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College Football Conference Championships 2021

Gibt es am Samstag eine Wiederholung? Baylor Runningback Abram Smith läuft der Defense von Oklahoma State davon Gibt es am Samstag eine Wiederholung? Baylor Runningback Abram Smith läuft der Defense von Oklahoma State davon Imago Images / ZUMA Wire / Gray Siegel
Die College Football Conference Championship Games 2021 stehen fest. Nach unvergessenen Momenten in den Rivalry Games zwischen den Michigan Wolverines und den Ohio State Buckeyes, sowie in der Bedlam Series der Rivalen aus Oklahoma sind die letzten Tickets für die Endspiele am Freitag und Samstag vergeben. Wieder erwarten uns großartige und enge Spiele, wenn die jeweiligen Topteams ihrer Conferences aufeinandertreffen.

Zur besseren Planung der beiden Footballabende werden hier nun alle Conference Championship Games des FBS Levels im College Football nach ihrer zeitlichen Abfolge aufgeführt. Ein Hinweis sei dabei erwähnt. Die Begegnung der Baylor Bears und Oklahoma State Cowboys läuft am Samstag ab 18 Uhr auf ProsiebenMaxx im deutschen Free-TV.

Conference-USA: Western Kentucky Hilltoppers @ UTSA Roadrunners, Samstag 1 Uhr

Alamodome

San Antonio, Texas

Western Kentucky erhält in der Nacht von Freitag auf Samstag die Gelegenheit, zum dritten Mal in sieben Jahren die Conference-USA Championship nach Hause zu holen. Dafür müssen sie den UTSA Roadrunners die zweite Niederlage ihrer Saison zufügen. Die Chancen dazu stehen ganz gut. Denn favorisiert sind tatsächlich in diesem Endspiel trotz des Auswärtsspiels und bereits vier Saisonniederlagen die Hilltoppers.

Seit dem 16. Oktober ist Western Kentucky ungeschlagen. Ausgestattet mit Bailey Zappe, dem erfolgreichsten Quarterback auf FBS Level in Passing Yards (4.986) und Touchdowns (52) dürfen wir ein wahres Punktefestival erwarten. Auch die Roadrunners verstehen es mit knapp 37 Punkten pro Spiel zu scoren. UTSA will nun seine erfolgreichste Saison seit dem Bestehen ihres Footballprogrammes 2006 mit dem ersten Conference Titel krönen. Es wird bestimmt ein Spektakel. 

Pac-12: #10 Oregon Ducks vs. #17 Utah Utes, Samstag 2 Uhr

Allegiant Stadium

Las Vegas, Nevada

ESPN Player

Etwas spät, aber gerade noch rechtzeitig zum Pac-12 Championship Game nehmen die Oregon Ducks Fahrt auf. Das Laufspiel funktioniert seit der Abwesenheit von C.J. Verdell zum ersten Mal wieder mit Travis Dye und Quarterback Anthony Brown hat seinen Rhythmus in der Offense gefunden. Damit erwarten uns ganz andere Vorzeichen als es die krachende Niederlage gegen die Utah Utes noch vor wenigen Wochen vermuten ließe. Auch wenn es nicht mehr um die Playoffs geht. Beide Teams haben noch eine Rechnung offen und der Champion gelangt sicher in den legendären Rose Bowl.

Utah verlor vor zwei Jahren das Endspiel gegen Oregon deutlich und musste, an fünfter Stelle gerankt, seine Playoff-Hoffnungen plötzlich begraben. Die 37-15 Niederlage bedeutete damals das endgültige Aus und sogar der erste Einzug in den Rose Bowl war am Ende futsch. Es geht also um viel in diesem verbissen geführten Duell, indem sich eine neue Rivalität anbahnt.

Big 12 Conference: #9 Baylor Bears vs. #5 Oklahoma State Cowboys, Samstag 18 Uhr

AT&T Stadium

Arlington, Texas

ESPN Player und DAZN und ran.de

Sowohl die Baylor Bears als auch die Oklahoma State Cowboys gewannen ihr letztes Spiel buchstäblich in letzter Minute. Wir werden sehen, was die beiden Teams im Endspiel noch abliefern können. Stückchen für Stückchen mauserten sich Baylor und Oklahoma State über die letzten Monate von Außenseitern zu echten Titelanwärtern. Jetzt könnte der Meister kurz vor Toreschluss im Ranking sogar noch in die Playoffs aufsteigen.

