Daniel Wolf

Kaum ein Team hatte 2021 eine bessere Offseason als die Cleveland Browns. Nachdem General Manager Andrew Berry im Vorjahr die Offense um Baker Mayfield aufpolierte, bekam heuer die Defense den richtigen Schliff. Das Ergebnis: Die Browns haben Stand heute einen der besten Roster der Liga und zählen zurecht zu den frühen Playoff-Favoriten in der AFC.
Der NFL Draft 2021 ist Geschichte und es ist an der Zeit für uns, ein kleines Fazit zu ziehen. Welche Teams haben bei der jährlichen Talente-Auswahl so richtig abgeräumt und wer ist eher hinter den Erwartungen zurückgeblieben? Hier sind meine Gewinner und Verlierer des Drafts.
Tag 2 des NFL Drafts 2021 liegt hinter uns und der erwartete Run auf die Quarterbacks ist tatsächlich eingetreten. Die Browns zeigen einmal mehr, dass sie derzeit zu den klügsten Franchises der Liga gehören, während die Broncos und Steelers für hochgezogene Augenbrauen sorgen. Was sonst noch an Tag 2 passierte, lest ihr hier bei TOUCHDOWN24.
Was die Aufgabe als Scout im NFL Draft 2021 und in jedem anderen Jahr so aufregend macht, ist die Möglichkeit, nach der ersten oder zweiten Runde echte Rohdiamanten zu finden, die niemand sonst auf der Rechnung hat. Spieler, die vielleicht noch nicht zu 100 Prozent für die Liga bereit sind, aber sich mit dem richtigen Training zu absoluten Superstars entwickeln können. Für solche Akteure hat sich im amerikanischen Sprachgebrauch der Begriff „Sleeper“ etabliert.
In der NFL geht es aus Team-Sicht immer ein wenig darum, Risiken gegen mögliche Belohnungen abzuwägen. Jeder General Manager ist deswegen ein bisschen ein Zocker und will stets auf das richtige Pferd setzen. Noch mehr als in der Free Agency gilt dieser Vorsatz für den NFL Draft – vor allem, weil die Implikationen eines bestimmten Picks oft erst viele Jahre danach sichtbar sind.
Letzte Woche habe ich mich in meiner Kolumne mit den schwächsten Positionsgruppen in der Liga beschäftigt – solche Units, bei denen im anstehenden NFL Draft noch viel passieren muss, um ligatauglich zu sein. Dabei ging es unter anderem um die Quarterback-Situation in Denver und den fehlenden Edge-Rush der Indianapolis Colts. Heute soll es um die stärksten Units gehen – und eines bereits vorweg: Sowohl die Broncos als auch die Colts sind erneut auf der Liste vertreten.
Die Free Agency liegt langsam hinter uns und auch wenn noch nicht jeder Star eine neue Franchise gefunden hat, richten sich die Augen der NFL-Community bereits auf den Draft. In nicht einmal einem Monat wird Commissioner Roger Goodell die lang erwarteten Worte sprechen: „The Jacksonville Jaguars are on the clock!“ Deswegen will ich in meiner heutigen Kolumne im Rahmen eines Zweiteilers auf die schwächsten Positionsgruppen in der Liga eingehen, nächste Woche folgen dann die besten Gruppen.
Die großen Schlagzeilen in der Free Agency machen die Verpflichtungen in den ersten beiden Wochen. Dann gehen die echten Superstars vom Board - die Spieler, von denen sich Fans direkt den Namen aufs neue Trikot drucken lassen. Doch spätestens, wenn die erste Welle an Spielern vorbei ist, gibt es eine zweite und dritte, bei denen General Manager echte Steals landen können.
Die erste Woche der Free Agency liegt hinter uns und viele Franchises haben trotz des niedrigen Salary Caps eine echte Shopping-Tour hingelegt. Doch wie uns die Erfahrung zeigt, sind es oft gar nicht die großen Splash-Verpflichtungen, die am Ende des Tages den Unterschied machen. Genauso häufig sind es die kleinen Signings, die zunächst unter dem Radar fliegen, die sich am Ende als die besten Deals herausstellen. Heute werfe ich einen Blick auf die fünf am meisten unterschätzten Signings der letzten Tage.
Noch bevor die Free Agency am morgigen Mittwoch offiziell losgeht, gab es die erste dicke Überraschung: Aaron Jones bleibt für vier weitere Jahre in Green Bay! Nachdem die Packers den Runningback nicht mit dem Franchise Tag belegt hatten, gingen fast alle Liga-Beobachter davon aus, dass der 26-Jährige seinen letzten Snap in Grün und Gold gespielt hat. Die Entscheidung der Packers pro Jones reiht sich in eine Vielzahl an zweifelhaften Moves der Franchise in den letzten beiden Jahren ein – und das aus zahlreichen Gründen.

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