Jalen Ramsey und die Defense der Los Angeles Rams tragen das Team doch noch in die Playoffs. Jalen Ramsey und die Defense der Los Angeles Rams tragen das Team doch noch in die Playoffs. Imago Images / UPI Photo

Cover Them All: Week 17 in der NFL

geschrieben/veröffentlicht von/durch  04.01.2021
Cover 1, Cover 2… no, just cover them all! Hier auf Touchdown24 decken wir für euch jedes NFL-Spiel vom Sonntag ab und liefern die gesamte Football-Saison über am Montagmorgen eine Zusammenfassung des aktuellen Spieltages. Damit die Woche auch richtig starten kann!
Buffalo Bills 56 Miami Dolphins 26

Lange hat Miamis Defense in dieser NFL Saison das Team getragen, doch am Ende wurde die Last doch zu schwer. Tua Tagovailoa (3 Interceptions) zeigt, dass ein Spiel dieser Größenordnung für ihn zu früh kommt. Viel zu früh, erst recht wenn "Fitzmagic" aufgrund von Covid nicht auf der Bank mithelfen kann. Buffalo freut sich derzeit über ein wunderbar entspanntes Warmlaufen für die Postseason.

Cincinnati Bengals 3 Baltimore Ravens 38

Eine Menge lief schief für Lamar Jackson in dieser Saison, sein erhoffter Schritt nach vorne als Passgeber blieb größtenteils aus. Und doch steht einer der spektakulärsten Quarterbacks der NFL mit seiner Laufgruppe aus Baltimore in den Playoffs, in denen sie zweifelsfrei ein toughes Matchup sein werden. Gegen urlaubsreife Bengals brachten es die Ravens auf absurde 404 Rushing Yards (7,5 Yards pro Carry). Lauf, Lamar, lauf!

Cleveland Browns 24 Pittsburgh Steelers 22

Es ist vollbracht: Zum ersten Mal seit 2002 stehen die Cleveland Browns wieder in den NFL Playoffs. Sie hatten es sich mit Sicherheit einfacher vorgestellt gegen die zweite Garnitur der Pittsburgh Steelers, aber danach fragt hinterher niemand mehr. Nick Chubb, Baker Mayfield und Co verdienen sich damit ein Rematch mit den Steelers in der nächsten Woche, diesmal in Pittsburgh und inklusive Jungs wie Ben Roethlisberger und T.J. Watt.

Detroit Lions 35 Minnesota Vikings 37

Um ein Haar hätten die Löwen in dieser Saison die schlechteste Scoring Defense in der NFL-Geschichte gehabt, aber dafür erlaubten sie den Vikings dann doch knapp zwei Touchdowns zu wenig. Über das Jahr sind es dennoch 6716 Yards und 519 Punkte für die Gegner Detroits – autsch! Kirk Cousins (405 Passing Yards, 3 Touchdowns) zündet für die Vikings auch nach Silvester einige Raketen, Alexander Mattison vertritt Dalvin Cook vorbildmäßig (145 Scrimmage Yards) und Justin Jefferson luchst Anquan Boldin den NFL Rookie Receiving Rekord ab.

New England Patriots 28 New York Jets 14

Es ist vollbracht für die New York Jets, sie haben die Ära Adam Gase endlich überstanden (womit sich wahrscheinlich auch Sam Darnold sich ein neues Zuhause suchen muss). Irgendwo ist glaube ich noch Schampus von Silvester übrig… es war eine Zeit voller Tiefpunkte, in der dieser schwache Auftritt in New England lediglich eine Randnotiz ist. In der langen Erfolgsgeschichte der Patriots droht Cam Newton wohl ein ähnliches Schicksal, auch wenn er hier einmal eine gute Leistung zeigte (242 Passing Yards, 3 Touchdowns, 79 Rushing Yards plus Touchdown Catch).

New York Giants 23 Dallas Cowboys 19

Es hätte kein passenderes Ende für die NFL Saison der Dallas Cowboys geben können als diese von Fehlern geprägten Niederlage. Mike McCarthy wird in der Offseason eine Menge zu grübeln haben, und da ist er nichts der einzige im Lone Star State (Dak Prescott anyone?). Die New York Giants, wie könnte es in der NFC East anders sein, schenken es an Ende fast noch mit einem ungezwungenen Fumble her. New Yorks Coach Joe Judge hat dennoch eine Kultur geschaffen, auf die sich aufbauen lässt. Frage ist, ob Daniel Jones dazugehört?

Tampa Bay Buccaneers 44 Atlanta Falcons 27

Erst zum vierten Mal in ihrer Geschichte konnten die Buccaneers 11 Spiele gewinnen, Tom Brady (und einem exorbitant talentierten Kader) sei Dank. Auch in dieser Partie wirft „TB12“ wieder mal vier Touchdowns, doch überschattet wird die Leistung von der wohl schweren Verletzung von Star-Receiver Mike Evans. Es gibt aber sicherlich schlechtere Optionen als Antonio Brown (11 Receptions, 138 Receiving Yards) und Chris Godwin (5 Receptions, 133 Receiving Yards), um diesen Verlust aufzufangen.

Chicago Bears 35 Green Bay Packers 16

Für die Chicago Bears ging das Spiel verloren doch letztendlich gewinnen sie doch. Weil Arizona in Los Angeles versagt, sind die Bären in den Playoffs dabei. Dort müssen sie sich aber um einiges mehr anstrengen als gegen ihre Erzrivalen. Die sichern sich mit einer konzentrierten Leistung den NFC Top Spot und ein First Round Bye. Aaron Rodgers (4 Touchdowns) untermauert seine MVP Ambitionen, sein tiefes Receiving Corps hilft dabei.

