Iowa State Cyclones Runningback Breece Hall erzielt im Camping World Bowl gegen die Notre Dame Fighting Irish 100 Total Yards Iowa State Cyclones Runningback Breece Hall erzielt im Camping World Bowl gegen die Notre Dame Fighting Irish 100 Total Yards Imago Images / ZUMA Wire / Andrew J. Kramer

Diese vier Colleges können erstmals die Playoffs erreichen

geschrieben/veröffentlicht von/durch  16.07.2021
Alle 130 Colleges auf FBS Level sollten das Erreichen der College Playoffs als Saisonziel definieren. Doch nur wenige dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf die Halbfinals zum Jahreswechsel machen und noch kleiner ist die Zahl der Teams, die seit der Einführung 2014 überhaupt vom exklusiven 13-köpfigen Komitee in die Top Vier gewählt wurden.

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Wer hat das Zeug zum ersten Mal in die Playoffs zu ziehen? Wer gesellt sich zu den bisher gerade elf Colleges hinzu und sticht in die Phalanx der Dauergäste aus Alabama, Clemson, Ohio State und Oklahoma, die allesamt an mindestens vier von sieben möglichen Playoffs teilnehmen durften? Hier sind die Anwärter, die berechtigte Ambitionen haben.

Iowa State Cyclones

Nach einem wackeligen Start in 2020 mauserten sich die Iowa State Cyclones zum größten Herausforderer der Oklahoma Sooners in ihrer Big 12 Conference. Die Mannschaft von Head Coach Matt Campbell hat das Zeug, an die erfolgreiche Saison aus dem letzten Jahr anzuknüpfen. Quarterback Brock Purdy führt eine Offense mit allen wichtigen Receivern aus dem Vorjahr an. Mit Breece Hall spielt zudem einer der besten Runningbacks des Landes hinter einer Offensive Line, die ebenfalls alle Starter zurückerhält.

Dieser Angriff konnte es zuletzt mit den besten Schulen im College Football aufnehmen und braucht sich nicht zu verstecken. Sie besiegten die Sooners sogar mit 37-30, verloren allerdings die Conference Meisterschaft im Re-Match. Holen sie diesmal den Titel, sind die Playoffs durchaus realistisch. Bis dahin müssen sie aber erneut an Oklahoma vorbei. Und die sind mit Quarterback Spencer Rattler favorisiert.

North Carolina Tar Heels

Head Coach Mack Brown hat die North Carolina Tar Heels zurück auf die Landkarte des College Footballs gebracht. Der zwangsläufig nächste Schritt sollte nun das Erreichen der Playoffs sein. Abgesehen von den Florida State Seminoles gelang dies in der ACC Conference bisher nur dem zweifachen National Champion Clemson Tigers.

Für dieses Ziel sammelten die Tar Heels über das Recruiting extrem talentierte High School Spieler aus dem Umland ein. Doch vor allem überregionale Rekruten aus Georgia, wie Vier-Sterne Prospect Josh Downs, sind es, die sie in die Playoff Diskussion führen. Im Zusammenspiel mit Quarterback Sam Howell will der Slot Receiver in seinem zweiten Jahr zur Spitze des Landes aufsteigen.

Wer denkt, wir sprechen bei Browns Team von einer Eintagsfliege, der liegt weit daneben. Die langfristige Planung ist auch in der aktuellen Recruiting Class sichtbar und dürfte namhafte Abgänge in die NFL in der Art kompensieren, wie wir es bisher nur von den absoluten Powerhouses gewohnt sind. So wartet Freshman Quarterback Drake Maye nur darauf, Howell zu beerben und seine eigene Geschichte in Chapel Hill zu schreiben. Die Zeiten der “Basketballl-Uni” sind vorbei und wenn North Carolina es in diesem Jahr nicht in die Playoffs schafft, dann wird es aber nicht mehr lang dauern.

Texas A&M Aggies

Im letzten Jahr sind die Aggies nur knapp am erstmaligen Einzug in die College Playoffs gescheitert. Obwohl sie nur ein einziges Spiel verloren, entschied sich das Komitee gegen sie und für die Notre Dame Fighting Irish. 

Für einen noch besseren Record oder den Gewinn der SEC Championship muss Texas A&M aber einen harten Schedule bestreiten und wie in jedem Jahr mit den Alabama Crimson Tide das größte Schwergewicht im College Football aus dem Weg räumen. Das ist nicht unmöglich. Den LSU Tigers ist das vor zwei Jahren gelungen.

Mit einer in Fachkreisen unterschätzten Abwehr um Defensive End DeMarvin Leal und der Tatsache, dass Alabama nach wesentlichen Aderlass in Richtung NFL möglicherweise leicht geschwächt in die Saison geht, haben die Texas A&M Aggies eine Chance, die Conference Meisterschaft zu holen. Ansonsten müssen sich die Texaner irgendwann fragen, ob die Abwerbung von Head Coach Jimbo Fisher sich vor drei Jahren wirklich ausgezahlt hat.

USC Trojans

Obwohl die Trojans seit Einführung des Playoff Formats zweimal in den Top Vier des AP Polls geführt wurden, reichte es bisher nie für die Playoffs. In der Pac-12 ist das Rennen völlig offen. Was da für USC spricht, ist die Rückkehr des mittlerweile erfahrenen Quarterbacks Kedon Slovis.

Im Zusammenspiel mit einem talentierten Receiving Corps um Ausnahmeathlet Drake London will Slovis sich nicht nur um einen frühen Pick im NFL Draft 2022 bewerben, sondern eines der erfolgreichsten Footballprogramme der Geschichte endlich in die Playoffs führen. Der Kader ist ausgeglichen auf beiden Seiten des Balles hervorragend besetzt. Jetzt ist es an Cheftrainer Clay Helton die schweren Auswärtsspiele an der Notre Dame und bei den Arizona State Sun Devils mit seinem Team zu bestehen. In einem möglichen Pac-12 Endspiel, dass erstmalig im neuen Allegiant Stadium der Las Vegas Raiders ausgetragen wird, kommt es dann zur Entscheidung, ob mit den Trojans der erst zweite Vertreter von der Westküste überhaupt in die Playoffs kommt.  

Philipp Forstner

DraftNerdPhilipp Forstner, alias Draft Nerd, ist ehemaliger O-Liner und sammelte erste Erfahrungen als Autor bei "Beardown Germany". Er schreibt über den NFL Draft und College Football für TOUCHDOWN24 und beobachtet als Scout die zukünftigen und aktuellen Spieler der NFL.

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