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NCAA - College Football

Die Top Runningbacks und Tight Ends im NFL Draft 2024

Brock Bowers wird mit 21 Jahren als Tight End in die NFL gehen. Credit: Imago Images / USA Today / Dale Zanine

Neben Brock Bowers gibt es einen weiteren Tight End, der in Runde Eins im NFL Draft 2024 ausgewählt werden könnte. Auf der Position des Runningbacks ist, nachdem Bijan Robinson und Jahmyr Gibbs nun in der NFL spielen, auch wieder mächtig Talent vorhanden. Der Wert beider Positionen kann sich nicht mit dem eines reinen Wide Receivers messen. Und doch lohnt sich ein Blick auf die dynamischen und kräftigen Angreifer unter den Tight Ends und auf Runningback. 

Es kommt noch kein Runningback im College Football an den Hype heran, den Robinson von den Texas Longhorns im letzten Jahr auslösen konnte. Keiner der nun folgenden Spieler wird aktuell sicher als Erstrundentalent gehandelt. Bei den Tight Ends gibt es wiederum mit Bowers einen Spieler, dessen Filmmaterial sich mit dem von Kyle Pitts seinerzeit durchaus messen lassen kann. 

 

Die Top Runningbacks

Runningbacks haben über die Jahre an Wert verloren. Trotzdem wurden im letzten Draft zwei junge Talente aus dem Backfield bereits in der ersten Hälfte von Runde Eins ausgewählt. 

 

Treveyon Henderson / Ohio State Buckeyes

Größe: 1,78 m Gewicht: 98 kg

Treveyon Henderson wird nicht bei allen NFL Teams ganz oben auf der Liste stehen. Vergleiche zu Bijan Robinson sind schon allein deshalb nicht passend. Doch seinen etwas kleiner, aber robust gebauten Körper bringt Henderson sehr abrupt auf Touren und ist gleichzeitig sehr beweglich, womit Verteidiger häufig einfach ins Leere tackeln. Zusätzlich bewies er mit 31 Karriere-Receptions und fünf Touchdown-Catches bereits exzellente Fähigkeiten als Passempfänger, weshalb alle ziemlich gespannt sind, wohin Henderson die nächste Saison führen wird. 

Wichtigste Spiele: Woche 8 vs. Penn State Nittany Lions, Woche 12 vs. Minnesota Golden Gophers, Woche 13 @ Michigan Wolverines

 

Raheim Sanders / Arkansas Razorbacks

Größe: 1,88 m Gewicht: 103 kg

Du wirst in diesem Jahrgang kaum einen Runningback finden, der kräftiger und größer gebaut ist als Raheim Sanders. Was ihm noch fehlt, ist eine bessere Feldübersicht, um konstanter aus dem Backfield herauszukommen. Dann kann er wie eine Runningback-Maschine gegnerische Tackler abprallen lassen und sogar regelmäßig ins zweite Level kommen. 

Wichtigste Spiele: Woche 7 @ Alabama Crimson Tide, Woche 13 vs. Missouri Tigers

 

Blake Corum / Michigan Wolverines

Größe: 1,73 m Gewicht: 95 kg

Hätte sich Blake Corum nicht im letzten Jahr kurz vor Saisonende am Knie verletzt, wäre er höchstwahrscheinlich im letzten Draft dabei gewesen und am zweiten Tag gedraftet worden. Nun wird sich der toughe und produktive Runner für den NFL Draft 2024 bewerben. So kann er zumindest seine Receiving-Fähigkeiten weiter ausbauen, die er zwar angedeutet hat, aber bisher noch nicht als echtes Spielelement zum Tragen kommen ließ. 

