Diontae Johnson und die Pittsburgh Steelers kämpften sich in Week 16 der NFL Saison aus der Krise. Diontae Johnson und die Pittsburgh Steelers kämpften sich in Week 16 der NFL Saison aus der Krise. Imago Images / ZUMA Wire / Jason Pohuski

Cover Them All: Week 16 in der NFL

geschrieben/veröffentlicht von/durch  28.12.2020
Cover 1, Cover 2… no, just cover them all! Hier auf TOUCHDOWN24 decken wir für euch jedes NFL-Spiel vom Sonntag ab und liefern die gesamte Football-Saison über am Montagmorgen eine Zusammenfassung des aktuellen Spieltages. Damit die Woche auch richtig starten kann!

Pittsburgh Steelers 28 Indianapolis Colts 24

Schon ein einfacher Sieg hätte den Pittsburgh Steelers nach drei Pleiten in Folge gut getan. Dass es dann natürlich gleich ein monumentaler Comeback-Sieg gegen die Colts wurde, dürfte die NFL-Rekordmeister umso mehr freuen. Die Steelers-Defense um Avery Williamson (14 Tackles) und T.J. Watt (2 Sacks) macht in den letzten knapp 25 Minuten den Laden dicht, Ben Roethlisberger (342 Pass Yards, 3 Touchdowns) und seine Receiver-Bande erledigen den Rest.

New York Jets 23 Cleveland Browns 16

Der Traum von Trevor Lawrence ist endgültig ausgeträumt für die Jets und da dachten sie sich, können sie auch gleich zum NFL-Playoff-Schreck werden. Eine motivierte Defense und kreatives Playcalling (nein, ein neuer Coach ist noch nicht da) sind zu viel für Covid-gebeutelte Browns, die fast ohne ihr gesamtes Receiving Corps angereist waren. Baker Mayfield (53 Pässe, 2 Fumbles verloren) merkt dazu, wie schwer ein Spiel ohne funktionierendes Laufspiel sein kann (2,5 Yards pro Rush).

Baltimore Ravens 27 New York Giants 13

Lamar Jackson und seine Ravens haben ihr Schiff wieder auf Playoff-Kurs gebracht und sind mit vier Siegen in Folge eines der heißeren Teams der NFL. Die Giants waren keine echte Gefahr für den Winning Streak, auch weil ihre Offensive Line wohl ein bisschen viel Weihnachtspunch hatte (6 zugelassene Sacks). Die sonst starke Giants Defense lässt 249 Yards und 6,2 Yards pro Carry auf dem Boden zu und auch Lamar Jackson fühlte sich mit einem 111,5 Rating sichtlich wohl.

Houston Texans 31 Cincinnati Bengals 37

Es war so ein Spiel zweier NFL-Kellerkinder, bei dem die Spieltagskonferenz nicht wirklich oft vorbeischaut. Schade eigentlich, denn die Leistung der Bengals und vor allem ihres Quarterbacks Brandon Allen (29 von 37 Pässen erfolgreich, 371 Yards, 2 Touchdowns) hätte ein paar Zuschauer verdient gehabt. Cincy holt sich den ersten Auswärtserfolg seit 2018, auch dank guten Tagen von Rookie Tee Higgings (99 Receiving Yards), Samaje Perine (7,3 Yards pro Rush, zwei Scores) und Gio Bernard (131 Scrimmage Yards). J.J. Watt fand es nicht ganz so witzig.

Jacksonville Jaguars 17 Chicago Bears 41

Die Korken knallen in Florida: Mit ihrer 14. Niederlage sichern sich die Jacksonville Jaguars den First Overall Pick im kommenden NFL Draft. Dass dieser Trevor Lawrence heißen wird, ist kein Geheimnis. Ganz anders verhält es sich mit der ungewissen Zukunft von Mitch Trubisky. Der oft gescholtene Signal Caller ist wichtiger Bestandteil des Bären-Booms der letzten Wochen, nur ist er auch der Hoffnungsträger für die Franchise? In NFL-Kreisen munkelt man, dass dies einige Verantwortliche in der Windy City so sehen.

Kansas City Chiefs 17 Atlanta Falcons 14

Ein defensives Schachspiel hatten wohl nur die wenigsten in dieser Partie zweier offensiver NFL-Dampfmaschinen erwartet. Den Kansas City Chiefs um einen nur durchschnittlich aufgelegten Pat Mahomes (79,6 Rating) dürfte es aber egal sein, letztendlich machen sie den Top Playoff Seed dingfest. Die Falcons wären aber nicht die Falcons, wenn sie nicht wieder nach einer eigentlich starken Leistung kräftig mitgeholfen hätten. Kicker Younghoe Koe hatte wohl einen Termin, er verschoss nämlich kurz vor Schluss das 39-Yard Field Goal, das die Partie in die Overtime geschickt hätte.

