HEFT #52

Ausgabe DEZEMBER 2021

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Fantasy Football Waiver Wire Week 11 – Der Waiver-Pickup des Jahres?

A.J. Dillon ist der Top-Add auf dem Waiver Wire für Week 11. A.J. Dillon ist der Top-Add auf dem Waiver Wire für Week 11. IMAGO / ZUMA Wire
Week 11 ist für alle Fantasy-Manager, die für ihren Playoff-Push noch dringend Runningback-Hilfe benötigen, exzellent. Auf dem Waiver der meisten Ligen sind gleich drei Optionen verfügbar, die im Schlussspurt der Saison zu Ligagewinnern werden könnten. Wer das ist und was ihr auf anderen Positionen unternehmen könnt, sagen wir euch in unserem Waiver Wire für Week 11 in der NFL.



Meine Overall-Pickup-Liste:

1. A.J. Dillon

2. Rhamondre Stevenson

3. Cam Newton

 

Die „Nur zu Erinnerung“-Liste:

1. Rashod Bateman

2. Elijah Moore

3. Logan Thomas

Quarterback Waiver Wire Week 11


Cam Newton, Carolina Panthers, 16,2 % rostered

Newton stand bei seiner Rückkehr nach Carolina nur für ein paar Snaps auf dem Rasen, zeigte uns mit einem Rushing- und einem Passing-Touchdown aber direkt sein Potenzial aus Fantasy-Sicht. Noch ist nicht klar, ob Newton oder P.J. Walker in Sam Darnolds Abwesenheit gegen Washington starten wird, doch sollte es Newton sein, ist er in einem exzellenten Matchup direkt auf dem Streaming-Radar – mit Potenzial für mehr.

 

Tua Tagovailoa, Miami Dolphins, 33,5 % rostered

Als Tagovailoa am Donnerstagabend für den verletzten Jacoby Brissett ins Spiel kam, zeigte er einige effiziente Pässe und sollte das gegen die Jets in Woche 11 aufrechterhalten können. Die Jets sind zwar statistisch kein herausragendes Matchup für gegnerische Quarterbacks, aber das liegt daran, dass Teams im Blowout-Mode gegen „Gang Green“ öfter auf den Run setzen. Das Spiel zwischen den Jets und Dolphins sollte einigermaßen eng sein, was Tua zu einem soliden Play macht.

 

Tiefe Ligen oder Stash: Trevor Siemian, 0,5 % rostered

Siemian ist eine reine Empfehlung für sehr tiefe Ligen oder Superflex-Ligen, in denen das Waiver Wire für Quarterbacks oft sehr dünn sein kann (schreibt jemand, der in der Vorwoche Baker Mayfield starten musste). Der Routinier spielte gegen die Titans einmal mehr eine gute Partie und dürfte gegen die Eagles am Wochenende einen soliden Floor haben.

Runningback Waiver Wire Week 11


A.J. Dillon, Green Bay Packers, 44,7 % rostered

Ok, ich cheate hier ein wenig, da Dillon in vielen Ligen bereits einen Owner hat. Aber für alle, die ihn noch auf dem Waiver sehen: Unternehmt alles, was ihr könnt, um euch den Sophomore zu holen! Aaron Jones musste das Spiel gegen Seattle mit einer möglicherweise schweren Knieverletzung verlassen, was Dillon zum Workhorse der Packers macht. Der 23-Jährige hat sein massives Potenzial bereits mehrfach angedeutet und ist in Jones' Abwesenheit ein klares Top10-Play in allen Ligen.

Update: Jones fällt laut Berichten aus den USA für eine bis zwei Wochen aus und hat damit das Schlimmste vermieden. Dennoch: Dillon ist für die nächsten beiden Spiele ein Must-Play.

 

Rhamondre Stevenson, New England Patriots, 31,8 % rostered

Stevenson stand bereits letzte Woche an dieser Stelle und war für die Patriots am Wochenende in Abwesenheit von Starter Damien Harris der beste Mann auf dem Platz (20 Carries, 100 Yards, 2 Touchdowns). Sollte Harris wegen seiner Gehirnerschütterung am Donnerstag gegen die Falcons erneut ausfallen, ist Stevenson ein exzellentes Play – doch selbst, wenn Harris aktiv ist, hat Stevenson zumindest Flex-Appeal.

 

D'Onta Foreman, Tennessee Titans, 2,6 % rostered

Nicht Adrian Peterson, sondern Foreman führte das Backfield der Titans am Sonntag an. Zwar konnten weder Peterson noch Foreman viel mit ihren Möglichkeiten machen, doch Foreman sieht wie der bessere der beiden Backs aus. In einem herausragenden Matchup gegen die Texans sind beide auf dem Flex-Radar, doch Foreman hat den sichereren Floor. Peterson braucht Touchdowns, um Fantasy-relevant zu bleiben.

