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GFL - German Football League

Auswärtserfolg nach holprigem Start für die Schwäbisch Hall Unicorns

Unicorns gewinnen ihr erstes Auswärtsspiel der Saison in Kirchdorf mit 10:36. Foto © Manfred Löffler

Zwei Viertel ohne gegnerische Punkte reichen den Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag im Spiel gegen die Kirchdorf Wildcats zum ersten Auswärtserfolg der Saison 2024. Nach einem zögerlichen Beginn führte man zur Pause bereits 7:16 und konnte diese Führung bis zum Ende der Partie dank einer konzentrierten zweiten Halbzeit auf 10:36 ausbauen.

Dass sich aufgestiegene Teams auf dem Spielfeld oft aus der Trickkiste bedienen, haben die Unicorns insbesondere in den ersten Spielen einer Saison schon öfter erfahren dürfen. Mit dem Aufgebot ihres weder angekündigten noch im offiziellen Internet-Roster der Wildcats aufgelisteten amerikanischen Quarterback Armani Edden entschieden sich die Kirchdorfer am Samstag allerdings für einen Schachzug, der mit Blick auf die sportliche Fairness unter den Bundesligisten eher verpönt ist. „Unsere Defense musste sich auf diesen Spielertyp erst einmal einstellen“, stellte auch Head Coach Christian Rothe nach dem Spiel fest.

Anfangs spielte der neue Spielmacher der Wildcats aber noch keine Rolle, da die Haller zuerst im Angriffsrecht waren. Schon mit dem zweiten Spielzug gelang es Julius Klenk den Pass seines Quarterbacks Conor Miller weit über das Feld zu tragen. Allerdings spielte man im Anschluss erfolglos einen vierten Versuch aus, weshalb der Ballbesitz ohne Punkte wechselte. Nun zeigten sich direkt die Qualitäten Armani Eddens, der gekonnt durch schnelle kurze Pässe und eigene Läufe das Spiel bis tief in die Hälfte der Einhörner dirigierte. Ein kurzer Lauf aus zwei Yards ermöglichte in der Folge die ersten Punkte der Partie durch Tom Stecher (PAT Baris Dasar). Die Haller blieben ihre Antwort jedoch nicht lange schuldig: Nach starker Vorarbeit Aurieus Mintons, der einhändig fangend im Anschluss noch viele zusätzliche Yards machte, konnten die sicheren Hände Julius Klenks einen 43-Yards-Pass zum 7:7-Ausgleich (PAT Tim Stadelmayr) tragen.

Mit dem Wechsel in das zweite Viertel mussten sich die Hausherren schnell von ihrem nachfolgenden Ballbesitz trennen. Der erneut sehr dominant auftretende Haller Jason-Matthew Sharsh brachte sich danach vor allem durch seine Yards after Catch in die Köpfe der gegnerischen Defense und tanzte mehrfach seine Gegner schwindelig. Trotzdem erreichten die Haller zum zweiten Mal in diesem Spiel nicht die Endzone und gaben erneut nach vier Versuchen durch fehlende zwei Yards den Ball an die Wildcats zurück. Ein zu hoher Snap war aber dafür verantwortlich, dass den Unicorns ein Safety zum von den Hausherren geschenkt wurde. Die daraus resultierende Führung, die bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand gegeben wurde, führte aber nicht sofort zu mehr Stabilität im Spiel, sodass sich beide Mannschaften nachfolgend durch Punts befreien mussten. Dies gelang dabei den Unicorns deutlich besser als den Niederbayern, weshalb man tief in deren Endzone erneut in Ballbesitz kam. Dabei ließ sich Magnus Bumiller nicht lange bitten und fing einen 25-Yards-Pass Millers (PAT Tim Stadelmayr) zur 7:16-Halbzeitführung.

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Die in der Halbzeit durchgeführten Anpassungen trugen im dritten Viertel durch Monteze Latimore, der einen Pass abfangen konnte, direkt Früchte. Die Veredelung dieser Interception übernahm Jason-Matthew Sharsh aus 13 Yards zum 7:22. Weitere Punkte blieben in diesem Viertel vor allem dank starker Aktionen der jeweiligen Verteidigungslinien aus. 

Nach den Punkten im ersten Viertel erreichten die Wildcats erst wieder im letzten Viertel das Scoreboard. Allerdings mussten sie sich dabei mit einem Fieldgoalversuch aus 45 Yards Entfernung begnügen, den Baris Dasar sicher zum 10:22 verwandelte. Im darauffolgenden Kickoffreturn zeigte Jason-Matthew Sharsh dann, dass seine zwei Return-Touchdowns aus dem Spiel gegen Kempten keine Eintagsfliege bleiben sollten und wiederholte sein Kunststück dieses Mal aus 90 Yards zum zwischenzeitlichen 10:29. Da die Kirchdorfer danach erneut durch die Haller Defense in Person von Kerim Altunbas im vierten Versuch gestoppt werden konnten, gelangen die Haller schnell wieder in Ballbesitz. Diesen münzte Lars Kozlowski im zweiten Versuch dank guter Blocks seiner Mitspieler mit einem sehenswerten Lauf über 64 Yards in weitere Punkte und zum Endstand von 10:36 (PAT Tim Stadelmayr) um.

Einer insgesamt guten Leistung vor allem in der Defense ging am Samstag ein eher durchwachsener Start voraus und so resümierte Halls Head Coach Christian Rote nach dem Spiel: „Die Offense hatte heute vor allem im Passspiel Abstimmungsprobleme. Der Defense gelang es oft nicht, genug Druck auf dem Quarterback auszuüben, sie konnte sich über das Spiel hinweg aber steigern.“ Bevor in drei Wochen die Saarland Hurricanes zu Gast im OPTIMA Sportpark sein werden, müsse die spielfreie Zeit vor allem zur Regeneration und für weiteres Training genutzt werden. Rothes Fazit: „10:36 ist ein gutes Ergebnis gegen einen hochmotivierten Aufsteiger!“

Die Punkte für Schwäbisch Hall erzielten: Jason- Matthew Sharsh (12), Julius Klenk (6), Magnus Bumiller (6), Lars Kozlowski (6), Tim Stadelmayr (4), Defense (2).

Viertelergebnisse: 7:7 / 0:9 / 0:6 / 3:14 / Final 10:36

Alle Punkte:

7:6 – Tom Stecher – 2-Yards-Lauf (PAT Baris Dasar)

7:7 – Julius Klenk – 43-Yard-Pass von Conor Miller (PAT Tim Stadelmayr)

7:9 – Safety

7:16 – Magnus Bumiller – 25-Yard-Pass von Conor Miller (PAT Tim Stadelmayr)

7:22 – Jason-Matthew Sharsh – 13-Yard-Pass von Conor Miller (PAT failed)

10:22 – Baris Dasar – 45-Yards-Fieldgoal

10:29 – Jason-Matthew Sharsh – 90-Yard Kickoffreturn-Touchdown (PAT Tim Stadelmayr)

10:36 – Lars Kozlowski – 64-Yards-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

Quelle: PM Schwäbisch Hall Unicorns


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