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Beste Landingspots für Free Agents nach dem NFL Draft 2022

Odell Beckham Jr. ist nach wie vor auf der Suche nach einem neuen Team. Odell Beckham Jr. ist nach wie vor auf der Suche nach einem neuen Team. IMAGO / UPI Photo
Der NFL Draft 2022 liegt langsam, aber sicher hinter uns und damit steht der Großteil der Roster, mit denen die Teams in die neue Saison starten wollen. Ganz vorbei ist die Kaderplanung aber noch nicht: Zwar haben sich die begehrtesten Free Agents schon längst neuen Franchises angeschlossen, doch es gibt nach wie vor einiges an Talent auf dem Markt. TOUCHDOWN24 wirft einen Blick auf die besten verbleibenden Free Agents und nennt deren ideale Landingspots in den Wochen bis zum Training Camp.

 



Julio Jones, Wide Receiver


Es gibt nur einen Grund, warum ein Receiver der Klasse von Jones noch kein neues Team gefunden hat: Verletzungen. Der ehemals beste Wideout der Liga fing in einer frustrierenden Vorsaison nur 31 Pässe für 434 Yards und einen Touchdown bei den Tennessee Titans. Aufgrund seiner Probleme mit „soften“ Verletzungen, also Zerrungen und Co. gerade im Oberschenkelbereich, ist eine Verpflichtung für jedes Team ein riskantes Unterfangen – daher wird sich Jones wohl mit weniger Geld begnügen müssen, als er derzeit noch verlangt.

Idealer Landingspot – Indianapolis Colts: Die Colts haben nach wie vor einen Need auf Receiver und in Indy wäre Jones mit seinem jahrelangen Quarterback aus Atlanta, Matt Ryan, wiedervereint. Die Paarung ergibt einfach zu viel Sinn.

Melvin Ingram, Defensive End


Ingram war im Vorjahr eine solide Verpflichtung für die Kansas City Chiefs und kam in den drei Playoff-Spielen der Franchise auf zwei Sacks. Der Pass-Rusher hat immer noch einiges im Tank und würde vielen Teams mit Edge-Problemen gut zu Gesicht stehen: Die Dolphins, Texans und eben die Chiefs kämen da infrage. Aber auch die Steelers ergeben Sinn und wurden zuletzt immer wieder mit dem 33-Jährigen in Verbindung gebracht.

Idealer Landingspot – Kansas City Chiefs: Ja, die Chiefs haben mit George Karlaftis eben erst einen Pass-Rusher gedrafted, doch sie benötigen weiterhin eine erfahrene Präsenz, um den Rookie anzuleiten. Wenn das Geld passt, sollte Ingram in KC bleiben.

Odell Beckham Jr., Wide Receiver


Der vermutlich prominenteste Name auf dem Markt ist der frisch gebackene Super-Bowl-Champion OBJ. Der 29-Jährige hätte wohl schon lange ein neues Team gefunden, wäre da nicht seine Knieverletzung, die er sich im Super Bowl gegen die Bengals zuzog. Da Beckham aber nicht mehr der Jüngste ist, zweifeln einige Teams anscheinend daran, ob OBJ wieder zu seiner alten Klasse zurückfinden kann. Dennoch: Beckham hat zu viel Talent, um noch viel länger ohne Team zu bleiben.


Idealer Landingspot – Los Angeles Rams: „If it ain't broke, don't fix it“, heißt ein bekanntes Sprichwort aus den USA. Beckham hat bei den Rams sein „Zuhause“ gefunden, wie er selbst sagt, und Rams-GM Les Snead will OBJ unbedingt halten. Es liegt derzeit wohl noch am Geld, doch ich denke, Beckham wird letztlich einen erneuten Titelanlauf in LA unternehmen.

Jarvis Landry, Wide Receiver


Dass sich so viele Receiver auf der Liste tummeln, ist keine große Überraschung, nachdem Tyreek Hill und Davante Adams mit ihren Monsterverträgen den Receiver-Markt umgekrempelt haben. Auch Landry (29) geht zwar auf die 30 zu, doch im Slot kann der Routinier nach wie vor den Unterschied machen. Wie bei Jones und Beckham liegt es derzeit wohl noch an Einzelheiten, doch Landry sollte bis zu Training Camp bei einem neuen Team unterkommen.

