Stark vom Abstieg gefährdet: Jonas Lohmann und die Frankfurt Universe
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Wieder einmal gab es eine hohe Niederlage. Das 10:62 bei den Allgäu Comets bedeutete für die Frankfurt Universe die siebte Niederlage im siebten Saisonspiel der German Football League. Die Lage scheint aussichtlos, doch es gibt noch eine letzte Hoffnung.

 

Es hilft kein Rückblick auf das was einst mal war. 2018 stand die Frankfurt Universe noch im German Bowl und verlor gegen die Schwäbisch Hall Unicorns denkbar knapp mit 19:21. Ein verschossenes Fieldgoal bei auslaufender Uhr begrub damals die Meisterschaftshoffnungen der Hessen. Es scheint eine einmalige Titelchance in der Vereinsgeschichte der Frankfurter gewesen zu sein, der nächste German Bowl ist in weiter Ferne.

Seitdem ist viel passiert, der nahende Abstieg drückt wie ein Damoklesschwert auf die Schultern der “Men in Purple“. Durch die Gründung der Frankfurt Galaxy in der European League of Football musste die Universe komplett neu aufgebaut werden. Dem Abstieg in Jahr eins entging die Universe nur knapp durch einen Sieg durch Wertung über die Allgäu Comets, die wegen eines Coronafalls nicht zum Duell antraten. Und durch einen 30:27-Erfolg am letzten Spieltag über die Marburg Mercenaries. Statt den Frankfurtern, die objektiv betrachtet das schwächste Team der 2021er Saison stellten, stiegen die Stuttgart Scorpions – ebenfalls durch die Gründung eines ELF-Teams gebeutelt – ab. Das direkte Duell hatten die Schwaben gegen die Universe dabei sogar mit 55:20 gewonnen.

Gute Erinnerungen: Jetzt zweimal gegen Marburg

Ein Ergebnis, das auch in diesem Jahr gut in den Saisonverlauf der Hessen passen würde. Die knappste Pleite gab es beim 20:42 im Heimspiel gegen die Saarland Hurricanes, ansonsten dominieren Ergebnisse wie eben jenes 10:62 bei den Comets - die ihrerseits damit ihren dritten Sieg in Folge feierten und damit Kurs auf die Playoffs genommen haben. Die letzte Hoffnung der Frankfurter bietet sich indes in den kommenden beiden Spielen, wenn es zweimal gegen die Marburg Mercenaries geht, gegen die man ja den bisher einzigen Sieg auf dem Platz seit dem großen Umbruch eingefahren hatte.

Marburg selbst ist dabei direkter Konkurrent um den Klassenverbleib, haben die Mercenaries doch selbst erst eins von sieben Saisonspielen gewonnen. Sollten den Frankfurtern, die mit Abstand die schwächste Defense der gesamten GFL stellen – und die zweitschlechteste Offense – tatsächlich abermals ein Coup gegen die Marburger gelingen, dann würde man dem eigentlich unvermeidbaren Abstieg bereits ein zweites Mal entrinnen. In der Relegation, die man als Tabellenletzter ja spielen müsste, würde man nach aktuellem Stand übrigens auf die Ingolstadt Dukes treffen. Die Bayern scheinen sich zwei Jahre nach ihrem ELF-Schock rehabilitiert zu haben und stehen vor der Rückkehr ins deutsche Football-Oberhaus.

Über den/die Autor/in
Markus Schulz

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