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Viele Junge und ein paar alte Bekannte: Nationalmannschaft nimmt Fahrt auf

Ein altbekanntes Gesicht im Nationaltrikot: Patrick Poetsch (#30) von Düsseldorf Rhein Fire - daneben Peter Arentsen von den Allgäu Comets (diesmal nicht nominiert) Ein altbekanntes Gesicht im Nationaltrikot: Patrick Poetsch (#30) von Düsseldorf Rhein Fire - daneben Peter Arentsen von den Allgäu Comets (diesmal nicht nominiert) IMAGO / East News
Nachdem im vergangenen Herbst zwei Sichtungscamps der Deutschen Nationalmannschaft stattgefunden haben, hat Teamchef Jordan Neuman kürzlich insgesamt 103 Spieler in den erweiterten Kader der Deutschen Nationalmannschaft berufen. Weiter geht es am Wochenende des 30. April und 1. Mai 2022, wenn es zu einem Camp Weekend kommt, wo es dann um den finalen Kader für ein Testspiel gegen Österreich geht.




Auffallend ist, dass es sich um einen weitestgehend jungen Kader handelt, der von Neuman wohl auch in Hinblick auf die Weltmeisterschaft zusammengestellt ist, die 2023 in Deutschland stattfinden wird. Neben Deutschland haben sich für die WM-Endrunde bereits die USA als Titelverteidiger sowie Australien als Ozeanien-Vertreter und Schweden sowie Italien als Finalisten der Europameisterschaft von 2021 qualifiziert. Hinzu kommen jeweils ein Vertreter aus Afrika, Asien und aus Nord- oder Südamerika.


Der größte Name des erweiterten Kaders ist aktuell Moritz Böhringer. Der Tight End der Schwäbisch Hall Unicorns aus der German Football League hat mit seiner NFL-Vergangenheit bei den Minnesota Vikings und Cincinnati Bengals den bekanntesten Namen des Rosters. Ansonsten sind nur zwölf Spieler dabei, die bei den World Games 2017 bereits zum deutschen Kader gehörten. In der Offense sind das Quarterback Sonny Weishaupt (Marburg Mercenaries/German Football League), die Fullbacks Leon Helm (Saarland Hurricanes/GFL) und Patrick Poetsch (Düsseldorf Rhein Fire/European League of Football) sowie Wide Receiver Max Zimmermann (Berlin Adler/GFL), Tight End Nicolai Schumann (Berlin Thunder/ELF) und Right Tackle Aaron Wahl vom Deutschen Meister Dresden Monarchs.


Wer wird nur Starting Quarterback Deutschlands?


Hinzu kommen in der Defense Nose Tackle Marc Anthony Hor, Linebacker Sebastian Silva Gomez (beide von ELF-Champion Frankfurt Galaxy) sowie die Defensive Backs Richard Grooten und Till Jansen (beide Düsseldorf Rhein Fire), Christian Köppe von den Unicorns und Joshua Poznanski (Galaxy). Interessant wird die Frage, welcher Quarterback Deutschland nach der langen Länderspiel-Pause aufs Feld führen wird. Alexander Haupert hat seine Karriere mittlerweile beendet, somit geht wohl Weishaupt als Favorit ins Rennen, war er doch als einziger Quarterback des vorläufigen Kaders bereits 2017 dabei und kann mittlerweile auf 11.787 Passing Yards und 100 Touchdown-Pässe in seiner GFL-Karriere zurückblicken. Neben ihm dürfte sich wohl Salieu Ceesay von den Hamburg Sea Devils die größten Hoffnungen machen.


Die weiteren Kandidaten lauten Moritz Johannknecht, der einen herausragenden Ruf genießt, sein Engagement bei der Frankfurt Galaxy als Backup hinter Jakeb Sullivan aber beendet hat, sowie Dresden-Monarchs-Backup Marvin Schöne und die beiden GFL2-Starter Michel Fritsche (Langenfeld Longhorns) und Niklas Gorny (Paderborn Dolphins). Jan Weinreich, der in der ersten ELF-Saison bei den Cologne Centurions auf sich aufmerksam gemacht hat, steht aus persönlichen Gründen wohl nicht zur Verfügung.
Markus Schulz

Markus Schulz arbeitet seit 2009 beim Sport-Informations-Dienst in Köln. Seine Leidenschaft für den American Football entdeckte der Familienvater bereits mit elf Jahren während Super Bowl XXIII. 2017 schloss sich Schulz TOUCHDOWN24 zudem als Chefredakteur an. Außerdem hat der gebürtige Mönchengladbacher mehrere Bücher über den US-Sport publiziert und engagiert sich ehrenamtlich als Pressesprecher bei seinem örtlichen Football-Verein Remscheid Amboss.
Twitter: @ELFinsider
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