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Finales Big Board NFL Draft 2022

Mit Cornerback Derek Stingley Jr. gehört erneut ein Talent der LSU Tigers zu den Top Prospects der Draftklasse Mit Cornerback Derek Stingley Jr. gehört erneut ein Talent der LSU Tigers zu den Top Prospects der Draftklasse Imago Images / ZUMA Wire / Charles Baus
Der NFL Draft 2022 steht unmittelbar vor der Tür und hier sind die wichtigsten Spieler zusammengefasst. Das finale Big Board sagt etwas darüber aus, welchen Einfluss @Draft_Nerd Philipp Forstner von den jeweiligen Talenten erwartet.



Zugegeben, in diesem Jahr gibt es nur wenige bis gar keine echte “Blue Chip” Prospects. Die Breite an Startern findet sich hingegen in den Runde Zwei bis Vier und sogar noch darüber hinaus. Deshalb wird in diesem Ranking sicherlich das ein oder andere Talent vermisst. Mein komplettes Top 100 Big Board, sowie Spieleranalysen zu 181 Spielern auf über 200 Seiten bekommst du dafür in meinem Draft Guide, den du noch schnell als ePaper bestellen kannst. 

Top 30 Big Board

1. Aidan Hutchinson / Edge, Michigan

Aidan Hutchinson spielte am College von Outside Linebacker bis Nose Tackle alle Positionen an der Front. Nach seinem Freshman Jahr übernahm er abwechselnd die Rollen der in die NFL abgegangenen Defender Chase Winovich und Rashan Gary. Unvergessen, wie er in seinem ersten Jahr als Starter Iowas Tristan Wirfs und Alabamas Jedrick Wills jeweils eine Lehrstunde erteilte. Heute zählen diese zu den besten Tackles bei den Profis, was allein schon ausreicht, um Hutchinson eine gehörige Reputation zu geben. Pure Dominanz darf von ihm bei den Profis erwartet werden.


2. Charles Cross / Offensive Tackle, Mississippi State

Charles Cross ist ein beeindruckend feiner Techniker, der vielfältige Wege eines Pass Rushers blocken kann. Mit überragender Synchronisation seiner Handtechnik und seiner präzisen und agilen Beinarbeit behält er stets die Kontrolle. Deshalb wird der Redshirt Sophomore bereits nach zwei Jahren am College sofort in der NFL starten. Selbst wenn er für das Run Blocking noch Erfahrungen zu sammeln hat. Immerhin bringt er auch dafür schon jetzt die nötige Bereitschaft und eine enorme Kraftübertragung aus dem Unterkörper mit. Deshalb dürfte er im Laufspiel zügig reifen. 


3. Ikem Ekwonu / Offensive Tackle, NC State

Ikem Ekwonu ist ein aggressiver Big Mauler, der im Run Blocking enorm physisch spielen kann, aber gleichzeitig die Athletik als sicherer Pass Blocker mitbringt. Ausgezeichnet als einer der besten Offensive Tackles am College drückte Ekwonu ab dem ersten Tag an der NC State seiner Offensive Line den Stempel auf. Zwar gibt es noch Fehler in seiner Beinarbeit. Aber dank seines enormen athletischen Profils und seiner puren körperlichen Präsenz, sowie erlernter Handtechniken als ehemaliger Ringer, kann er ab dem ersten Tag in der NFL starten und an seiner Zuverlässigkeit arbeiten. 


4. Kyle Hamilton / Safety, Notre Dame

Kyle Hamilton spielte an der Notre Dame eine vergleichbar vielseitige Rolle wie Isaiah Simmons für Clemson. Der große Unterschied in der Bewertung des variablen Playmakers ist, dass es für ihn jetzt die Blaupause gibt, da NFL Teams sehen, wie solche Spieler am effektivsten agieren können. Es gibt wirklich keinen Bereich im Spiel, in dem der Defensive Back nicht überzeugen konnte. Wenn das sein neues Team zum Vorteil ausnutzt, wird er weiterhin viele Plays am Ball aus unterschiedlichen Positionen machen. Quarterbacks werden vor jedem Snap erst einmal das Feld nach ihm absuchen müssen.


