Vom 29. April bis zum 1. Mai 2021 findet der NFL Draft statt. Alle Augen der Footballwelt sind an diesen drei Tagen auf Cleveland, Ohio gerichtet, wo die 86. Auswahl junger Talente für die größte Profiliga im American Football abgehalten wird.
Die Free Agency erhält gerade das Rampenlicht im NFL Zirkus. Doch ist bekannt, langfristiger Erfolg fußt auf starken Entscheidungen im Draft. Die Suche nach möglichen “Sleepern” oder Spielern, die andere Teams zu unrecht negativ bewerten, ist dabei besonders wichtig. Denn während in den ersten Runden das “Bust”-Potential minimiert wird, soll es am dritten Tag darum gehen, Spieler aufzutreiben, die eigentlich Tag-Zwei-Talente sind und definitiv Starterpotential besitzen.
Der NFL Draft 2021 findet, wie geplant, ab dem 29. April bis zum 1. Mai statt. Der Weg dorthin ist aber ein ganz anderer als in den Vorjahren. In einem normalen Draftprozess kehren gerade die meisten Talente vom NFL Combine aus Indianapolis zurück und die Teams werten ihre gesammelten Eindrücke und Resultate aus. Dieses Jahr verschiebt sich die Debatte in den einzelnen “War Rooms” nach hinten. Denn bis zum 9. April finden die Pro Days der einzelnen Colleges statt.
Zu sagen, dass es die diesjährige Rookie-Klasse im Vergleich zu denen der vergangenen Jahre schwerer hatte, ist eine krasse Untertreibung. Das minimierte Offseason-Programm in Kombination mit dem Ausfall der Preseason hat es Rookies fast unmöglich gemacht, direkt die Art von Impact zu haben, die wir über die Jahre gewohnt waren. Die Zahlen verdeutlichen das: Laut Pro Football Focus (PFF) haben nur 45 Rookies im Jahr 2020 mehr als 25 Snaps pro Spiel gemacht und ein Grade von mindestens 60,0 erhalten – das sind ganze 15 weniger als im Vorjahr und der tiefste Wert seit 2011.
Dak Prescott, Derek Carr, Kirk Cousins, Russell Wilson und Tom Brady teilen eine Gemeinsamkeit. Allesamt wurden sie nicht in der ersten Runde ihres Jahrgangs gedraftet und trotzdem sind sie Starter in der NFL. Der Draft bietet keine Garantien und im weiteren Verlauf werden die Chancen immer geringer, noch einen zukünftigen Franchise Player zu ergattern. Doch kam es in der Vergangenheit immer wieder vor, weshalb es sich lohnt, auch in diesem Jahr auf die zweite Reihe an Quarterbacks zu schauen.
Die Quarterback Klasse erscheint in diesem Draft rekordverdächtig. Bis zu sechs Quarterbacks könnten am Ende in der ersten Runde ausgewählt werden. Trevor Lawrence geht momentan in allen Mock Drafts an Eins. Kurz dahinter warten Zach Wilson und Justin Fields. Doch wie steht es um Mac Jones, Trey Lance und Kyle Trask. Können wir sicher sagen, dass alle in über zwei Monaten ihren Namen am ersten Tag des Drafts hören und was sagt die frühe Auswahl über ihre Einsatzchancen in der NFL aus? 
Unter erschwerten Bedingungen hat Veranstalter Jim Nagy mit seinem Team eine exzellente Spielerauswahl getroffen. Die eingeladenen Talente präsentierten ihre Fähigkeiten bei professionellen NFL Bedingungen, in der sich alle Beteiligten sicher vor einer Ansteckung fühlten. Eine der entscheidendsten Wochen ist am Samstag mit dem Senior Bowl zu Ende gegangen. Profi-Scouts und General Manager überzeugten sich in Mobile, Alabama vom Wert der einzelnen Draft Prospects. Viele Gewinner vermochten ihrem Draft Stock einen Push zu geben, was zwangsläufig einen früheren Draftpick und mehr Gehalt im Rookievertrag nach sich zieht. Ein paar Verlierer gab es leider auch.
Tua Tagovailoa hat erklärt am kommenden NFL-Draft im April teilzunehmen. Damit steht ein weiterer sehr interessanter Spieler zur Verfügung.
Erstmals findet der Draft direkt in einem Football-Stadion statt. Nach New York, Chicago und Philadelphia geht es 2018 nach Dallas.

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