Anmelden



- Werbung -

Keine 40 Tage mehr – die USFL steht in den Startlöchern

USFL statt NFL: Kyle Lauletta versucht einen neuen Anlauf im Profi-Football USFL statt NFL: Kyle Lauletta versucht einen neuen Anlauf im Profi-Football IMAGO / Pro Sports Images
Am 16. April startet die United States Football League (USFL) in ihre Premieren-Saison. Zwei Jahre nach dem vorzeitigen und Corona-bedingten Aus der XFL steht eine neue Frühlingsliga in den Startlöchern. Im Eröffnungsspiel treffen die Birmingham Stallions auf die New Jersey Generals.




Für das erste Spektakel hatte die USFL bereits Ende Februar gesorgt. Die insgesamt acht teilnehmenden Teams haben ihre Roster in einem Draft weitestgehend zusammengestellt. Einige Namen sind dabei durchaus aus der großen NFL bekannt. Quarterback Kyle Lauletta war 2018 Viertrundenpick der New York Giants und wurde nun als siebter Spieler von den Pittsburgh Maulers einberufen. Jordan Ta`amu wurde zwar nicht in die NFL gedraftet, stand seit 2019 aber schon bei fünf NFL-Teams unter Vertrag – ohne je im aktiven Roster gewesen zu sein. Ta`amu wurde als Second Overall Pick von den Tampa Bay Bandits gepickt.



Die Michigan Panthers, die das allererste Pickrecht hielten, entschieden sich für Quarterback Shea Patterson und hielten den ehemaligen Michigan Wolverine so im Heimatstaat. Nachdem er sich 2020 ungedraftet nicht für den finalen Roster der Kansas City Chiefs empfehlen konnte, verdiente Patterson sich seine Sporen zuletzt in der Canadian Football League bei den Montreal Alouettes. Als zweiten Quarterback holten die Panthers, die übrigens von Jeff Fisher trainiert werden, Paxton Lynch. Lynch war 2016 Erstrundenpick der Denver Broncos, scheiterte aber am großen Erbe von Peyton Manning und etablierte sich auch später bei den Pittsburgh Steelers nicht.


Viele Spieler mit NFL-Luft


Als interessant könnte sich die Auswahl der New Orleans Breakers erweisen. Das Team aus Louisiana holte mit Pickrecht acht Kyle Sloter als Quarterback. Der Dual-Threat-Spielmacher ist schnell, groß und hat trotzdem einen starken Arm. Etliche NFL-Teams wie die Minnesota Vikings oder Denver Broncos hatten sich bereits mit Sloter beschäftigt und können ihn nun erstmal in der USFL unter professionellen Bedingungen beobachten.

Nachdem die Quarterbacks vom Board waren, ging es in den weiteren Runden um Spieler anderer Positionen. Wenig verwunderlich, dass erneut viele Spieler ausgewählt wurden, die bereits NFL-Luft geschnuppert haben. Pass Rusher Davin Bellamy landete ebenfalls bei den Breakers und bringt Erfahrung von den Houston Texans mit. Aaron Adeoye war schon für die Baltimore Ravens und New York Jets aktiv und bekam nun einen Vertrag bei den Birmingham Stallions. Weitere interessante Namen: Offensive Tackle Chidi Okeke (Pittsburgh Maulers), und Brandon Hintner (Houston Gamblers). Der wahrscheinlich bekannteste Ex-NFL-Spieler ist Wide Receiver Eli Rogers von den Bandits. In vier Jahren bei den Pittsburgh Steelers (2015 bis 2018) fing er immerhin vier Touchdowns.


Modus und Co.


Die acht Teams sind in zwei Divisionen aufgeteilt. Die Birmingham Stallions, Houston Gamblers, New Orleans Breakers und Tampa Bay Bandits bilden die South Division, die Michigan Panthers, New Jersey Generals, Philadelphia Stars und Pittsburgh Maulers bilden den Norden. Auf jedes Team kommen zehn Saisonspiele zu, wobei es zu jeweils zwei Duellen mit den Teams der eigenen Division kommt und zu immer einer Partie mit den Mannschaften der anderen Division.

Interessant: Alle Spiele finden in Birmingham, Alabama, statt. Als Stadien stehen dabei das Protective Stadium und das Legion Field zur Verfügung. Die Playoffs finden hingegen ab dem 25. Juni im Tom Benson Hall of Fame Stadium in Canton, Ohio, statt. Der erste Champion wird am 3. Juli gekürt. Finanziert wird die Liga unter anderem von TV-Sender FOX, der auch die Rechte an den Spielen hält und bereit ist, in den ersten drei Jahren bis zu 200 Millionen US-Dollar in die USFL zu investieren.
Markus Schulz

Markus Schulz arbeitet seit 2009 beim Sport-Informations-Dienst in Köln. Seine Leidenschaft für den American Football entdeckte der Familienvater bereits mit elf Jahren während Super Bowl XXIII. 2017 schloss sich Schulz TOUCHDOWN24 zudem als Chefredakteur an. Außerdem hat der gebürtige Mönchengladbacher mehrere Bücher über den US-Sport publiziert und engagiert sich ehrenamtlich als Pressesprecher bei seinem örtlichen Football-Verein Remscheid Amboss.
Twitter: @ELFinsider
Nach Oben