5. Kayvon Thibodeaux / Edge, Oregon

Thibodeaux befindet sich seit seiner ersten Saison weit oben auf den Setzlisten der Scouts, als er im Pac-12 Championship Game auf großer Bühne Tyler Huntley 2,5 mal sackte und für weitere 2,5 Tackles for Loss sorgte. Überwiegend als Speed Rusher deklariert, weil er einen enormen ersten Schritt hat und beim tiefen umkurven der Line weiter zum Quarterback beschleunigt, überzeugt er genauso als fester Anker und Tackler mit enormer Reichweite im Laufspiel. Es wird noch etwas Zeit brauchen, ehe seine Technik aufgeholt hat. Doch Thibodeaux ist bereits mit vielseitigen Pass Rush Moves ausgestattet. 


6. Derek Stingley Jr. / Cornerback, LSU

Derek Stingley Jr. hat sich seine letzte Saison sicherlich anders vorgestellt. Erst verlor der Sohn des ehemaligen NFL Profis Darryl zum Saisonauftakt gegen UCLA und danach brach er sich den Fuß und fiel für den Rest des Jahres aus. Wir wissen noch nicht, wie fit er zurückkommt. Bis zu seiner Verletzung bewegte sich der athletische Cornerback wahnsinnig effektiv, spielte überraschend physisch und liest sogar das Spiel des Gegners. Er kann damit vielseitig in unterschiedlichen Schemata auf allerhöchstem Level spielen und gehört, wenn fit, zu den besten Spielern dieser Draftklasse. 


Erste Lücke nach Top 6 auf dem Big Board


7. Nakobe Dean / Linebacker, Georgia

Nakobe Dean ist zurecht der Butkus Award Gewinner aus der Saison 2021. Der beste College Linebacker spielt mit großartigem Spielverständnis, hoher Geschwindigkeit und Beschleunigung und einer bestechenden Beweglichkeit. Selten verpasst er ein Tackling und wenn, dann nur in Situationen, wo er es sich erlauben kann mehr Risiko zu gehen. In der Regel verteilt er zuverlässig harte Hits. Er erinnert mit seiner Athletik und Entschlossenheit an Baltimore Ravens Patrick Queen, der auch etwas undersized vom College kam, dies aber nie zum Problem in der NFL werden ließ. 


8. George Karlaftis / Edge, Purdue

George Karlaftis liefert der NFL außergewöhnliches Potential und kann sich zu einem elitären Pass Rusher weiterentwickeln, während er bereits eine wichtige Rolle in seiner Defense einnehmen kann. Der physische und ausdauernde Edge Defender dominiert am College seine Matchups bereits seit seinem Freshman Jahr. Aus unterschiedlichen Stances an der Line of Scrimmage kann er künftig mit Speed, Athletik, Power und Technik konstant gewinnen, wobei er letzteres noch verfeinern muss. Selten spielen Defensive Ends so leichtfüßig und sind dennoch in der Lage ihre Pass Rush Moves situativ anzupassen. 


9. Trent McDuffie / Cornerback, Washington

Trent McDuffie ist ein athletischer Cornerback, der mit spritzigen Bewegungen und aggresivem Spiel einen vielseitigen Defender abgibt. Es gibt nicht viele Defensive Backs, die so erfolgreich in Man und Zone Coverages spielen können und gleichzeitig sehr sichere Playmaker gegen den Lauf sind. Im Tackling bringt er auch größere Spieler zu Fall. McDuffie könnte vom Cornerback, über Nickelback, bis zum Safety alle möglichen Rollen in verschiedenen Defensive Schemes einnehmen, was auch seine körperlichen Limitierungen gut kaschieren dürfte und gehört zu den besten Cornerbacks dieser Draftklasse. 


