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Green Bay Packers: Vertrag bei Jaire Alexander verdeutlicht Prioritäten

Interception: Alexander (mit Ball) wird von seinen Kollegen gefeiert Interception: Alexander (mit Ball) wird von seinen Kollegen gefeiert IMAGO / UPI Photo
Noch 16 Sonntage bis zum Saisonstart der 103. NFL-Saison. Im "Thema der Woche" setzt sich TOUCHDOWN24 mit aktuellen Geschehnissen aus der National Football League auseinander. Heute: Green Bay Packers: Vertrag bei Jaire Alexander verdeutlicht Prioritäten.



Einmal mehr wartete Aaron Rodgers beim Draft vergeblich auf einen der Top-Prospects auf der Wide-Receiver-Position. Der Star-Quarterback der Green Bay Packers sah in Linebacker Quay Walker und Defensive Tackle Devonte Wyatt zunächst zwei Defensiv-Spieler in Runde eins in sein Team wandern, ehe mit dem Zweitrundenpick in Christian Watson endlich ein Passempfänger von General Manager Brian Gutekunst ausgewählt wurde. Der Rookie gesellt sich damit zu Sammy Watkins, der als namhaftester Free Agent für die Receiver-Unit verpflichtet wurde.



Nun bekam Jaire Alexander bei den Packers seinen Zahltag. Ein Vierjahresvertrag bei Gutekunst und seinem Front Office 84 Millionen US-Dollar wert. Der Cornerback reiht sich damit in eine Serie von Entscheidungen in Green Bay ein, die verdeutlichen, dass Head Coach Matt LaFleur und die sportliche Leitung offenbar auf die Fähigkeiten Rodgers in der Offense vertrauen und ihm eine Defense zur Seite stellen wollen, die nicht immer allerhöchste Scores von dessen Offense erwarten. Der Verlust von Davante Adams wäre freilich auch durch einen Wide Receiver in Draftrunde eins nicht aufzufangen gewesen.

"Womit gewinnt man Championships", postete auch Preston Smith. Der Outside Linebacker freute sich offenbar, dass mit Alexander einer der besten Cornerbacks der NFL in Green Bay bleibt. Zuvor hatte erselbst schon seinen Vertrag um vier Jahre für 52,5 Millionen verlängert, Cornerback Rasul Douglas (drei Jahre/21 Millionen) und Linebacker De`Vondre Campbell (fünf Jahre/50 Millionen) erhielten als Verteidiger ebenfalls neue Verträge. Mithilfe von Walker und Wyatt sowie Neuzugang Jarran Reed (Defensive Tackle) sollte die Defense in Green Bay nochmal einen Sprung nach vorne machen.


Alexander neuer Rekordverdiener unter den Cornerbacks


Dass sich Gutekunst einiges von seiner Defense erwartet, machte er unlängst deutlich: "Mir gefällt, wie diese Gruppe zusammenwächst. Es ist eine neue Saison und sie müssen die Arbeit, die Zeit, die Chemie und all die Dinge, die damit einhergehen, investieren. Die Erwartungen an diese Gruppe werden hoch sein." Auch wenn man bedenkt, dass in die Verteidigung investierte Top-Picks im Draft in Green Bay nichts Ungewöhnliches sind, spielt womöglich noch ein zweiter Gedanke eine Rolle: Zwar hat auch Rodgers einen neuen Vertrag bei den Packers erhalten, doch wie lange er tatsächlich noch in grün und gelb spielen wird, darüber kann sich niemand sicher sein.

Wann immer dies sein wird, darf Gutekunst aber davon ausgehen, dass er keinen frühen Draftpick für einen Nachfolger zur Verfügung haben wird und die Packers womöglich zum ersten Mal nach den aufeinanderfolgenden Favre-Rodgers-Ären keinen Top-Quarterback haben werden. Umso mehr kommt es dann auch eine potente Defense an. Alexander werden derlei Überlegungen erstmal egal sein. Der 25-Jährige steht mit einem Durchschnittsverdienst von 21 Millionen US-Dollar erstmal an der Spitze aller Cornerbacks der NFL-Geschichte und löst damit Denzel Ward ab, der erst vor wenigen Wochen einen neuen Rekord mit seiner Verlängerung bei den Cleveland Browns aufgestellt hatte.
Markus Schulz

Markus Schulz arbeitet seit 2009 beim Sport-Informations-Dienst in Köln. Seine Leidenschaft für den American Football entdeckte der Familienvater bereits mit elf Jahren während Super Bowl XXIII. 2017 schloss sich Schulz TOUCHDOWN24 zudem als Chefredakteur an. Außerdem hat der gebürtige Mönchengladbacher mehrere Bücher über den US-Sport publiziert und engagiert sich ehrenamtlich als Pressesprecher bei seinem örtlichen Football-Verein Remscheid Amboss.
Twitter: @ELFinsider
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