Zuletzt 2020 Offensive Coordinator in der XFL: Norm Chow - Foto: IMAGO / ZUMA Wire

 

Norm Chow ist der neue Head Coach der Helvetic Guards. TOUCHDOWN24 hat mit dem prominenten Trainer aus College und NFL gesprochen.

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Norm Chow ist 76 Jahre alt. Der ehemalige Head Coach und Assistenztrainer am College und in der NFL ist zudem weltberühmt und bringt entsprechend eine Menge Erfahrung als Trainer mit in die Schweiz. Zum ersten Mal coached Chow nun auf dem europäischen Kontinent. Deshalb wollen wir zuallererst von ihm wissen, was er über den Football in Europa zu sagen hat - das vollständige Interview findet ihr in der aktuellen Print-Ausgabe von TOUCHDOWN24.

TOUCHDOWN24: Norm, was reizt dich am meisten an der European League of Football?

 

Norm Chow: Ich habe einige Beziehungen mit der Liga. Der Trainer der Vienna Vikings ist ein guter Freund von mir. Wir sprachen seinerzeit darüber, ob ich seinen Coaching Staff unterstützen könnte, aber COVID hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir haben letztendlich entschieden, es nicht zu tun.

Als sich dann aber das Schweizer Team bei mir gemeldet hat, fühlte sich das nach einer einmaligen Gelegenheit an. Wenn du so alt bist, wie ich und auf eine lange Coaching Karriere zurückblickst, realisierst du, wie viele Menschen dir auf diesem Weg geholfen haben und ich hatte das Gefühl, ich könnte so ein wenig zurückgeben.

Ich bin zu einem Teil Chinese und habe da eine Nische für mich gefunden, ging rüber nach China, um dort zu coachen und ein paar Clinics zu machen. Wegen COVID fiel das dann irgendwann aus und da kam der Anruf der Helvetic Guards. Ich coache einfach gern Football und bis hierhin ist es eine weitere interessante Erfahrung, die ich machen darf.

Der Football in Europa ist sehr gut. Es gibt mir die Gelegenheit für mich und meine Frau ein paar Gegenden zu sehen, die wir auf der Welt noch nicht besucht haben und dabei anderen etwas beizubringen, aber auch selbst wieder etwas zu lernen. Auch ich kann immer noch als Football-Coach wachsen und von den Schweizern etwas erfahren.

 

TOUCHDOWN24: Also möchtest Du etwas zurückgeben?

 

Chow: Ich habe sicherlich nicht auf alles eine Antwort. Aber wenn du so weit gekommen bist, wie ich, weißt du, dass du das allein nie geschafft hättest. Da blicke ich zurück auf all die Spieler und Trainer, denen ich etwas beibringen durfte und jetzt werde ich etwas älter und es ist vielleicht an der Zeit, etwas zurückzugeben. Aber ich sag es nochmal, ich bin nicht allwissend. Für mich ist es eine weitere Gelegenheit mit anderen Menschen zu interagieren, zu lernen und zu lehren und ich bin sehr dankbar für diese Gelegenheit.

 

TOUCHDOWN24: Bei allem Respekt, American Football ist in der Schweiz nicht so verbreitet, wie in Deutschland und Österreich. Können die Helvetic Guards im Alpenstaat früh einen Hype auslösen oder ist es noch nicht an der Zeit über Ziele für die erste Saison zu sprechen?

 

Chow: Die Schweiz ist ein kleines Land. Offensichtlich. Und als sie mir zum ersten Mal den Namen “Helvetic” nannten, musste ich erstmal in einem Wörterbuch nachschlagen, was das bedeutet. Die Guards sind nicht die Vienna Vikings oder gar die Los Angeles Rams. Dafür repräsentiert das Team das gesamte Land, die gesamte Schweiz und das finde ich sehr interessant. Deshalb haben wir schnell versucht, alle guten schweizer Spieler auszumachen.

Aktuell spielen viele in Deutschland, weil sie in der Schweiz nicht spielen konnten, wenn sie auf dem höchsten Level in Europa spielen wollten. Ich denke, wenn wir viele der guten schweizer Spieler davon überzeugen können, in die Schweiz zurückzukehren und sie mit ein paar Imports zusammenbringen, hoffe ich, dass wir konkurrenzfähig sind. Ich denke, dass werden wir auch sein. Zwar gibt es noch nicht genug Spieler in der Schweiz, um das zu schaffen, aber wir müssen sie alle suchen. Unser Coaching Staff und die Administration arbeiten emsig daran, alle möglichen Spieler für unser Team zu finden.

Das vollständige Interview findet ihr in der aktuellen Print-Ausgabe von TOUCHDOWN24.