HEFT #51

Ausgabe NOVEMBER 2021

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Fantasy Football Waiver Wire Week 6 – Kommt der Booker-Breakout?

Devontae Booker ist ein heißer Pickup auf dem Waiver Wire für Week 6 in der NFL. Devontae Booker ist ein heißer Pickup auf dem Waiver Wire für Week 6 in der NFL. IMAGO / Icon SMI
Selten gab es in der NFL ein Wochenende, an dem sich derart viele Starspieler verletzten: Saquon Barkley, Clyde Edwards-Helaire und Damien Harris stehen an der Spitze, doch die Liste ließe sich noch fortsetzen. Für die Teams ist das natürlich ein schwerer Schlag, für eure Fantasy-Team aber möglicherweise eine Chance, die ihr nutzen müsst. Wenn ihr derzeit bei nur einem oder zwei Siegen steht, ist es an der Zeit, aktiv zu werden – wir helfen euch dabei mit unseren Tipps zum Waiver Wire für Week 6 in der NFL.


Meine Overall-Pickup-Liste:

1. Devontae Booker

2. Darrel Williams

3. Kadarius Toney

 

Die „Nur zu Erinnerung“-Liste:

1. Damien Williams

2. Emmanuel Sanders

3. Dawson Knox

Quarterback Waiver Wire Week 6

Trey Lance, San Francisco 49ers, 38,1 % rostered

Lance konnte gegen die Cardinals am Wochenende zwar keinen Touchdown erzielen, lief aber absurde 16 Mal für 89 Yards – darunter mehrere designte Quarterback-Runs. Kyle Shanahan hat offensichtlich kein Problem damit, sich die Dynamik des Rookies zunutze zu machen. Sollte Lance nach der Bye Week der Niners in Woche 6 noch der Starter sein, ist er alleine wegen seines Rushing-Upsides ein klarer QB1. Das ist angesichts der Aussagen von Shanahan nach dem Spiel zwar nicht wahrscheinlich, aber solange Jimmy Garoppolo sich nicht massiv steigert, sollten wir Lance dieses Jahr noch einmal zu Gesicht bekommen.

 

Carson Wentz, Indianapolis Colts, 2,0 % rostered

Wie ausgedünnt das Waiver Wire für Quarterbacks ist, zeigt bereits, dass es Wentz auf unsere Liste schafft. Dennoch: Es ist zwar nicht sexy oder aufregend, aber Wentz hat eines der besten Matchups auf dem Schedule gegen die harmlose Defense der Houston Texans. Das sollte reichen, dass euch der 28-Jährige zumindest einen soliden Floor liefert, auch wenn das Upside zugegebenermaßen nicht wirklich da ist.

 

Tiefe Ligen oder Stash: Taylor Heinicke, 8,7 % rostered

Heinicke zeigte sein bis dato schwächstes Saisonspiel in Woche 5 gegen die New Orleans Saints und hat damit bestätigt, dass er nur als Streamer in guten Matchups aufgestellt werden sollte. Ein solches hat der 28-Jährige nächstes Wochenende, wenn es gegen die löchrige Defense der Kansas City Chiefs geht. Das bringt Heinicke auf den Radar in 12- oder 14-Team-Ligen, in 10-Team-Ligen sollte es aber nach wie vor sicherere Optionen geben.

Runningback Waiver Wire Week 6


Devontae Booker, New York Giants, 0,3 % rostered

Saquon Barkley musste das Spiel gegen die Cowboys mit einer übel aussehenden Knöchelverletzung verlassen, laut Ian Rapoport wird er ziemlich sicher für Woche 6 ausfallen. Das macht seinen Backup Booker zu einem Priority-Add diese Woche. Wir wissen zwar an diesem Punkt in Bookers Karriere, dass er kein herausragendes Talent ist, aber nach Barkleys Ausfall bekam der 29-Jährige 16 Carries und sah vier Targets. Das macht ihn zu einem Volume-based RB2 für die Zeit, die Barkley verpasst.

 

Darrel Williams, Kansas City Chiefs, 1,7 % rostered

Neben Barkley hat es am Sonntag auch Clyde Edwards-Helaire erwischt, der böse auf seinem Knie landete. Wir haben derzeit noch kein klares Update zu CEHs Status, aber es ist mehr als wahrscheinlich, dass er Week 6 gegen Washington verpasst. In diesem Fall würde mit Williams ein fähiger Runner und Pass-Catcher übernehmen. Er sollte gegen die Hauptstädter mit 15 Touches flirten, was ihn in dieser Offense alleine schon zu einem RB2 oder zumindest zu einem Flex-Play macht. Jerick McKinnon könnte zudem ein sneaky Play in tiefen PPR-Ligen sein.

 

Tiefe Ligen oder Stash: Khalil Herbert, 0,5 % rostered

Alle Augen waren in Chicago auf Damien Williams gerichtet, doch mit positivem Gamescript auf seiner Seite erhielt Rookie Herbert gegen die Raiders sogar mehr Carries als der Veteran (18 zu 16). Natürlich wird sich dieses Bild ändern, wenn die Bears nicht das ganze Spiel über führen, doch es ist zumindest eine Erwähnung wert. Herbert ist niemand, den ihr vom Waiver holen und direkt spielen solltet, aber er ist ein solider Bench-Stash in tieferen Ligen.

