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Dies sind die Conference Favoriten 2022

Utah Utes Runningback Tavion Thomas versucht im Pac-12 Conference Championship Game 2021 dem Tacklingversuch von Oregon Ducks Linebacker Noah Sewell auszuweichen Utah Utes Runningback Tavion Thomas versucht im Pac-12 Conference Championship Game 2021 dem Tacklingversuch von Oregon Ducks Linebacker Noah Sewell auszuweichen Imago Images / ZUMA Wire / Christopher Trim
Schenken wir den Wettanbietern Glauben, stehen die Favoriten auf ihre jeweiligen Conference Meisterschaften bereits fest. Doch ist das Feld elf Wochen vor dem Saisonstart noch längst nicht abgesteckt. Manche Teams aus der ACC, Big12, Big Ten, Pac-12 und SEC erhalten den alljährlichen Overhype, den sie letztendlich in der Saison doch nie bestätigen konnten. Andere wiederum bekommen viel zu wenig Aufmerksamkeit, wenn es um die Titelchancen in einer der großen Power-5-Conferences geht. 


Nicht unerwähnt bleiben sollte die Regeländerung der NCAA, die es zukünftig Conferences erlaubt, die beiden besten Teams ins Endspiel zu schicken und nicht die stärksten Vertreter der jeweiligen Division. Davon Gebrauch macht ab sofort die Pac-12. Die Big Ten zögert noch, wird in diesem Jahr aber bei der alten Regelung bleiben. Hier geht der Weg zum Titel nur über die Ohio State Buckeyes. Ähnlich wie die Alabama Crimson Tide werden sie zu den Favoriten um die jeweiligen Conference Meisterschaften gezählt und gelten als deutlicher Herausforderer der Georgia Bulldogs um die National Championship. 


Pac-12 in neuem Modus

Künftig sind es also die beiden besten Teams aus der Pac-12, die das Endspiel in Las Vegas bestreiten und nicht wie gewohnt die beiden Divisionssieger aus Nord und Süd. Der amtierende Champion sind die Utah Utes, die zum ersten Mal in zehn Jahren einen Sieg für den Süden der Conference gewinnen konnten. Sie gehen als Favorit in die Saison mit 13 Rückkehrern auf den Startpositionen und dürfen sich erneut auf die Dienste von Quarterback Cameron Rising und Runningback Tavion Thomas im Angriff, sowie Cornerback Clark Phillips verlassen. 

Im Nacken sitzen den Utes die USC Trojans, die mit vielen Transfers und Neu-Head-Coach Lincoln Riley die Conference Meisterschaft in den nächsten Jahren fest ins Visier nehmen möchten. Tonangebend waren in den letzten Jahren vor allem die Oregon Ducks. Hinter ihrer erfahrenen Offensive Line spielt nun Bo Nix auf Quarterback. Der Neuzugang aus Auburn will in der Pac-12 noch einmal angreifen und den Conference Titel erringen. 

Was jedoch den Start für USC und Oregon in die Saison erschweren dürfte, sind die jüngsten Trainerwechsel. Ein Team, das sich hingegen bereits gefunden hat, sind die Washington Huskies. Wenige Wechsel und einige Rückkehrer von Verletzungen machen die Huskies zum Geheimfavoriten in der Pac-12. 


Southeastern Conference - Georgia oder Alabama

Georgia besiegte im National Championship Game das Powerhouse aus Alabama und errang zum ersten Mal seit 1980 die Meisterschaft. Beide Teams gehen erneut nicht nur als Favoriten auf die SEC Championship ins Rennen, sondern sind auch die Frontrunner auf das Endspiel um den nationalen Titel in Inglewood, Kalifornien. 

Trotz vieler Abgänge in die NFL zeigten viele junge Rotationsspieler im letzten Jahr gehöriges Potential. Mit den Bulldogs und den Crimson Tide muss deshalb erneut gerechnet werden. 

Doch wie sieht es dahinter aus? Gibt es Anwärter, die sich berechtigte Hoffnungen machen dürfen, um an Alabama mit Quarterback Bryce Young und Georgias Defense vorbeizukommen?

Für die Arkansas Razorbacks wird es in diesem Jahr schwer, aber nicht aussichtslos, den Erfolg aus dem Vorjahr zu wiederholen. Wie weit es für die Kentucky Wildcats mit Quarterback Will Levis geht, werden wir sehen. 

Erster Herausforderer, sofern sie einen geeigneten Signalcaller aufs Feld schicken können, sollten aber die Texas A&M Aggies sein. Zugegeben erfahren sie in jedem Jahr etwas zuviel Hype. Doch starkes Recruiting sollte sich nun endlich auszahlen, weshalb sich die Aggies berechtigte Hoffnungen auf die College Playoffs machen. 


