HEFT #50

Ausgabe OKTOBER 2021

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Die besten NFL-Momente am Christmas Day

Viele NFL Teams wünschen sich bestimmt ein etwas "normaleres" Jahr 2021 vom Santa Claus. Viele NFL Teams wünschen sich bestimmt ein etwas "normaleres" Jahr 2021 vom Santa Claus. Imago Images / Icon SMI / Douglas Stringer
Thanksgiving ist in der NFL eine alljährliche Tradition, das Erntedankfest in den USA wäre ohne Football eigentlich undenkbar. An Weihnachten ist das ein wenig anders, denn der 25. Dezember ist nicht an einen festen Tag gebunden und so kollidierten der amerikanische Feiertag und der Spielplan der National Football League relativ unregelmäßig. Dennoch wurde 19 Mal am Christmas Day in der NFL Football gespielt, zwei Mal fanden an diesem Datum sogar Playoff-Spiele statt. In diesem Jahr reisen die Minnesota Vikings am Freitag nach New Orleans und treffen auf die Saints. Vorher kann man sich gerne einmal an die schönsten NFL-Momente am Christmas Day erinnern und sich auf eine hoffentlich feierliche Jahreszeit einstimmen!

Das längste Spiel in der Geschichte der NFL

Es dauerte im Jahr 1971 ganze 82 Minuten und 40 Sekunden, bis die Miami Dolphins endlich nach zweifacher Overtime in den Divisional Playoffs gegen die Kansas City Chiefs gewannen. Fins-Kicker Garo Yepremian gelang mit einem 37-Yard-Field-Goal in der zweiten Verlängerung der sehnlichst erwartete Game Winner zum 27-24 für Miami. Freuen tat sich über den Rekord oder auch die überragenden 350 All Purpose Yards von Chiefs Running Back Ed Podolak aber eigentlich niemand, stattdessen hagelte furchtbare Kritik auf die NFL nieder.

Das Spiel mit Überlänge kollidierte vielerorts mit der Essenszeit und die Liga hatte auf empfindliche Weise einen religiösen Feiertag für die gesamte Familie gestört. In den folgenden Jahren lag das Weihnachtsexperiment der NFL dann fürs Erste auf Eis, bis man sich Ende der Achtziger Jahre erneut an den Feiertag herantraute.

Der große Don Shula überholt den legendären George Halas

Mit seinem Karriereende 1967 schienen George Halas‘ 318 Regular Season Wins wie ein Rekord für die Ewigkeit, doch zu dieser Zeit befand sich bereits einer der größten Namen der NFL Geschichte auf der Fährte von "Papa Bear". Sein Name: Don Shula. Der spätere Meistercoach der Dolphins und Verantwortliche für die einzige ungeschlagene NFL-Saison aller Zeiten begann seine Karriere schon 1963 bei den Baltimore Colts.

Es sollte 31 Jahre dauern, bis er dann den Rekord für die meisten regulären Saisonsiege in der Liga-Historie am Christmas Day 1994 brechen sollte. Er tat es mit einem 27-20-Erfolg seiner Dolphins über die Detroit Lions auf dem Weg zu einem weiteren AFC East Titel. Don Shula nahm diesen Rekord Anfang des Jahres mit ins Grab, denn er verstarb am 4. März 2020 im Alter von 90 Jahren in seiner Heimat Indiana Creek in Miami.

Aaron Rodgers 2011 mit Meisterleistung gegen die Chicago Bears

Die uralte NFL-Rivalität zwischen den Green Bay Packers und den Chicago Bears fiel auch zweimal auf den Christmas Day: 2005 und 2011. Hatten die von Rex Grossman angeführten Bären im ersten Aufeinandertreffen noch die Nase vorn, unter anderem dank vier Interceptions von Packers-Legende Brett Favre, gewann Green Bay das zweite Christmas Day Game der beiden Teams auf spektakuläre Art und Weise. Der Hauptdarsteller war damals ein gewisser Quarterback namens Aaron Rodgers.

Im bitterkalten Lambeau Field warf Rodgers beim 35-21-Erfolg fünf Touchdowns (jeweils zwei zu Jordy Nelson und James Jones, einen zu Tight End Jermichael Finley), brachte 21 seiner 29 Pässe an den Mann und verbuchte insgesamt 283 Passing Yards. Die Packers sicherten sich damit ein Bye in der ersten Playoffrunde und schlossen eine Woche später die Regular Season mit 15 Siegen ab.

Steelers und Ravens liefern sich 2016 ein All Time Classic

Wenn die Pittsburgh Steelers und die Baltimore Ravens in der AFC North aufeinandertreffen, dann kracht es in der Regel gewaltig. Ihr Matchup 2016 am Christmas Day war da keine Ausnahme. Im Gegenteil, die Partie entwickelte sich zu einem echten Klassiker, in dem sich die "Black & Gold" ganz knapp den damaligen Division Sieg mit einem 31-27-Erfolg sichern konnten.

Fullback Kyle Juszczyk hatte die Ravens 1:18 Minuten vor Spielende noch mit einem monumental physischen Lauf über knapp zehn Yards in Führung gebracht, doch Ben Roethlisberger hatte noch ein letztes Ass im Ärmel. Er fand Antonio Brown neun Sekunden vor dem Ende mit einem kurzen Pass, doch die Ravens-Verteidiger hatten ihn eigentlich gestoppt. Sich im Tackle windend streckte er den Ball gen Endzone… und es reichte! Pittsburgh gewann und holte sich damit den Division Titel.

An dieser Stelle wünschen wir von TOUCHDOWN24 Euch allen eine schöne, besinnliche und vor allem gesunde Weihnachtszeit!

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Moritz Wollert

Moritz Wollert studierte Sportmanagement im Fernstudium an der Fachhochschule für angewandtes Management Erding. Er hat aber nach mehreren Jahren in der Praxis seine Leidenschaft für das geschriebene Wort zum Beruf gemacht und arbeitet mittlerweile als freier Autor und Redakteur. Hauptsächlich ist er dabei im Sportbereich unterwegs, seit 2020 auch fest für TOUCHDOWN24.

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