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Chiefs-Defense bestraft Broncos im Sunday Night Football

Die Chiefs-Defense um Frank Clark hat rechtzeitig ihren Rhythmus gefunden. Die Chiefs-Defense um Frank Clark hat rechtzeitig ihren Rhythmus gefunden. IMAGO / Icon SMI
Wir haben Woche 13 in der NFL-Saison erreicht und damit ging der Blick der Teams so langsam Richtung Playoff-Picture. In unserer Spieltagszusammenfassung "Cover Them all" verraten wir euch, welche Franchises ihre Position stärken konnten - und wer in Hinblick auf die Postseason zittern muss. Im Sunday Night Game unterstrichen die Kansas City Chiefs einmal mehr, dass sie aufgrund ihrer Defense mittlerweile wieder zum engsten Favoritenkreis in der AFC zählen müssen.


Chiefs-Defense dominiert: Kansas City weiter auf Kurs Playoffs

Ein offensives Spektakel war es nicht, das uns die Kansas City Chiefs und die Denver Broncos in diesem Division-Duell in der Nacht lieferten, doch Fans eines gepflegten Tacklings sind dennoch voll auf ihre Kosten gekommen. In einem defensiv geprägten Spiel war es, wie so oft in den letzten Wochen, einmal mehr die Defense der Chiefs, die dem Gegner den Zahn zog. Nach einem frühen Touchdown-Run von Quarterback Patrick Mahomes übernahm die Unit von Steve Spagnuolo das Spiel - angeführt von einem bärenstarken Melvin Ingram, der alleine auf drei der zwölf Pressures der Chiefs kam.



Auf der anderen Seite des Balles hat Mahomes dagegen ein Career-High eingestellt, und zwar nicht das, was sich Quarterbacks in Woche 13 wünschen. Seine mittlerweile 12. Interception rutschte Tyreek Hill durch die Finger - es war bereits die fünfte Interception (und die dritte von Hill), die auf das Konto seiner Passempfänger geht. Mit Weihnachtsgeschenken ihres Quarterbacks können die Wideouts so schnell wohl nicht rechnen. Denver versuchte dagegen, mit einem glänzend aufgelegten Javonte Williams die Uhr zu kontrollieren, vergaß dabei aber, dass es am Ende doch Punkte sind, die ein NFL-Spiel entscheiden. So bleiben die Chiefs weiterhin voll auf Playoff-Kurs, während die Broncos im Wildcard-Rennen etwas zurückfallen.

"Tompa Bay" weiter voll auf Kurs

Die Falcons als Trap-Game innerhalb der Division? Denkste, die Buccaneers wichen allen Fallen von Matt Ryan und Co. aus und bleiben weiter voll auf Kurs Playoff-Heimspiel. Tom Brady und Rob Gronkowski fanden sich dabei zum gefühlt 100.000 Mal in der Endzone, und das gleich doppelt. Es scheint so, als würde die Bucs-Offense genau zum richtigen Zeitpunkt wieder Feuer fangen - keine guten Nachrichten für den Rest der NFC.

Cardinals dominieren bei Murray-Rückkehr

Es schien so, als wären Kyler Murray und DeAndre Hopkins nie weg gewesen. Gleich beim ersten Drive der Partie fand Murray seinen Star-Receiver für einen traumhaften Touchdown-Pass. Arizona hatte die Partie von da an unter Kontrolle und ließen nichts mehr anbrennen. Währenddessen gehen die Lichter für Matt Nagy in Chicago langsam aber sicher aus - Bears-Fans können sich schonmal auf einen Umbruch in der Offseason vorbereiten. 

Chargers widerstehen furioser Aufholjagd

Es waren zwei Geschichten, die dieses Spiel schrieb. Zunächst stürmten die Chargers scheinbar unaufhaltsam in Front, doch ein angeschlagener Joe Burrow wollte sich so schnell nicht geschlagen geben. Am Ende war es schließlich ein Fumble von Joe Mixon, den die Chargers zurück in die Endzone trugen, der der Partie die entscheidende Wendung gab. Ein Statement-Sieg für Los Angeles, der im Hinblick auf das Wildcard-Rennen in der AFC noch enorm wichtig werden könnte.


Motor City am Beben - Lions holen Premierensieg

Wie konnte es anders sein? Die Minnesota Vikings und Detroit Lions haben mal wieder für einen echten Thriller gesorgt. Die beiden Spezialisten für späte Heartbreak-Niederlagen kämpften bis zum allerletzten Snap, bei dem Jared Goff Amon-Ra St. Brown zum Walkoff-Touchdown in der Endzone fand - und nebenbei das Ford Field in der Motor City zu einem mittleren Erdbeben verleitete. Und mal ehrlich: Wer gönnt den Lions diesen Sieg nicht, nach dem ganzen Herzschmerz der letzten Wochen?