Wide Receiver Waiver Wire Week 11


Marcus Johnson, Tennessee Titans, 0,0 % rostered

Julio Jones ist mit seiner Oberschenkelverletzung mittlerweile auf der Injured-Reserve-Liste gelandet, was am Sonntag den Weg frei machte für Johnson. Der ehemalige Eagles- und Colts-Wideout fing gegen die Saints fünf seiner sechs Targets für 100 Yards und einen Score und dürfte beim Coaching-Staff einen guten Eindruck hinterlassen haben. Als nächstes auf der Liste: Ein Matchup mit der Defense der Houston Texans. Wenn ihr dringend einen Spot-Start auf Receiver braucht, ist Johnson euer Mann.

 

Jamal Agnew, Jacksonville Jaguars, 0,8 % rostered

Agnew ist ganz offiziell ein Receiver, konnte gegen die Colts am Wochenende aber keines seiner fünf Targets fangen. Dafür zeigte er mit drei Rushes für 79 Yards und einen Touchdown, dass er mit dem Ball in seiner Hand brandgefährlich ist. Ohne D.J. Chark scheinen die Jaguars darauf aus zu sein, Agnew jede Woche ein paar designte Touches zu geben. Das macht ihn zu einem High-Upside-Play, ein Floor ist aber nicht wirklich vorhanden.

 

Tiefe Ligen oder Stash: Will Fuller, 31,4 % rostered

Fuller ist derzeit noch auf der Injured-Reserve-Liste, es gibt aber eine Chance, dass er in Woche 11 aufs Feld zurückkehrt. Sollte er tatsächlich aktiv sein, ist er gegen die Jets sofort auf dem Flex-Radar. Doch auch als Stash in tieferen Ligen ist Fuller nicht die schlechteste Wahl, da er im Saisonendspurt für viele Teams das Zünglein an der Waage sein könnte.

Tight End Waiver Wire Week 11


Dan Arnold, Jacksonville Jaguars, 10,5 % rostered

Ich will nicht wie eine kaputte Uhr klingen, indem ich Arnold immer wieder vorschlage, aber der 26-Jährige hat weiterhin nur in knapp jeder zehnten Liga einen Owner. Gegen die Colts sah Arnold erneut sieben Targets – das macht nun vier Spiele in Folge mit mindestens sechs Targets. Er ist in PPR-Ligen ein extrem sicheres Play und hat als erste Anspielstation von Trevor Lawrence durchaus Touchdown-Upside, sollte Jacksonville die Offense zumindest ein wenig in die Spur kriegen.

 

Tyler Conklin, Minnesota Vikings, 18,7 % rostered

Conklin war über die letzten Wochen überraschend produktiv und bekommt nun mit den Packers erneut ein gutes Matchup. Seahawks-TE Gerald Everett sah gegen Green Bay bereits acht Targets, auch Conklin sollte seinen Anteil am Kuchen bekommen. Der 26-Jährige ist ein solides Streamer-Play in einem Spiel, in dem die Vikings vermutlich mehr passen müssen als sonst.

Defense Watch – Week 11:


San Francisco 49ers @ Jacksonville Jaguars, 45,2 % rostered

Die Jaguars erlauben die drittmeisten Fantasy-Punkte gegnerischer Defenses in diesem Jahr und treffen jetzt auf eine Niners-Defense, die zumindest das Potenzial hat, die Schwächen von Trevor Lawrence auszunutzen.

 

Tennessee Titans vs. Houston Texans, 39,6 % rostered

Ihr kennt das Spiel: Die Texans sind aus der Bye-Week zurück und damit wieder das ideale Target für unsere Fantasy-Defenses. Diese Woche sind es die Titans, die in den letzten Wochen einige überraschend starke, defensive Auftritte hingelegt haben.

 

Hinweis: Alle Ownership-Zahlen beziehen sich auf offizielle Ligen bei NFL.com.

Daniel Wolf

Daniel Wolf hat Sportjournalismus an der Hochschule Ansbach studiert und dort seine Leidenschaft für das „richtige“ Football entdeckt. Ist seit Andrew Lucks Mega-Playoff-Comeback gegen die Kansas City Chiefs lautstarker Supporter der Indianapolis Colts. Schreibt seit 2018 für TOUCHDOWN24, hauptsächlich im Bereich NFL. Stolzer Vize-Meister der TOUCHDOWN24-Fantasy-Liga.
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