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Rhein Fire: Adam, Aguemon, Robitaille – der Hype lebt

Warf gegen die Rams fünf Touchdowns: Fire-Quarterback Matt Adam Warf gegen die Rams fünf Touchdowns: Fire-Quarterback Matt Adam IMAGO / Eibner
Drei Spieltage der zweiten Saison der European League of Football sind gespielt. Die Teams sortieren sich langsam ein und drei Teams stehen noch immer mit einer tadellosen Bilanz da: Die Dragons und Vikings sowie Düsseldorf Rhein Fire.



Während die Vienna Vikings schon vor Saisonbeginn zu den Favoriten gezählt wurden, überrascht neben den Barcelona Dragons vor allem Düsseldorf Rhein Fire. Als sich die öffentliche Aufmerksamkeit in der Vorbereitung auf Star-Head-Coach Jim Tomsula konzentrierte, zog das Front Office um General Managerin Patricia Klemm geschickt die Fäden und stellte offenbar eine Mannschaft zusammen, die sich schon in Spielzeit eins Hoffnungen auf den ELF-Titel machen kann.



Vor allem der vor der Saison eher schwach eingeschätzte Quarterback Matt Adam spielt bislang wesentlich stärker als erwartet. Der US-Amerikaner hat während der bisherigen drei Saisonsiege bei Frankfurt Galaxy, bei den Leipzig Kings und gegen die Istanbul Rams bereits Pässe für 636, sieben Touchdowns und nur zwei Interceptions geworfen. Insbesondere das Zusammenspiel mit seinem Receiver Nathaniel Robitaille funktioniert dabei hervorragend, fing der frühere Wide Receiver der Schwäbisch Hall Unicorns aus der GFL doch bislang Pässe für 328 Yards und zwei Touchdowns.


Rekordkulisse gegen Istanbul


Aber auch sein Receiver-Kollege Timothy Knüttel und Tight End Florian Eichhorn haben längst eine Chemie mit Adam gefunden. Im ersten Heimspiel gegen Istanbul fing Eichhorn sechs Pässe für 120 Yards und seinen ersten Saison-Touchdown. Unterstützt wird das Passspiel zudem durch ein starkes Laufspiel über Jason Aguemon und Daniel Rennich. Letzterer ist auf bestem Wege Kultstatus zu erreichen. So gibt es im Fanshop der Düsseldorfer ein Shirt mit einem Namensspiel des Runningbacks zu erwerben.

Bei den Fans ist die Rückkehr von Rhein Fire in den Footballsport ebenfalls gut angekommen. Isngesamt 7895 Zuschauer verfolgten das 42:12-Spektakel in der Schauinsland-Reisen-Arena von Duisburg-Wedau. Es war für ein Spiel der Regular Season neuer ELF-Rekord. Selbst das Eröffnungsspiel zwischen der Galaxy und Rhein Fire vor zweieinhalb Wochen hatte in Frankfurt etwa 300 Fans weniger Fans ins Stadion gelockt. Mit der Power Party vor dem Spiel und dem Saisonstart hat Rhein Fire die Hoffnungen im und außerhalb des Stadions in die Höhe geschraubt. Rhein Fire gehört nach drei Wochen jedenfalls zu den Playoff-Kandidaten – mindestens.
Markus Schulz

Markus Schulz arbeitet seit 2009 beim Sport-Informations-Dienst in Köln. Seine Leidenschaft für den American Football entdeckte der Familienvater bereits mit elf Jahren während Super Bowl XXIII. 2017 schloss sich Schulz TOUCHDOWN24 zudem als Chefredakteur an. Außerdem hat der gebürtige Mönchengladbacher mehrere Bücher über den US-Sport publiziert und engagiert sich ehrenamtlich als Pressesprecher bei seinem örtlichen Football-Verein Remscheid Amboss.
Twitter: @ELFinsider
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