Über 71.000 Zuschauer im Stadion von Houston hielten den Atem an. Millionen taten es ihnen vor den Fernsehschirmen auf der ganzen Welt gleich. Es sind nur noch 4 Sekunden auf der Uhr an diesem 1. Februar 2004.
Hätte man Agnes Paye 1989 erzählt, dass sie einmal ein sorgenfreies Leben in den USA führen wird, hätte sie es wahrscheinlich für einen schändlichen Witz gehalten. Die damals Zwölfjährige erlebte in ihrem Heimatland Liberia den Ausbruch eines Bürgerkrieges mit, der über eine viertelmillion Menschen das Leben kosten sollte. “Mama hat genug gearbeitet, sie kann jetzt in Rente gehen. Ich werde sicherstellen, dass sie alles bekommt, was sie nie hatte und dass sie nie wieder einen Finger bewegen muss“, sagte ihr Sohn Kwity am Draft-Abend in die TV-Kameras. Der Anfang einer NFL-Karriere des Sohnes ist gleichsam das Ende einer leidvollen Geschichte seiner Mutter.
Keiner würde es Julio Jones verübeln, wenn er jetzt schon mal bei der Pro Football Hall Of Fame in Canton, Ohio, anruft und seine Büste in Auftrag gibt. Seine elf Jahre bei den Atlanta Falcons zählen wohl zum Besten, was ein Wide Receiver je in der NFL abgeliefert hat. Ob allerdings weitere bei den "Dirty Birds" dazukommen, steht aufgrund seines Alters, seines Gehalts und dem nicht wirklich titelfähigen Kaders der Falken in den Sternen. Es kann gut sein, dass Julio Jones seine spätherbstlichen NFL-Jahre in einer neuen Heimat verbringt. Die große Frage lautet: Wo?
Letzte Woche habe ich mich in meiner Kolumne mit den schwächsten Positionsgruppen in der Liga beschäftigt – solche Units, bei denen im anstehenden NFL Draft noch viel passieren muss, um ligatauglich zu sein. Dabei ging es unter anderem um die Quarterback-Situation in Denver und den fehlenden Edge-Rush der Indianapolis Colts. Heute soll es um die stärksten Units gehen – und eines bereits vorweg: Sowohl die Broncos als auch die Colts sind erneut auf der Liste vertreten.
Die Free Agency liegt langsam hinter uns und auch wenn noch nicht jeder Star eine neue Franchise gefunden hat, richten sich die Augen der NFL-Community bereits auf den Draft. In nicht einmal einem Monat wird Commissioner Roger Goodell die lang erwarteten Worte sprechen: „The Jacksonville Jaguars are on the clock!“ Deswegen will ich in meiner heutigen Kolumne im Rahmen eines Zweiteilers auf die schwächsten Positionsgruppen in der Liga eingehen, nächste Woche folgen dann die besten Gruppen.
Mit dem inoffiziellen Start der NFL Free Agency Periode beginnt die wirklich heiße Phase der diesjährigen Offseason. Die Telefone vertragsfreier Spieler stehen nicht mehr still, Agenten brauchen literweise Kaffee, virtuelle Geldkoffer fliegen durch die Ligalandschaft und ein aufregendes Gerücht jagt das nächste. In diesen Tagen wollen viele NFL Franchises die Basis für eine erfolgreiche Saison 2021 legen und die Weichen auf langfristigen sportlichen Erfolg stellen. Wer dabei als echter "Big Player" auftritt, als Team, das einen Großteil seines Kaders umkrempelt, ist eine Frage, welche die gesamte NFL beschäftigt.
Am 17. März startet die NFL in die diesjährige Free Agency. Es ist der erste richtig wichtige Termin im Roster-Building für die Saison 2021. Welche wichtigen Verträge bei den einzelnen Teams auslaufen – TOUCHDOWN24 mit einer Auflistung der bekanntesten Namen. Heute: die AFC South.
Zu sagen, dass es die diesjährige Rookie-Klasse im Vergleich zu denen der vergangenen Jahre schwerer hatte, ist eine krasse Untertreibung. Das minimierte Offseason-Programm in Kombination mit dem Ausfall der Preseason hat es Rookies fast unmöglich gemacht, direkt die Art von Impact zu haben, die wir über die Jahre gewohnt waren. Die Zahlen verdeutlichen das: Laut Pro Football Focus (PFF) haben nur 45 Rookies im Jahr 2020 mehr als 25 Snaps pro Spiel gemacht und ein Grade von mindestens 60,0 erhalten – das sind ganze 15 weniger als im Vorjahr und der tiefste Wert seit 2011.
Nun ist es also passiert: Die Philadelphia Eagles haben Quarterback Carson Wentz für einen Drittrundenpick 2021 und einen conditional Zweitrundenpick 2022 zu den Indianapolis Colts getradet. Damit hat das Drama um den ehemaligen Hoffnungsträger der Franchise nach einer verkorksten Saison endlich ein Ende. TOUCHDOWN24 klärt, was der Trade für beide Teams und die gesamte NFL bedeutet.
Warum wurde Carson Wentz noch immer nicht getradet? Das ist eine Frage, die sich tausende Football-Fans in Deutschland und auf der Welt in den letzten Tagen gestellt haben. Nachdem bereits Anfang Februar bekannt wurde, dass ein Wentz-Trade kurz bevor stehen würde, hat sich seitdem herzlich wenig getan. Anscheinend sind interessierte Teams wie die Chicago Bears oder Indianapolis Colts (noch) nicht bereit, den geforderten Preis der Eagles zu zahlen. Doch die Probleme gehen noch tiefer.

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