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Pat Mahomes spielt jedes Jahr um den Super Bowl

Pat Mahomes gewinnt zum dritten Mal in vier Jahren die AFC Championship und steht erneut im Super Bowl. Credit: Imago Images / USA Today / Jay Biggerstaff

Die Kansas City Chiefs stehen zum dritten Mal in vier Jahren im Super Bowl. Beim “Aussetzer” im Vorjahr war nur eine Runde vorher Schluss. Eigentlich besitzt die NFL Regeln, die für Ausgeglichenheit sorgen und eine dauerhafte Favoritenrolle umso mehr erschweren. Mit Patrick Mahomes in deinen Reihen spielst du aber jedes Jahr um den Titel. Sogar wichtige Abgänge vor der Saison ändern daran nichts. Das verdient höchste Anerkennung. 

Wenn in der NFL der Quarterback mit einem hoch dotierten Vertrag ausgestattet wird, bedeutet dies auf der einen Seite, dass ein Team nun zu 100 Prozent auf das Gesicht ihrer Franchise setzt und andererseits weniger Ressourcen zur Verfügung hat, damit die Mannschaft um den Spielmacher herum stark besetzt ist. Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs ist so ein Franchise Player. Bei seiner Vertragsverlängerung stattete General Manager Brett Veach sein Juwel mit einem Vertrag über zehn Jahre und durchschnittlich 45 Millionen US-Dollar pro Saison aus, musste aber gleichzeitig den wichtigsten Passempfänger in Tyreek Hill ziehen lassen. 

 

Pat Mahomes kassiert 45 Millionen im Jahr

Ein Juwel wie Mahomes lässt sich eine Franchise viel Geld kosten. Bei einer von der Liga aktuell vorgeschriebenen Gehaltsobergrenze, dem Salaray Cap, von 224,8 Millionen US-Dollar kassiert Mahomes alleine über 20 Prozent des kompletten Geldes, was die Chiefs aljährlich für alle 53 Spieler im Kader ausgeben dürfen. 

„Jeder wusste, wie die nächsten zwei oder drei Jahre aussehen würden und wie viele Spieler wir möglicherweise entlassen müssten und wie schwierig die Dinge werden würden“, begründete General Manager Brett Veach sowohl die Vertragsverlängerung von Mahomes als auch den Abgang seines Star-Receivers Tyreek Hill in der letzten Offseason.  

Letzterer konnte von Veach über die Free Agency oder per Trade nicht kompensiert werden. Der Markt für Veteran-Receiver geriet im letzten Jahr ziemlich aus dem Ufer und die Chiefs konnten deshalb erst in der zweiten Phase auf dem Transfermarkt zuschlagen. Da waren alle besonderen Passempfänger, wie Davante Adams oder Super-Bowl-Kontrahent A.J. Brown von den Philadelphia Eagles schon weg. 

Die Neuzugänge Marquez Valdes-Scantling und JuJu Smith-Schuster brachten es in der Vorsaison bei ihren Teams gemeinsam auf nicht einmal die Hälfte der Produktivität von Tyreek Hill in Sachen gefangene Pässe, Yards und Touchdowns. Zweifel daran, ob ein solcher Wandel nicht nur langfristig, sondern auch kurzfristigen Erfolg garantieren kann, hegten nicht nur Fans, sondern kamen auch im eigenen Team auf. Doch Mahomes erinnerte alle daran, dass diese Skepsis unbegründet ist. 

 

Pat Mahomes antwortet mit MVP-Saison

Anfangs stotterte der Motor noch etwas. Eine Chemie zu den neuen Receivern, zu denen sich noch Rookie Skyy Moore nach dem NFL Draft und Kadarious Toney per Trade gesellten, musste erst aufgebaut werden. Zwei der drei Saisonniederlagen kassierten die Chiefs in den ersten sechs Spielen, darunter auch eine Klatsche gegen die Indianapolis Colts, die es später nicht einmal annähernd in die Playoffs schafften. 

Doch Mahomes blieb geduldig, ließ sich nicht in einen Strudel der Negativität ziehen und hielt seine Mannschaft auf Kurs. Am Ende dürfte seine Saison sogar mit der MVP-Auszeichnung gekrönt werden. Die höchste Auszeichung für einen Einzelspieler in der NFL wird am Donnerstag bei den NFL Honors vergeben. 