Los Angeles Chargers 19 Denver Broncos 16

Beide AFC West Rivalen gingen mit fünf Siegen und neun Niederlagen in die Partie, doch für die jeweilige Zukunft könnten die Ausgangspositionen nicht unterschiedlicher sein. Die Chargers haben nämlich ihren Franchise-Quarterback mit Justin Herbert (7,7 Yards pro Pass, 2 Touchdowns inklusive NFL-Rookie-Rekord) gefunden, dafür sieht es bei den Broncos und ihrem jungen Signal Caller Drew Lock (5,6 Yards pro Pass, 2 Interceptions) so aus, als ob eine Beziehungsberatung her muss. John Elway grübelt mit Sicherheit schon, wie es weitergehen soll.

Washington Football Team 13 Carolina Panthers 20

Wer wissen will, wie man in Windeseile eine NFL-Karriere wegschmeißt, der kann Dwayne Haskins fragen. Schlimm genug, dass er sich nach der Niederlage der letzten Woche ohne Maske in einem Strip Club erwischen lässt. Dass er sich dann im darauffolgenden wichtigen Spiel eine absolute Katastrophenleistung erlaubt (5,5 Yards pro Pass, 3 Turnover) setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Waiver Pickup Taylor Heinicke kann die Kohlen auch nicht mehr aus dem Feuer holen. Bei den Panthers überzeugt währenddessen Allrounder Curtis Samuel mit 158 Scrimmage Yards.

Dallas Cowboys 37 Philadelphia Eagles 17

Die Jalen Hurts Show parkte ihren Truck auch in Jerry World und zündete im ersten Viertel ein kleines Feuerwerk. Alles lief bestens… bis es das eben nicht mehr tat. Der junge Philly-Quarterback veranlasst mit einigen Fehlern erste Sorgenfalten (neun Fumbles in dieser Saison bei nur drei Starts) und kann letztendlich mit einer Cowboys-Offensivexplosion nicht mithalten. Dallas freut sich, dass ihre Top-Receiver dem Sternchen-Logo auf dem Helm alle Ehre machen (Michael Gallup und Amari Cooper jeweils 121 Receiving Yards, CeeDee Lamb zwei Touchdowns).

Seattle Seahawks 20 Los Angeles Rams 9

Ein richtig schöner Division-Brawl war es im Nordwesten, ordentlicher, handfester und bodenständiger NFL Football wie aus den Achtzigern. Die jeweiligen Verteidigungen dominierten und mittlerweile haben die Seahawks diese Seite des Balles auch mehr als hinbekommen. Dass sie dann noch mit Russell Wilson einen starken Quarterback haben, lässt sie so eine Partie letztendlich nach Hause holen. Auf der anderen Seite liefert Jared Goff seinen Kritikern ordentlich Wasser für die Mühlen, auch vor seinem Daumenbruch. Sean McVay sieht sich ob fragwürdiger Protection immer öfter in Schwierigkeiten.

NFL Sunday Night Game

Green Bay Packers 40 Tennessee Titans 14

Hach, Lambeau Field im Schnee… Footballherz was willst Du mehr? Als Packers-Fan natürlich noch einen überzeugenden Sieg und genau den lieferten die Mannen um NFL MVP Kandidat Aaron Rodgers (4 Passing Touchdowns). Green Bay setzt kurz vor der Postseason viele Haken hinter potenzielle Fragezeichen: A.J. Dillon (124 Rush Yards) könnte nach langer Covid-Pause eine weitere Dimension im starken Laufspiel werden, die Defense kontrolliert eine starke gegnerische Offensive (nur 260 Yards für die Titans) und Star-Receiver Davante Adams lässt sich auch von den Schneeketten an den Schuhen nicht aufhalten (11 Receptions, 142 Yards, 3 Touchdowns).

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Moritz Wollert

Moritz Wollert studierte Sportmanagement im Fernstudium an der Fachhochschule für angewandtes Management Erding. Er hat aber nach mehreren Jahren in der Praxis seine Leidenschaft für das geschriebene Wort zum Beruf gemacht und arbeitet mittlerweile als freier Autor und Redakteur. Hauptsächlich ist er dabei im Sportbereich unterwegs, seit 2020 auch fest für TOUCHDOWN24.

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