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Diese Teams können erstmals die Playoffs schaffen

Wer tut es nächste Saison den Cincinnati Bearcats und den Michigan Wolverines gleich und zieht erstmals in die College Football Playoffs ein? Wer tut es nächste Saison den Cincinnati Bearcats und den Michigan Wolverines gleich und zieht erstmals in die College Football Playoffs ein? Imago Images / ZUMA Wire / Freddie Beckwith
Welches College Team schafft es erstmals in die Playoffs? Der College Football hält immer wieder Überraschungen bereit und selbst wenn alles nach einer Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr zwischen Titelverteidiger Georgia Bulldogs und Herausforderer Alabama Crimson Tide riecht, dürfen wir davon ausgehen, dass ab dem Saisonstart am 27. August Mannschaften am Thron der Bulldogs rütteln, die vorher kaum jemand auf dem Zettel haben wollte. 


Chancengleichheit ist bei vier Playoffplätzen und allein fünf Power-5 Conferences überhaupt nicht hergestellt. So kommen Alabama, Clemson, Georgia, Notre Dame, Ohio State und Oklahoma auf 25 von 32 möglichen Playoffteilnahmen seit der Einführung zur Saison 2014. Doch vielleicht tun sich erneut ein paar Neulinge hervor, die am Thron der großen Powerhouses rütteln wollen. So wie die Debütanten aus dem Vorjahr, die Cincinnati Bearcats und die Michigan Wolverines, deren Wege hin zur ersten Playoffteilnahme nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können. 

Next Cincinnati Bearcats

Die Cincinnati Bearcats wurden vor der Saison 2021 an Rang 8 gerankt und galten als möglicher erster Playoffteilnehmer unter den Group-of-Five Schulen. Der Weg für kleinere Colleges, zu denen Cincinnati gezählt werden muss, ist besonders steinig und schwer. Dem Team um Head Coach Luke Fickell war von Beginn an bewusst, dass sie alle Spiele gewinnen müssen und einige gerankte Gegner aus dem Weg räumen mussten. Mit Auswärtssiegen über Indiana aus der Big Ten und das unabhängige Notre Dame, sowie den anschließenden Heimerfolgen gegen Temple und Central Florida aus der eigenen Conference zementierten sie ihren Anspruch und wurden fortan zu den möglichen Playoff Contendern gezählt. Dank der Niederlagen namhafter Konkurrenz aus größeren Conferences reichte es am Ende zur ersten Playoffteilnahme eines Group-of-Five Colleges

BYU Cougars

Streng genommen sind die BYU Cougars bis zum nächsten Jahr unabhängig und treten 2023 der Big12 bei. Doch ihre Kapazitäten und ihr Schedule lassen sie momentan mit ähnlichen Chancen ins Playoffrennen gehen, wie alle anderen Group-of-Five Schulen. 

Mit Quarterback Jaren Hall und Receiver Puka Nacua geht das Team mit vielen weiteren talentierten Leistungsträgern ambitioniert in die kommende Saison. Dazu erlaubt der Schedule, einen Playoffplatz zu rechtfertigen. In Woche 2 geht es gegen den amtierenden Big12-Champion Baylor Bears. Unmittelbar danach reisen sie nach Eugene zu den Oregon Ducks. Im sechsten Spiel der Saison treten die Cougars im Allegiant Stadium in Las Vegas gegen die Notre Dame Fighting Irish an. 

Das wird ein schweres Stück Arbeit. Aber wenn BYU diese Spiele allesamt für sich entscheidet, gehören sie in die Playoffs. Ein Stolpern zum Saisonende gegen einen vermeintlich kleineren Gegner ist dabei aber weiterhin dringend zu vermeiden. 

Houston Cougars

Wer lieber auf Houston setzen möchte, hofft darauf, dass das Playoff Komitee die gesamte American Athletic Conference (ACC) dank der letztjährigen Teilnahme der Cincinnati Bearcats aufwertet. 