Der Ausnahmespieler ist deshalb aber längst nicht abgehoben. Bereits früh in seiner Karriere lernte der Quarterback von den ganz Großen seiner Zunft. Denn bereits Tom Brady, “The Greatest of all time”, der gerade erst zurückgetreten ist, musste irgendwann ohne den späteren Hall-of-Famer Randy Moss auskommen und gewann trotzdem nach dessen Abgang noch vier weitere Super Bowls. 

Nach dem Sieg gegen die Cincinnati Bengals im AFC Championship Game sprach Patrick über das Karriereende von Brady: „Ich habe jetzt eine gute Beziehung zu ihm und er gibt mir viele Ratschläge. Ich meine, warum willst du nicht vom G.O.A.T. lernen? Wann immer mir so jemand einen Rat geben möchte, nehme ich ihn an.” 

 

Kann Mahomes dem G.O.A.T. gefährlich werden?

Dabei könnte der Schüler dem Lehrer schon bald gefährlich werden. Wenn es einen ernstzunehmenden Anwärter auf den nächsten großen Quarterback in der NFL gibt, der Brady sogar noch überflügeln könnte, dann ist das sicherlich Pat Mahomes. 

In seinen ersten fünf Jahren als vollwertiger Starter warf Mahomes für fast 24.000 Passing Yards und 192 Touchdowns bei 48 Interceptions. Brady erzielte in dieser Zeitspanne seiner frühen Karriere knapp über 18.000 Passing Yards und 123 Touchdowns bei 66 Interceptions. Die Qualitäten als Runner von Mahomes sind hier noch nicht einmal mit eingerechnet. 

 

Vor Super Bowl: Mahomes plagt Verletzung

Vielleicht ist es deshalb eine der wenigen Gelegenheiten, der künftigen NFL-Legende Mahomes noch einmal gefährlich zu werden. Die Mannschaft befindet sich nach einem notwendigen Umbau noch in einer Findungsphase und jetzt geht Patrick verletzt ins Endspiel in Glendale, Arizona. Für die Philadelphia Eagles stehen die Chancen also gar nicht Mal schlecht. 

Seine Sprungelenksverletzung beeinträchtigte ihn bereits im letzten Spiel, hielt ihn da aber nicht vom Sieg ab. Nun wird er weiter genesen sein und die Schwellung dürfte weitestgehend zurückgegangen sein. Doch er ist, laut mehrerer Expertisen von Sportärzten auf keinen Fall bei 100 Prozent. 

Sein Offensive Coordinator Eric Bienemy wurde zu seiner Verletzung am Freitag ebenfalls befragt. Er stellt sich vor allem die Frage, inwiefern die Chiefs mit einem angeschlagenen Mahomes das komplette Playbook umsetzen könne: 

„Ich denke, es ist eine Mischung aus beidem“, sagte Bieniemy. „Aber wir wollen sicherstellen, dass wir alles, was wir investieren, in das Spiel der nächsten Woche einbringen können. Ihr kennt also Pat. Pat wird vor nichts zurückschrecken. Und es ist vor allem unsere Aufgabe, ihn vor sich selbst zu schützen. Unsere Aufgabe ist es also, sicherzustellen, dass wir den richtigen Gameplan zusammenstellen, der uns hilft, unser Bestes zu geben. Aber stellen Sie außerdem sicher, dass wir in der Zwischenzeit nach Pat Ausschau halten. Wir werden also nichts ändern. Wir wissen, dass Pat sein Bestes geben wird, wenn sein Bestes gebraucht wird. Ihr kennt ihn, er ist ein Competitor. Er wird vor nichts zurückschrecken.“

Erst spät im AFC Championship Game setzte Bienemy mit Head Coach Andy Reid deshalb wieder auf die Fähigkeiten im Scrambling von Mahomes. Bis dahin stand der Quarterback die meiste Zeit aufrecht in der Pocket, was auch im Super Bowl zu erwarten ist. Als der Sieg jedoch in Gefahr schien, nahm Pat die Beine in die Hand.

Die Coaches wissen, ist das auch im Endspiel nötig, werden sie seine athletischen Anlagen ins Spiel einbringen. Bis dahin werden sie ihn allerdings schützen und darauf hoffen, dass ein übermäßig lauflastiges Spiel des Quarterbacks gar nicht erst nötig wird. Alles ist möglich mit Mahomes. Von einem großen Spieler ist nichts anderes zu erwarten. 


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