10. Devonte Wyatt / Defensive Line, Georgia

Devonte Wyatt erhält schon deshalb weniger Aufmerksamkeit, weil er neben Jordan Davis spielt. Wyatt holt durch vorausschauendes und kontrolliertes Spiel eine Menge aus sich heraus und ist ein ernstzunehmendes Prospect für die erste Runde. Sicher, Wyatt benötigt einen massiven Mitspieler an seiner Seite, der mehrere Gaps kontrollieren kann. Aber es ist beeindruckend, wie explosiv und gleichzeitig ausdauernd der Defensive Tackle bei jedem Down mit beweglichen und technisch feinen Aktionen innen zum Ball durchkommt. Wyatt ist ein Playmaker, da soll sich niemand etwas vormachen. 


11. Drake London / Wide Receiver, USC

Drake London ist groß, athletisch und ein exzellenter Route Runner, weshalb er als X-Receiver in der ersten Runde gedraftet werden sollte, weil er künftig von Woche zu Woche Mismatches kreieren wird. Der Passempfänger spielt sehr schnell und entfaltet sich auch noch nach dem Catch. Er kann in der NFL in jeder Rolle eingesetzt werden und abwechselnd als vertikale Waffe, im Zentrum oder in Contested Situationen nahe der Seitenlinie und der Red Zone brillieren. Je öfter er dabei die Position wechselt, desto häufiger muss die gegnerische Defense sich für ihn anpassen. 


12. Kaiir Elam / Cornerback, Florida

Kaiir Elam kann in Zukunft in unterschiedlichen Schemata spielen. Er besitzt sowohl die Übersicht für Zone Coverages als auch die Quickness und Physis für Man und Press Man Coverages. Sein aggressives Spiel eignet sich aber am besten für letzteres. Dazu bewies er Toughness, als er von einer Knieverletzung zu Beginn der Saison nach nur drei Wochen zurückkehrte. Der athletische und disziplinierte Cornerback hat eine große Karriere in der NFL vor sich. 


13. Evan Neal / Offensive Tackle, Alabama

Evan Neal bringt in den so wichtigen Pass Protections alles zusammen und bespielt mit außergewöhnlicher Reichweite, Beinarbeit, purer Kraft und hartem Handeinsatz teilweise sogar mehrere Gegenspieler in einem Play. Pass Rusher hatten gegen den Fünf-Sterne Rekrut von der IMG Academy, seitdem er auf Left Tackle gewechselt ist, nichts zu lachen. Selbst wenn er im Oberkörper einmal nicht sauber arbeitet, ist er physisch so präsent, dass er die meisten Matchups dennoch dominiert. Der natürlich veranlagte Offensive Tackle gehört eindeutig zu den besten Spielern dieser Draftklasse. 


14. Jordan Davis / Defensive Line, Georgia

Jordan Davis kann von seinen Fähigkeiten und Anlagen her als Two-, sowie One Gap Defender an der Line of Scrimmage aufgestellt werden. Der Star Verteidiger der Georgia Bulldogs pflegt eine wahre Gewinnermentalität. Schwächen in seinem Spiel hat er jeweils in der Offseason behandelt und weitestgehend abgestellt. Für Defensive Line Coaches ist der “Next Vince Wilfork” sicherlich ein Must Have. Mit Davis kann man gut arbeiten, er besitzt eine großartige Persönlichkeit und hat eine professionelle Einstellung, was ihn insgesamt zu einem klaren Erstrundenpick auszeichnet. 