Dazu treffen die Staatennachbarn am Samstag um 18 Uhr auf der größtmöglichen Bühne im Stadion der Dallas Cowboys aufeinander. Vor allem Oklahoma State macht sich große Hoffnungen auf die erste Playoffteilnahme. Abgesehen von einer knappen Niederlage gegen die Iowa State Cyclones besiegten sie jeden Gegner dieses Jahr.

2014 holte zuletzt Baylor die Big 12 Championship. Bei Oklahoma State ist es drei weitere Jahre her. Dass von 1996 bis 2010 und dann wieder seit 2017 ausgetragene Conference Championship Game konnte bisher noch keines der beiden Programme für sich entscheiden. Allzu oft mussten sie den Oklahoma Sooners den Vortritt lassen.

In der aktuellen Saison gewannen übrigens die Cowboys ihr Heimspiel gegen die Bears mit 24 zu 14. Garant dabei ihre schlagfertige Run Defense, die Baylors Runningback Abram Smith unter 100 Yards abbremste. Auch diesmal erwartet uns eher defensiv betonter Football.

Midamerican Conference (MAC): Kent State Golden Flashes vs. Northern Illinois Huskies, Samstag 18 Uhr

Ford Field

Detroit, Michigan

ESPN Player

Am 4. November bestritten Kent State und Northern Illinois bereits ein erstes Abtasten für die Midamerican Championship. Obwohl es “Abtasten” nicht ganz trifft, denn bei den Golden Flashes endete das Duell 52 zu 47 für das Heimteam aus Ohio. Für Northern Illinois war es die erste Niederlage der Saison. Die zweite und damit letzte folgte am Wochenende gegen Western Michigan, als die Huskies in weiser Voraussicht auf das Endspiel Quarterback Rocky Lombardi nach einer erlittenen Gehirnerschütterung schonten und vor allem auf das Laufspiel setzten.

Für Kent State ist es erst die zweite Teilnahme am Endspiel in Detroit. Northern Illinois versucht den fünften Titel im fünften MAC Championship Game seit 2011 einzufahren. Es wäre allerdings der erste Erfolg für Head Coach Thomas Hammock. Der ehemalige Runningbacks Coach der Baltimore Ravens übernahm das Team 2019.

Die Begegnung verspricht sicher nicht die Qualität des Big 12 Championship Games, aber hier wird aggressiver und ehrlicher MAC-Football gespielt. Ein Blick über den zweiten Bildschirm kann sich lohnen.

Mountain West Conference: Utah State Aggies @ #19 San Diego State Aztecs, Samstag 21 Uhr

Dignity Health Sports Park

Carson, Kalifornien

Die Utah State Aggies reisen zum Mountain West Championship Game nach Kalifornien, wo sie auf die in den Top 20 gerankten San Diego State Aggies treffen. Es ist das erste Mal, dass die beiden Teams in diesem Jahr gegeneinander spielen.

Sowohl die Aggies als auch die Aztecs hatte man vor der Saison nicht unbedingt für das Endspiel auf dem Zettel. Für den Serienchampion Boise State hat es hingegen überraschend in diesem Jahr nicht gereicht. San Diego State erlangte gegen Boise vor einer Woche einen dominanten Sieg, als sie 408 Total Yards und 5,5 Yards pro Play zum 27-16 Heimsieg erzielten. Zusätzlich war die landesweit an Nummer Sieben gerankte Defense, wie gewohnt, zur Stelle.

Mit Utah State bekommen sie es nun allerdings mit einer der besten Passing Offenses im College Football zu tun. Bereits gegen Fresno State hatten die Aztecs damit Probleme. Erwischt Quarterback Logan Bonner wie in der Vorwoche einen guten Tag, können die Aggies das Spiel offen gestalten und den ersten Mountain West Titel in ihrer Geschichte einfahren. Wenn nicht, werden die Aztecs ein weiteres Mal dominieren und den dritten Titel in sieben Jahren holen. 

