2017 letztmals bei den World Games bei internationalen Spielen dabei: die deutsche Nationalmannschaft - Foto: IMAGO / East News

 

Die IFAF, der Weltverband des American Footballs, hat die für 2023 in Deutschland geplante Weltmeisterschaft um zwei Jahre - auf 2025 - verschoben. Die bereits qualifizierten Nationen sollen ihr WM-Ticket behalten, IFAF und Deutschlands Dachverband AFVD wollen in Kürze Gespräche über die Ausrichtung aufnehmen – womöglich kann Deutschland Gastgeber bleiben.

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“Das globale Wirtschaftsklima sorgt für eine Zeit der Unsicherheit. Nachdem wir eine vollständige Risikobewertung mit unseren Partnern durchgeführt haben, halten wir es daher für ratsam, die Veranstaltung auf 2025 zu verschieben. Wir werden sofort Gespräche mit AFVD aufnehmen“, sagte IFAF-Direktor Roope Noronen.

Damit, sofern es bei der Ausrichtung in 2025 bleibt, hat dann zehn Jahre keine Weltmeisterschaft im American Football mehr stattgefunden. 2015 hatte Gastgeber USA im Finale gegen Japan letztmals den Titel gewonnen, die WM 2019 in Australien war dann aufgrund von Logistikproblemen abgesagt worden. Bereits für die kommende WM qualifiziert sind neben Gastgeber Deutschland und Titelverteidiger USA Ozeanien-Vertreter Australien sowie 2021-Europameister Italien und Vize-Europameister Schweden.

 

Vertreter Afrikas erstmals dabei

 

Deutschland hatte nach der internationalen Isolation des deutschen Dachverbandes AFVD nicht an der zurückliegenden Europameisterschaft teilgenommen. Ob Deutschland qualifiziert bleibt, selbst wenn die WM 2025 in ein anderes Land vergeben wird, ist aktuell offen. Ziel der Gespräche sollte allerdings sein, dass der AFVD auch 2025 Gastgeber sein wird. Jeweils ein Teilnehmer aus Asien, Afrika und Nord- oder Südamerika sollen das achtköpfige Teilnehmerfeld für die WM noch komplettieren.

Kompliziert erscheint die Situation in Europa, da mit Italien und Schweden zwei Nationen ihr WM-Ticket behalten sollen. 2024 findet aber bereits die nächste Europameisterschaft mit womöglich neuen Finalteilnehmern statt, die dann 2025 nach aktueller Planung dennoch nicht bei der WM dabei wären.