Wichtigste Spiele: Woche 6 @ Minnesota Golden Gophers, Woche 11 @ Penn State Nittany Lions, Woche 13 vs. Ohio State Buckeyes

 

Braelon Allen / Wisconsin Badgers

Größe: 1,88 m Gewicht: 109 kg

Braelon Allen ist ein beeindruckender Runner, wenn man bedenkt, dass er praktisch jedes Mal gegen massiv überladene Boxes in der Verteidigung anrennen muss. Das mutet bereits stark nach dem Laufstil von Derrick Henry an, was Allen dort präsentiert. Der Runningback fühlt sich wohl zwischen den Tackles und könnte zukünftig auf jeden Fall mit einem spritzigen Outside Runner im Tandem spielen. Vielleicht geht aber auch mehr, denn sein Laufstil ist so hart, dass er in der NFL erst einmal verteidigt werden muss. 

Wichtigste Spiele: Woche 7 vs. Iowa Hawkeyes, Woche 13 @ Minnesota Golden Gophers

 

Die besten Runningbacks hinter der Top Vier

Auch nach der Top Vier ist viel los auf der Runningback-Position. Hier sind drei weitere. 

 

Will Shipley / Clemson Tigers

Größe: 1,80 m Gewicht: 93 kg

Will Shipley ist schwer zu Boden zu bringen, prallt entweder von Tacklern ab oder lässt sie gleich ganz aussteigen. Der natürliche Athlet spielt sehr ausbalanciert. So erklären sich auch seine statistisch 3,4 Yards nach dem ersten Kontakt. Der ehemalige Fünf-Sterne-Rekrut ist weder zu klein noch zu schwer. Wenn er sich nun konstant weiter steigert, hat er am Ende der Saison das Zeug dazu, als erster Runningback ausgewählt zu werden. Aktuell ist er gut, liefert aber noch nicht das gewisse Etwas, was ihn am Ende von der Masse an talentierten Runningbacks löst. 

 

Trey Benson / Florida State Seminoles

Größe: 1,85 m Gewicht: 98 kg

Trey Benson vernaschte am College bereits eine beeindruckende Zahl an Tacklern. Zusätzlich dürfte er das mitbringen, was man als Home-Run-Speed bezeichnet. Benson kann also nicht nur eine Menge Carries aus dem Backfield übernehmen und konstant für Raumgewinn sorgen, sondern ist in der Lage, sich nach einem Ausbruch ins zweite Level uneinholbar davon zu machen. Was also fehlt noch, um in die Phalanx der Topleute im nächsten Draft zu stoßen? Seine erste Saison mit über 1.000 Rushing Yards. 

 

Donovan Edwards / Michigan Wolverines

Größe: 1,85 m Gewicht: 93 kg

Würde Blake Corum nicht im selben Team spielen, wäre Donovan Edwards bereits viel höher einzuordnen. Aktuell muss er sich noch zu oft mit der Rolle des zweiten Runningbacks bei Michigan begnügen. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen. Schließlich gibt es kaum einen explosiveren Runningback als Edwards. Dazu ist er sehr gut gebaut. Vielleicht kann er zu Beginn der Saison ausnutzen, dass Corum erst wieder richtig fit werden muss und so seine Bewerbung für die ersten Runden im NFL Draft 2024 bereits im September abgeben. 

 

Die Top Tight Ends

Es gab schon lange kein echtes Blue Chip Talent unter den Tight Ends im NFL Draft mehr. Abgesehen von Kyle Pitts gab es nur wenige Spieler, die tatsächlich früh ausgewählt wurden. Dieser Umstand könnte sich im nächsten Jahr ändern. 

 

Brock Bowers / Georgia Bulldogs

Größe: 1,93 m Gewicht: 104 kg

Obwohl er mit 104 Kilogramm Körpermasse zu den etwas leichteren Tight Ends gehört, ließ Brock Bowers vom ersten Tag bei den Georgia Bulldogs keinen Zweifel daran, wer der beste Spieler des Landes auf seiner Position ist. Bereits in seinem Freshman-Jahr gab es wahrscheinlich keinen besseren Tight End im gesamten College Football. Bowers ist explosiv, attackiert damit überall auf dem Feld und auch in der Tiefe die Schnittstellen der Verteidigung, kann gegen reine Manndeckung aber auch hervorragendes Route Running präsentieren. Seine Anlagen und Fähigkeiten sind phänomenal und er wird im Dezember erst 21 Jahre alt. Einen besseren Partner kann sich ein NFL-Quarterback wohl kaum wünschen. 