15. Jermaine Johnson / Edge, Florida State

Johnson bringt die Vielseitigkeit und Produktivität mit, um in der NFL für lange Zeit Starter zu sein. Der Führungsspieler hat nicht nur an seinen eigenen Fähigkeiten gearbeitet, sondern am College auch jüngere Mitspieler unter seine Fittiche genommen. Er geht stets exzellent vorbereitet in seine Matchups und verlässt sich nicht ausschließlich auf seinen puren Speed. Seit einem phänomenalen Senior Bowl ist er für die erste Runde gesetzt. Denn Talent trifft hier auf Produktivität. 2021 erzielte Johnson 70 Tackles, darunter 17,5 for Loss, 11,5 Sacks, zwei Forced Fumbles und zwei Pass Breakups. 


16. Andrew Booth Jr. / Cornerback, Clemson

Andrew Booth Jr. ist wahnsinnig vielseitig und könnte den besten Receivern des Gegners sogar bis in die Slot folgen. Seine Fähigkeiten in Man und Press Man Coverages hat er mehr als bewiesen, fühlt sich aber sichtlich am Wohlsten, wenn er das Spiel vor sich behält. Dabei schöpft der schnelle, agile und gleichzeitig physische Defender sein volles Potential aus, wenn ein neues Team auf seine Vielseitigkeit setzt. Gelegentlich könnte er sogar weiter innen spielen. Im Run Support zeigt er zusätzlich das nötige Engagement. Booth Jr. gehört zu den besten Spielern dieser Draftklasse. 


17. Jameson Williams / Wide Receiver, Alabama

Jameson Williams durchlief die Schule von Brian Hartline an der Ohio State, ehe er nach Alabama wechselte. Dort etablierte sich der Receiver zu einem der explosivsten Passempfänger im College Football. Durchschnittlich 19,9 Yards schaffte er bei seinen 79 Receptions in 2021. Seine Spielgeschwindigkeit ist so außergewöhnlich, dass er weit mehr als ein Gadget Player für das nächste Level ist. Nebenbei kann der vielseitige Wide Receiver noch als Kickoff Returner eingesetzt werden. Wäre da nicht sein jüngst erlittener Kreuzbandriss, Williams würde zu 100 Prozent in Runde Eins gedraftet werden. 


18. Jahan Dotson / Wide Receiver, Penn State

Wer sich von seiner limitierten Körpergröße abschrecken lässt, begeht bei der Bewertung von Jahan Dotson einen großen Fehler. Denn der dynamische Receiver ist nicht nur eine explosive Big Play Maschine, sondern hat bereits bewiesen, dass er die Hauptlast einer Offense auf unterschiedlichen Wegen tragen kann. Der ehemalige Basketballer und einer der besten Sprinter Pennsylvanias löst sich auf natürlichem Weg im Route Running von seinen Gegenspielern, ist gleichzeitig aber mit enorm gutem Timing am Catch Point ausgestattet, weshalb er sehr vielseitig anspielbar und einsetzbar auf dem nächsten Level sein wird. 


19. Travon Walker / Edge, Georgia

Travon Walker gehört zu den technischen Edge Defender, sollte aber sein Repertoire und einige Feinheiten entwickeln, um konstanter zu spielen. Der vielseitige Defensive Lineman gewinnt mit hoher Beweglichkeit und tiefer Körperbeuge im Pass Rush. Wenn er seine Kraft voll in seine Reps überträgt, ist er brandgefährlich. Denn er ist in der Lage, überaus vielseitig, Matchups frontal anzugehen, um dann plötzlich innen oder außen vorbeizuziehen. Dieser unvergleichbare Stil, wird in der NFL ganz sicher gefragt sein. Zumal er von Beginn an jedes Down spielen kann. 


20. Garrett Wilson / Wide Receiver, Ohio State

Garrett Wilson war Teil des wohl besten Receiving Corps im College Football 2021 und ist mit seiner natürlichen Spielgeschwindigkeit und Effektivität im Zentrum ein wirkungsvoller Slot Receiver im NFL Draft 2022. Der dynamische und schnelle Passempfänger explodiert förmlich aus seinen Breaks und erzielt viele Yards nach dem Catch aus mittleren und kurzen Ebenen, darf als sehr athletischer Spieler aber sein Route Running weiter definieren und sich gegen Press Coverages konsequenter durchsetzen. Dann kann er für gegnerische Verteidiger, von denen er sich souverän löst, noch gefährlicher werden. 