Sunbelt Conference: Appalachian State Mountaineers @ #24 Louisiana Ragin’ Cajuns, Samstag 21:30 Uhr

Cajun Field

Lafayette, Louisiana

ESPN Player

Es ist die dritte Auflage des Sunbelt Championship Games und zum dritten Mal stehen die Appalachian State Mountaineers und die Louisiana Ragin’ Cajuns im Finale. Zwei ebenbürtige Gegner treffen hier aufeinander. Beim letzten Spiel der beiden am 13. Oktober gab Louisiana zwar eindeutig den Ton an und gewann zu Hause mit 41 zu 13. Wenn es um etwas ging, siegten aber stets die Mountaineers. Beide Finalspiele sicherte sich das Heimteam aus North Carolina. Diesmal findet das Endspiel allerdings in Lafayette statt, was die Chancen für die Ragin’ Cajuns nochmal erhöht.

Abgesehen vom Spiel gegen Louisiana konnte Appalachian State das ganze Jahr mit Quarterback Chase Brice und einem effizienten Laufspiel sehr kontrolliert den Ball über das Feld treiben. Gegen Miami (FL) aus der höher einzuordnenden ACC unterlagen sie nur knapp mit zwei Punkten Unterschied, immerhin ein Achtungserfolg. Louisiana verlor nur zum Saisonauftakt gegen Texas aus der Big 12 und will seinen nach Florida in die SEC abwandernden Erfolgscoach Bill Napier mit einem Sunbelt Titel verabschieden. Es wird ein enges Duell auf Messers Schneide. 

Southeastern Conference (SEC): #3 Alabama Crimson Tide vs. #1 Georgia Bulldogs, Samstag 22 Uhr

Mercedes-Benz Stadium

Atlanta, Georgia

Das größte Spiel am Championship Wochenende erwartet uns in der SEC, wenn Alabama und Georgia zum insgesamt 71. Mal aufeinandertreffen. Die Bühne im Mercedes-Benz Stadium der Atlanta Falcons ist für den nächsten Champion bereitet. Georgia will im Heimatstaat eine ungeschlagene Saison krönen und nach sechs Niederlagen in Serie zum ersten Mal seit dem 22. September 2007 wieder über die Crimson Tide siegen. Alabama präsentiert sich in diesem Jahr weitaus weniger dominant als im letzten Jahr beim Gewinn der National Championship. Die Chancen für die Bulldogs stehen also so gut wie lange nicht mehr.

Seit Woche Sechs grüßen die Georgia Bulldogs in allen Rankings von der Spitze. Den Platz an der Sonne wollen sie nun nicht mehr hergeben und die Favoritenrolle an sich reißen. Alle Fans der “Dawgs” sehnen eine epische Schlacht herbei, in der ihr Team als Sieger hervorgeht. Eine Niederlage wäre nach den Saisonverläufen beider Teams nicht hinnehmbar.

Für Alabama steht sogar noch mehr auf dem Spiel. Die Vorherrschaft in der SEC und zusätzlich das Erreichen der Playoffs, welche Georgia voraussichtlich auch bei einer Niederlage erreichen dürfte. Bei einer Niederlage müsste sich der amtierende Meister aber von den Halbfinals verabschieden. Fast wäre es bereits in der Vorwoche gegen die Auburn Tigers soweit gewesen, als man in der Overtime gerade noch den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte. 

American Athletic Conference (AAC): #21 Houston Cougars @ #4 Cincinnati Bearcats, Samstag 22 Uhr

Nippert Stadium

Cincinnati, Ohio

ESPN Player und DAZN und ran.de

Zum zweiten Mal in Folge wird das Nippert Stadium in Cincinnati, Ohio Austragunsort für das American Athletic Conference Championship Game sein. Die Bearcats spielen zu Hause um den AAC Titel, der nur eine Zwischenstation für das große Ziel sein soll. Das Team von Head Coach Luke Fickell will den ersten Group-of-Five Playoffteilnehmer im College Football überhaupt stellen. Nach einer 13-0 Saison und dem Sieg im Endspiel der stärksten der kleineren Conferences auf FBS Level sollte der Platz für die Halbfinalspiele am Monatsende sicher sein.

