HEFT #51

Ausgabe NOVEMBER 2021

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Fantasy Football Waiver Wire Week 4 - Ist Hubbard ein RB1?

Chuba Hubbard wird für den verletzten Christian McCaffrey in die Bresche springen. Chuba Hubbard wird für den verletzten Christian McCaffrey in die Bresche springen. IMAGO / ZUMA Wire
Jeder NFL-Sonntag schreibt aus Fantasy-Sicht seine eigene Geschichte. Da gibt es die Tage, an denen sich gleich eine Vielzahl an Fantasy-Stars verletzt und Manager auf dem Waiver Wire so richtig aus dem Vollen schöpfen können. Und dann gibt es so Tage wie letzten Sonntag, an denen sich kaum relevante Spieler verletzten und es auch allgemein wenige Breakout-Games gab. Das ist an sich nichts Schlechtes, nur solltet ihr eure Bemühungen auf dem Wire immer daran anpassen, um einen hohen Waiver-Claim nicht allzu leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Doch damit genug des Geplänkels und ab ins Waiver Wire für Ligawoche Nummero 4.



Meine Overall-Pickup-Liste:

1. Chuba Hubbard

2. Emmanuel Sanders

3. Peyton Barber

 

Die „Nur zu Erinnerung“-Liste:

 

1. Rondale Moore

2. Alexander Mattison

3. Justin Fields


Quarterback Waiver Wire Week 4


Sam Darnold, Carolina Panthers, 6,6 % rostered

Darnold ist eine der größten Überraschungen der Saison – sowohl aus Football-Sicht als auch von einem Fantasy-Standpunkt aus. Im Thursday Night Football gegen die Texans konnte Darnold mit zwei Rushing-Touchdowns erneut abliefern. Er hat sich vor mehr als machbaren Matchups gegen die Cowboys, Eagles, Vikings, Giants und Falcons mindestens in den Streamer-Bereich gespielt und sollte ohne den verletzten Christian McCaffrey noch mehr Optionen bekommen.

 

Derek Carr, Las Vegas Raiders, 62,6 % rostered

Ok, Carr hat bereits in mehr als der Hälfte der Ligen auf NFL.com einen Owner, aber dass es immer noch über ein Drittel an Ligen gibt, wo er auf dem Waiver ist, ist kaum zu glauben. Der 30-Jährige spielte über die ersten drei Wochen teilweise wie ein MVP-Kandidat und hat plötzlich eine solide Gruppe an Skill-Spielern um sich. Das Matchup gegen die Chargers in Woche 4 könnte zu einem Shootout werden, was Carr zum Top-Streamer der Woche macht.

 

Tiefe Ligen oder Stash: Trey Lance, 25,3 % rostered

Wie lange bleibt Jimmy Garoppolo noch der Starter bei den 49ers? Coach Kyle Shanahan könnte sich jederzeit dazu entscheiden, Nummer-3-Pick Lance das Vertrauen zu schenken oder – fingers crossed für das Gegenteil – Garoppolo holt sich eine weitere Verletzung. Für diesen Fall solltet ihr Lance schon jetzt auf der Bank stashen, wenn ihr dafür Platz habt. Das Debüt von Justin Fields hat uns zwar gezeigt, dass Rookie-Quarterbacks aus Fantasy-Sicht immer ein gewisses Risiko mit sich tragen – das Upside von Lance in dieser Offense ist aber immens und auf jeden Fall einen Roster-Spot wert.

Runningback Waiver Wire Week 4


Chuba Hubbard, Carolina Panthers, 2,3 % rostered

Es war ein Schreckensmoment für alle Fantasy-Manager, die am Freitag in der Früh aufgewacht sind und neben Christian McCaffreys Name die Zahl „6“ gesehen haben – das waren nämlich seine Fantasy-Punkte, bevor er das Spiel gegen Houston mit einer Oberschenkelverletzung verlassen musste. Das bringt Backup Chuba Hubbard auf den Fantasy-Radar. Der Rookie dominierte die Snaps in McCaffreys Abwesenheit und sollte in den nächsten beiden Wochen gegen die Cowboys und Eagles ein solider RB2 sein.

 

Peyton Barber, Las Vegas Raiders, 0,4 % rostered

Wer dachte, dass Kenyan Drake in der Abwesenheit von Josh Jacobs (Knöchelverletzung) die Snaps im Raiders-Backfield dominieren wird, sah sich in Woche 3 einmal mehr geirrt. Es war stattdessen Barber, der auf über 20 Touches und 100 Yards sowie einen Touchdown kam. Die Raiders geben Barber offensichtlich dieselbe Rolle, wie sie sonst Jacobs in der Offense vorbehalten war. Falls Jacobs gegen die Chargers in Woche 4 zurückkehrt, könnt ihr Barber wieder droppen – doch wenn nicht, gibt es sicherlich schlechtere Flex-Plays.

 

Tiefe Ligen oder Stash: Michael Carter, 52,8 % rostered

Die Jets-Offense ist ein einziges Desaster – schöner kann man es wirklich nicht mehr sagen. Warum also solltet ihr einen wertvollen Roster-Spot an einen Jet verschwenden? Nun, Carter ist ein talentierter Back, der die Early-Down-Snaps gegen die Broncos dominierte. Sollten die Jets irgendwann herausfinden, dass man in der NFL auch Punkte erzielen darf, dürfte der Rookie dabei eine wichtige Rolle spielen – und potenzielle RB2s gibt es eben auch nicht wie Sand am Meer.

