Fotocredit: Stephan Partisch / FootballPix - Sportfotografie

Rhein Fire bleibt sicher in der Erfolgsspur. Am fünften Spieltag der European League of Football (ELF) feierten die Rheinländer mit dem 51:0 (7:0, 14:0, 20:0, 10:0) gegen die Helvetic Guards den fünften klaren Sieg und den zweiten Zu-Null-Erfolg in Folge nach dem 42:0 in Köln.

Trotz einer nur zeitweise überzeugenden Leistung der Gastgeber, die sich vor allem in der ersten Spielhälfte ungewohnt viele Flüchtigkeitsfehler und dumme Fouls leisteten, waren die Schweizer letztlich völlig chancenlos. „Es gibt immer noch etwa zu verbessern, aber insgesamt war es eine runde Leistung“, analysierte Detlef Reck, der Jim Tomsula (wegen eines Todesfalls in der Familie in den USA) erfolgreich als Cheftrainer vertrat,

Fast schon erwartungsgemäß begann die Fire-Offense wesentlich laufbetonter als zuletzt. „Das ergab sich fast logisch: Einerseits wegen des feuchten Wetters“, erläutert Reck, „außerdem versuchen wir ja auch Glen Toonga in unser Spiel zu integriren.“ Die erste Angriffsserie, in der der Duisburger Lokalpatriot Sergej Kendus alleine 50 Yards Raumgewinn erlief, stoppten die Guards allerdings im vierten Versuch an der 5-Yard-Linie. Da die Fire-Defense jedoch überhaupt nichts zuließ, erhielten die Gastgeber den Ball schnell zurück. Mit seinem dritten Ballkontakt der Saison – er brummte bis dahin eine Vier-Spiele-Sperre ab – erzielte der neue Runningback Toonga dann den Führungs-Touchdown.

Ein-Mann-Angriff der Eidgenossen

Auch anschließend hatte die Abwehr der Rheinländer den 'Ein-Mann-Angriff' der Eidgenossen, bei denen US-Boy Silas Nacita als Runningback und Receiver fast jedes play bestritt und 70 der 81 Yards Raumgewinn der Gäste verbuchte gut im Griff. Zum Vergleich: Fire erzielte 438 Yards. Ohne etatmäßigen Quarterback half bei den Gästen der 'gelernte' Fullback Robert Harvey als Spielmacher aus und war total überfordert. Die Schweizer Abwehr ihrerseits bemühte sich,, das Fire-Laufspiel zu unterbinden, was immer wieder Platz für die Passempfänger schaffte. So markierte Jadrian Clark im zweiten Quarter zu Jannick Lörcks und Leander Wiegand zwei Touchdown-Pässe. „Wenn sie uns den Platz lassen, bedanken wir uns natürlich dafür“, meine Clark nachher nur lakonisch.

Einmal mehr war es kurz vor der Pause Omari Williams, der mit seiner dritten Interception (abgefangener Pass) des Jahres den Touchdown des Offenseliners Wiegand vorbereitete, als er den Ball bis zur 5-Yard-Linie der Gäste zurücktrug. Wiegand wurde dann 'eligible' erklärt, das heißt, er war – obwohl als sechster O-Liner auf dem Platz - berechtigt, den Pass zu fangen. „Das habe ich wenn überhaupt mal in der Jugend gemacht. Aber seitdem nicht mehr“, strahlte der 23-jährige Hüne über seinen ersten Touchdown als Erwachsener.

Auch die Back-Ups überzeugen

Gleich nach der Pause legte Clark nach: Fünf Spielzüge und genau zwei Minuten benötigte seine Offense bis Justin Schlesinger (samt dem Extrakick von Sebastian van Santen) auf 28:0 erhöhte. Nur wenig länger brauchten die Hausherren für die nächsten beiden Sechs-Punkt-Würfe zu Harlan Kwofie und nochmals zu Schlesinger, was den Zwischenstand zu Ende des dritten Quarters auf 41:0 heraufschraubte. Dem fünften Clark-Touchdown, seinem 23. der Saison 2023, ging ein erneutes big play der Defense voraus: Diesmal schnappte sich Flamur Simon einen Pass und trug ihn bis zu 12-Yard-Linie. Mit einer Schulterverletzung musste Linebacker Simon danach leider vorzeitig in die Kabine.

Im Schlussviertel schickte Aushilfs-Headciach Reck alle Back-ups auf den Platz. „Das hatten wir so geplant, falls das Spiel wie erhofft läuft“, erklärte Detlef Reck, „die Saison ist noch lang und da sollen alle genügend Spielpraxis erhalten.“ Und selbst die zweite Garde von Fire war den Guards überlegen. Die Defense hielt weiterhin dicht und die Offense klickte auch mit Quarterback Rohat Dagdelen, der zweimal vierte Versuche per Pass zu Leon Kusterer in neue Firstdowns ummünzte. Daniel Rennich und Kicker Sebastian van Santen stellten schließlich den 51:0-Endstand her.

So geht’s weiter

Gleich am nächsten Wochenende folgt der nächste 'feurige' Auftritt in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena. Am kommenden Sonntag (9. Juli 2023, 16.25 Uhr) kommt mit den Munich Ravens ein weiteres neu gegründetes Team ins Rheinland. Die Münchner waren in der ELF bislang alle andere als Kanonenfutter und überzeugten vor allem mit ihrer Offense. Bei den Barcelona Dragons gewannen die 'Raben' 39:15, sogar mit 39:10 schlugen sie die Helvetic Guards. Nur gegen Mitfavorit Tirol Raiders gab es eine 38:59-Niederlage.

Quelle: PR Rhein Fire/Jürgen Nitsch

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