Idealer Landingspot – Tennessee Titans: Landry und Ryan Tannehill hatten in Miami zwar nicht das beste Verhältnis, doch eine Reunion in der „Music City“ könnte neues Leben in ihre Beziehung einhauchen. Die Titans haben mit A.J. Brown eine wichtige Waffe für Tannehill verloren und könnten die Dienste von Landry benötigen – auch als Mentor für den eben erst gedrafteten Treylon Burks.

Akiem Hicks, Defensive Tackle


Nach der Ankunft von Matt Eberflus als neuem Head Coach in Chicago werden die Bears von ihrer 3:4-Defense auf eine 4:3-Defense wechseln, was bedeutet, dass die Bears eher eine 3-Technique auf der inneren Position der Line suchen. Hicks kann zwar durchaus 3-Tech spielen, ist dem neuen Regime in Chicago aber anscheinend bereits zu alt dafür. Hinzu kommen die zahlreichen Verletzungen, die Hicks in den letzten Jahren hatte, und die ein Karriereende in Chicago (das erklärte Ziel von Hicks) unwahrscheinlich machen. Wo kann es den 32-Jährigen also hin verschlagen?

Idealer Landingspot – Denver Broncos: Denver ist durch den Trade für Russell Wilson ganz klar in einer Win-Now-Situation und könnte eine bereits eindrucksvolle D-Line mit Hicks noch einmal verstärken. George Paton hat diese Offseason gezeigt, dass er aggressiv auf dem Markt vorgehen kann und Denver kann in der „Todes-Division“ AFC West jede Hilfe brauchen.

Duane Brown, Offensive Tackle


Browns PFF-Grade von 71,5 im Vorjahr war sein niedrigstes seit seiner Rookie-Saison 2008 - und das reicht immer noch für das solide Mittelfeld. Die Frage ist, ob 2021 für Brown nur ein Ausrutscher war oder ein Zeichen für die Zukunft. Das Problem mit Brown ist, dass er ein gestandener Routinier ist und wohl nicht für ein Butterbrot spielen wird. Doch welche Teams sind bereit, viel Geld in einen bereits 36 Jahre alten Left Tackle zu stecken? Für mich kommen eigentlich nur Titelanwärter infrage.

Idealer Landingspot – Los Angeles Rams: Die Rams haben über die letzten Jahre zwar Joe Noteboom als Ersatz für Andrew Whitworth (Karriereende) aufgebaut, doch wir alle wissen, wie aggressiv LA auf dem Markt sein kann. Sollte Les Snead die Chance wittern, Brown für vernünftiges Geld nach Kalifornien zu locken, wird er das tun.

Jadeveon Clowney, Edge


Clowney hatte im Vorjahr gegenüber von DPOY-Kandidat Myles Garrett heimlich, still und leise eine weitere starke Saison. Der 29-Jährige kam in 14 Spielen auf 37 Tackles und neun Sacks – das ist nur ein halber Sack weniger als sein Karrierebestwert. Kurzum: Clowney hat noch einiges im Tank und will dementsprechend noch einmal einen guten Vertrag einheimsen.

Idealer Landingspot – Cleveland Browns: Die Browns sollten alles versuchen, um Clowney zu halten. Sie haben den Cap Space, um mit potenziellen Offerten anderer Teams mitzugehen, und sind mit Deshaun Watson klar in einem Titelfenster. Stand jetzt würde es mich sehr überraschen, wenn Clowney nächstes Jahr nicht in Ohio auf Quarterback-Jagd geht.

Daniel Wolf

Daniel Wolf hat Sportjournalismus an der Hochschule Ansbach studiert und dort seine Leidenschaft für das „richtige“ Football entdeckt. Ist seit Andrew Lucks Mega-Playoff-Comeback gegen die Kansas City Chiefs lautstarker Supporter der Indianapolis Colts. Schreibt seit 2018 für TOUCHDOWN24, hauptsächlich im Bereich NFL. Stolzer Vize-Meister der TOUCHDOWN24-Fantasy-Liga.
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