kentucky Wildcats, ob es endgültig das letzte Jahr von Tannehill bei den Tennessee Titans wird. 

Mit 1,93 Metern Körpergröße und einem Gewicht von 104 Kilogramm besitzt Levis prototypische Messungen für einen NFL-Quarterback. Die Titans würden sich freuen, lieber früher als später vom soliden Tannehill auf den jungen Hoffnungsträger zu wechseln. Doch Defizite beim Lesen des Spiels und fehlende Genauigkeit sind Probleme, die Levis nicht nur im Draft aus der ersten Reihe fallen ließen, sondern ihn auch noch eine Weile vom Spielfeld fernhalten werden. 

Die Titans werden in einem Jahr des Umbruchs im Laufe der Saison auf den wuchtigen und mobilen Playmaker setzen. Inwiefern der Quarterback für seinen Einsatz gerüstet ist, wird Aufschluss darüber geben, ob Levis ein Franchise Player für die Zukunft sein kann. 

 

Junge Quarterbacks übernehmen die AFC South

Am Ende wird die Qualität des restlichen Teams darüber entscheiden, welche Mannschaft die AFC South gewinnen wird. Vor allem der Pass Rush von Jacksonville um Travon Walker und Josh Allen kann den jungen Rookie-Quarterbacks den Einstieg in die NFL so schwer wie möglich machen. 

Selten gibt es die Gelegenheit, vier junge Spielmacher in einer Division auf dem Feld zu erleben. Am Ende sollte Trevor Lawrence mit den Jaguars die Krone erobern. Wie weit der Abstand zur Konkurrenz wird, sagt aber viel über die Zukunft der Colts, Texans, Titans und auch der Jaguars aus. Die Saison wird aufregend. 


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