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Howie Roseman hat einen Plan für die Eagles

Erfolgreich in die Zukunft: die Philadelphia Eagles Erfolgreich in die Zukunft: die Philadelphia Eagles IMAGO / ZUMA Wire
Noch 22 Sonntage bis zum Saisonstart der 103. NFL-Saison. Im "Thema der Woche" setzt sich TOUCHDOWN24 mit aktuellen Geschehnissen aus der National Football League auseinander. Heute: Howie Roseman hat einen Plan für die Eagles.




How to build a Football-Team. In der NFL sieht man immer wieder, dass Teams genau wissen, wo sie mit ihrem Roster stehen. Selbstverständlich sehen wir in aller Regelmäßigkeit aber auch Mannschaften, die offensichtlich nicht wissen, wo sie stehen. Ein positives Beispiel für eine richtungsweisende Aufbauarbeit sind die Philadelphia Eagles.


Jalen Hurts hat sich Chance verdient


Im Vorjahr hatte Howie Roseman, der General Manager der Philadelphia Eagles, für sein Team zwei weitere Erstrundenpicks für den Draft 2022 ertradet. Mit drei Erstrundenpicks in diesem Jahr waren die Eagles bestens aufgestellt, um vor allem eins tun zu können: Für einen potenziellen Franchise-Quarterback die Picks zusammenzuschnüren und weit nach vorne zu traden.

Zwischenzeitlich sind nur zwei Dinge passiert: Jalen Hurts, der die Eagles im vergangenen Jahr als Starter bis in die Playoffs führte, hat sich weiteres Vertrauen erarbeitet, um auch in der bevorstehenden Saison Starting Quarterback zu sein. Zeitgleich hat sich keiner der Quarterback-Prospects im Draft so in seiner letzten College-Saison präsentiert, dass es sich lohnen würde, nach vorne zu traden. Mutmaßlich bekämen die Eagles auch Mitte der ersten Runde noch die Möglichkeit, einen der besseren Quarterbacks dieses Jahrgangs zu verpflichten. Wahrscheinlich ist das aber unwahrscheinlich.



Da passte auch der Trade der letzten Tage mit den New Orleans Saints bestens ins Bild. Die Eagles haben in diesem Jahr mehr Erstrundenpicks als sie für ihre Pläne benötigen. Das eigentliche Vorhaben für einen potenziellen Top-Quarterback nach vorne zu traden, erhielt Philadelphia sich bereits mit dem Trade, der in diesem Jahr einen Erstrundenpick gen New Orleans sendet, gleichzeitig aber einen zusätzlichen Firstrounder für 2023 generiert.

Und das ist genau richtig. Hurts hat sich seine Chance verdient, auch wenn nur schwerlich vorstellbar ist, dass der 23-Jährige noch zu viel mehr fähig ist, als zu dem, was er in seinem Rookie-Jahr gezeigt hat. Eine durchschnittliche Saison des Quarterbacks würde Roseman alle Argumente geben, um 2023 einen Top-Prospect unter den Spielmachern zu draften. Zudem könnte Hurts dann auch getradet werden, was je nach Saisonverlauf durchaus einen Zweitrundenpick plus einen auf zwei Laterounder geben sollte.



Roseman und die Eagles wissen, was sie tun. Die NFC ist mit den Los Angeles Rams und Tampa Bay Buccaneers in der Spitze so überragend besetzt, die Green Bay Packers nicht zu vergessen, dass Philadelphia in der kommenden Saison nur schwerlich mehr herausholen kann als in der vergangenen Spielzeit. Also wappnet man sich, um nach dem dann vielleicht endgültigen Retirement von Tom Brady und einem Downgrade der Rams angreifen zu können. Die kommenden Jahre der Eagles werden interessant zu beobachten sein.
Markus Schulz

Markus Schulz arbeitet seit 2009 beim Sport-Informations-Dienst in Köln. Seine Leidenschaft für den American Football entdeckte der Familienvater bereits mit elf Jahren während Super Bowl XXIII. 2017 schloss sich Schulz TOUCHDOWN24 zudem als Chefredakteur an. Außerdem hat der gebürtige Mönchengladbacher mehrere Bücher über den US-Sport publiziert und engagiert sich ehrenamtlich als Pressesprecher bei seinem örtlichen Football-Verein Remscheid Amboss.
Twitter: @ELFinsider
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