Bei einer Niederlage gegen Houston wäre der Traum aber ausgeträumt. Daran will in Cincinnati allerdings niemand denken. Stattdessen wird bereits abgewägt, wie deutlich man im besten Fall gewinnt um ein klares Statement zu setzen. Schließlich befinden sich die Oklahoma State Cowboys in Lauerstellung und wollen ihrerseits auf der Zielgeraden mit einem dominanten Sieg überzeugen. Eines steht fest. Nach den Endspielen der Big 12 und der AAC erhalten wir Klarheit über das Playoffrennen. Bis dahin ist alles Spekulation. 

Big Ten Conference: #2 Michigan Wolverines vs. #13 Iowa Hawkeyes, Sonntag 2 Uhr

Lucas Oil Stadium

Indianapolis, Indiana

Seit der Big Ten Championship 2016, die von den Penn State Nittany Lions errungen wurde, gab es keinen anderen Sieger mehr als die Ohio State Buckeyes. Dies wird sich am Sonntagmorgen unserer Zeit ändern, wenn die Iowa Hawkeyes und die Michigan Wolverines im Lucas Oil Stadium um den Conference Titel spielen. Michigan spielt hier nicht nur um die Big Ten Meisterschaft, sondern auch um das letzte Playoffticket, dass an diesem Spieltag vergeben wird. Nach dem riesigen Erfolg am letzten Wochenende in “The Game” über die Buckeyes, wäre ein Scheitern nun ein herber Rückschlag für die Wolverines.

Eigentlich ist das unvorstellbar. Diese sich bietende Gelegenheit kann das Team von Head Coach Jim Harbaugh einfach nicht auslassen. Iowa stellt neben einer wirklich mächtigen Defense keine weiteren Hürden dar. Zu zahnlos agierten die Hawkeyes in der Offense. Michigan kommt weniger über einen explosiven Angriff, sondern mit kontrolliertem Lauf- und Kurzpassspiel. Das sollte ihnen in die Karten spielen und Iowas Möglichkeiten für Turnover limitieren.

Atlantic Coast Conference (ACC): #15 Pittsburgh Panthers vs. #16 Wake Forest Demon Deacons, Sonntag 2 Uhr

Bank of America Stadium

Charlotte, North Carolina

ESPN Player und DAZN

Einen furiosen Shootout dürfen wir im letzten Championship Game des Wochenendes erwarten. Pittsburgh und Wake Forest setzten sich mit ihrem ansehnlichen Offensiv-Football gegen die zuvor klar favorisierten Clemson Tigers durch. Vor der Saison hatten noch alle erwartet, dass Clemson den siebten Titel in Folge einstreicht und Miami oder North Carolina sich aus der Coastal Division qualifizieren. Den schwächelnden Powerhouses von der Ostküste zum Trotz, bekommen die Demon Deacons die Gelegenheit ihren ersten ACC Titel seit 2006 zu ergattern. Für die Panthers rührt der letzte Erfolg zwar aus 2010. Damals war man aber noch Mitglied der Big East und trat erst 2012 der Atlantic Coast Conference bei.

In einer College Saison, die aufgrund eines sich turbulent drehnenden Trainerkarussells immer mehr in der Gewissheit endet, dass Geld den College Football regiert, ist es Balsam auf den nostalgischen Teil der Footballseele, dass es auch die traditionellen Footballprogramme in einem Jahr, wo alles passt, noch schaffen können, einen großen Titel zu erringen.

Beide Teams profitieren von einer hervorragenden Entwicklung ihrer Quarterbacks Sam Hartmann (Wake) und Kenny Pickett (Pitt). Sie sind in der Lage diesen Shootout mit exzellentem Play auf der Spielmacher-Position zu bereichern. Bereits gegen Clemson und NC State konnten sich die zwei Signalcaller sehen lassen. Auch wenn die Playoffs unerreichbar sind. Eine solche Gelegenheit erhalten Wake Forest und Pittsburgh so schnell nicht wieder. Und wer weiß, wohin es Hartmann und Pickett künftig in der NFL verschlägt?

Philipp Forstner

DraftNerdPhilipp Forstner, alias Draft Nerd, ist ehemaliger O-Liner und sammelte erste Erfahrungen als Autor bei "Beardown Germany". Er schreibt über den NFL Draft und College Football für TOUCHDOWN24 und beobachtet als Scout die zukünftigen und aktuellen Spieler der NFL.
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