ACC - Clemson ist der Favorit

Head Coach Dabo Swinney errang mit den Clemson Tigers sechs Conference Titel in Folge, ehe man im letzten Jahr nichts mit dem Ausgang um die Meisterschaft zu tun hatte. Was gern unter den Tisch fällt, ist die Tatsache, dass die Tigers nach einem holprigen 4-3 Start die letzten sechs Spiele in Serie gewannen. Gleichzeitig hat Vorjahresfavorit North Carolina Tar Heels den Abgang von Sam Howell zu kompensieren. Die Lichtgestalt im Angriff fehlt, genauso wie Pittsburghs Kenny Pickett. Auch vom Titelträger ist kein erneuter Run auf den Titel zu erwarten. 

Den Hype um Miami halte ich für verfrüht. Zu viel ist in den letzten Jahren schief gelaufen, als dass sich die Hurricanes nach nur einem Frühling unter Head Coach Mario Cristobal und mit dem Schedule 2022 davon erholen. Bereits in Woche 3 könnte es gegen Texas A&M den ersten herben Dämpfer geben und selbst wenn man den Abstand zu Clemson verkürzen kann, geht es gegen den Serienchampion auswärts zur Sache. 

Immerhin reicht es den Hurricanes bereits, die Coastal Division für sich zu entscheiden, um es ins ACC-Endspiel zu schaffen. Das NC State Wolfpack muss dafür in der Atlantic Division Clemson unmittelbar aus dem Weg räumen. Dafür bringen sie ihre starke Defense fast ausnahmslos zurück und dürfen sich auch in der Offense erneut auf die Dienste von Quarterback Devin Leary verlassen. Die Chancen sind da, um die erste Conference Championship seit 1979 nach Raleigh, North Carolina zu holen.


Big Ten - Ohio State will Conference Krone zurückerobern

Nachdem die Ohio State Buckeyes die fünfte Big Ten Conference Meisterschaft in Serie verpassten, gehen sie hochmotiviert mit Quarterback C.J. Stroud und als Topfavorit ins Rennen um die Conference Krone 2022. Alles andere wäre eine große Überraschung. 

Der letztjährige Champion aus Michigan wird sich gewaltig strecken müssen, wollen sie ihren großen Erfolg aus der Saison 2021 wiederholen. Namhafte Abgänge vor allem in der Defense machen die Titelverteidigung schwer. 

Die Penn State Nittany Lions sahen im letzten Jahr lange Zeit wie ein echter Contender aus, ehe Quarterback Sean Clifford Verletzungen plagten. Ihnen können vielleicht noch die größten Möglichkeiten eingeräumt werden, den Buckeyes Parolie zu bieten, da Clifford erneut für die Nittany Lions angreift. Aber ehrlich gesagt, erscheint Ohio State in der Big Ten als übermächtig. 


Big12 Conference wird mit Spannung erwartet

Nach sechs Jahren purer Dominanz in der Big12 schafften es die Oklahoma Sooners 2021 nicht einmal ins Conference Championship Game. Es waren die Baylor Bears, die im Endspiel die Oklahoma State Cowboys besiegten und den Titel errangen. Mit beiden Colleges ist auch in diesem Jahr neben Dauerfavorit Oklahoma zu rechnen. 

Doch auch für Texas steht die Tür in diesem Jahr offen. Das Team blieb in der Offseason ziemlich komplett und setzt auf Neuzugang Quinn Ewers. Der Quarterback soll die Longhorns nun endlich zurück in die Erfolgsspur führen. 

Rückkehrer in Texas, auf die ihre Konkurrenz nicht zählen darf. Oklahoma State verlor viele Starter in der Defense und muss nun alles auf eine im letzten Jahr wackelige Offense setzen. Die Sooners müssen sich mit ihrem neuen Head Coach Brent Venables zunächst finden. Was ihnen dabei in die Karten spielen dürfte, ist der Fakt, dass sie erst in der zweiten Saisonhälfte auf die Konkurrenz um den Conference Titel ran müssen.

Das Rennen um die Conference Krone ist in der Big12 so offen, wie schon lang nicht mehr. Gleich vier Teams dürfen sich zum Kreis der Favoriten zählen und sich berechtigte Hoffnungen machen. Freuen wir uns also auf eine spannende College Football Saison 2022. 

Philipp Forstner

DraftNerdPhilipp Forstner, alias Draft Nerd, ist ehemaliger O-Liner und sammelte erste Erfahrungen als Autor bei "Beardown Germany". Er schreibt über den NFL Draft und College Football für TOUCHDOWN24 und beobachtet als Scout die zukünftigen und aktuellen Spieler der NFL.
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