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NCAA - College Football

Wer sind die College-Erben? Dillon Gabriel folgt bei den Ducks auf Bo Nix

Führt die Ducks in dieser Saison als Quarterback an: Dillon Gabriel (#8) - Foto: IMAGO / USA TODAY Network

Bo Nix ist bei den Oregon Ducks Geschichte. Ende April wählten ihn die Denver Broncos als Nachfolger des geschassten Russell Wilson aus. Seinen Platz bei den Ducks nimmt Dillon Gabriel ein – und bringt eine Menge Erfahrung mit.

Wenn Dillon Gabriel die Oregon Ducks als Quarterback und Nachfolger von Bo Nix in die College-Playoffs führt (oder führen sollte), dann hat er gerade seinen 24. Geburtstag gefeiert. Der Neuzugang der Oklahoma Sooners startet dabei nun in seine sechste College-Spielzeit. Dabei tritt er in große Fußstapfen: Vorgänger Bo Nix ging als Erstrundenpick im zurückliegenden NFL Draft zu den Denver Broncos.

Gabriels lange College-Karriere bringt aber auch Vorteile mit sich. Er hat so bereits 49 Starts auf seinem Karriere-Konto. Dabei warf er für über 14.865 Yards und 125 Touchdowns bei nur 26 Interceptions. 2019 spielte Gabriel seine erste Saison auf College-Niveau für die UFC und stand bei 12 der 13 Saisonspiele gleich als Starter auf dem Feld. Seinen Durchbruch hatte er dann in seiner Sophomore-Saison, als er in nur zehn Spielen für seinen noch heute gültigen Karriere-Bestwert von 32 Touchdown-Pässen bei nur vier Interceptions warf.

Gabriel ein Heisman-Kandidat?

Ein Bruch des Schlüsselbeins beendete seine dritte College-Saison dann nach drei Spielen in der Spielzeit 2021 vorzeitig. Seine Leistungen hatten aber ausreichend für Eindruck gesorgt, so dass Gabriel für die Saison 2022 zu den Oklahoma Sooners wechselte, wo er das Backfield von Spencer Rattler und Caleb Williams übernahm, die ihrerseits jeweils ebenfalls das Team wechselten. Nach einer sportlich durchwachsenen Saison, in denen die Sooners nur eine Bilanz von 6-6 spielten, war es auch den Leistungen Gabriels zu verdanken, dass Oklahoma in der vergangenen Spielzeit zehn von zwölf Saisonspielen gewann.

Dabei legte Gabriel Karriere-Bestwerte in der Passquote (69,3 Prozent) sowie Passing Yards auf (3660). Seinen 30 Touchdowns durch die Luft – bei sechs Interceptions – fügte er noch zwölf Rushing-Touchdowns und 373 Rushing Yards hinzu. Bei den Sooners war er der perfekte Fit für das RPO-lastige Spiel. Zu seinen weiteren Stärken zählt das Lesen der Defense und das Treffen der richtigen Entscheidungen. Er hat sowohl das Verständnis, um schnell aus der Pocket seine Receiver zu finden, als auch Spielzüge zu verlängern, wenn die Offensive Line früh zusammenbricht. Schwächen hat Gabriel vor allem bei der Präszision langer Würfe, was aber sicherlich noch durch passendes Training zu verbessern ist.

Die Ducks sind gespannt, wie Gabriel in Will Steins Offensive passen wird. Stein ist seit 2023 Offensive Coordinator und Quarterback-Trainer in Oregon und gilt mit seinen 34 Jahren als innovatives Offensive Mind. Knüpft Gabriel an seine Leistungen bei den Sooners an, dann könnte er schnell im Rennen um Heisman genannt sein.

Über den/die Autor/in
Dirk Kaiser
Dirk Kaiser
Dirk Kaiser ist im Bereich des American Footballs seit über 20 Jahren auf etlichen Ebenen aktiv. Journalistisch begleitet er neben der NFL auch die ELF und GFL für TOUCHDOWN24.

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