Jonathan Taylor läuft die Texans nieder

Es sollten die Jonathan-Taylor-Festspiele werden und siehe da, es wurden die Jonathan-Taylor-Festspiele (32 Carries, 143 Yards, zwei Touchdowns). Die Colts hatten zu keinem Zeitpunkt der Partie irgendwelche Probleme mit den Houston Texans, deren Fokus sich so langsam auf den Draft richten wird. So durfte am Ende auch nochmal Davis Mills sein Können zeigen - Punkte brachte aber wie zuvor Tyrod Taylor auch der Rookie nicht mehr aufs Scoreboard.

"Minshew Mania" bringt Eagles den Sieg

Das wird Jalen Hurts nicht gerne lesen, doch die Minshew-Mania hat auch in Philadelphia Einzug gehalten. Der berühmteste Schnauzer der Liga zeigte gegen eine zugegebenermaßen löchrige Jets-Defense das Spiel seines Lebens und verpasste am ganzen Abend nur fünf Würfe. Damit hat sich der 25-Jährige auf jeden Fall für weitere Auftritte empfohlen - selbst wenn Hurts bis zum nächsten Wochenende wieder fit wird. Nick Sirianni hatte sicher schon einfachere Entscheidungen zu treffen.


Starke Dolphins-Defense hält Siegesserie am Leben

Dürfen wir vorstellen: Die Miami Dolphins sind offiziell das heißeste Team der Liga. Gegen einen bemitleidenswerten Mike Glennon, der in Abwesenheit des verletzten Daniel Jones startete, blühte die Defense der Delfine einmal mehr auf und sorgte für Land unter bei den G-Men. Mit jetzt sechs Siegen und sieben Niederlagen auf dem Buckel könnte Miami noch einmal ein Wörtchen um die Playoffs mitreden - das schien vor wenigen Wochen noch unwahrscheinlicher als ein Beliebtheitspreis für Armin Laschet.

Rams bringen das Schiff wieder auf Kurs

Keinen einzigen Sieg konnten die Los Angeles Rams im November holen, dementsprechend hoch war der Druck vor dem Aufeinandertreffen mit einem der Kellerkinder der Liga, den Jacksonville Jaguars. Matt Stafford und Co. ließen aber zu keinem Zeitpunkt irgendeinen Zweifel daran aufkommen, wer den Rasen als Sieger verlässt. LA dominierte das Geschehen nach Belieben, während First-Overall-Pick Trevor Lawrence erneut fast nichts auf die Reihe brachte. So werden es noch ein paar lange und schwere Wochen für die Jags.

Washington hält Playoff-Träume am Leben

Was für ein Thriller in Las Vegas! Mit nur noch knapp 40 Sekunden auf der Uhr ging das Football Team auf ein langes Field Goal, anstatt ein kurzes 4th Down auszuspielen - und Kicker Brian Johnson drosch das Ei durch die Stangen. Der anschließende Hail-Mary-Versuch von Derek Carr landete zwei Yards vor der Endzone, Ballgame Washington. Das Football Team bleibt damit voll im Playoff-Rennen der NFC, während die Raiders nach einem starken Saisonstart immer mehr Richtung Mittelmaß tendieren.

Steelers retten ihre Saison in unfassbarem Krimi

Für die Pittsburgh Steelers ging es gegen den großen Rivalen aus Baltimore um nicht weniger als die eigene Saison - eine Niederlage und die Steelers wären im Playoff-Rennen der AFC zu weit zurückgefallen. So trat Pittsburgh auch auf, bei jedem Play konnte man die Leidenschaft der Mannen von Mike Tomlin spüren. Dennoch ging das Spiel bis zum letzten Snap: Nach einem späten Touchdown von Sammy Watkins verkürzten die Ravens auf einen Punkt - und Jon Harbaugh ging für die Two-Point-Conversion. Nach einem brillanten Playcall war Mark Andrews in der Flat völlig frei, doch Jacksons Pass verpasste den Tight End um Zentimeter. Die Steelers bleiben nach einem unfassbarem Krimi im Playoff-Rennen, Baltimore musste dagegen den Nummer-1-Spot in der AFC (vorerst) an New England abgeben.


Seahawks verpassen 49ers empfindlichen Dämpfer

Alle guten Dinge sind ... vier? Das vierte Mal in Folge gingen die Seattle Seahawks nun als Sieger gegen den Divisionsrivalen aus San Francisco vom Platz und kaum eine Niederlage tat den Niners mehr weh. Durch die Pleite verpassten es die Mannen von Kyle Shanahan, sich im Wildcard-Rennen der NFC weiter von der Konkurrenz abzusetzen. Die Hawks hingegen halten ihre minimalen Playoff-Chancen am Leben, brauchen aber mehr Auftritte wie heute, um tatsächlich noch ein Wörtchen mitreden zu können.
Daniel Wolf

Daniel Wolf hat Sportjournalismus an der Hochschule Ansbach studiert und dort seine Leidenschaft für das „richtige“ Football entdeckt. Ist seit Andrew Lucks Mega-Playoff-Comeback gegen die Kansas City Chiefs lautstarker Supporter der Indianapolis Colts. Schreibt seit 2018 für TOUCHDOWN24, hauptsächlich im Bereich NFL. Stolzer Vize-Meister der TOUCHDOWN24-Fantasy-Liga.
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