Außerhalb der Top 20: Nuancen machen den Unterschied auf dem Big Board


21. Devin Lloyd / Linebacker, Utah

Devin Lloyd ist ein beweglicher Linebacker, der sich stets von herannahenden Blockern lösen kann und häufig einen Weg zum Tackling des Ballträgers findet. Der Team Captain bei den Utah Utes unterstützte dazu als Führungsspieler mit hervorragender Arbeitseinstellung seine Mitspieler, weiter an sich zu arbeiten. Sein künftiges Team wird diese besondere Mentalität an dem ausgezeichneten Defense Playmaker obendrein zu schätzen wissen. Lloyd kann das gesamte Feld bespielen, muss aber sein Gespür für Angriffskonzepte ausbessern, um nicht zu leicht von Quarterbacks aufs Glatteis geführt zu werden. 


22. Breece Hall / Runningback, Iowa State

Breece Hall besitzt verschiedene Fähigkeiten für Yards zu sorgen. Er spielt mit exzellenter Übersicht, ausgereifter Beinarbeit und hohem Tempo. Der Freshman All-American wurde 2019 ins eiskalte Wasser geworfen, nachdem er David Montgomery ersetzen sollte und erfüllte die hohen Anforderungen vom ersten Tag an. Dem zweifachen First Team All American wurde das Spielen der Runningback Position in die Wiege gelegt. Er ist der Cousin von Roger Craig, NFL Offensive Player des Jahres 1988. Auch sein Stiefvater Jeff Smith spielte in den späten 1980er Jahren in der NFL.


23. David Ojabo / Edge, Michigan

David Ojabo hat enormes Entwicklungspotenzial und kann zu Beginn vor allem mit rasanten Speed Rushes als 3-4 Outside Linebacker gewinnen. Sein Potential war stets offensichtlich, so richtig entkorken konnte er es aber erst in der letzten Saison. Der 22 jährige wird auch in der NFL ein oder zwei Lehrjahre benötigen, um mit den besten Offensive Tackles der Liga mithalten zu können. Doch die Geduld wird sich sehr wahrscheinlich auszahlen, da alle Anlagen, vor allem eine besondere Beweglichkeit, für den nächsten großen Star auf der Edge Rusher Position bereitliegen. 


24. Ahmad Gardner / Cornerback, Cincinnati

“Sauce” Gardner kann in der NFL in jedem Schema spielen und ist vor allem für Zone Coverages geeignet, da er als direkter Manndecker zu häufig Gefahr läuft, Strafen zu kassieren. Weil er als Teenager nicht einmal 73 kg wog, erhielt er keine Angebote von Power-Five Schulen. Das gute daran ist, dass Gardner in Cincinnati bereits als True Freshman starten durfte, während er an der Ohio State noch lange auf der Bank gesessen hätte. Wenn er sein Spielverständnis für Zone Coverages erweitert, hat der Cornerback das Zeug, langfristig zu den größten Defensive Playmakern der NFL zu gehören. 


25. Tyler Linderbaum / Innere Offensive Line, Iowa

Im letzten Jahr entschied sich Tyler Linderbaum überraschend dazu, ein weiteres Jahr am College zu bleiben. Er habe sich selbst noch nicht bereit gefühlt. Wie auch immer, seine Techniken in Beinarbeit und Handeinsatz sind nun praktisch perfekt entwickelt und er ist der beste Center dieser Draftklasse. So flüssig und explosiv bewegt sich Linderbaum nach dem Snap, rollt auf seine Gegenspieler im Run Blocking zu und attackiert mit harten Einschlägen aus den Armen das gegnerische Pad mit abgestimmtem Timing. Er lässt keinen Zweifel daran aufkommen, nicht als Erstrundentalent zu gelten. 