Denn Houston stellt mit Quarterback Clayton Tune im Gespann mit Wide Receiver Nathaniel Dell und weiteren Talenten den wohl stärksten Kader in der AAC. Ihr Problem ist und bleibt wie bei vielen Vorgängern der Schedule. Härtester Power-5 Gegner ist Texas Tech, die ebensowenig in den Top 25 gerankt sein werden, wie die Kansas Jayhawks. Ein schier hoffnungsloses Unterfangen also. Aber der Glaube an die Playoffs stirbt zuletzt. 

Next Michigan Wolverines

Vor der Saison waren die Michigan Wolverines nicht einmal gerankt. Head Coach Jim Harbaugh wurde bereits angezählt. Da mauserte sich eines der historisch erfolgreichsten Footballprogramme plötzlich zum Playoffcontender. Ein deutlicher Sieg über die Washington Huskies in Woche 2 brachte das Team zurück in die Top 25. Nach Auswärtserfolgen über Wisconsin und Penn State ging es zum Endspiel “The Game” gegen die Ohio State Buckeyes. Deutlich besiegten sie zum ersten Mal seit 2011 wieder den großen Rivalen südlich der Grenze und schafften über den Gewinn der Big Ten Championship erstmals den Einzug in die College Football Playoffs. 

Texas A&M Aggies

Die Texas A&M Aggies haben unter Head Coach Jimbo Fisher in den letzten vier Jahren jeweils eine Top Ten Recruiting Class erhalten. Nun ist es an der Zeit die Ernte einzufahren. Einziges Manko bleibt, ähnlich wie im letzten Jahr bei Michigan die Quarterback-Frage. Noch ist nicht klar, wer sich aus Haynes King, Max Johnson und Conner Weigman durchsetzen wird. 

Der Einstieg in die Saison verläuft relativ sanft, bietet mit Appalachian State und Miami aber Stolpergefahr. Deutliche Siege kämen hingegen wichtigen Ausrufezeichen gleich und wären wichtige Motivationsschübe für die schweren SEC-Matchups im Oktober und November. Unter anderem geht es dann auswärts gegen die Alabama Crimson Tide ran. 

Die Aggies müssten die SEC West schon gewinnen, wollen sie in die Playoffs. Mit Alabama in der Division ein schweres Unterfangen und selbst wenn der Sieg gelingt, warten Ole Miss oder Arkansas nur auf einen Ausrutscher von Texas A&M. Dann wäre jedoch nicht nur der Weg frei in die Playoffs. Gleichzeitig haben die Aggies ab dann eine reelle Chance auf die National Championship. 

Utah Utes

Utah wird versuchen, den Gewinn der letztjährigen Pac-12 Championship zu verteidigen. Dabei zählen sie auf Rückkehrer und Quarterback Cam Rising. Gepaart mit dem One-Two Punch der Runningbacks Tavion Thomas und Micah Bernard stehen die Chancen gut, trotz potenter Konkurrenz an der Westküste, den Titel erneut einzufahren.

Nun wurde die Pac-12 in den letzten Jahren für die Playoffs nicht mehr berücksichtigt. Das lag häufig daran, dass sich die Teams in engen Duellen gegenseitig eliminiert haben. Deshalb gilt es vor allem unnötige Niederlagen gegen UCLA oder Washington State zu vermeiden und gegen Oregon und USC die Mitfavoriten auszuschalten.

Zuallererst muss aber der September überstanden werden. In Woche 1 geht es auswärts gegen die Florida Gators. In Woche 3 gastieren die San Diego State Aztecs, die es nicht zu unterschätzen gilt. Geht Utah 4-0 in den Oktober, können sie hochmotiviert die nächsten Aufgaben angehen und sollten bereits im AP Poll von den vorderen vier Plätzen ihres Top 25 Rankings grüßen. 

Philipp Forstner

DraftNerdPhilipp Forstner, alias Draft Nerd, ist ehemaliger O-Liner und sammelte erste Erfahrungen als Autor bei "Beardown Germany". Er schreibt über den NFL Draft und College Football für TOUCHDOWN24 und beobachtet als Scout die zukünftigen und aktuellen Spieler der NFL.
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