Wide Receiver Waiver Wire Week 6


Kadarius Toney, New York Giants, 2,3 % rostered

Die Verletztenliste der Giants ist mittlerweile fast schon lächerlich lang. Neben den bereits angeschlagenen Darius Slayton und Sterling Shepard gesellten sich am Sonntag nun auch noch Barkley, Daniel Jones und Kenny Golladay dazu. Damit musste Offensive Coordinator Jason Garrett gezwungenermaßen auf Toney setzen – und der Rookie lieferte mit zehn Catches für 189 Yards und einen Touchdown bei 13 Targets (!) so richtig ab. Toney war einer meiner absoluten Lieblingsspieler im Draft und sollte euch auf jeden Fall einen aggressiven Waiver-Claim wert sein.

 

Marquez Callaway, New Orleans Saints, 17,0 % rostered

Callaway war einer der am meisten gehypten Fantasy-Spieler in der Offseason, hat seine Manager bis dato aber eher enttäuscht. In Woche 5 kamen nun endlich die gewünschten Resultate (vier Catches für 85 Yards und zwei Touchdowns bei fünf Targets), wobei einer von Callaways Touchdown bei einer Hail Mary von Jameis Winston zustande kam. Der 23-Jährige ist dennoch einen Stash wert und könnte nach der Bye Week der Saints in Week 6 ein solider Ersatzspieler für Starspieler auf Bye sein.

 

Tiefe Ligen oder Stash: Josh Gordon, 18,5 % rostered

Ok, um Gordon kommt derzeit wohl keine Fantasy-Kolumne herum, daher gebe ich auch mal meine Meinung dazu ab. Gordon ist längst nicht mehr der Spieler, der einst die Liga im Sturm nahm, hätte aus Fantasy-Sicht aber kaum in einer besseren Situation landen können. Die Chiefs brauchen dringend eine verlässliche dritte Waffe hinter Hill und Kelce und Gordon könnte diese Rolle einnehmen, falls er auf dem Feld bleiben kann (ich weiß, das ist ein großes „falls“). Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ihr einen Platz freihabt, dann holt euch Gordon. Startet ihn aber nicht, bis wir ein klareres Bild davon haben, welche Rolle er in der Chiefs-Offense einnimmt.

Tight End Waiver Wire Week 6


Ricky Seals-Jones, Washington Football Team, 0,1 % rostered

Es scheint so, als habe Seals-Jones die Rolle des derzeit verletzten Logan Thomas einfach 1-zu-1 übernommen. In Woche 5 sah nur Terry McLaurin mehr Targets als RSJ (11 zu 10) und der 26-Jährige lief bei 87 Prozent von Heinickes Dropbacks eine Route – zur Einordnung: Alles über 80 Prozent ist elitäre Usage, die sonst nur die Darren Wallers und Travis Kelces dieser Welt sehen. Das macht RSJ zu einer extrem soliden Option, bis Thomas wieder ins Line-up zurückkehrt.

 

Dan Arnold, Jacksonville Jaguars, 0,6 % rostered

Letzte Woche habe ich Arnold in meiner Waiver-Kolumne noch als Stash empfohlen, doch mittlerweile hat sich der ehemalige Saint als legitimer Starter etabliert. Er sah am Wochenende erneut acht Targets und fing sechs Bälle für 64 Yards. Arnold lief ganze 32 Routes bei einer Quote von 74 Prozent Routes per Dropback. Das ist wie bei Seals-Jones eine Usage, die Fantasy-Manager nicht länger ignorieren dürfen – gerade auf einer Position wie Tight End, wo es kaum ein Dutzend verlässliche Starter gibt.

Defense Watch – Week 6:


Indianapolis Colts vs. Houston Texans, 63 % rostered

Eine einfache Faustregel: Stellt die Defense auf, die am Wochenende gegen die Texans spielt. Das sind in Woche 6 die Colts, die vor zwei Wochen gegen die Dolphins gezeigt haben, dass sie gute Matchups ausnutzen können.

 

Dallas Cowboys @ New England Patriots, 43,1 % rostered

Die Cowboys-Defense hat jetzt in jedem Saisonspiel mindestens einen Turnover forciert und Cornerback Trevon Diggs ist ein früher Kandidat als Defensive Player of the Year. Gegen eine mittelmäßige Patriots-Offense sollte euch „America's Team“ einmal mehr einen soliden Floor geben.

 

Hinweis: Alle Ownership-Zahlen beziehen sich auf offizielle Ligen bei NFL.com.

Daniel Wolf

Daniel Wolf hat Sportjournalismus an der Hochschule Ansbach studiert und dort seine Leidenschaft für das „richtige“ Football entdeckt. Ist seit Andrew Lucks Mega-Playoff-Comeback gegen die Kansas City Chiefs lautstarker Supporter der Indianapolis Colts. Schreibt seit 2018 für TOUCHDOWN24, hauptsächlich im Bereich NFL. Stolzer Vize-Meister der TOUCHDOWN24-Fantasy-Liga.
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