IMAGO / Oliver Hardt

Das neue AFVD-Präsidium um Präsident Fuad Merdanovic räumt weiter mit der Vergangenheit auf. Jetzt wurden etliche laufende Verträge gekündigt, zudem richtet der AFVD zusammen mit dem GFL als Liga das Finale wieder selbst aus.

  • Endspiel um die Deutsche Meisterschaft bekommt neuen Namen
  • "Kein Unrechtsbewusstsein"
  • Anwälte prüfen Anhaltspunkte für strafrechtliches Verhalten

So, wie es aussieht, hat das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft damit auch einen neuen Namen erhalten. Dies gab der AFVD auf der außerordentlichen Bundesversammlung am zurückliegenden Samstag bekannt. Statt um den German Bowl geht es zukünftig in der GFL-Finale. Zudem hat das AFVD-Präsidium laufende Verträge, die nach eigener Annahme unrechtmäßig geschlossen worden sind, fristlos gekündigt. Teileweise haben diese Verträge den AFVD bis ins Jahr 2033 gebunden. In besonderem wurde dabei der Vertrag mit der von Ex-AFVD-Präsident Robert Huber geführten GFS GmbH genannt, die die Rechte am German Bowl hält, die Risikohaftung aber an den AFVD schiebt, die eigentlich der Ausrichter zu tragen habe.

Der Termin des kommenden GFL-Finales ist weiterhin auf den 14. Oktober 2023 terminiert. Ob Frankfurt allerdings weiterhin Spielort bleibt, steht noch nicht fest. “Wir bedauern es sehr, dass die drei ehemaligen Präsidiums-Mitglieder Robert Huber, Thomas Meyer und Josef Andres, die für die Unterzeichnung der zahlreichen Verträge und Überweisungen verantwortlich sind, sich ihrer Verantwortung nicht stellen“, sagte Merdanovic. “Es gibt auch anscheinend kein Unrechtsbewusstsein darüber, dass der Verband finanziell komplett ausgehöhlt wurde und auf Jahre in die Zukunft gelähmt wäre“, so der AFVD-Präsident weiter.

Rückforderung von Zahlungen

Außerdem fordert der AFVD bereits vom alten Vorstand gezahlte Miete für die gekündigte Geschäftsstelle sowie einen hohen fünfstelligen Betrag, der nach Meinung des AFVD unrechtmäßig an die GFS GmbH überwiesen wurde, zurück. In einem Statement schreibt der AFVD: “Trotz der großen Bürde, die das abgewählte Präsidium dem AFVD hinterlassen hat und der Ungewissheit, ob die zurückgeforderten Beträge jemals gezahlt werden, überwog die Dankbarkeit der Delegierten über die Gewissheit, dass sich die seit mehr als 15 Jahren immer wieder aufgebrachten Vorwürfe gegen Robert Huber leider bestätigt haben.“

Die vom AFVD beauftragte Anwaltskanzlei prüft zudem, ob es Anhaltspunkte für strafrechtliches Verhalten des alten Vorstands gibt.

Über den/die Autor/in
Markus Schulz

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