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Achtung, heiß! Diese Head Coaches sitzen 2023 auf dem Hot Seat

Brandon Staley (m.) muss 2023 mehr aus Justin Herbert (r.) herausholen, wenn er seinen Job behalten will.
IMAGO / USA TODAY Network

Es gibt zahlreiche Wege, wie Coaches auf dem Hot Seat landen können. Entweder haben sie bislang zwar Resultate geliefert, aber nicht aus das Maximum aus ihren Spielern herausgeholt. Oder sie lassen die Ergebnisse vermissen, auch wenn es Hoffnung auf Steigerung gibt. In einer immer schnelllebigeren (Sport-)Welt reichen aber bereits Kleinigkeiten aus, um als Trainer am Ende einer Spielzeit auf der Straße zu sitzen. Welche Coaches ernsthafte Kandidaten für eine Entlassung am „Black Monday“ nach der Saison sind, zeigen wir von TOUCHDOWN24 euch heute.


Brandon Staley, Los Angeles Chargers


Staley hat seit Jahren ein talentiertes Chargers-Team um sich herum, ist bis dato aber daran gescheitert, das Maximum aus Stars wie Justin Herbert herauszukitzeln. In der Offseason reagierte das Front-Office und holte sich mit Kellen Moore, ehemaliger Offensive Coordinator in Dallas, einen ausgewiesenen Passspiel-Experten in den Coaching-Staff. Er wird sich an der Aufgabe versuchen, Herbert endlich mit mehr Risiko spielen zu lassen. Dass ein Talent wie der 25-Jährige regelmäßig wie einer der konservativsten Quarterbacks der Liga auftritt und in den letzten beiden Spielzeiten nur Rang 29 bei PFFs „Big-Time Throw Rate“ belegt, ist mehr als bedenklich.

Auf der anderen Seite des Balles, um die sich in erster Linie Staley selbst kümmert, sieht es nicht viel besser aus. Im Vorjahr lagen die Chargers gemäß EPA (Expected Points Added) pro Spielzug nur im Mittelfeld und bei der Rate an zugelassenen Scoring-Drives gar nur auf Platz 20. Natürlich ist es in einer Division mit den Chiefs und Patrick Mahomes schwierig, dauerhaft Erfolg zu haben und Playoffs zu spielen. Doch Staleys Chargers müssen 2023 zumindest Verbesserungen in den wichtigen Bereichen zeigen, sonst könnte der 40-Jährige schnell auf der Straße sitzen.

Kevin Stefanski, Cleveland Browns


Es ist nicht zwangsläufig der Fehler von Stefanski, doch die Browns haben in den letzten Spielzeiten mit ihren Offseason-Moves eine Menge Druck auf ihre Schultern geladen und sollte das Kartenhaus 2023 erneut zusammenbrechen, wird Stefanski wohl seinen Kopf dafür hinhalten müssen. Der größte Gamble war natürlich die Verpflichtung von Deshaun Watson, der im Vorjahr grauenhaft spielte – sein PFF-Grade von 55.3 war nur marginal besser als das der Rookies Desmond Ridder (Falcons) und Sam Ehlinger (Colts).

Cleveland hat in dieser Offseason eine Menge dafür getan, dass Superstar Myles Garrett in der Defense mehr Unterstützung bekommt und gleichzeitig das Waffenarsenal um Watson herum erweitert (Elijah Moore in der Free Agency, Cedric Tillman im Draft). Doch wenn Watson nicht auf sein Level früherer Tage zurückfindet und die Division frühzeitig außer Reichweite ist, sehe ich kaum, dass Stefanski diese Spielzeit als Head Coach in Ohio überdauert.

Mike McCarthy, Dallas Cowboys


So sehr Jerry Jones, seines Zeichens Owner der Dallas Cowboys, auch den Eindruck eines impulsiven und ungeduldigen Chefs macht, kann er doch unglaublich geduldig sein, wenn es um seine Head Coaches geht, die er regelmäßig medial unter den Bus wirft. Irgendwann geht aber auch Jones' Geduld zu Ende und wenn die Cowboys 2023 erneut eine unterdurchschnittliche Saison spielen, wird es schwer für McCarthy sein, seinen Job zu behalten.

Aufgrund des Abgang von Offensive Coordinator Kellen Moore nach Los Angeles hat McCarthy nun noch mehr Macht über die Offense, die rein von den Namen mit jedem NFC-Team (vielleicht mit Ausnahme von Philly) mithalten kann. Mit mehr Kontrolle kommt aber auch mehr Verantwortung, wie McCarthy sicher weiß. Der 59-Jährige ist lange genug im Business, um zu wissen, wann sich die Schlinge um seinen Hals zuzieht. Ob das 2023 der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

Josh McDaniels, Las Vegas Raiders


McDaniels ist nach nur einem Jahr in Las Vegas bereits auf dem Hot Seat. Als eher unüblicher Fall für eine Coaching-Karriere hatte der 47-Jährige vor einem Jahrzehnt die Möglichkeit, sich bei den Denver Broncos zu beweisen, scheiterte aber krachend, bevor er seinen Ruf bei den New England Patriots wiederherstellte. Die Aufgabe als Cheftrainer in Vegas war seine Chance, allen zu beweisen, dass er aus seinen Fehlern in Denver gelernt hat und als Head Coach liefern kann, doch bis dato macht McDaniels einen konfusen Eindruck. Die Raiders feuerten Derek Carr, um ihn dann in Jimmy Garoppolo mit einem anderen Routinier zu ersetzen. Umbruch? Strategische Neuausrichtung? Fehlanzeige.

Später kam dann heraus, dass Garoppolo möglicherweise nicht einmal zu 100 Prozent fit ist. Die Raiders waren anscheinend ausreichend besorgt darüber, dass sie eine Klausel in Garoppolos Vertrag inkludieren ließen, um sich im Falle des Falles günstig von dem 31-Jährigen zu trennen. So klug das aus finanzieller Sicht auch ist, ein Ausfalls Garoppolos würde die Raiders ohne bewährte QB-Option zurücklassen – und das in einem Make-or-Break-Jahr für McDaniels. Nehmen wir dann noch die schwere Division mit den Chiefs, Chargers und Broncos dazu, ist McDaniels ein offensichtlicher Hot-Seat-Kandidat.

Todd Bowles, Tampa Bay Buccaneers


Die Ironie bei Bowles ist, dass Bruce Arians (zumindest laut eigener Aussage) als Head Coach der Bucs vor zwei Jahren zurückgetreten ist, um Bowles eine Chance als Trainer eines Teams mit einem elitären Quarterback zu geben, um zu vermeiden, dass er nach seinem und Tom Bradys Karriereende direkt auf dem Hot Seat landet. Nun, die Bucs haben letztes Jahr nie ihre PS auf den Rasen bekommen und Bradys letztes Jahr in der NFL wurde zu einer großen Enttäuschung.

Jetzt geht Bowles als Coach eines Teams in die Saison, das von Baker Mayfield und Kyle Trask anstelle des GOAT angeführt wird. Bowles wird die Defense vermutlich auf Kurs halten können, aber wenn sich die Quarterback-Situation nicht noch ändert (wovon wir Stand heute nicht ausgehen sollten), wird es ein hartes Jahr für Tampa. Back-to-back Jahre mit weniger Siegen könnten sich als Verhängnis für Bowles herausstellen, auch wenn er eher ein Opfer der Umstände und weniger die Ursache für den Abstieg ist.


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