Wichtigste Spiele: Woche 4 vs. UAB Blazers, Woche 6 vs. Kentucky Wildcats, Woche 10 vs. Missouri Tigers

 

Ja’Tavion Sanders / Texas Longhorns

Größe: 1,93 m Gewicht: 109 kg

Ja’Tavion Sanders erzielte in der Saison 2022 insgesamt 31 neue First Downs inklusive Touchdowns, womit er sich lediglich Brock Bowers, Dalton Kincaid und Michael Mayer geschlagen geben musste. Und in diesem Jahr ist noch mehr von Sanders zu erwarten, denn er geht in Jahr Zwei mit Quarterback Quinn Ewers und einem namhaften Receiving Corps zur Unterstützung. Seine 613 Yards bei 54 Receptions sollten demnach noch weiter ausgebaut werden. Der instinktive und athletische Tight End entwickelt sich mit seinen natürlichen Fanghänden immer mehr zur zuverlässigsten Anspielstation seines Quarterbacks. Das wird auch der NFL nicht entgangen sein. 

Wichtigste Spiele: Woche 2 @ Alabama Crimson Tide, Woche 4 @ Baylor Bears, Woche 8 @ Houston Cougars

 

Die besten Tight Ends hinter den Top Zwei

Bowers und auch Sanders haben das Potential in Runde Eins ihren Namen zu hören. Dahinter gibt es jedoch weitere potentielle Überflieger. 

 

Jaheim Bell / Florida State Seminoles

Größe: 1,91 m Gewicht: 104 kg

Jaheim Bell entfaltet sein wahres Talent nach dem Catch, wenn er sich durch die Abwehrreihen hindurch schlägt. Er ist unter allen vor ihm genannten Tight Ends auch der beste Inline-Blocker, was ihm bei manchen Teams einen Vorteil verschafft, die nicht explizit einen Receiver, sondern einen Allrounder im nächsten Draft suchen. Viele Offenses schätzen flexible Einsetzbarkeit an einem Spieler und der explosive Tight End kann sich mit seinem ausbalancierten Laufstil in Zukunft vielleicht noch öfter von Gegenspielern lösen und sich zu einer zuverlässigen Anspielstation von Quarterback Jordan Travis entwickeln. Dann könnte Bell noch wesentlich früher seinen Namen hören, als es aktuell prognostiziert wird. 

 

Bryson Nesbit / North Carolina Tar Heels

Größe: 1,96 m Gewicht: 104 kg

Bryson Nesbit ist vor allem in tiefen Bereichen des Feldes extrem gefährlich. Durchschnittlich erzielte eines der wichtigsten Targets von Quarterback Drake Maye 15,7 Yards pro Reception. Kein anderer in dieser Liste erreicht diesen Höchstwert. Mit dem Abgang von Josh Downs in die NFL, sollte die Anzahl an Receptions für Nesbit nun weiter nach oben gehen. Vor allem an seiner Beweglichkeit muss der groß gewachsene Athlet aber arbeiten. Sonst wird er sich zu selten von Gegenspielern lösen. 

 

Tight Ends, deren Namen man schonmal gehört haben sollte

Die nächsten Tight Ends konnten noch nicht von sich reden machen. Hier habt ihr sie wenigstens schonmal gehört. 

 

Cade Stover / Ohio State Buckeyes

McCallan Castles / Tennessee Volunteers

Brevyn Spann-Ford / Minnesota Golden Gophers

C.J. Dippre / Alabama Crimson Tide

Im Transferportal

Ein besonderer Fall ist der Brite Seydou Traore. Der krasse Athlet wechselte im Dezember von der Arkansas State nach Colorado. Jetzt befindet er sich schon wieder im Transferportal, obwohl er der beste Rekrut aus Europa auf den Skill-Positionen zum kommenden Draft ist. Es wird allmählich Zeit für den schnellen Tight End. Sobald sein neues Team bekannt ist, kann eine bessere Prognose über ihn abgegeben werden. 


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