Wide Receiver Waiver Wire Week 4


Emmanuel Sanders, Buffalo Bills, 21,4 % rostered

Die einzige Konstante wird das ganze Jahr über Stefon Diggs sein, doch dahinter hat ein zweiter Receiver in der passfreudigen Offense Buffalos massives Potenzial. Das war in Woche 3 Sanders, der seine sechs Targets in fünf Catches und zwei Touchdowns verwandelte. Die Frage ist jetzt: Kann Sanders das auch konstant zeigen? Nun, er spielt zumindest deutlich mehr Snaps als seine direkten Konkurrenten, Cole Beasley und Gabriel Davis. Angesichts seines Upsides sollte Sanders auf jeden Fall einen Spot in Rostern finden und ist derzeit ein solider WR3 – mit riesigem Upside in Plus-Matchups.

 

Hunter Renfrow, Las Vegas Raiders, 3,3 % rostered

Vor der Saison stellten sich Fantasy-Manager die Frage: „Ist Henry Ruggs oder Bryan Edwards der Nummer-1-Receiver in Las Vegas?“ Was, wenn die Antwort auf diese Frage schon immer Renfrow war? Über die ersten drei Wochen ist der Slot-Receiver neben Darren Waller die verlässlichste Option für Derek Carr und in potenziellen Shootouts auf jeden Fall eine Option für die Flex – so zum Beispiel nächste Woche gegen die Chargers.

 

Tiefe Ligen oder Stash: Collin Johnson, 0,0 % rostered

Sterling Shepard und Darius Slayton mussten die Partie der Giants gegen die Falcons mit Oberschenkelproblemen verlassen. Das nutzte Johnson und führte die G-Men in Receptions (5) und Targets (7) an. Sollten Shepard und Slayton die nächsten Wochen gegen die Saints oder Cowboys verpassen, hat Johnson gerade in PPR-Ligen einen hohen Floor. Das macht ihn zu einem attraktiven Flex-Play in 14- oder 16-Team-Ligen.

Tight End Waiver Wire Week 4


Tyler Conklin, Minnesota Vikings, 0,5 % rostered

Vor zwei Wochen hatte ich Conklin noch als Stash in tieferen Ligen empfohlen, mittlerweile hat sich der 26-Jährige auch in 12- und 10-Team-Ligen einen Roster-Spot verdient. Gegen Seattle fing Conklin sieben seiner acht Targets für 70 Yards und einen Score. Kirk Cousins spielt derzeit auf einem hohen Niveau und die Vikings-Defense lässt viele Punkte zu. All das könnte dazu führen, dass auf Conklin in den kommenden Wochen mehr Möglichkeiten zukommen. Das macht ihn für alle TE-streamenden Manager zu einem Priority-Add.

 

Evan Engram, New York Giants, 22,9 % rostered

Engram enttäuschte in seinem Saisondebüt gegen die Falcons (2 Catches, 21 Yards), sah aber immerhin sechs Targets. Hier gilt im Prinzip das Gleiche wie bei Johnson im Wide-Receiver-Segment: Durch den Ausfall von Slayton und Shepard werden in der Giants-Offense Targets verfügbar – einige davon werden an Engram gehen. Er ist kein sexy Play, sollte aber zumindest einen ordentlichen Floor mitbringen.

 

Tiefe Ligen oder Stash: Pat Freiermuth, 2,7 % rostered

Es ist eine frustrierende Situation in Pittsburgh, da Veteran Eric Ebron Freiermuth noch immer Spielzeit wegnimmt. Er lief in Woche 3 signifikant mehr Routes als der Rookie (37 zu 22 laut Pro Football Focus), sah aber weniger Targets (3 zu 5). Freiermuth könnte sich dank seines Talents, die Endzone zu finden, schnell als Starter etablieren, wenn er mehr Spielzeit erhält. Das könnte diese Saison passieren, wird aber wohl noch ein paar Wochen dauern. Dennoch: Einen Stash ist Freiermuth auf jeden Fall jetzt schon wert.

Defense Watch – Week 4:


Green Bay Packers vs. Pittsburgh Steelers, 36,5 % rostered

Ist die Packers-Defense gut? Stand heute wissen wir das noch nicht so genau. Was aber eindeutig ist, sind die Probleme der Steelers-Offense, die ohne Diontae Johnson (Knie) und JuJu Smith-Schuster (Rippen) nicht kleiner werden. Green Bays Defense sollte einen soliden Floor haben.

 

New Orleans Saints vs. New York Giants, 62,6 % rostered

Die Saints-Defense machte Mac Jones in Woche 3 das Leben schwer und bekommt nun ein Heimspiel gegen „Turnover-Machine“ Daniel Jones und die Giants. Holt euch die Saints, wenn sie verfügbar sind, und stellt sie diese Woche direkt auf.


Hinweis: Alle Ownership-Zahlen beziehen sich auf offizielle Ligen bei NFL.com.

Daniel Wolf

Daniel Wolf hat Sportjournalismus an der Hochschule Ansbach studiert und dort seine Leidenschaft für das „richtige“ Football entdeckt. Ist seit Andrew Lucks Mega-Playoff-Comeback gegen die Kansas City Chiefs lautstarker Supporter der Indianapolis Colts. Schreibt seit 2018 für TOUCHDOWN24, hauptsächlich im Bereich NFL. Stolzer Vize-Meister der TOUCHDOWN24-Fantasy-Liga.
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