26. Jalen Pitre / Safety, Baylor

Allein die vorhandenen Grundlagen von Jalen Pitre sollten verlockend genug sein, um den Safety nicht aus den vorderen Runden herausfallen zu lassen. Vielseitig kann der moderne Defensive Back gegen den Lauf und den Pass eingesetzt werden und sogar als Linebacker und Cornerback Snaps sehen. Häufig werden wir ihn wahrscheinlich auch als Nickelback und Box Safety sehen. Seit seinem fulminanten Auftritt beim Senior Bowl dürfte er weit oben auf den Big Boards vieler Teams stehen. Im richtigen Schema hat Pitre das Zeug zum All-Pro. 


27. Zion Johnson / Innere Offensive Line, Boston College

Zion Johnson wechselte als 0-Sterne Rekrut aus einer Triple-Option Offense aus der FCS ans Boston College. Der Offensive Guard bringt eine natürliche aggressive Mentalität für die Position mit und ist ein überaus fein ausgearbeiteter Techniker, der sich praktisch nie einen Fehler leistet. Er kann damit in unterschiedlichen Systemen spielen und ist auch für Zone Blocking und vertikale Pass Schemata geeignet. 


28. Alec Pierce / Wide Receiver, Cincinnati

Alec Pierce kann sein Route Running sogar noch verfeinern, was dem athletischen Freak weiteres Entwicklungspotential beschert. Sein bestes Spiel im letzten Jahr machte Pierce gegen Notre Dame, als er sechs Catches für 144 Yards fing. Am Ende der Saison bringt er es auf 17 Yards pro Reception. Spätestens danach sollten alle begriffen haben, wie explosiv der wuchtige Receiver tatsächlich ist. Ihm steht eine wesentlich vielseitigere Karriere bevor als viele es Pierce in der öffentlichen Wahrnehmung vor dem Draft zugetraut haben. 


29. Kyler Gordon / Cornerback, Washington

Kyler Gordon spielte am College sowohl Zone als auch Off Man und Press Man Coverages. Seine außergewöhnliche Agilität und Quickness machen ihn auch in der NFL zu einem sofortigen Starter als Manndecker. Für Zone Coverages fehlt aktuell noch das nötige Spielverständnis, was es auszubilden gilt, um zusätzlich ein vielseitiger Cornerback zu sein. Bestimmte Teams werden darauf aber gar keinen Wert legen und den erstklassigen Athleten vom ersten Tag an als wichtige Matchup-Waffe gegen Wide Receiver starten lassen. 


30. Kenneth Walker / Runningback, Michigan State

Kenneth Walker III ist ein unglaublich physischer Runner, der aber im zweiten Level auch gern ein hohes Maß an Quickness und Agilität entfaltet. Fehlt es ihm weiterhin an jeglichen Fähigkeiten im Pass Blocking, kann er bei Passing Downs aber als Receiver aus dem Backfield spielen. Dort hat er in Practice Tapes überzeugt, weshalb er zu den späten Aufsteigern auf diesem Big Board zählt. Warum er zuvor an der Wake Forest auf der Bank schmorte, muss er jedoch Teams in Interviews beantworten. Niemand setzt einen hohen Pick ein und läuft dann Gefahr ein “One Hit Wonder” zu draften. Auch wenn vieles an seinem Laufstil dafür spricht, dass er in der NFL eine große Karriere vor sich hat.

Philipp Forstner

DraftNerdPhilipp Forstner, alias Draft Nerd, ist ehemaliger O-Liner und sammelte erste Erfahrungen als Autor bei "Beardown Germany". Er schreibt über den NFL Draft und College Football für TOUCHDOWN24 und beobachtet als Scout die zukünftigen und aktuellen Spieler der NFL.
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