Denver Broncos 31 Las Vegas Raiders 32

Die beiden Teams wären wohl lieber schon im Urlaub gewesen, denn es ging um die berühmte goldene Ananas. Trotzdem liefern sich die beiden NFL Traditionsfranchises ein ansehnliches wie munteres Hin und Her mit dem besseren Ende für die Gäste aus der "Sin City". Josh Jacobs läuft kurz vor Schluss in die Endzone und Derek Carr findet anschließend Darren Waller zu 2-Point-Conversion. Schönen Urlaub!

Indianapolis Colts 28 Jacksonville Jaguars 14

Es brauchte keinen NFL Experten, um das Ergebnis dieser Partie vorherzusagen, auch wenn die Jaguars die Colts lange schwitzen ließen. Oder die Colts sich selber, ganz wie man möchte. Jonathan Taylor (253 Rushing Yards) hat sich nach durchwachsenem Saisonstart zu der Art Arbeitspferd entwickelt, welches sich die Verantwortlichen in Indy erhofft hatten. Er trägt nicht nur den Ball zweimal in die Endzone, sondern sein Team auch in die Playoffs.

Kansas City Chiefs 21 Los Angeles Chargers 38

Die amtierenden Super Bowl Champions schonten den Großteil ihrer Superstars und ließen den guten alten Chad Henne hinterm Center auflaufen. Gegen den wahrscheinlichen NFL Offensive Rookie Of The Year Justin Herbert (302 Passing Yards, 3 Touchdowns) ist das nicht genug, denn der Liga-Neuling zeigt erneut eine überragende Leistung und deutet an, dass er in Zukunft mit Nachdruck am Thron von Pat Mahomes und seine Kumpels sägen möchte.

Los Angeles Rams 18 Arizona Cardinals 7

Die beiden Teams hatten sich einen Kampf um einen Playoff-Platz wohl nicht als „Battle of the Backups“ träumen lassen, aber es hilft ja nichts. Ex-Anlageberater und AAF-Star John Wolford servierte mit dem ersten Pass direkt mal eine Interception, danach haut er einige richtig starke Dinger raus. Hut ab! Sein Gegenüber und "Ex-CFL-Pimp" Chris Streveler tut nach Kyler Murrays Verletzung was er kann, aber ohne Training in der Vorwoche war die Aufgabe dann doch zu groß. Kyler Murray humpelte am Ende auch nochmal auf das Feld – ohne Erfolg.

San Francisco 49ers 23 Seattle Seahawks 26

Es war eine absolute Seuchensaison für die San Francisco 49ers voller Verletzungen, Umzüge und unerfüllter Träume. Da passt dann auch diese wieder mal beherzte und schließlich doch unglückliche Leistung ins Bild. Gut, das es vorbei ist, denken sich sicherlich viele Niners. Spät rollen die Seahawks das Feld von hinten auf und freuen sich mit einer stark verbesserten Defense auf die Playoffs.

Carolina Panthers 7 New Orleans Saints 33

No Alvin Kamara, no Problem! Zumindest in dieser Partie konnten die Saints den vorrübergehenden Ausfall ihrer Allzweckwaffe noch verkraften. Wie das in den NFL Playoffs laufen wird, ist natürlich eine andere Frage. Drew Brees und Kollegen können sich aber auf jeden Fall auf eine starke Defense verlassen, an welcher sich die Panthers in dieser Partie ordentlich die Reißzähne ausbissen (5 Interceptions, 3 Sacks).

Houston Texans 38 Tennessee Titans 41

Derrick Henry erläuft 250 Yards, wie immer in unnachahmlicher Manier, und wird damit der achte Spieler in der Geschichte der NFL, der es in einer Saison auf über 2000 Rushing Yards bringt. Eine monumentale Leistung. Ähnliches verlangen die Texans jede Woche von Quarterback Deshaun Watson, der oft nah dran ist, die Herkules-Aufgaben zu bewältigen. Insgesamt fehlt es den Texans aber an zu viel und so gehen etliche Spiele wie auch dieses hier verloren. Sam Sloman kickt in letzter Sekunde den Game Winner für Tennessee.

NFL Sunday Night Game

Philadelphia Eagles 14 Washington Football Team 20

Es gibt Geschichten, die schreibt einfach nur der Sport. Alex Smith führt das Washington Football Team nach langem Leidensweg tatsächlich in die NFL Playoffs und gibt damit der gesamten Fanbase Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Gegenwart ist vor allem dank einer dominanten Defense rosig, was auch Eagles-Quarterback Jalen Hurts (7 von 20 Pässen erfolgreich inklusive Interception) zu spüren bekam. Ein weiterer X-Faktor des jüngsten Erfolges: Ex-Quarterback Logan Thomas, der sich bei den Profis zum Tight End umschulen ließ. Sein Score im dritten Viertel macht den Unterschied. Wer ob Philadelphias spätem QB-Change Wettbewerbsverzerrung schreit, dem sei gesagt, dass die Giants vielleicht einfach mehr als sechs Spiele in dieser Saison hätten gewinnen sollen…

6,50 € inkl. MwSt. TD24 Heft 48 - AUG 2021 Noch 53 vorhanden Zum Produkt



Moritz Wollert

Moritz Wollert studierte Sportmanagement im Fernstudium an der Fachhochschule für angewandtes Management Erding. Er hat aber nach mehreren Jahren in der Praxis seine Leidenschaft für das geschriebene Wort zum Beruf gemacht und arbeitet mittlerweile als freier Autor und Redakteur. Hauptsächlich ist er dabei im Sportbereich unterwegs, seit 2020 auch fest für TOUCHDOWN24.

TOUCHDOWN24 im Abo

td24 abo 300x300

Anzeige

Händler finden